Archiv für Monat: Juni 2017

Von einer Blutabnahme, einem Feiertag und einem Friedhofsbesuch

Wandbild
Dieses Bild, das während unserer Island-Tour entstanden ist, hängt nun an unserer Schlafzimmerwand.
Persischer Garten Bonn Bundeskunsthalle
Der eigens angelegt Garten zwischen Bundeskunsthalle und Kunstmuseum lädt zum Verweilen ein. Richtig schön ist es dort.

Nach einem unspektakulären Wochenbeginn, das Highlight ist vielleicht das Aufhängen eines neuen Bildes im Schlafzimmer, geht es ab Mittwoch richtig los. Bevor ich den Tag in einem echt spannenden Kommunikationsworkshop verbringe, in dem wir uns mit Konflikten und deren Lösung auseinander setzen, sitze ich erst einmal Morgens bei meiner Hausärztin und lasse mir Blut abnehmen. Am Abend geht es noch dazu ins Kino, ich berichtete.

Donnerstag ist Feiertag. Fräulein Anna und ich nutzen den zu einem ausführlichen Spaziergang in der prallen Sonne und am Rhein entlang, der uns in die Bundeskunsthalle führt. Dort schauen wir uns die Iran-Ausstellung an und anschließend auch den sehr schön gestalteten persischen Garten.

Am Freitag arbeiten wir wieder beide – ich aber nicht ganz so lange. Am frühen Abend kommt endlich im dritten Anlauf jemand, der sich bei ebay-Kleinanzeigen für mein altes MacBook interessiert hat und es dann auch tatsächlich kauft. Ich bin ein bisschen erleichtert. Den Rest des Abends verbringe ich damit, die Bude auf Vordermann zu bringen. Das mache ich ja gerne – ich hab’s ja auch gern ordentlich.

Ein harter Fall von seniler Bettflucht treibt mich am Samstag bereits früh am Morgen aus dem Haus. Nach einem sehr ordentlichen Morgenspaziergang habe ich schon die Hälfte meines Schrittziels für den Tag erreicht, einen Kaffee getrunken und mein Frühstück wirklich verdient. Den Rest des Tages verzocke ich dann ein bisschen, nachdem sich irgendwie auf einmal wieder ein Civilization auf meiner Festplatte befindet. Als ich am Nachmittag noch einen kleinen Ausflug zum Supermarkt mache, muss ich unterwegs eine ganze Weile dabei zuschauen, wie man an der Baustellen gegenüber des Bahnhofs verzweifelt versucht einen umgekippten Kran wieder aufzubauen. Großes Tohuwabohu, gesperrte Straßen, Schaulustige.

Am Sonntag ist das Wetter immer noch ganz gut. Ich pflege eine recht lange Liste mit Ausflugszielen in und um Bonn und wir entscheiden uns spontan dazu, mal in den Norden der Stadt zu spazieren und uns den Nordfriedhof anzuschauen. Der ist ziemlich groß und ist vor allem wunderbar ruhig. Wir sind nicht die einzigen, die hier einfach herumspazieren. Allerdings ist der Friedhof auch sehr viel friedhofiger als der alte Friedhof.
Auf dem Rückweg kehren wir im Café Cultura, unweit meiner alten WG, ein. Dort gibt es leckere Törtchen aller Art und vor allem ein kaltes Getränk. Den Rest des Tages verbringe ich mit allerlei Computerquatsch, bevor ein wirklich schrecklicher Tatort das Wochenende beendet.

WEIT. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Gestern Abend stapften Fräulein Anna und ich ins schöne Endenich, um dort zum ersten Mal ins „Rex“-Kino zu gehen. Das hatten neben uns auch noch ein paar andere Menschen, hauptsächlich gehobeneren Alters, vor. An sich nichts schlimmes – Kinos gibt es ja nun nicht erst seit gestern. Dennoch ist das alles scheinbar sehr aufregend: Was für ein Trubel, ein Gedränge beim Einlass! Und das hin- und her bis alle einen Platz im Kino gefunden hatten! Was bin ich froh, als das Licht endlich ausgeht.

Bevor ich jetzt umständlich den Beschreibungstext des Trailers umformuliere, lese man ihn einfach und schaue sich dann den Trailer an:

50.000 Kilometer per Anhalter, über die Ozeane mit dem Schiff und Nachwuchs in Mexiko. „WEIT. Die Geschichte von einem Weg um die Welt“ ist ein bunter und besonders authentischer Film über die außergewöhnliche Reise eines jungen Paares, das in den Osten loszog, um dreieinhalb Jahre später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen und mit einem kleinen Budget in der Tasche erkunden sie die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet.

Gwen und Patrick haben in den dreieinhalb Jahren ihrer Reise viele spannende Dinge erlebt, Menschen kennengelernt und ein Kind bekommen. Und das alles in einigen Ländern über die ich in der Vergangenheit noch nicht so besonders viel nachgedacht habe. Mir gefielen die authentischen Bilder und Einblicke unheimlich gut. Genau wie mir der Mut imponiert, den man für den ein oder anderen Teil der Reise sicherlich aufbringen musste. Wer die Chance in den nächsten Tagen hat, sollte sich den Film in einem Kino in der Nähe anschauen. Eine DVD ist aber auch geplant, wie ich auf der Webseite der beiden las.

Von Espresso, WordPress und einem enttäuschenden Sonntag

Eine Woche die mit einem Feiertag beginnt? Großartig! Fräulein Anna ist noch unterwegs. Ich nutze den Morgen zum Ausschlafen und spaziere ein wenig. Ich freue mich über das gute Wetter. Da ich bekanntlich gerne Espresso trinke, nutze ich den freien Tag um mal nach Endenich zu Brews Lee Coffee zu spazieren. Den Espresso, den ich heute probiere, finde ich ein bisschen bitter – aber es gibt ja noch mehr Sorten, ich werde noch öfter vorbei laufen.

Hofgarten Bonn
Bestes Wetter beim Pfingstspaziergang im Bonner Hofgarten. Gut, dass ich die Kamera ständig mit mir rumtrage.

Über die Woche lässt mich das Wetter ein bisschen leiden. Der Kopf schmerzt, ich schlafe schlecht. Hin und wieder tritt mich meine Allergie ein bisschen. Es ist diese Woche im Jahr. Die Arbeitstage vergehen nur langsam.

Am Mittwoch-Abend schleife ich Fräulein Anna zum WordPress-Meetup. Das findet schon zum dritten Mal statt, ich hatte bisher aber noch nicht die Zeit hinzugehen. Musik-Konzerte und unser Urlaub waren bisher wichtiger. Heute gibt es einen ausführlichen Vortrag über WordPress-Themes, der für mich eher mittelmäßig interessant ist. Da habe ich schließlich schon das ein oder andere gebaut. Das Fräulein freut sich aber sehr und findet es super interessant.

Irgendwann ist dann auch Wochenende: Am Samstag düse ich mit Frau Schwester nach Flörsheim am Main. Dort findet ein Familiengeburtstag statt. Wir erleben eine Fahrt mit der Fähre nach Rüsselsheim, bekommen leckeres Essen und unterhalten uns nett. Es ist später Abend, als wir mit dem geliehenen Polo II wieder nach Hause düsen.

Am Sonntag erleben Fräulein Anna und ich ein eher mittelgutes Frühstück. Am frühen Abend enttäuscht uns dann das Wetter: Wegen eben diesem fällt der Massenstart beim Ballonfestival dieses Jahr leider aus. In leichtem Nieselregen fahren wir wieder nach Hause. Ich bin ziemlich enttäuscht, ich hatte unseren letzten Besuch beim Ballonfestival in schöner Erinnerung.
Um dem Ganzen noch eins drauf zu setzen ist dann der Tatort rund um einen „Internet-Prankster“ auch noch unfassbar schlecht. Meine Güte. Nach so einem Tag ist man dann auch froh, wenn die Woche vorbei ist.

Von einer warmen Woche, einer abgefuckten Nacht und einem entspannten Wochenende

Sonnenuntergang über dem Hofgarten
Sonnenuntergang über dem Hofgarten. Tolles Wetter beim Abendspaziergang.

Sommerzeit! Eine ordentlich warme Woche liegt hinter mir. Grund genug, nach Feierabend mal loszuziehen und ein paar kurze Hosen zu kaufen.

Etwa zeitgleich bestelle ich in diesem Internet auch ein paar lange Hosen. Ich bin ein bisschen verwundert, nachdem ich das Paket aus der Packstation geholt habe: Obwohl die Hosen alle von der gleichen Marke sind und zumindest auf dem Papier die gleiche Größe haben, fallen sie doch sehr unterschiedlich aus. Warum auch immer. Zum Glück ist dieses „Rücksenden“ ja nicht so besonders schwer.

Ansonsten passiert gar nicht so viel. Warmes Wetter macht mich immer sehr träge. Am Donnerstag-Abend zwinge ich mich aber doch nochmal aus dem Haus. Schon vor wirklich langem hatte ich mir eine Karte für die Bonner FuckUp Night gesichert.

FuckUp Nights Bonn
Diese in der Pause entstandene Aufnahme zeigt nicht den wirklichen Füllstand des Hörsaals während der Veranstaltung.

Zu meinem großen Glück wurde die Veranstaltung wegen der großen Nachfrage an die Uni verlegt. So habe ich es vom Sofa aus gar nicht weit.

Aber was ist eigentlich der Sinn der Veranstaltung? Menschen sollen heute Abend davon berichten, wie sie bei etwas gescheitert sind. Gründe dafür kann es viele geben. Einer könnte „Pünktlichkeit“ sein, es geht natürlich nicht wie angekündigt um 19 Uhr los. Aber ich will nicht zu pingelig sein.
Die erste Hälfte der Veranstaltung ist dann leider nicht so sehr nach meinem Geschmack. Ich bin ein bisschen genervt. Nach der Pause wird es dann besser: Die Leute sind mir deutlich sympathischer, die Geschichten ein bisschen persönlicher. Ich höre den Leuten gerne zu und freue mich auch, dass die Geschichten immer irgendwie gut ausgehen.

Post Tower
Der Post Tower, gesehen vom Schiff aus.

Das Ende der Woche kommt schnell. Der Freitag startet mit einem Besuch beim Zahnarzt, um halb acht Uhr am Morgen sitze ich auf dem Stuhl. Zum Glück ist es „nur“ eine Zahnreinigung, ich bin dennoch irgendwie verspannt. Das „Lippe locker lassen!“ der Zahnreinigungs-Fachkraft wird immer unfreundlicher.

Anschließend klappt in der Firma irgendwie nichts. Um die Stimmung zu heben grillen wir ein bisschen in der Mittagspause. Das hilft. Am Abend dann noch ein Highlight: Statt in die Stadtbahn mit der Nummer 66 zu steigen, geht es auf ein Schiff der Bonner Personenschifffahrt. Das bringt die Kollegen und mich in wenigen Minuten bis zu Alten Zoll. Das ist schade, mir machen Schifffahrten ziemlich viel Spaß.

Wie passend, dass nur wenige Meter vom Anlegeplatz auch direkt die heutige Abendveranstaltung in Form einer Geburtstagsfeier stattfindet. Diese fällt dann aber einigermaßen ins Wasser, als aus einem kurzen Nieseln dann doch richtiger Regen wird und nicht mehr aufhören will. Einige Zeit finden wir sogar recht wirksamen Schutz unter den großen Bäumen am Zoll. Als die Gesellschaft sich verlagert bin ich nass genug um nach Hause zu gehen. Ich bin ein bisschen traurig, andererseits aber auch wirklich müde und durch von der Woche.

Fräulein Anna ist an diesem Wochenende unterwegs, ich nutze die freie Zeit für allerlei Computerkram, die ein oder andere Serie und natürlich kommen auch meine Spaziergänge nicht zu kurz. Ich mache einen Ausflug nach Endenich zu „Brews Lee“ und trinke leckeren Espresso. Leider liegt der Laden so gar nicht auf einem meiner Wege. Am Sonntagabend bin ich schon herrlich entspannt und freue mich, dass auch noch ein Pfingstmontag mein Wochenende verlängern wird.