Archiv für Monat: Juni 2017

Auf den Lofoten: Die Stortinden-Besteigung mit Panoramablick

Bitte nicht wundern: Dieser Urlaubsbericht sollte an dieser Stelle bereits vor knapp einem Jahr erscheinen. Faulheits-Martin hat es nur nicht früher geschafft.

Träges aufstehen, dabei ist es draußen sogar ganz schön. Irgendwann düsen wir los, heute soll unser erster Gipfel gestürmt werden. Nachdem wir eine Weile der E10 zwischen den Bergen hindurch gefolgt sind, fahren wir in schneller Folge durch drei Tunnel. Der längste davon ist sechseinhalb Kilometer lang!

Direkt vor dem offiziellen Beginn der Lofoten biegen wir ab und folgen etwa fünfunzwanzig Kilometer einer schmalen Küstenstraße. Sie trägt die Nummer 868. Man hat eine tolle Aussicht auf dem Fjord. Natürlich halten wir auch mal an und fotografieren. Außerdem läuft testweise auch die GoPro mit, wir haben immer noch so ein bisschen einen Urlaubsfilm im Hinterkopf.

Lofoten Fjord

Schließlich kommen wir an der Spitze der Halbinsel an. Hier stehen ein paar Häuser zu einem kleinen Ort zusammen. Wir parken das Auto am Fuß von Stortinden. Ein netter Wiesenbesitzer stellt dort seinen Grund als Parkplatz zur Verfügung. Wir machen kurz Mittag, schnallen uns dann die Wanderschuhe an die Füße und laufen los.

Lofoten Parkplatz

Bergauf zu laufen ist ganz schön anstrengend! Schon bald hängt meine Windjacke nur noch am Rucksack, die Sonne ist nämlich inzwischen auch rausgekommen und scheint ganz schön los. Es ist fast wolkenlos. Obwohl ich eigentlich ja ganz gut zu Fuß bin, strengt mich die Bergbesteigung wirklich wirklich an. Nach einer Dreiviertelstunde, was wir als die Hälfte des Weges interpretieren, kommen wir an einem Briefkasten vorbei, in dem ein Gipfelbuch liegt. Ein bisschen komisch, denn links und rechts geht es noch ordentlich hoch. Wir tragen uns dennoch ein und sind schon die zweiten für heute. Dann geht es links den Pfad hoch, immer weiter Richtung Stortinden.

Sehr anstrengende fünfundvierzig Minuten später stehen wir wieder an einem Schild. „Stortinden 1,5km“ steht da drauf. Da hatten wir schon mit was anderem und vor allem weniger gerechnet. Andererseits haben wir auf der letzten Etappe auch eher Höhenmeter geschrubbt. Nach links gäbe es in etwa fünfhundert Metern auch einen Aussichtspunkt. Aber wir haben uns etwas anderes vorgenommen und so ziehen wir nach einer ausführlichen Fotopause los.

Lofoten Stortinden Panorama

Da es jetzt nicht mehr so viel hoch geht, kommen wir gut voran. An einigen Stellen ist mir ein wenig mulmig, geht es doch recht steil links und rechts des Weges hinunter. Bald sind wir dann aber auch am Gipfel angekommen. Hier hat sich außer uns heute noch niemand eingetragen! Der Aufstieg hat sich auf jeden Fall gelohnt, die Aussicht und der Rundumblick sind großartig.

Lofoten Stortinden Panorama

Wir machen eine ausführliche Fotosession mit der Landschaft, erst als die Sonne hinter einer größeren Wolkendecke verschwindet, geht es für uns auf den Rückweg. Tatsächlich ist es jetzt erst mal auch wieder recht kühl. Abwärts geht es schneller als hoch, auch wenn es fast genau so anstrengend ist und auf jeden Fall mehr Konzentration erfordert. Umknicken will ja keiner! Hatten wir für den Aufstieg gute zwei Stunden gebraucht, schaffen wir es hinunter in einer. Es treibt uns auch ein kleines bisschen der Hunger an, unser Mittagssnack war wohl einfach nicht genug und außer ein wenig Schokolade hatten wir nichts zu essen dabei. Das passiert uns auch nicht nochmal.

Lofoten: Campervan vor Sonnenuntergang

Am Auto angekommen gibt es also erst einmal was zu essen. Dann fahren wir wieder ein Stück zurück und begeben uns auf die Suche nach einem Stellplatz für die Nacht. Nachdem wir diese schreckliche Schotterpiste an der Landspitze hinter uns haben, kommen wir bald an einigen Einbuchtungen am Straßenrand vorbei. Wir entscheiden uns für eine mit ordentlichem Seeblick. Der Ausblick ist ganz grandios, so dass ich den halben Abend einfach nur auf das Wasser starre.

Lofoten Schiff Fjord
Dieser Beitrag stammt aus der Reihe Auf den Lofoten.

Den Sommer des Jahres 2016 verbringen Fräulein Anna und ich zumindest zum Teil in einem Campingbus und machen damit die Halbinsel im Norden Norwegens unsicher. Dies ist unser kleiner Reisebericht.

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Von einer Blutabnahme, einem Feiertag und einem Friedhofsbesuch

Wandbild
Dieses Bild, das während unserer Island-Tour entstanden ist, hängt nun an unserer Schlafzimmerwand.
Persischer Garten Bonn Bundeskunsthalle
Der eigens angelegt Garten zwischen Bundeskunsthalle und Kunstmuseum lädt zum Verweilen ein. Richtig schön ist es dort.

Nach einem unspektakulären Wochenbeginn, das Highlight ist vielleicht das Aufhängen eines neuen Bildes im Schlafzimmer, geht es ab Mittwoch richtig los. Bevor ich den Tag in einem echt spannenden Kommunikationsworkshop verbringe, in dem wir uns mit Konflikten und deren Lösung auseinander setzen, sitze ich erst einmal Morgens bei meiner Hausärztin und lasse mir Blut abnehmen. Am Abend geht es noch dazu ins Kino, ich berichtete.

Donnerstag ist Feiertag. Fräulein Anna und ich nutzen den zu einem ausführlichen Spaziergang in der prallen Sonne und am Rhein entlang, der uns in die Bundeskunsthalle führt. Dort schauen wir uns die Iran-Ausstellung an und anschließend auch den sehr schön gestalteten persischen Garten.

Am Freitag arbeiten wir wieder beide – ich aber nicht ganz so lange. Am frühen Abend kommt endlich im dritten Anlauf jemand, der sich bei ebay-Kleinanzeigen für mein altes MacBook interessiert hat und es dann auch tatsächlich kauft. Ich bin ein bisschen erleichtert. Den Rest des Abends verbringe ich damit, die Bude auf Vordermann zu bringen. Das mache ich ja gerne – ich hab’s ja auch gern ordentlich.

Ein harter Fall von seniler Bettflucht treibt mich am Samstag bereits früh am Morgen aus dem Haus. Nach einem sehr ordentlichen Morgenspaziergang habe ich schon die Hälfte meines Schrittziels für den Tag erreicht, einen Kaffee getrunken und mein Frühstück wirklich verdient. Den Rest des Tages verzocke ich dann ein bisschen, nachdem sich irgendwie auf einmal wieder ein Civilization auf meiner Festplatte befindet. Als ich am Nachmittag noch einen kleinen Ausflug zum Supermarkt mache, muss ich unterwegs eine ganze Weile dabei zuschauen, wie man an der Baustellen gegenüber des Bahnhofs verzweifelt versucht einen umgekippten Kran wieder aufzubauen. Großes Tohuwabohu, gesperrte Straßen, Schaulustige.

Am Sonntag ist das Wetter immer noch ganz gut. Ich pflege eine recht lange Liste mit Ausflugszielen in und um Bonn und wir entscheiden uns spontan dazu, mal in den Norden der Stadt zu spazieren und uns den Nordfriedhof anzuschauen. Der ist ziemlich groß und ist vor allem wunderbar ruhig. Wir sind nicht die einzigen, die hier einfach herumspazieren. Allerdings ist der Friedhof auch sehr viel friedhofiger als der alte Friedhof.
Auf dem Rückweg kehren wir im Café Cultura, unweit meiner alten WG, ein. Dort gibt es leckere Törtchen aller Art und vor allem ein kaltes Getränk. Den Rest des Tages verbringe ich mit allerlei Computerquatsch, bevor ein wirklich schrecklicher Tatort das Wochenende beendet.

WEIT. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Gestern Abend stapften Fräulein Anna und ich ins schöne Endenich, um dort zum ersten Mal ins „Rex“-Kino zu gehen. Das hatten neben uns auch noch ein paar andere Menschen, hauptsächlich gehobeneren Alters, vor. An sich nichts schlimmes – Kinos gibt es ja nun nicht erst seit gestern. Dennoch ist das alles scheinbar sehr aufregend: Was für ein Trubel, ein Gedränge beim Einlass! Und das hin- und her bis alle einen Platz im Kino gefunden hatten! Was bin ich froh, als das Licht endlich ausgeht.

Bevor ich jetzt umständlich den Beschreibungstext des Trailers umformuliere, lese man ihn einfach und schaue sich dann den Trailer an:

50.000 Kilometer per Anhalter, über die Ozeane mit dem Schiff und Nachwuchs in Mexiko. „WEIT. Die Geschichte von einem Weg um die Welt“ ist ein bunter und besonders authentischer Film über die außergewöhnliche Reise eines jungen Paares, das in den Osten loszog, um dreieinhalb Jahre später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen und mit einem kleinen Budget in der Tasche erkunden sie die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet.

Gwen und Patrick haben in den dreieinhalb Jahren ihrer Reise viele spannende Dinge erlebt, Menschen kennengelernt und ein Kind bekommen. Und das alles in einigen Ländern über die ich in der Vergangenheit noch nicht so besonders viel nachgedacht habe. Mir gefielen die authentischen Bilder und Einblicke unheimlich gut. Genau wie mir der Mut imponiert, den man für den ein oder anderen Teil der Reise sicherlich aufbringen musste. Wer die Chance in den nächsten Tagen hat, sollte sich den Film in einem Kino in der Nähe anschauen. Eine DVD ist aber auch geplant, wie ich auf der Webseite der beiden las.

Von Espresso, WordPress und einem enttäuschenden Sonntag

Eine Woche die mit einem Feiertag beginnt? Großartig! Fräulein Anna ist noch unterwegs. Ich nutze den Morgen zum Ausschlafen und spaziere ein wenig. Ich freue mich über das gute Wetter. Da ich bekanntlich gerne Espresso trinke, nutze ich den freien Tag um mal nach Endenich zu Brews Lee Coffee zu spazieren. Den Espresso, den ich heute probiere, finde ich ein bisschen bitter – aber es gibt ja noch mehr Sorten, ich werde noch öfter vorbei laufen.

Hofgarten Bonn
Bestes Wetter beim Pfingstspaziergang im Bonner Hofgarten. Gut, dass ich die Kamera ständig mit mir rumtrage.

Über die Woche lässt mich das Wetter ein bisschen leiden. Der Kopf schmerzt, ich schlafe schlecht. Hin und wieder tritt mich meine Allergie ein bisschen. Es ist diese Woche im Jahr. Die Arbeitstage vergehen nur langsam.

Am Mittwoch-Abend schleife ich Fräulein Anna zum WordPress-Meetup. Das findet schon zum dritten Mal statt, ich hatte bisher aber noch nicht die Zeit hinzugehen. Musik-Konzerte und unser Urlaub waren bisher wichtiger. Heute gibt es einen ausführlichen Vortrag über WordPress-Themes, der für mich eher mittelmäßig interessant ist. Da habe ich schließlich schon das ein oder andere gebaut. Das Fräulein freut sich aber sehr und findet es super interessant.

Irgendwann ist dann auch Wochenende: Am Samstag düse ich mit Frau Schwester nach Flörsheim am Main. Dort findet ein Familiengeburtstag statt. Wir erleben eine Fahrt mit der Fähre nach Rüsselsheim, bekommen leckeres Essen und unterhalten uns nett. Es ist später Abend, als wir mit dem geliehenen Polo II wieder nach Hause düsen.

Am Sonntag erleben Fräulein Anna und ich ein eher mittelgutes Frühstück. Am frühen Abend enttäuscht uns dann das Wetter: Wegen eben diesem fällt der Massenstart beim Ballonfestival dieses Jahr leider aus. In leichtem Nieselregen fahren wir wieder nach Hause. Ich bin ziemlich enttäuscht, ich hatte unseren letzten Besuch beim Ballonfestival in schöner Erinnerung.
Um dem Ganzen noch eins drauf zu setzen ist dann der Tatort rund um einen „Internet-Prankster“ auch noch unfassbar schlecht. Meine Güte. Nach so einem Tag ist man dann auch froh, wenn die Woche vorbei ist.

Von einer warmen Woche, einer abgefuckten Nacht und einem entspannten Wochenende

Sonnenuntergang über dem Hofgarten
Sonnenuntergang über dem Hofgarten. Tolles Wetter beim Abendspaziergang.

Sommerzeit! Eine ordentlich warme Woche liegt hinter mir. Grund genug, nach Feierabend mal loszuziehen und ein paar kurze Hosen zu kaufen.

Etwa zeitgleich bestelle ich in diesem Internet auch ein paar lange Hosen. Ich bin ein bisschen verwundert, nachdem ich das Paket aus der Packstation geholt habe: Obwohl die Hosen alle von der gleichen Marke sind und zumindest auf dem Papier die gleiche Größe haben, fallen sie doch sehr unterschiedlich aus. Warum auch immer. Zum Glück ist dieses „Rücksenden“ ja nicht so besonders schwer.

Ansonsten passiert gar nicht so viel. Warmes Wetter macht mich immer sehr träge. Am Donnerstag-Abend zwinge ich mich aber doch nochmal aus dem Haus. Schon vor wirklich langem hatte ich mir eine Karte für die Bonner FuckUp Night gesichert.

FuckUp Nights Bonn
Diese in der Pause entstandene Aufnahme zeigt nicht den wirklichen Füllstand des Hörsaals während der Veranstaltung.

Zu meinem großen Glück wurde die Veranstaltung wegen der großen Nachfrage an die Uni verlegt. So habe ich es vom Sofa aus gar nicht weit.

Aber was ist eigentlich der Sinn der Veranstaltung? Menschen sollen heute Abend davon berichten, wie sie bei etwas gescheitert sind. Gründe dafür kann es viele geben. Einer könnte „Pünktlichkeit“ sein, es geht natürlich nicht wie angekündigt um 19 Uhr los. Aber ich will nicht zu pingelig sein.
Die erste Hälfte der Veranstaltung ist dann leider nicht so sehr nach meinem Geschmack. Ich bin ein bisschen genervt. Nach der Pause wird es dann besser: Die Leute sind mir deutlich sympathischer, die Geschichten ein bisschen persönlicher. Ich höre den Leuten gerne zu und freue mich auch, dass die Geschichten immer irgendwie gut ausgehen.

Post Tower
Der Post Tower, gesehen vom Schiff aus.

Das Ende der Woche kommt schnell. Der Freitag startet mit einem Besuch beim Zahnarzt, um halb acht Uhr am Morgen sitze ich auf dem Stuhl. Zum Glück ist es „nur“ eine Zahnreinigung, ich bin dennoch irgendwie verspannt. Das „Lippe locker lassen!“ der Zahnreinigungs-Fachkraft wird immer unfreundlicher.

Anschließend klappt in der Firma irgendwie nichts. Um die Stimmung zu heben grillen wir ein bisschen in der Mittagspause. Das hilft. Am Abend dann noch ein Highlight: Statt in die Stadtbahn mit der Nummer 66 zu steigen, geht es auf ein Schiff der Bonner Personenschifffahrt. Das bringt die Kollegen und mich in wenigen Minuten bis zu Alten Zoll. Das ist schade, mir machen Schifffahrten ziemlich viel Spaß.

Wie passend, dass nur wenige Meter vom Anlegeplatz auch direkt die heutige Abendveranstaltung in Form einer Geburtstagsfeier stattfindet. Diese fällt dann aber einigermaßen ins Wasser, als aus einem kurzen Nieseln dann doch richtiger Regen wird und nicht mehr aufhören will. Einige Zeit finden wir sogar recht wirksamen Schutz unter den großen Bäumen am Zoll. Als die Gesellschaft sich verlagert bin ich nass genug um nach Hause zu gehen. Ich bin ein bisschen traurig, andererseits aber auch wirklich müde und durch von der Woche.

Fräulein Anna ist an diesem Wochenende unterwegs, ich nutze die freie Zeit für allerlei Computerkram, die ein oder andere Serie und natürlich kommen auch meine Spaziergänge nicht zu kurz. Ich mache einen Ausflug nach Endenich zu „Brews Lee“ und trinke leckeren Espresso. Leider liegt der Laden so gar nicht auf einem meiner Wege. Am Sonntagabend bin ich schon herrlich entspannt und freue mich, dass auch noch ein Pfingstmontag mein Wochenende verlängern wird.

Auf den Lofoten: Unterwegs auf der E10, Camping am Gullesfjord

Bitte nicht wundern: Dieser Urlaubsbericht sollte an dieser Stelle bereits vor knapp einem Jahr erscheinen. Faulheits-Martin hat es nur nicht früher geschafft.

Die erste Nacht in unserem neuen Heim haben wir überstanden. Ich habe gut geschlafen, nur über die Kopfkissen-Situation muss ich mir noch ein paar Gedanken machen. Es war jedenfalls eine gute Entscheidung, dass wir die guten Schlafsäcke mitgebracht haben. Es ist doch recht frisch.

Ziemlich angenehm ist die Wohnmobil-Geschichte: Aufstehen, frühstücken, waschen, ohne auch nur einmal das Fahrzeug zu verlassen.

So ein richtiges Ziel haben wir heute auch noch nicht bestimmt. Erst Mal geht es immer weiter auf der E10. Das Wetter ist zuerst wechselhaft, dann kommt die Sonne richtig raus und der Himmel wird blau. Wir halten nicht nur ein Mal an und genießen die unterschiedlichen Aussichten eine Weile. Ganz nebenbei erstehen wir unterwegs auch eine Landkarte, jetzt kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Am frühen Nachmittag kommen wir auf unserem heutigen Ziel, dem Campingplatz am Gullesfjord an. Da man dort gerade Mittag macht, gibt es für uns erst einmal Käsebrote auf dem Parkplatz. Anschließend checken wir ein. Ungefähr 25 Euro kostet die Übernachtung, Strom inklusive.

Nachdem unser Wägelchen mit Seeblick zwischen anderen Wohngefährten geparkt ist und wir ein bisschen klargekommen sind, muss noch ein bisschen Bewegung her. Wir folgen dem Tipp des Campingplatzmenschen und laufen über einen Trampelpfad den Berg hinauf. Die Sonne scheint ein bisschen, prima! Schon bald hören wir es rauschen: Hier ist auch ein Gebirgsbach unterwegs. Der Weg folgt diesem mehr oder weniger. Es geht mäßig bergauf. Nach einer Dreiviertelstunde kommen wir an einem hübschen See heraus, in dessen Hintergrund ein Wasserfall abgeht. Voll gut, dass Fräulein Anna noch ein bisschen weiter gelaufen war, nachdem ich schon ein bisschen weiter vorne zum Fotografieren angehalten hatte. Schade, dass es genau jetzt anfangen muss zu tröpfeln. Wir machen uns schon bald auf den Heimweg.

Den Abend verbringen wir zuerst einmal in der Kochhütte Campingplatzes. Ich spüle unser Geschirr einmal komplett durch während Fräulein Anna kocht. Unsere erste Bekanntschaft ist eine junge Frau aus Deutschland, die mit Hund und Kombi einmal zum Nordkap und zurück fährt. Nach dem Abendessen kommt tatsächlich die Sonne wieder heraus und ich drehe bei wunderbar blauem Himmel noch eine Runde über den Platz.

Der Plan sah eigentlich vor, dass ich dann an einem der großen Tische im Café die Karte für die nächsten Tage vorbereite. Das dort laufende Fußballspiel nervt mich allerdings so sehr, dass ich die Arbeit lieber in das Wägelchen verlege. Dort auf dem Tisch ist auch genug Platz. Allerlei Wandertouren und Sehenswürdigkeiten landen als Markierung auf der Landkarte, damit wir so unsere Strecke ein wenig besser planen können.

Dieser Beitrag stammt aus der Reihe Auf den Lofoten.

Den Sommer des Jahres 2016 verbringen Fräulein Anna und ich zumindest zum Teil in einem Campingbus und machen damit die Halbinsel im Norden Norwegens unsicher. Dies ist unser kleiner Reisebericht.

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