Archiv für Monat: Juli 2017

Ausprobiert: Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art

Das Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art an einer Canon EOS 6D
Das Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art an meiner Canon EOS 6D.

Ein ordentliches Immerdrauf-Objektiv steht schon eine ganze Weile auf meiner Einkaufsliste. Ich habe schon das ein oder andere probiert. Aber weder mit einer 50mm-Festbrennweite, noch mit Canons 24-105/f4 bin ich so richtig glücklich geworden. Das 24-70/f2.8 von Canon war mir aber immer ein bisschen zu teuer. Als dann Sigma vor kurzem mit einem bildstabilisierten 24-70mm aus ihrer „Art“-Serie um die Ecke kommt, bin ich bereit. Das Objektiv liegt preislich ganz knapp in meinem möglichen Budget.

Als ich dann letztens zum Chefkoch-Rennbahn-Event ein paar Bilder machen sollte, war das für mich die passende Gelegenheit für einen Alltagstest. Deshalb lieh ich mir das Objektiv über das Wochenende kurzerhand bei AC-Foto für ein paar Euro und führte es ein paar mal aus. Kurz vorweg: Mit der ganzen Leih-Geschichte war ich sehr zufrieden – das war sehr komfortabel. Und der Mann mit dem ich am Telefon sprach, nachdem ich zu doof war zum Lesen, war auch sehr nett und hilfsbereit.

Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art
Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art an Canon 6D
1/100 Sek. bei f/2.8, ISO 100, 70mm, Lightroom-Export ohne Bearbeitung

Aber kommen wir zurück zum Objektiv: „Was für ein Trümmer!“ dachte ich mir, als ich es das erste Mal aus der Packung nahm. Mit einem Kilo Gewicht ist es auch tatsächlich schwerer als der Body selbst, mit der 6D hatte ich auf einmal gute 1,7 Kilo um den Hals hängen. 88 Millimeter Linsen-Durchmesser sprechen auch für sich – kompakt ist wirklich anders. Relativ schnell war mir so klar, dass das Sigma auf keinen Fall ein Immerdrauf sein wird. Für einen Sonntagsspaziergang ist mir das Ganze auf jeden Fall zu viel des Guten.

Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art
Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art an Canon 6D
1/160 Sek. bei f/2.8, ISO 100, 24mm, Lightroom-Export ohne Bearbeitung

Das ist eigentlich schade: Das Sigma 24-70mm F2,8 DG OS HSM Art ist toll verarbeitet, liegt gut in der Hand und liefert auch wirklich tolle Bilder ab. Zwei ausführliche Spaziergänge und fast den gesamten Veranstaltungssonntag lang hatte ich das Objektiv auf der Kamera und bin voll zufrieden. Alles scharf, schickes Bokeh bei Offenblende, der Autofokus ist sehr flott. Ich kann mich nicht beschweren. Auch mit dem Brennweitenbereich komme ich gut klar, mehr als 24mm zur Verfügung zu haben, wünschte ich mir tatsächlich selten. Auch hinten raus sind mir 70 Millimeter genug, zumindest in der Stadt.

Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art
Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art an Canon 6D
1/100 Sek. bei f/16, ISO 100, 24mm, Lightroom-Export ohne Bearbeitung

Mit gemischten Gefühlen packe ich das Objektiv am Ende der Leihphase wieder in seinen Karton. Obwohl ich sehr zufrieden bin, kenne ich mich inzwischen gut genug um von einem Kauf Abstand zu halten.

Designated Survivor

Es ist gar nicht so einfach eine Serie zu finden, an der sowohl Fräulein Anna als auch ich gleichermaßen Spaß haben. Da gilt es viele Geschmackseigenheiten zu berücksichtigen. Oft genug finden wir aber tatsächlich etwas. Zuletzt: „Designated Survivor“ auf Netflix. Ich hätte die Serie früher oder später sowieso geschaut, auf Empfehlung hin schaute das Fräulein mit und war direkt angefixt.

YouTube-Vorschaubild

Die einleitende Geschichte ist schnell erzählt: Alle Kongressmitglieder außer Tom Kirkman sind einem Anschlag zum Opfer gefallen und so muss er jetzt ran und die Geschicke der Vereinigten Staaten lenken. Und nebenbei gilt es herauszufinden wer denn nun diesen Anschlag verübt hat. Im Trailer oben bekommt man das auch nochmals erklärt.

Kiefer Sutherland mag ich ja schon seit 24 wirklich gerne. Und auch als unverhoffter US-Präsident macht er eine gute Figur. Das Drumherum stimmt auch. Die Geschichte ist spannend geschrieben – nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam. Mein Talent, mir Charaktere gut merken und wiedergeben zu können, wird nur selten benötigt. Wir fühlten uns 21 Folgen lang gut unterhalten und sind auf Staffel Nummer zwei gespannt.

Auf den Lofoten: Svolvær, Tjeldbergtinden und Ørsvågvær

Bitte nicht wundern: Dieser Urlaubsbericht sollte an dieser Stelle bereits vor knapp einem Jahr erscheinen. Faulheits-Martin hat es nur nicht früher geschafft.

Nach einer eher mäßigen Nacht soll es heute nach Svolvær gehen. In der Hauptstadt der Lofoten wollen wir nochmal ordentlich einkaufen und uns vielleicht auch die Stadt ein wenig ansehen. Ich bin jedenfalls ziemlich gerädert. Aber noch davor halten wir unterwegs an einem Aussichtspunkt an, der ziemlich beliebt zu sein scheint. Auf dem Parkplatz ist eine Menge los, Opi drängelt sich mit seinem Kleinwagen vor mir in die letzte Parklücke. Ich überlege ihn einfach in den Fjord zu rammen. Das gute Wetter, der frische Wind und die gute Aussicht lassen mich aber dann schnell wieder entspannen.

Aussichtspunkt Lofoten

Schließlich landen wir dann in Svolvær. Der Einkauf gerät uns dann irgendwie sehr stressig. Auf einmal stehen wir in einem Einkaufszentrum und vielleicht ist das alles auf einmal ein bisschen viel. Dennoch schaffen wir es den Einkaufswagen ordentlich voll zu machen. Über das Wochenende werden wir jedenfalls nicht verhungern.
Unsere Mittagspause verbringen wir nach einem kleinen und unmotivierten Rundgang am Fährhafen, wo wir den Autos zuschauen, die sich schön brav in Reih und Glied für die nächste Fähre anstellen.

Und dann stand da ja auch noch eine Wanderung heute auf dem Programm. Der Tjeldbergtinden ist unser Ziel. Kurz nach der Stadtgrenze fahren wir schon wieder von der Straße und stellen das Auto ab. Fluchs haben wir die Wanderhosen an und die festen Schuhe an den Füßen. Los geht’s! Fünf Minuten später kommen wir wieder an unserem Wägelchen vorbei. Voller Elan sind wir den falschen Weg losgelaufen und (glücklicherweise) nach wenigen Minuten in einer Sackgasse gelandet.

Nun der richtige Weg: Die ersten 20 Minuten der Strecke sind dann auch flott marschiert, es geht auch einem breiten Schotterweg bergan. Dann biegt der Weg aber ab in ein kleines Wäldchen und auf einmal stehen wir auf einem Trampelpfad mitten im Steilhang. Ich. Hasse. Jeden. Schritt.

Irgendwann stehen wir dann aber auch oben auf dem Kamm und stehen vor der Entscheidung, ob wir auf den richtigen Gipfel wollen oder lieber nach vorne an die Spitze des Berges. Wir entscheiden uns für letzteres. Dort angekommen schlägt dann auch gleich Höhenangst-Martin zu: Vor uns geht es steil nach unten bis auf Meereshöhe. Die Aussicht ist wieder grandios, wir sitzen eine ganze Weile auf den Steinen uns schauen den kleinen Booten zu – und der großen Autofähre.

Svolvær Tjeldbergtinden AussichtSvolvær Tjeldbergtinden GipfelbuchSvolvær Tjeldbergtinden AussichtSvolvær Tjeldbergtinden Bucht

Nach einiger Zeit machen wir uns wieder auf den Abstieg. Unterwegs kommen uns noch einige Menschen entgegen, einige sehen so aus als würden sie öfter den Berg hochlaufen, nicht umsonst waren uns wohl ein paar Namen im Gipfelbuch mehrmals untergekommen.

Bis zu unserem heutigen Tagesziel, dem Sandvika-Campingplatz in Ørsvågvær ist es nicht weit. Dort haben wir schnell unsere Gebühr bezahlt, bevor wir dann lernen wie man die verschiedenen Wasser und Klärtanks des Wägelchens leert. Eine nicht sehr angenehme Arbeit, die aber dennoch schneller von der Hand geht als gedacht.

Anschließend lernen wir das „Handtuch rauslegen“ des Campers kennen: An einer sehr schönen Stelle steht ein Klappstuhl, an dem jemand einen der Nummerzettel befestigt hat. Ich lasse mich davon wenig beeindrucken, da werden schon auch zwei Autos hinpassen! Während ich dusche bereitet Fräulein Anna das Abendessen vor. Mahlzeit!

Das „Free WIFI“ ist wieder einmal eher eine Enttäuschung. Ich baue mir den Fotoapparat neben dem Wägelchen auf, denn wir haben eine ziemlich großartige Aussicht auf eine kleine Landspitze mit einem Häuschen drauf. Im Hintergrund hängen wunderbar die Wolken auf den hohen Bergen. Aber irgendwie soll es heute nicht sein, ich bin mit dem Ergebnis unzufrieden. Da bleibt nur eins: Buch raus und gemütlich machen.

Ørsvågvær Camping FototourØrsvågvær Camping WolkenbergeØrsvågvær Camping Wolkenberge

So richtig hält es mich dann aber doch nicht im Wagen. Als ich sehe wie die Sonne zumindest hinter den dicken Wolken in den Bergen verschwindet, packe ich noch einmal Kamera und Stativ und drehe eine weitere Runde um den Campingplatz. Dabei begegne ich einem Renter, der aus einem Wohnmobil mit Bonner Kennzeichen steigt. Wir unterhalten uns kurz und erkunden eine Ecke des Campingplatzes die gerade noch ausgebaut wird. Ein bisschen gruselig ist es dort: Ein wenig abgelegen und still, zwischen hohen Felsen. An einigen Stellen hat man auch einen schönen Blick auf das offene Meer. „Hier kann man die Hurtigruten-Schiffe sehen, sie begegnen sich dort draußen und hupen sich zu.“ wird mit erklärt. Und ich weiß dann auch, was das Gedröhne am Abend war. Die kleine Halbinsel in der Bucht mit den beiden Häusern ist ein willkommenes Fotomotiv.

Sonnenuntergang Haus am SeeLangzeitbelichtung Haus am SeeLangzeitbelichtung Häuser am See

Mittlerweile ist es schon 23 Uhr, ich bin aus irgend einem Grund hell wach und deshalb übe ich meine Geduld noch bei ein paar Langzeitbelichtungen mit dem Graufilter. Und dann geht es wirklich ins Bett.

Dieser Beitrag stammt aus der Reihe Auf den Lofoten.

Den Sommer des Jahres 2016 verbringen Fräulein Anna und ich zumindest zum Teil in einem Campingbus und machen damit die Halbinsel im Norden Norwegens unsicher. Dies ist unser kleiner Reisebericht.

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Von gutem Wetter und schweren Entscheidungen

Aber hallo! Gleich zwei Wochen gilt es nachzuholen. Die Worte „anstrengend“ und „ereignisreich“ beschreiben die Zeit ganz gut. Aber zuerst: Dieses Wetter! Die dritte Juni-Woche hat es in sich. Über dreißig Grad draußen, da ist so ein klimatisiertes Büro schon eine feine Sache. Am Montag wohne ich dem Webmontag bei und höre mir einen Vortrag über Mastodon an – ein dezentraler Twitter-Klon, der etwa vorgestern für ein paar Minuten aktuell war.

Tiere im Museum König
Sonntagsausflug in die Bonner Savanne, wo allerlei Tiere friedlich zusammenleben.

Heißes Wetter macht mich immer sehr träge, die Woche vergeht einfach irgendwie. Allabendliches Eis hilft ein bisschen. Am Ende erreichen wir in der Firma gleich zwei wichtige Meilensteine. Ich gehe guter Dinge ins Wochenende.

Pünktlich dazu wird es natürlich ein bisschen schlechter. Dass es ein bisschen kälter wird, finde ich ja nicht schlecht. Aber es muss ja nicht gleich auch regnen? So ist das Sonntagsprogramm nach einem netten Frühstück dann: Museum! Schon ungefähr so lange ich in Bonn wohne, will ich da mal hin. Heute ist es soweit. Witziger Weise haben das Fräulein und ich mit unseren Bundeskunsthallen-ArtCards tatsächlich freien Eintritt. Da wird es sicherlich nicht noch einmal acht Jahre dauern, bis ich das nächste Mal hier vor der Tür stehe.

Sommer, Sonne! Oder so.
Sommer, Sonne! Oder so. Das Wetter ist teilweise auch nicht so besonders dieser Tage.

Aber zahlen hätte auch gelohnt: Entgegen meiner Erwartung ist das Museum nicht so grau und verstaubt wie ich es mir vorgestellt hatte. Es gibt unglaublich viel zu sehen, ein Teil der Ausstellung kommt in Form großer Dioramen daher, in denen auch mal ein Elch oder ein Krokodil, natürlich nicht zusammen, ausgestellt sind. Wir haben ein paar wirklich interessante Stunden, bevor wir uns – nicht ohne Unterwegs noch zu einem Stück Kuchen eingekehrt zu sein – wieder auf den Heimweg machen.

Das Wetter in der darauf folgenden Woche bleibt eher bescheiden. Genau so meine Stimmung, große Entscheidungen und Veränderungen stehen an. Nachdem ich mir die ganze Woche den Kopf zerbrochen habe, für und wider abgewägt und am Donnerstag Morgen dann gekündigt. Keine leichte Entscheidung, aber ein guter Schritt denke ich. Ab Oktober pendele ich dann wohl mal wieder nach Köln. Ich bin sehr gespannt.

Um mich von der ganzen Sache ein bisschen abzulenken, ziehe ich spaßeshalber mal wieder dieses Blogdings hier um. Ich schrieb darüber auch ein paar Worte. Bisher bin ich wirklich zufrieden. Die Ladegeschwindigkeit der Seite ist großartig. In den kommenden Tagen muss ich aber noch ein bisschen was nachziehen. So funktioniert das automatische Ausrollen des Themes noch nicht.

Lenny der Hund
Lenny der Hund zieht mich einen Tag lang durch das Siebengebirge. Es ist noch unklar welches Ende der Leine hier das Sagen hat.

Am Samstag ist es Zeit für einen Junggesellenabschied. Natürlich nicht meiner, bevor da Fragen entstehen. Da ich nicht der einzige bin, der nicht so auf Hasenkostüme und Bauchläden steht, machen wir eine kleine Wanderung durch das Siebengebirge. Dabei lasse ich mich von Lenny dem Hund ein bisschen ziehen, das macht zwar den permanent strömenden Regen nicht besser, ist aber sonst ziemlich amüsant. Der Weg ist ziemlich schön: Von Oberkassel aus geht es den Berg hinauf, vorbei an einem Aussichtspunkt, vorbei an Vinxel nach Oberdollendorf. Keine wirklich weite Wanderung, bei schönem Wetter aber bestimmt ein toller Spaziergang. Die Strecke ist gemerkt und wird bei weiterem Wetter noch einmal angesteuert. Wir lassen den Abend bei Grillerei ausklingen, ein guter Tag. Ich habe mich sehr gefreut das ein oder andere Gesicht, was mir lange nicht mehr untergekommen ist, wieder zu sehen.

Serverumzug

Die letzten Tage habe ich unter anderem damit verbracht auf diversen Kommandozeilen wild Befehle einzutippen und so Dinge auszuprobieren. Heute Mittag ärgere ich mich dann noch eine ganze Weile darüber, dass das Umschalten von Domains immer so eine nervige Angelegenheit ist weil man selbst nichts an all den DNS-Caches da draußen machen kann.

Jedenfalls habe ich dieses Blogdings hier nun spaßeshalber mal bei DigitalOcean (Referral-Link!) in einem Ubuntu-Droplet laufen. Dessen Einrichtung war ein bisschen eine Herausforderung, die mich aber unheimlich gereizt hat. Ich habe wieder echt viel gelernt, während ich dank der Server-Snapshot-Funktion ganz bequem allerhand ausprobieren konnte.

Was habe ich da nun genau getrieben? Im Hintergrund läuft nun ein nginx-Server mit aktivierten http/2, die WordPress-Datenbank liegt in einer MariaDB. Das Sicherheitszertifikat kommt wieder von Let’s Encrypt, das kennen wir schon. Und damit alle außer mir das ganze auch richtig schnell zu sehen bekommen, werden die Seiten auch noch von Memcached zwischengespeichert.

Soweit, so gut. Vielleicht schaffe ich es demnächst auch noch, den Umzugsprozess wieder so schön zu dokumentieren wie beim letzten Mal zum Uberspace.

Und ab morgen geht es dann wieder mit dem gewohnten Premium-Content weiter.