Archiv für Monat: September 2017

Eine vortragsreiche Woche und ein Wochenendausflug

Meine Güte, diese Woche war ich so viel unterwegs wie schon lange nicht mehr. Ganz nebenbei arbeite ich auch noch die letzte komplette Woche in der Firma. Ein letztes Planning, ein letztes Refinement. Hach.

Montag ist Webmontag! Der erste Vortrag ist mehr ein Gespräch in großer Runde. Es dreht sich um das Thema „Achtsamkeit am Arbeitsplatz“ und ist ziemlich interessant. Ich lerne, dass ich schon einiges richtig mache, in dem ich hin und wieder mal aufstehe und einen kleinen Spaziergang über den Flur mache. Im Anschluss geht es dann noch um Github und die Gepflogenheiten in Open-Source-Projekten. Der Vortrag beinhaltet auch eine kleine Einführung in Git selbst und ist für wirklich alle, egal ob vom Fach oder nicht, interessant.

Dienstag ist Ausstand in der Firma. Ein paar Tage zu früh für mich, aber es bietet sich an das mit dem anderen gehenden Kollegen zusammen zu machen. Bis Sonnenuntergang stehen wir auf der Dachterrasse und quatschen, ein schöner Abend. So ganz einfach wird mir der Abschied in der kommenden Woche sicher nicht fallen.

Und weil ich dann noch nicht genug unterwegs war, geht es am Mittwoch-Abend nach Köln zur Symfony User-Group. Nach einer anderthalbstündigen Odyssee zur ausrichtenden Firma in Ehrenfeld ist der Vortrag über Webpack in Symfony-Projekten für mich sehr aufschlußreich. Ich hatte mich mit dem Bundler noch nicht auseinandergesetzt und habe das nun auch verschoben, bis ich das nächste größere Single-Page-Projekt mache. So lange ich normale Webseiten baue, werden meine erprobten Gulp-Tasks weiterhin brav ihren Dienst tun. Gleich zwei meiner neuen Kollegen sind auch da – ich freue mich darüber ein bisschen Fach zu simpeln. Die Vorfreude auf den neuen Arbeitsplatz steigt.

Donnerstag ist Sport-Tag. Da ich ja wieder ein bisschen mit der Schulter zu tun habe in der letzten Zeit, bin ich einigermaßen motiviert. Zwanzig Uhr ist aber dennoch spät und es kostet mich einiges an Überwindung, doch nochmal aus dem Haus zu gehen. Um beim Thema zu bleiben: Noch auf dem Heimweg von der Arbeit war ich heute zur Vorsprache bei einem neuen Fitti und erkundigte mich nach Preisen. Ich überlege ernsthaft, mich nochmal daran zu versuchen. Zu Hause bekomme ich wirklich nichts getan und so langsam werde ich wieder ein bisschen unzufriedener mit meinem Bauchumfang. Ich überlege noch.

Das Poppelsdorfer Schloß

Und dann ist auch schon der Freitag vorbei und ich bin ausreichend geschlaucht um wirklich früh ins Bett zu gehen. Sonst passiert nichts.

Am Samstag feiern Fräulein Annas Krefelder Mitbewohnerinnen Geburtstag. Ich bin trotz einem ausführlichen Mittagsschlaf ordentlich gerädert. Gut, dass ich trotzdem losziehe: Die Gartenparty ist ein großer Spaß, mit Lagerfeuer und viel Gequatsche. Nach einem ausführlichen Weißwurstfrühstück geht es nach Hause. Wählen, Kuchen essen, Abschiedskuchen backen, Wahlergebnisse anschauen, ärgern und auf Serienfolgen umsteigen. Sowohl das Fräulein als auch ich sind sehr müde. Das Wahlergebnis ist so ein bisschen wie erwartet. Ich gehe dennoch recht frustriert ins Bett. Vielleicht muss ich da mal extra ein paar Worte zu verlieren.

Von Bildern am Rhein, einem Firmenlauf und einer reparierten Lampe

Es ist scheinbar die Woche der Bilder von Schiffen auf dem Rhein, die ich durch Bäume hindurch fotografiere. Meine Lieblingsband Kettcar bringt einen weiteren Titel als Vorschau auf das kommende Album heraus. Auch „Wagenburg“ gefällt mir richtig gut, ich packe weiter unten mal das (leider langweilige) Video hin.

Schiff auf dem RheinSchiff auf dem Rhein

Ansonsten: Apple Keynote! Sowas lässt mich interessanter Weise heutzutage eher kalt. Dennoch fahre ich in die neue Firma und schaue mir das Event im Livestream an. Ein guter Abend. Pizza, dummes Gespräch. Top. Ein neues iPhone werde ich mir trotzdem nicht kaufen, das steht erst frühestens nächstes Jahr auf dem Plan.

Am Donnerstag ist Firmenlauf. Ich habe mich dieses Mal überhaupt nicht vorbereitet, was aber tatsächlich nicht schlimm ist. Eine gewisse Grund-Fitness scheint vorhanden zu sein. Auf die Wettersituation kann ich mich aber auch gar nicht vorbereiten. Kaum habe ich meinen Rucksack in der Rheinaue abgegeben, fängt es an zu Regnen und hört auch den Rest des Tages nicht mehr auf. Nach wenigen Metern bin ich durch alle Klamotten nass. Tatsächlich gewöhne ich mich auch daran recht schnell, es kann ja nun nicht mehr schlimmer kommen. Als ich dann auch noch zwei Kollegen finde mit deren Laufgeschwindigkeit ich kompatibel bin, ist der Lauf an Ende sogar sehr schnell vorbei. In diesem Moment hätte ich locker noch ein bisschen gekonnt. In den kommenden Tagen soll ich dann aber auch ein bisschen in den Beinen merken, dass ich mich ungewohnt bewegt habe.
Nach einer schnellen Bratwurst düsen dann alle ab. Wenn man sich nicht bewegt, wird es schnell kalt. Ich finde das schade, als ich auf dem Heimweg bin. Im vergangenen Jahr hatten wir noch recht lange zusammengestanden und gequatscht.
Dass am Freitag Abend bestes Wetter und Sonnenschein herrschen, ist natürlich eine besondere Frechheit.

YouTube-Vorschaubild

Mein absolutes Wochenhighlight ist sicherlich, dass ich es schaffe mit der Wohnzimmerstehlampe mal zum Repair Café in der Ermelkeilkaserne zu gehen. Wer es nicht kennt: Das Repair Café ist ein Angebot, zu dem man kaputte Dinge mitbringen kann um sie gemeinsam mit einem technisch begabten Menschen zu reparieren. In meinem Fall stellt sich heraus, dass nur eine Sicherung kaputt ist. Eine eben solche erstehe ich dann wenig später bei Conrad im Zehnerpack für zwei Euro und neun Cent. Die Lampe geht wieder – ich bin zufrieden.

Dann schaffe ich noch dazu ein bisschen Computerkram über das Wochenende und kann es als „durchaus produktiv“ abhaken.

Am Sonntag laufen Fräulein Anna und ich am Rhein entlang bis nach Graurheindorf, wo wir in einem neuen Café einkehren. Das Fräulein möchte hier ihren Geburtstag feiern, ich glaube das ist eine gute Idee. Nach dem anstrengenden Spaziergang stärke ich mich mit einem sehr leckeren Stück Sachertorte und dann fahren wir mit der Bahn wieder zurück.

Von letzten Malen, Prokrastination und einem entspannten Sonntag

Neue Woche, neues Glück. Sie startet mit meinem letzten kompletten Sprint auf der Arbeit. So langsam fange ich an Dinge das letzte Mal zu tun. Und auch damit mich von Leuten zu verabschieden. Das ist ein bisschen traurig. Gleichzeitig freue ich mich aber auch jeden Tag ein bisschen mehr auf die neue Arbeit.

Aus irgendwelchen Gründen wurde mein Reha-Sport verlegt. Der findet nun Donnerstags um zwanzig Uhr statt. Und das ist – gewöhnungsbedürftig. Es kostet mich richtig Überwindung nochmal das Haus zu verlassen. Spaß macht es dann trotzdem. Es fällt auf: Dieses Mal sind viel mehr deutlich jüngere Leute in der Gruppe.

Und schon ist Freitag und ich raffe mich noch einmal auf. Ein paar Häuser von Fräulein Annas Geschäft hat ein neuer Laden aufgemacht. Es gibt Herrenbekleidung, ich habe dort schon eingekauft und heute soll Einweihung gefeiert werden. Ich bin leider ziemlich K.O. Ein wenig munterer werde ich gegen Ende der Veranstaltung, als ich bei der Tombola tatsächlich abräume und einen Gutschein für einen Barbier-Besuch gewinne. Woher ich jetzt den zu trimmenden Bart nehmen soll ist dann eine andere Frage.

Und dann ist Wochenende. Ich beschließe, dass ich nun mit gut neun Monaten das Erstellen der Steuererklärung lange genug prokrastiniert habe. Da hat man ja schneller ein Kind in die Welt gesetzt! Auch beim Finanzamt ist man dieser Meinung, weswegen man mir auch schon einen Brief schrieb. Am Ende bin ich dann wie immer total überrascht, wie schnell das Ganze geht. Dank Übernahme- und Importfunktionen der schlauen Wiso-Software brauche ich dieses nicht mal eine Stunde. Die hätte ich auch am etwa ersten Januar mal aufwenden können.

Alte Sternwarte Bonn
Am „Tag der offenen Denkmäler“ ist der Andrang zu den Führungen an der alten Sternwarte groß.

Am Sonntag lassen Fräulein Anna und ich es uns gut gehen. Nach einem Frühstück bei Kurt, dem Kaffeeröster besuchen wir die Volkssternwarte an der Poppelsdorfer Allee, wo es im Rahmen des „Tag des offenen Denkmals“ Führungen und Präsentationen gibt. Nachdem wir bei der Führung durch die ehemalige Sternwarte der Uni leider rein akustisch nicht so viel verstanden haben, ist die Präsentation eines Computerprogramms zur Simulation des Sternenhimmels deutlich interessanter. Wir erleben auf der Leinwand eine Sonnenfinsternis – und das nicht nur aus unserer Erdsicht, sondern auch aus Sicht der Sonne. Sehr cool!
Zum Tag des offenen Denkmals gibt es übrigens eine ganz gut gemacht Telfon-Anwendung, die einem übersichtlich auf einer Karte die verschiedenen offenen Denkmäler anzeigt. Praktisch!

Nachdem wir dann jeder noch ein Stück Kuchen auf dem Teller hatten, ist es fast schon Zeit den Tatort zu schauen. Der kommt heute aus Stuttgart und ist deutlich weniger nervig als ich dachte. Auch nicht schlecht.

Sonnenuntergang in Beuel

Sonnenuntergang Rhein Bonn

Es ist vielleicht der letzte richtige Sommertag. Knapp 30 Grad, strahlender Sonnenschein. Schon eine ganze Weile steht ein Spaziergang bei Sonnenuntergang auf der anderen Rheinseite auf meiner Liste. Über die Kennedy-Brücke geht es nach drüben, ich bin fast schon ein bisschen spät an. Schade, dass ich das nicht schon früher gemacht habe. Neben mir sind da noch eine Menge andere Leute, es ist richtig viel los.

Die Terrasse im „Bahnhöfchen“ ist voll besetzt. Der Shisha-Raucher, der gerade von seiner Freundin beim Kartenspiel abgezockt wird, grinst mich an. Die Stimmung ist großartig, an gleich zwei Stellen haben sich Menschen getroffen um zu tanzen. Die einen zu klassischer Musik, ein paar hundert Meter weiter ist es etwas basslastiger. Ich mache das ein oder andere Foto, die Bonner Skyline ist hier leider nicht so besonders abwechslungsreich. Am südlicheren Ende Bonns hätte ich sicherlich mehr Erfolg.

Ich bin dennoch zufrieden. Und wie das mit Sonnenuntergängen so ist, der ist dann auch ganz schnell vorbei und ich wieder auf dem Heimweg. Weil es immer noch so schön warm ist, gibt es zu guter letzt auch noch ein Eis. Ein guter Abend. Fünf von fünf Sternen.

Kennedybrücke BonnSonnenuntergang Rhein Bonn Beuel

Von Schulterschmerzen und blauen Dingen

Haken wir das übliche Gejammer über die Gesundheit direkt zu Beginn ab: Ich habe Schulterschmerzen! Meine Güte! Irgendwie habe ich es geschafft, dass mir jede fast Kopfbewegung diese Woche weh tut. Aber sicherheitshalber nicht jede, so dass der Schmerz einen auch immer wieder schön überrascht. Erst einrenkende Maßnahmen durch den Orthopäden schaffen Abhilfe. Ich bin innerhalb weniger Minuten wieder ein neuer Mensch. Da lohnt sich auch die Sitzerei im Wartezimmer.

Gegenlicht Sonnenuntergang
Beim Abendspaziergang auf der Beueler Rheinseite kann man schön in die untergehende Sonne fotografieren.
Kennedybrücke Bonn
Die Kennedybrücke im Sonnenuntergang. Inklusive eines Frachtschiffs und einigen Paddlern.

Den vielleicht letzten richtig heißen Tag des Sommers nutze ich zu einer kleinen Fototour. Schon lange will ich mal zum Sonnenuntergang auf die andere Rheinseite. Bei gut dreißig Grad auf dem Thermometer und fast wolkenlosem Himmel ist das ja die richtige Gelegenheit. Also: Rucksack auf und los. Tatsächlich gelingt mir das ein oder andere schöne Bild im Gegenlicht. Aber auch ansonsten gefällt mir die Atmosphäre am Beueler Rheinufer. Da fehlt noch ein Blogpost dazu, deshalb nehme ich hier nicht zu viel vorweg. Nur kurz: Ich muss viel öfter Abends noch einmal mit dem Fotoapparat los. Keine Ahnung warum ich immer wieder vergesse wie gut ich dabei entspannen kann.

Am Samstag Mittag breche ich nach Mainz auf. Der Genge feiert Geburtstag, das ist ein guter Grund sich in den Zug zu setzen. Der Abend ist zwar kalt, aber die Würste lecker und das Feuer hilft ein bisschen. Ich unterhalte mich gut, was will man mehr? Den nächsten Tag stromern wir nach ein wenig ausschlafen und einem ausführlichen Frühstück noch eine Weile durch die Stadt und am Mainzer Rhein entlang. Es gibt Eis in leckeren Geschmacksvarianten, für mich gebrannte Mandel (Fancy!) und Schokolade (Spießbürger!).

Chagall-Fenster in Mainz
Die Chagall-Fenster der Mainzer Stephanskirche tauchen alles in ein schickes Blau.
Kegel auf der Bundeskunsthalle
Die drei charakteristischen Kegel auf der Bundeskunsthalle passen sich gut an den blauen Abendhimmel an.

Wieder zu Hause in Bonn bleibt uns nicht viel Zeit zum Entspannen. Für den Abend haben das Fräulein und ich Kinokarten reserviert. „Ghost in the Shell“ wollen wir uns anschauen, gezeigt wird der Film im Rahmen der „Filmnächte auf dem Dach“. Genau: Auf dem Dach, im Freien. Gut, dass wir vorbereitet sind und dicke Klamotten und eine Decke dabei haben. Der Film ist toll. Ich finde die Handlung spannend und die Bilder wirklich großartig. Aber es ist mir einen Ticken zu kalt zum Sitzen.