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Beyond Tellerrand – Düsseldorf 2018

Statt zur Arbeit zur Konferenz. Diese Woche ist Beyond Tellerrand, meine Kollegen und ich sind dabei. Für mich ist es nach 2012 und 2015 das dritte Mal auf der Veranstaltung.

Zwölf Sprecherinnen und Sprecher erwarten uns an den beiden Tagen. Die Beyond Tellerrand ist keine reine Tech-Veranstaltung, die Vorträge sollen vor allem, aber nicht nur, Entwickler und Designer ansprechen. So ist für jeden etwas dabei. Keinen der Vorträge fand ich wirklich langweilig, über meine Highlights möchte ich vielleicht ein paar Worte verlieren.

The Importance of Failing Successfully

Wesley Grubbs fasst auf sehr gut zusammen, was ich in den letzten Jahren nur langsam gelernt habe. Mit Beispielen aus seiner Arbeit erklärt er, dass Failing, dass versagen, dass etwas falsch zu machen, nichts schlimmes sein muss. Wichtig ist, dass man dafür gerade steht – und etwas daraus lernt. Diese Erkenntnis hat mir viel gebracht – ich hoffe, der ein oder andere im Publikum fühlte sich genau so bestätigt. Oder hat es vielleicht an diesem Tag gelernt. Ich hoffe, dass das Video des Vortrags noch inline gestellt wird.

Generative Spaces

Am meisten inspiriert hat mich sicherlich der Beitrag von Jared Tarbell. Der Programmierer entwickelt Programme, die zum Beispiel automatisch Labyrinthe generieren oder wunderbar abstrakte Muster. Diese bringt er dann in die reale Welt – sei es als Bild oder in Form eines gelaserten Würfels. Für jemanden wie mich, der sicherlich im Fach „künstlerische Kreativität“ ein bisschen Nachhilfe vertragen könnte, ist es sehr faszinierend ihm zuzuhören und zuzuschauen, wie er mit Hilfe von einfachen Algorithmen und Mathematik stets etwas Neues erschafft. Vielleicht möchte ich das auch einmal ausprobieren.

How to Build an Atomic Bomb

Mike Monteiro ist sauer. Vor allem auf die weißen Jungs in der Führungsetage bei Twitter. Anhand des Beispiels von Donald Trumps Tweets redet er über die Verantwortung, die jeder von uns trägt, wenn er etwas erschafft. Und wie von einer Plattform, die ursprünglich für Kurznachrichten gedacht war, auf einmal die reale Gefahr eines Atomkriegs ausgeht. Ich habe diesem Rant sehr gerne zugehört. Für mich nehme ich mit, vielleicht wieder mehr mit meiner Meinung hausieren zu gehen. Vor allem um mir eher dämliche Diskussionen zu ersparen, halte ich ja auch ganz gerne mal den Mund.