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Von Hebammen und einem Geburtsvorbereitungskurs

Diese ganze „Kind kriegen“-Geschichte ist ja was Neues für mich. Ich habe ja wirklich gar keine Ahnung. Und aus vielen Unbekannten resultiert nun mal auch sehr viel Unsicherheit. Sowohl wärend dieser Schwangerschafts-Zeit, als auch in Bezug auf das, was danach auf einen zukommt. Das mag ich ja garnicht.

Die Hebammen

Sehr viel zu meiner Beruhigung haben da in den vergangenen Monaten die Hebammen aus dem Bonner Hebammenladen beigetragen. Ungefähr das Erste, was Fräulein Anna seinerzeit machte, war ja, sich auf die Suche nach einer Hebamme zu machen. Da ist es nämlich auch gar nicht so einfach, jemanden zu finden. Wir sind früh dran und haben Glück.
Als fleißiger Begleiter des Fräuleins zu den Voruntersuchungen habe ich die vier Frauen nach und nach kennengelernt. Ich habe jetzt schon sehr von der Routine profitiert, die sie während ihrer Arbeit ausstrahlen. Zu wissen, dass da wer vorbeikommt, die weiß was sie tut, ist sehr beruhigend.

… und der Geburtsvorbereitungskurs

Weiterhin zu meiner geistigen Entspannung beigetragen hat der achtwöchige Geburtsvorbereitungskurs, den wir in den letzten zwei Monaten absolviert haben. Da gab es ja ganz verschiedene zur Auswahl: Zweitägige Wochenend-Kurse, Veranstaltungen nur für Mütter und dann eben auch der Paar-Kurs, für den wir uns angemeldet haben. Für das Fräulein übernimmt die Kosten die Krankenkasse, meinen Partnerbeitrag konnte ich tatsächlich bei meiner Krankenkasse einreichen und bekam ihn auch erstattet.

Mir war es wichtig, den ausführlichen Kurs zu machen und möglichst viel selbst zu wissen. Vor allem auch um später nicht nur doof daneben stehen zu können, sondern auch selbst Hand anzulegen. Außerdem, da sind wir wieder am Anfang der Geschichte, hilft mir dieses „Wissen“ dabei, Unsicherheiten zu beseitigen. Spoiler: Das hat geklappt.

Zuerst einmal: Da sind auf einmal auch andere Menschen, die in der gleichen Situation wie man selbst stecken und die genau so viel Ahnung haben wie man selbst: Nämlich keine. Interessant für mich zu beobachten, wo jeder einzelne seine Schwerpunkte in der Vorbereitung so legt, was den einzelnen Leuten wichtig ist und woran man selbst vielleicht auch nicht gedacht hat.

Im Kurs selbst bekommen wir in aller Ausführlichkeit erklärt, was da nun eigentlich passiert. Also zuerst einmal rein körperlich, wie das Kind wächst, sich mal dreht und mal nicht und sich langsam entwickelt. Ausführlich wurde auch die Geburt selbst besprochen: Wann fahre ich denn nun ins Krankenhaus? Was nehme ich mit? Und was passiert dann da? Passenderweise findet der Kreissaal-Besuch hier direkt um die Ecke im Krankenhaus statt, wo wir auch gerne in einigen Wochen hingehen wollen. Ich lerne: Ein Kreissaal ist gar nicht rund. 🤦🏼‍♂️

Und schließlich eben auch, was man so nach der Niederkunft zu Hause braucht. Eigentlich muss man gar nicht mal so viel vorbereiten. Ganz oft höre ich „Das sehen wir dann aber auch mal, wenn wir vorbeikommen.“ Darauf lasse ich mich ein. Man muss sich ja auch nicht übermäßig verrückt machen.

Nun haben wir noch knappe vier Wochen bis zum errechneten Termin und eigentlich fühle ich mich ziemlich gut vorbereitet. Die ein oder andere Kleinigkeit muss noch vorbereitet werden, aber eigentlich kann ich, können wir, sehr entspannt in die Zukunft blicken. Mal gucken, was da so auf uns zukommt.