Archiv für Monat: Oktober 2018

Baphomets Fluch

Manchmal dauert es ein bisschen. Bei Beneath A Steel Sky war es fast ein Vierteljahrhundert. Beim Point&Click-Adventure Baphomets Fluch nicht ganz so lange, aber auch bestimmt fünfzehn Jahre. Immerhin stammt das Original auch schon von 1996. Nachdem ich das Spiel schon auf dem PC mal angespielt hatte, bekam ich es irgendwann auch mal für den Mac und kaufte dann vor längerem auch die Variante für das Telefon in einem Paket mit zwei weiteren Spielen. Gespielt habe ich es aber nie wirklich – keine Ahnung warum.

Jedenfalls: Diese Woche stolperte ich auf einer meiner langen Zugfahren zwischen Arbeit und Heimat wieder über das Spiel. Schnell war es installiert und dann ging die Zugfahrt ganz schnell vorbei. Und die Heimfahrt auch. Und der Abend war auch auf einmal rum. Machen wir es kurz: Das Spiel hat mich ziemlich gefesselt. Von allen Spielgenres ist das gute alte Adventure immer noch mein liebstes.

Im Spiel selbst, ich spielte den „Directors Cut“, geht es um George Stobbart. Der ist eigentlich als Tourist in Paris. Als ihm das Café, in dem er eigentlich nur einen Kaffee trinken will, um die Ohren fliegt, ist er auch schon mitten drin in einem Abenteuer rund um Tempelritter und deren sagenumwobene Geheimwaffe, das Schwert von Baphomet. Abwechselnd spielt man den abenteuerlustigen jungen Mann oder die Journalistin Nicole Collard, die ebenfalls in den Fall verstrickt ist. Die beiden machen ausführlich Paris unsicher und bereisen die Welt. Unter anderem verschlägt es sie nach Irland und Spanien, bis es schließlich zum Showdown kommt, in den eine Menge Sprengstoff involviert ist. Ich will garnicht zu viel erzählen, vielleicht hat der ein oder andere ja Lust, das Spiel ebenfalls nochmal anzugehen.

Die Steuerung des Spiels ist leider ein bisschen hakelig, da hat die Portierung auf das iPhone nicht so wirklich toll geklappt. Gut, dass man keine zeitkritischen Aufgaben lösen oder besonders sorgsam klicken muss, das würde einen sicherlich schnell frustrieren. Im Nachfolger (Natürlich bin ich da schon dran!) ist das übrigens deutlich besser geworden.

Herbstlicher Sonntagsausflug in Bonn

Das akademische Kunstmuseum.Eine goldene Statue.Nebel über dem Rhein.Die Tür eines Uni-Gebäudes.

Sonntagmorgens gehe ich wirklich gerne spazieren. Es ist normalerweise noch nicht so besonders viel los, ich mag diese Ruhe. Heute Morgen bin ich auch unterwegs, schön mit dem am vorabend gepackten Kamerarucksack auf dem Rücken. Ich bin in der letzen Zeit leider ziemlich unentspannt – eine Fototour hilft da bestimmt.

Neblig ist es, aber manchmal kommt die Sonne durch. So richtig gute Stimmung mag aber nicht aufkommen – also auf den Bildern. Ich bin gut gelaunt. Durch den Hofgarten geht es an den Rhein. Vom alten Zoll aus verfolge ich den Start des Dreibrückenlaufs auf der anderen Rheinseite. Die Moderatorin nervt mich aber schnell und die Sonne verschwindet entgültig hinter einer Wolke, ich bekomme kalte Finger. Also geht es in die Stadt, es gibt einen Kaffee auf die Hand.

Ein VW Bulli.Ein Baum über dem Wassergraben am Poppelsdorfer Schloß.

Dann spaziere ich eine ganze Weile über den Antikmarkt in der Fußgängerzone, wo ich zwar allerlei interessanten Nippes finde, ich aber lieber nichts kaufe. Ich merke mir aber auf jeden Fall den alten Studioscheinwerfer. So einen will ich mal haben!

Als ich auf dem Heimweg spontan in die Südstadt abbiege, kommt auch die Sonne wieder heraus. Also verlängere ich meinen Spaziergang noch ein bisschen und lande schließlich, wie fast immer, am Poppelsdorfer Schloß. Dort probiere ich noch ein bisschen mit dem Graufilter herum, bis schließlich der Hunger gewinnt. Ab nach Hause! Fräulein Anna und der kleine Mann sind auch inzwischen wach und bald gibt es ein leckeres Frühstück.

Ich bin froh, heute Morgen aus dem Bett gestiegen zu sein. Vielleicht schaffe ich es ja, mich an das gute Gefühl zu erinnern, wenn ich das nächste Mal morgens unschlüssig im Bett liege.

Ein Ententier.

Herbst im Botanischen Garten Bonn

Rote und orangene Blätter an einem Baum.

Bis zum Botanischen Garten in Bonn ist es nicht weit von unserem Zuhause aus. Fräulein Anna streunert dort sehr gerne herum. Ich habe unter der Woche, wenn es keinen Eintritt kostet, leider nicht so oft Zeit für einen Ausflug dorthin. Also am Wochenende! Heute sind wir eher zufällig dort gelandet und nachdem wir unseren Obulus von drei Euro gezahlt haben, drehen wir eine ausführliche Runde. Es ist der vierzehnte Oktober und ich ärgere mich ein bisschen, keine kurzen Hosen zu tragen. Aber das ist ein anderes Thema.

Gevatter Herbst hat jedenfalls schon ordentlich zugeschlagen und die Blätter der Bäume strahlen in den buntesten Farben. So richtig hundertprozentig gelingt es mir nicht, das auf den Fotos einzufangen.

Ein gelber Baum vor blauem Himmel.Ein roter Baum vor blauem Himmel.Bunte Blätter vor blauem HimmelEin roter und gelber Baum im Botanischen Garten in Bonn.

Herbstausflug in die Rheinaue

Ein sonniger Tag in den Bonner Rheinauen.

Zwei Tage frei in dieser Woche, wunderbarstes sonniges Herbstwetter und Besuch von Frau Schwester: Ein guter Zeitpunkt für einen kleinen Ausflug in die Bonner Rheinaue. Da sind wir sowieso viel zu selten, obwohl es nur gute zehn Minuten mit Linie 66 sind.

Der kleine Mann ist entspannt, verschläft den größten Teil unseres Ausflugs und lässt sich im Kinderwagen langsam durch die Gegend schieben, wir haben einiges zu erzählen und ich mache das ein oder andere Foto.

Ein guter Nachmittag. Vielleicht das letzte Mal setze ich mir die Sonnenbrille auf die Nase. Mir ist fast ein bisschen zu warm in meinem Pulli, aber ich lasse ihn erkältungsbedingt lieber an.

Die Sonne scheint durch Bäume in den Bonner Rheinauen.Die Sonne scheint durch Bäume in den Bonner Rheinauen.Die Sonne scheint durch Bäume in den Bonner Rheinauen.