Archiv für Monat: November 2018

Wie ich einmal Fahrstuhl fuhr

Mein Heimweg führt mich täglich an den Bahnhof Köln West. Von der Arbeit sind es gute zehn Minuten zu Fuß. Eine Strecke, die ich als leidenschaftlicher Fußgänger gerne zwei Mal am Tag bewältige. Am Bahnhof angekommen muss man die Bahnstrecke unterqueren, da sie die Venloer Straße kreuzt. Erst dann gelangt man durch das Bahnhofsgebäude mit der schicken Kneipe unten drin auf den Bahnsteig. Genau unter dem Bahnhof liegt die Haltestelle „Hans-Böckler-Platz“ der KVB. Nun ist es so, dass diese drei Ebenen – die unterirdische KVB-Haltestelle, das Straßenniveau und der Bahnsteig – durch zwei Fahrstühle verbunden sind. Jeder auf einer Seite der Venloer Straße. Soviel zur Situation vor Ort. Viele werden es auch kennen.

Am gestrigen Abend lande ich aus irgendwelchen Gründen auf der falschen Straßenseite am Bahnhof. Also nicht auf der mit dem Bahnhofsgebäude, durch das ich zum Gleis gelangen könnte. Die Fußgänger-Ampel springt direkt vor meinen Augen auf das rote Signal, ich bleibe trotz ströhmendem Regen und kaltem Wind stehen. Vorbildlich!

Einige Meter neben mir befindet sich einer der oben beschriebenen Fahrstühle. „Fährst du heute halt mal mit dem!“ denke ich mir und drücke schon auf den Rufknopf. Die Wartezeit auf das Ankommen des Fahrstuhls reicht aus, um das Telefon aus der Tasche zu kramen und dann einen kleinen Boomerang für Instagram aufzunehmen.

In die Kabine einsteigend und den „Rauf! Zum Bahnhof!“-Knopf drückend bin ich gleichzeitig damit beschäftigt, meinem Instagram-Filmchen eine Ortsangabe hinzuzufügen und so bemerke ich zuerst nicht, dass irgend eine Trulla ebenfalls mit möchte und zusteigt. Sie drückt, wie kann es anders sein, den „Runter! Tief runter! Zur KVB!“-Knopf. Nagut. Als die Tür gerade zugeht, fährt ein Herr im Rollstuhl vor. Er möchte nach unten, ihm ist das aber zu eng. „Fahren sie, ich habe Zeit!“ sagt er. Aber da hat er ja nun nicht mit der Freundlichkeit von Frau Trulla gerechnet. Noch einmal wird die Fahrstuhltür am Zugehen gehindert, bis er sich durchgesetzt hat. Die Chance, dass wir nun endlich hinauf zum Bahnsteig fahren, liegt bei fünfzig Prozent. Eher ein bisschen mehr, da ich zuerst auf den „Nach oben! Ins Licht!“-Knopf drückte.

Der Fahrstuhl fährt nach unten.

Frau Trulla verlässt den Fahrstuhl. Auftritt Fernseh-Papa. So heißt der Mann in meinem Alter, weil er zwei Kinder dabei hat. Und einen originalverpackten Fünfundfünzig-Zoll-Samsung-Fernseher. Die beiden Kinder sitzen bequem in einem sehr großen Wägelchen mit großen Reifen. So einem, was man auch als Fahrradanhänger benutzen kann. Eigentlich eine praktische Sache. Wenn man halt nicht auch noch einen riesigen Bildschirm mit sich führt. Um die Sache zu beschleunigen helfe ich natürlich beim Einladen der schweren Pappkiste und drücke mich dann in die letzte Ecke der Kabine. Leider fehlen aber etwa zwei Zentimeter, um die Kinder samt ihrem Wägelchen komplett in den Fahrstuhl zu bekommen. Herr Papa scheint weder die Kinder, noch den Fernseher zurücklassen zu wollen. Also räumen wir um: Samsung-Kiste an die Rückwand der Kabine, Martin nebendran. Kinderwagen rein, Papa quetscht sich dazu. Die Fahrstuhltür schließt sich. Es geht nach oben.

Erneuter Halt auf der Straßenebene.

Der Herr im Rollstuhl freut sich ein bisschen, als er die Kabine wieder hochkommen sieht. Bemerkenswert unkompliziert laden der Papa und ich den Fernseher aus. Wir sind inzwischen ein eingespieltes Team. Schon drängelt die nächste Tante sich zwischen Kinderwagen, Pappkiste und Rollstuhlfahrer hindurch in den Fahrstuhl. „Wollen sie auch nach unten?“ fragt sie den Rollstuhlfahrer, als sie ihn und sein überrascht-ärgerlich-enttäuschtes Gesicht sieht. „Ja, aber mir ist es zu eng. Ich warte.“ Kurze Diskussion zwischen den beiden. Mir kommt das irgendwie bekannt vor.

Mit einem beleidigten „Dann halt nicht!“ drückt die Tante auf den „Abwärts! In die Katakomben der KVB!“-Knopf. „Hier haben wir es aber mit einem wirklich hilfsbereiten Exemplar zu tun! Was sind die Leute heute denn so nett?“ denke ich mir. Die Tür schließt sich, der Fahrtstuhl ruckt. Es geht nach oben.

Eventuell grinse ich. Todbringende Blicke treffen mich.

Als ich schließlich auf den Bahnsteig trete, sehe ich an dessen Ende noch die Rücklichter der Regionalbahn der Linie achtundvierzig nach Bonn Hauptbahnhof im Regen verschwinden. Nächster Halt, Köln-Süd. Ich stecke den Kopf zwischen die Schulter, ziehe die Kapuze fester zu und warte dann mal auf den nächsten Zug.

WP-Advent: Das Adventskalender-Plugin für WordPress

Alle Jahre wieder: Ein Adventskalender muss her! Vierundzwanzig Türchen, hinter denen sich etwas Schönes verbirgt. Auch viele Webseitenbetreiber wollen ihren Besuchern so eine kleine Freude bereiten und sie dazu bewegen, möglichst täglich wieder vorbei zu schauen.

Ein Adventskalender für deine WordPress-Webseite

Wie gut, dass es WordPress-Plugins gibt. Freund Dominik und ich haben schon vor einigen Jahren ein WordPress-Adventskalender-Plugin gebaut und im offiziellen WordPress-Plugin-Verzeichnis veröffentlicht. Nachdem wir uns in den letzten Jahren eigentlich nur um die üblichen Userfragen aus dem Support gekümmert haben, starteten wir in diesem Jahr noch einmal durch.Wir haben wir dem Plugin ein großes Update verpasst und einiges unter der Haube optimiert und an aktuelle Standards angepasst. So wurde zum Beispiel das Stück Code ausgetauscht, was die einzelnen Inhalte der Türchen am Ende anzeigt.

Die Einrichtung des Adventskalenders im WordPress-Backend

Nach der Installation und Aktivierung von WordPress-Adventskalender-Plugin kann man direkt den ersten Kalender erstellen. Nachdem man ihm einen Namen gegeben hat, lädt man auf der Einstellungsseite, die sich unter „Werkzeuge“ in der Seitenleiste befindet, ein schönes Bild hoch und schon kann man ihn in mit einem Shortcode in eine Seite einbetten. Eine Miniaturansicht des Kalenders zeigt einem mit grünen Feldern, für welche Tage man schon Inhalte angelegt hat. In der Gestaltung des Kalenderblattes hat man freie Hand, im Prinzip hat man alle Möglichkeiten, die einem das Theme der Seite bei der Gestaltung eines jeden Beitrags auch bietet. Man kann Bilder oder Videos einpflegen – oder für jeden Tag ein schönes Weihnachtsgedicht schreiben.

Man kann den Kalender sofort in einer Seite einfügen. Vor dem 1. Dezember werden die Besucher nur das ausgegraute Hintergrundbild sehen. Wenn dann allerdings der Weihnachts-Countdown startet, bekommen die Besucher jeden Tag ein neues Feld freigelegt. Wenn ich als Betreiber der Seite schon vorher alle Türchen testweise öffnen möchte, geht das natürlich auch. Wenn man die Seite mit dem Kalender aus dem Administrationsbereich heraus als „Vorschau“ öffnet, sieht man alle bereits befüllten Türchen und kann diese auch öffnen.

Probleme mit dem WordPress-Adventskalender?

Natürlich stehen wir auch weiterhin parat, um alle möglichen Fragen rund um den Kalender zu beantworten. Am Besten stellt man die Fragen im Support-Forum auf der Seite Plugins bei WordPress.

Auch hier im Blog wird es dieses Jahr wieder einen Kalender geben. Man darf gespannt sein!

Sonnen-Sonntagsausflug in den Rhein. Mit Tomaten.

Licht bricht durch Bäume.Licht bricht durch Bäume.

Heute machen wir uns zeitig auf. Nachdem die Sonne schon den ganzen Sonntagmorgen so prima schien, ist es kurz nach zwölf, als Fräulein Anna mit dem Maxe in der Trage und mir im Schlepptaus aus der Tür tritt. Am Hofgarten vorbei, über den alten Zoll laufen wir zur Kennedybrücke und dann auch drüber. Während wir so mitten drauf stehen, beschließen wir, auch mal ein paar Schritte auf dem Grund des Rheins zu gehen. Noch immer ist Gevatter Rhein nämlich immer noch eher leer, breite Kiesbänke säumen seinen Rand.

Tomaten wachsen im Flußbett.Drei Kayakfahrer auf dem Rhein.

Mit einem Kaffee auf der Hand kann man auf der Beueler Seite ganz komfortabel über eine Rampe hinunter ins Kiesbett. Es ist schon ganz spannend, dort zu laufen wo sonst Schiffe fahren. Eher zufällig stolpern wir dabei auch über die Tomatenpflanzen, von denen der General-Anzeiger schon vor längerem berichtete.

Als die Sonne irgendwann auch langsam Richtung Horizont verschwindet, machen wir uns auch auf den Heimweg. Auf der Kennedybrücke weht nicht nur ein kalter Wind, auch die Abendsonne blendet uns und taucht alles in goldenes Licht. Ein schöner Ausflug. Top Sonntag, gerne wieder.

Kies auf dem Boden, im Hintergrund eine Brücke.Menschen spazieren im Gegenlicht über eine Brücke.

Bonn leuchtet

Einmal im Jahr leuchtet Bonn. Der Verein City-Marketing Bonn organisiert die Veranstaltung, bei der allerlei Gebäude in der Innenstadt bunt angestrahlt werden. Vor zwei Jahren war ich dabei schon einmal mit dem Fotoapparat unterwegs. Wie auch damals bin ich nicht der Einzige gewesen, der mit Fotoapparat und Stativ unterwegs war. An dem ein oder anderen Punkt traf man immer wieder auf teils recht große Gruppen von Gleichgesinnten.

Ich musste die Bilder jetzt erst mal eine Woche ruhen lassen. So richtig gut drauf war ich an diesem Abend nicht. An den Muskelkater, der mich beim Bücken plagte, erinnere ich mich noch all zu gut. Dem entsprechend hatte ich mir vorher auch ein bisschen andere Motive vorgestellt. Irgendwie wollte das nicht passen. Dennoch bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Und bis nächstes Jahr arbeite ich dann wohl mal ein bisschen an meinen Motivsuche-Fähigkeiten.

Die Universität ist bunt angestrahlt.Das Rathaus ist bunt angestrahlt.Das Rathaus ist bunt angestrahlt.Das Tor der Stadtmauer ist bunt angestrahlt.

Terminal-Login in die Gitlab-Docker-Registry bei aktivierter Zwei-Faktor-Authentifizierung

Weil ich es mir nicht merken kann und es mir alle Nase lang, sowohl zu Hause als auch in der Firma, wieder neu zusammenreimen muss:

Wenn man in einem GitLab (egal ob GitLab.com oder eine private Instanz) die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert hat, kann man sich aus dem Terminal heraus nicht mehr einfach an der Docker-Registry einloggen und dabei Benutzername und Passwort eingeben.

Statt dessen braucht es einen Personal Access Token. Nachdem man diesen auf der verlinkten Seite erstellt hat, kann man sich nun folgendermaßen einloggen.

docker login registry.gitlab.com -u [benutzername] -p [personal access token]

Und dann klappt es auch wieder mit dem Erstellen und Pushen von Docker-Images.

Star Trek: Discovery

Ich bin ja bestimmt kein Trekkie. Aber ich bin mit der neueren Raumschiff Enterprise-Serie aufgewachsen und habe auch die Abenteuer der Besatzungen von Deep Space 9 und Raumschiff Voyager immer sehr gerne verfolgt. Und deshalb freute ich mich auch ein kleines bisschen auf das, was Star Trek: Discovery bei Netflix so bringen würde.

Nachdem ich die ersten zehn Folgen der ersten Staffel sehr gerne geschaut hatte, sorgte die Ausstrahlungspause Ende letzten Jahres dafür, dass ich irgendwie vergas im Januar wieder einzusteigen und die verbleibenden sechs Folgen zu schauen. Gut, dass ich dieser Tage wieder auf die Serie aufmerksam wurde und das nachgeholt habe!

Discovery spielt rund einhundert Jahre vor den Abenteuern der Kirkchen Enterprise. Die Sternenflotte testet einen neuen, revolutionären Antrieb auf der USS Discovery. Durch allerlei Umstände kommt auch die Offizierin Michael Burnham an Bord, die eigentlich wegen Meuterei angeklagt ist und einen Krieg zwischen der Förderation und den Klingonen ausgelöst hat. Und schon sind wir mitten drin in der Handlung, die zwar für mich die ein oder andere Länge hatte, gerade aber auf dem Endspurt wirklich fesselnd war. Man darf gespannt sein, was die nächste Staffel im kommenden Jahr bietet. Die letzten Minuten waren ein wirklich guter Cliffhanger.