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Von nichts. Und dennoch einigem.

Hoppala. Da habe ich es wohl ein bisschen schleifen lassen, mit den wöchentlichen Berichten. Dieser Tage verfliegt die Zeit – und so richtig passiert nichts. Jedenfalls komme ich zu nichts. Und doch passiert irgendwie so einiges. Mal schauen, was es aus den vergangenen zwei Wochen zu berichten gibt.

Ich kaufe mir ein neues altes Objektiv: Ein 50mm/f1.4 FD von Canon. Das Glas ist etwa so alt wie ich und mit einem einfachen Adapter an meiner A7 III ein großer Spaß. Das manuelle Fokussieren klappt dank des Focus Peaking ganz großartig. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Anschaffung und mache auch einige Bilder damit. Die Zeit, mich mit ihnen in Ruhe auseinander zu setzen, hat mir allerdings bisher gefehlt.

Ornament auf einem Metallzaun.
Eine goldene Beethoven-Statue.

Die Konfirmation von Herrn Maxens Großcousine und der Geburtstag von Fräulein Annas Cousin lässt uns zu einer Übernachtung in den Kölner Westen reisen. Wir verleben gleich zwei schöne Familienfeste direkt nacheinander. Und weil wir garnicht genug von unseren Familien bekommen, besuchen uns auch noch sowohl meine Eltern, als auch Fräulein Annas Papa für jeweils einen Tag. Zwei weitere schöne Tage. Es macht Spaß mit anzusehen, wie viel Freude auch die Großeltern an dem kleinen Mann haben.

Nach langem hin und her gibt es nun einen neuen, kindersicheren Badezimmerschrank. Mit Türen. Und einigem an Platz darin. Ich bin sehr zufrieden. Im Zuge dessen habe ich wieder einiges gelernt. Zum Beispiel, dass man besser zwei Mal denken und drei Mal messen sollte, bevor man Dinge an der Wand befestigt. Oder das man IKEA-Schränke nicht aufbauen kann, während man alleine auf ein Baby aufpasst. Das Ergebnis ist dann aber schon ordentlich und ich bin sehr zufrieden.

Überhaupt: Herr Max ist in den letzten Wochen deutlich mobiler geworden. Schon im Urlaub hat er Krabbeln gelernt und wird jeden Tag ein bisschen schneller. Und natürlich muss er sich an allem hoch ziehen, was er in die Finger bekommt. Und jeden Schrank ausräumen, den man offen stehen lässt. Wir haben in den vergangenen Wochen schon einiges an Zeit in die Babysicherheit unserer Wohnung investiert und den ein oder anderen Trick gelernt. So ist in der Küche immer ein Schrankfach mit einigen Plastikdosen offen. Das Ausräumen macht dem kleinen Mann so viel Spaß, dass er nicht darüber nachdenkt, wie er das Fach mit den Tellern aufbekommt.

Serienmäßig will mich nichts dieser Tage nicht so richtig fesseln. Dabei scheitert es garnicht an der Qualität der Dinge die ich mir anschaue, es passt einfach nichts zu meiner Stimmung. Zuletzt hatte ich mit Begeisterung die zweite Staffel Star Trek: Discovery geschaut. Da ist es vermutlich kein Wunder, dass erst The Expanse bei Amazon Prime Video mir dann ganz gut zu gefallen scheint.

Und dann war ich auch noch ziemlich großartig essen. Zusammen mit Alex, Ben, Dominik und Teymur sitze ich einen Abend in der Shanghai Küche in Köln, ganz in der Nähe des Friesenplatzes und bin restlos begeistert. Das Essen ist sehr lecker. Ich esse natürlich zu viel an diesem Abend.

Bones – Die Knochenjägerin, Staffel 1 – 12

Auf einmal lief die letzte Folge und ich hatte zweihundertsechsundvierzig Folgen Bones – Die Knochenjägerin geschaut. Nicht am Stück natürlich, sondern immer mal wieder eine Staffel, so im Laufe der letzten Jahre. Eine ganze Menge.

Da wundert man sich nicht, wenn ich schreibe, dass mir die Serie gut gefallen hat. Die einzelnen Folgen drehen sich rund um die forensischen Anthropologin Dr. Temperance Brennan und ihr Team von Wissenschaftlern, von den FBI-Agenten liebevoll „Blinzler“ genannt, die im fiktiven Jeffersonian Institut arbeiten. Folge für Folge taucht FBI-Agent Seeley Booth mit einer möglichst zerstückelten und/oder verwesten Leiche auf. Trivial sind die Fälle dann natürlich nicht, es müssen Knochen analysiert und wieder zusammengesetzt werden und Abstriche gemacht werden. Nichts ist so, wie es am Anfang vielleicht scheint. Und meistens geht das dann, da verrate ich nicht zu viel, auch gut aus.

Sind einzelnen Folgen schon sehr unterhaltsam, so gibt es auch immer den ein oder anderen Handlungsstrang, der sich im Hintergrund eine Weile aufspannt. Im Laufe der Staffeln lernt man die einzelnen Charaktere sehr gut kennen. Dabei ist es aber gut möglich, dass man nebenbei noch etwas tut – Fotos bearbeiten etwa. Jetzt brauche ich wieder etwas in dieser Richtung: Ein bisschen spannend, viele Folgen.

Olli Schulz, Oper Bonn

Olli Schulz habe ich in den letzten Jahren musikalisch ein bisschen aus den Augen verloren. Eher am Rande mitbekommen habe ich seine Fernsehshow und den Podcast mit Jan Böhmermann oder seine Auftritte als Sidekick bei den beiden Typen von ProSieben.

Nun: Olli Schulz in der Bonner Oper. Die Aussicht darauf, ein Konzert im Sitzen zu verbringen lässt mich und Fräulein Anna schon vor einigen Monaten Karten kaufen. In der Oper war ich ja auch noch nicht, eine gute Gelegenheit, das zu ändern. Ich entscheide mich deswegen auch dazu, ein Hemd zu tragen. Das hätte aber nicht sein müssen, anderen Menschen war der Dresscode egal. Unsere Sitzplätze auf dem oberen Rand sind sehr bequem, wir haben einen guten Blick auf die Bühne.

Aber kommen wir zum Konzert: Sehr pünktlich und ohne Vorband steht Olli Schulz auf der Bühne und erzählt uns, wie er sich freut mal wieder alleien unterwegs zu sein. Und das es ein neues Album geben wird und er Lieder daraus spielen wird. Und das macht er dann auch. Tatsächlich sehr viele Titel, die man noch nicht kennt. Und den ein oder anderen älteren Titel. Vielleicht nicht so viele wie ich mir gewünscht hätte. Dazwischen: Sehr viel Gequatsche. „Anekdoten aus dem Leben eines Rockstars.“

Ich mag es, wie sich tatsächlich die Meisten im Publikum an die Ansage aus der kleinen Ansprache direkt zu Beginn halten und das Handy während der Veranstaltung in der Tasche lassen. Dafür bekommen wir dann aber auch unseren „Instagram-Moment“. Und tatsächlich fallen zahlreiche Menschen im Internet auf die übertriebenen Beschwerden und die gestellten Videos des gackernden Musikers herein.

Die Show heißt „Back to the Roots“ und so fühlt sich das auch an. Ich erinnere mich noch gut an die Auftritte, die ich vor gut zehn Jahren gesehen habe und bin dieses Mal wieder genau so begeistert. Die Kopfschmerzen habe ich an diesem Abend schon mitgebracht, das Kratzen im Hals kommt vom Lachen. Eine gute Veranstaltung.

Von einer kranken Woche

Spät des Nachts kommen wir am Montag aus dem Urlaub zurück. Zwei freie Tage stehen an, bis ich wieder arbeiten muss. Genug Zeit, um sehr viele Wäschen zu waschen und Ordnung zu schaffen. Und, um sich eine schöne Nasennebenhöhlen-Entzündung einzufangen.

Schon am Mittwoch-Abend, als ich mit Fräulein Anna zum Olli-Schulz-Konzert in der Bonner Oper sitze, geht der Kopf langsam zu. Die beiden kommenden Tage sind dann ziemlich furchtbar. Mit den verstopften Nasennebenhöhlen kommen die schlimmsten Kopfschmerzen seit langem einher. Von der Nase aus strahlt der Schmerz in die Stirn und in den Kiefer. Ekelhaft.

Über das Wochenende geht es dann schon ein bisschen besser. Ich mache doch sicherheitshalber nicht so arg viel, liege viel rum, schaue Filme und Serien und schone mich. Nach zwei Tagen Krankschreibung ist mir langweilig und ich will lieber alles dafür tun, wieder arbeiten gehen zu können.