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24 – Vierzehn Jahre später

Filme & Serien

Dieser Tage haben Fräulein Anna und ich angefangen, die Abenteuer von Jack Bauer und seinen Freunden und Kollegen zu verfolgen. Da ich ja früher regelmäßiger in dieses Internet-Tagebuch geschrieben habe, kann ich noch gut nachvollziehen, wie ich vor vierzehn Jahren von Staffel eins und Staffel zwei begeistert war. Leider habe ich dann über den Rest kein Wort mehr verloren, obwohl ich im Laufe der Jahre alle Staffeln und den dazugehörigen Film geschaut habe.

Nachdem wir nun die ersten beiden Staffeln hinter uns haben, ist das ein guter Zeitpunkt für ein kleines Zwischenfazit. Attentate und Atombomben: Die Serie ist gut gealtert, wie ich finde. Die Staffeln waren wieder spannend, obwohl ich mich zumindest an das große Ganze sogar noch gut erinnern konnte. Vor allem an das finale der ersten Staffel.

Der Computerkram ist immer noch ganz schrecklich falsch und es ist auch ein bisschen befremdlich anzusehen, wie alle mit ihren Klapptelefonen hantieren. Jack Bauer ist weiterhin gewalttätig und greift ordentlich durch, ganz so krass wie Anfang des Jahrtausends empfinde ich das aber nicht mehr. Vermutlich hat sich das Niveau diesbezüglich einfach nochmal ordentlich erhöht und man ist inzwischen viel mehr gewohnt. Das muss ja auch nicht unbedingt etwas positives sein.

Ich freue mich jedenfalls auf den Rest der Serie, von den späteren Staffeln habe ich nicht mehr so viel in Erinnerung. Das macht es spannender.

Von Lieferschwierigkeiten

Allwöchentlich Belangloses

In der Zwischenzeit haben wir uns bereits zwei Mal Lebensmittel liefern lassen. Die zweite Lieferung in dieser Woche war dann ein wenig skuril, nachdem es beim ersten Mal ja alles problemlos lief. Der REWE-Mann schickt mir zwar brav die „Ich bin gleich da!“-SMS, taucht dann aber nicht auf. Es klingelt nicht. Als ich schon ein bisschen nervös werde, klingelt es dann doch noch. Vor der Tür steht der Nachbar aus dem Dachgeschoss mit einigen REWE-Papiertüten. Wir nehmen inzwischen ja gegenseitig jeden Quatsch füreinander an. Warum auch immer der Lieferant das Dachgeschoss auch dem Hochparterre vorzieht. 🤷🏼‍♂️

Ebenfalls nicht unkompliziert: Die Sache mit dem Wäschetrockner. Damit das Gerät sicher auf unserer Waschmaschine steht, bestelle ich einen Zwischenrahmen. Der vorhergesehene Lieferzeitpunkt ist deutlich vor der des Trockners. Und dann kommt alles anders: Die Monteure, die die Maschine aufstellen sollen werden mir einige Tage früher als geplant angekündigt. Gleichzeitig schreibt man mir, dass im Falle einer Verschärfung der Corona-Gegenmaßnahmen die Lieferung wieder nur bis zur Bordsteinkante erfolgen kann. So erkläre ich den beiden unfreundlichen Männern mit der schweren Maschine, dass es völlig ausreicht wenn sie das Gerät in den Keller tragen. Drei Tage später montiere ich den Zwischenrahmen dann selbst und der Nachbar muss beim Wuchten des Trockners auf die Maschine helfen. Danke, Michael!

Und sonst so, diese Woche? Meine Nasennebenhöhlen sind ein wenig zu, aber einige Sinupret-Tabletten später ist das Problem schnell vergessen. Währenddessen stapeln sich die Weihnachtspakete langsam aber sicher hinter meinem Schreibtisch.

Außerdem: Es gibt eine kleine virtuelle Firmenweihnachtsfeier. Ich verbringe einen schönen Abend mit den Kollegen, trinke ein paar Limos und bin der ewige Vierte bei der großen Scribble-Runde. Am Wochenende verkabele ich meinen Schreibtisch neu und schließe die schon länger stillgelegte Xbox an meinen großen Monitor an. Mal schauen, ob ich in den Weihnachtsferien die Zeit für das ein oder andere Spiel finde.

Wie ich einen Wäschetrockner bestellte

Alltäglich Belangloses

Dieser Tage begebe ich mich auf die Webseite eines bekannten Elektromarktes für Menschen die doch nicht blöd sind. Der Kauf eines Wäschetrockners steht auf meinem Plan. Eigentlich steht das dort sogar schon länger – aber wie immer bei größeren Anschaffungen, die nicht in meiner Komfortzone zwischen Kamerazubehör und Computerkram liegen, ziere ich mich ein wenig. Heute soll es aber endlich soweit sein: Ich bin einigermaßen informiert, ein Gerät will ausgewählt werden, es soll jemand bis in den Keller tragen und dort anschließen. Die Kreditkarte ist vorgewärmt und liegt bereit.

Kaufberatung? Pah!

Obwohl ich schon relativ genau weiß was ich kaufen möchte, klicke ich erwartungsvoll auf die „interaktive Trockner-Kaufberatung“, die man mir nach einer Sucheingabe per übergroßem Banner anpreist. Tatsächlich werden dann in wenigen Schritten einige sehr interessante Eigenschaften dieser Haushaltsgroßgerätefamilie abgefragt und das Ergebnis entsprechend meiner Auswahlen eingegrenzt. Schließlich gebe ich dann noch die Obergrenze unseres „solides Mittelmaß“-Budgets an und habe nun eine recht übersichtliche Liste mit Geräten vor mir.

Auf den ersten Blick können die dann auch alle etwa das Gleiche. Letztes Auswahlkriterium ist deshalb für mich die Anzeige „lieferbar“ mit einem grünen Punkt daneben. Man könnte nun erwarten, dass ein „interaktiver Kaufberater“ einem Geräte anpreist, die vielleicht im Laufe des aktuellen, zu diesem Zeitpunkt noch gute drei Wochen langen, Jahres bei mir zu Hause auftauchen könnten. Ich möchte ja nicht nur etwas kaufen, sondern auch bekommen. Aber weit gefehlt: Die „Top Empfehlungen“ und so ziemlich jedes andere Gerät ist nicht bestellbar. Grauer Punkt. Auch bei der Marktabholung. Ich bin ein bisschen enttäuscht.

Interpretationsmöglichkeiten

Ich schließe diesen Tab in meinem Browser und kehre zurück auf die Übersichtsseite. Mit Hilfe der vielen Häkchen und Regler facettiere ich meine Suche nun weniger interaktiv, aber dafür genau so wenig erfolgreich wie vorher. Ich bin nicht so wirklich festgelegt auf eine Marke oder gar ein spezielles Gerät und so überlasse ich dem Algorithmus gerne ein wenig Verantwortung. Einzig: Ich habe keine Lust bis Sankt Nimmerleinstag auf die Lieferung zu warten. Da könnte man meinen, dass ich zufriedengestellt werde, wenn ich den Haken bei „auf Lager (11)“ setze. Weit gefehlt: Ein Großteil der Liste sieht weiterhin aus wie folgt:

Screenshot einer Artikelliste. Es ist "auf Lager" angeklickt aber die Artikel nicht lieferbar.

Ob die Geräte vielleicht auf Lager sind, aber dort keiner Lust auf die Schlepperei hat? Oder gibt es verschiedene Auslegungen des Begriffs „auf Lager“? Nun gut. Manchmal kann ich dann ja auch hartnäckig sein und tatsächlich finde ich auch ein Gerät was mir von seinen Ausstattungsmerkmalen her gefällt, von anderen Menschen im Internet auch auf anderen Webseiten gut bewertet wurde und sogar dieses Jahr noch lieferbar ist. Zwar nicht „grün und sofort“, aber immerhin „orange und spätestens übernächste Woche“. Also folgt ein behender Klick auf das Warenkorbsymbol und ich folge der Maschine direkt in eben diesen. Schnell noch ausgewählt, dass andere Menschen gegen ein geringes Endgeld sich Gedanken um die enge und steile Kellertreppe machen müssen und schon — passiert nichts. Der Button mit der Beschriftung „Zur Kasse“ ist, egal was ich auf dieser Seite tue, nicht dazu zu bewegen seine Farbe von grau zu rot zu ändern und klickbar zu werden.

Ein Geschenk das keiner will

Es vergehen wertvolle Minuten, bis ich stutzig werde: Was macht eigentlich der Staubsauger in meinem Warenkorb? Ich finde heraus: Das von mir zu meinem neuen Wäschetrocker auserkorene Gerät gehört zu einer Weihnachtsgeschenke-Aktion und man kommt ein anderes Produkt beim Kauf geschenkt. In meinem Fall ist das ein kleiner roter Staubsauger für den ich nun wirklich keine Verwendung habe. Während ich mir noch ausmale wie viel Ärger mir das Gerät bei ebay-Kleinanzeigen bereiten wird, klicke ich ihn spaßeshalber weg und staune nicht schlecht: Der „Zur Kasse“-Knopf wechselt die Farbe und ruft in einem knalligen Rot nach einer Aktion meinerseits. Von hier an wird es dann auch sehr unspektakulär. Aber bis dahin: Meine Güte, Mediamarkt.

Lebensmittel liefern lassen

Alltäglich Belangloses

Wir haben schon ein paar Mal darüber nachgedacht nicht mehr selbst einkaufen zu gehen. Pandemiebedingt haben wir statt eines ausführlichen und nervigen Gangs zu REWE am Wochenende die meisten Einkäufe in der näheren Vergangenheit sowieso beim Alnatura auf der anderen Straßenseite erledigt. Dort kann man immer mal zu den Nicht-Stoßzeiten reinspringen und ein paar Kleinigkeiten kaufen.

Auf Dauer ist das aber ein ziemliches hin und her und dauernd fehlt doch irgendwie eine Kleinigkeit. So stand dann heute Nachmittag das erste Mal der REWE-Lieferdienst-Mann vor unserer Wohnungstür und stellte dort einige Tüten mit Lebensmitteln ab. Gestern Abend hatten wir den Warenkorb auf der Webseite gefüllt, eines der beiden heute noch verfügbaren Lieferzeitfenster ausgewählt und dann kam einige Minuten bevor der kleine Laster mit dem REWE-Schriftzug vor der Haustür stand noch eine Erinnerungs-SMS.

So weit, so gut. Ich bin froh morgen früh einen Programmpunkt weniger zu haben. Nun muss der Laden es noch schaffen die gesalzene Butter unseres Vertrauens auch ins Sortiment aufzunehmen. 🤷🏼‍♂️