WebStories

· Webentwicklung

Die WebStories ist meine erste Online-Konferenz. Als jemand, der Konferenzen und die damit verbundenen Reisen ja sehr gerne mag, ist es ein bisschen komisch zu Hause am Schreibtisch zu sitzen. Die virtuellen Tische im digitalen Foyer der Konferenz-Software funktionieren zwar sehr gut, aber ich fühle mich den ganzen Tag nicht so wirklich „auf der Veranstaltung“. Und ich lasse mich zu leicht ablenken. Ich glaube das gezielte Abschalten des Alltags, was ich sonst in einer fremden Stadt unter fremden Menschen immer erlebte, wird sich nicht digital ersetzen lassen. Für meine nächste virtuelle Konferenz muss ich mir jedenfalls noch ein anderes Vorgehen überlegen.

Und damit ich nicht so ganz vergesse, was ich mir da angehört habe, hier ein kurzer Abriss der Veranstaltung und den Vorträgen aus denen ich etwas mitgenommen habe.

John Allsopp beginnt die Konferenz mit einem Abriss der Geschichte des Internets und stellt sein Projekt “A History of the Web in 100 Pages” vor. Das ist spannend und unterhaltsam. Eine gute Eröffnung.

Stéphanie Walter überschreibt ihren Vortrag mit dem Titel „Designing beyond the pixel-perfect idealistic case“ und spricht darüber, wie man flexibel designt und auch an Edge Cases denkt. Viele ihrer Beispiele kenne ich aus meinem Alltag. Ich werde das Video ihres Vortrags sicherlich in der Firma herumreichen.

Jeremy Keith hat ja immer irgendwie Recht. Sein Vortrag „The Layers of the Web“ beginnt mit der gleichen Hintergrundgeschichte zum Internet wie John Allsopp. Er spricht weiter über Abhängigkeiten und Strukturen, Progressive Enhancement und Progressive Web Apps. Das ist gewohnt durchdacht und unterhaltsam. Die Fragen-und-Antworten-Runde ist dann auch noch sehr interessant, da Keith auch ein wenig polarisiert. Ich bin ja meistens seiner Meinung und deshalb lasse ich mir dieses Zitat vielleicht auf ein T-Shirt drucken.

„Client side JavaScript is a multiple point of failure.“

Jeremy Keith

Cassidy Williams erklärt in „Scaling yourself: Building what works for you“ am Beispiel ihrer eigenen To-Do-App, dass wir als Webentwickler mit Hilfe all der uns zur Verfügung stehenden Open Source Software bauen können, wie wir sie brauchen. Das ist ein bisschen motivational, aber auch nicht so arg lang. Im Anschluss kommentiert sie die Nachrichten aus dem Konferenz-Chat. Das hat ein bisschen was von einem Twitch-Lifestream und dauert mir leider ein wenig zu lange.

Eric Meyer nimmt den Titel „Design in the Background“ seines Vortrags zuerst einmal ein bisschen zu ernst und zeigt uns in aller Ausführlichkeit, wie viele Hintergrund-Ebenen seine Webseite gleichzeitig hat und wie er sie übereinander gelegt hat. Am Ende kriegt er dann die Kurve. Inpiration! Ich hoffe, dass viele mitgenommen haben, dass es viele verschiedene Wege gibt, wie man Dinge umsetzen kann und es sehr lehrreich sein kann, sich die Arbeit von anderen anzuschauen und zu analysieren.

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