Auf den Lofoten: Die Stortinden-Besteigung mit Panoramablick

Bitte nicht wundern: Dieser Urlaubsbericht sollte an dieser Stelle bereits vor knapp einem Jahr erscheinen. Faulheits-Martin hat es nur nicht früher geschafft.

Träges aufstehen, dabei ist es draußen sogar ganz schön. Irgendwann düsen wir los, heute soll unser erster Gipfel gestürmt werden. Nachdem wir eine Weile der E10 zwischen den Bergen hindurch gefolgt sind, fahren wir in schneller Folge durch drei Tunnel. Der längste davon ist sechseinhalb Kilometer lang!

Direkt vor dem offiziellen Beginn der Lofoten biegen wir ab und folgen etwa fünfunzwanzig Kilometer einer schmalen Küstenstraße. Sie trägt die Nummer 868. Man hat eine tolle Aussicht auf dem Fjord. Natürlich halten wir auch mal an und fotografieren. Außerdem läuft testweise auch die GoPro mit, wir haben immer noch so ein bisschen einen Urlaubsfilm im Hinterkopf.

Lofoten Fjord

Schließlich kommen wir an der Spitze der Halbinsel an. Hier stehen ein paar Häuser zu einem kleinen Ort zusammen. Wir parken das Auto am Fuß von Stortinden. Ein netter Wiesenbesitzer stellt dort seinen Grund als Parkplatz zur Verfügung. Wir machen kurz Mittag, schnallen uns dann die Wanderschuhe an die Füße und laufen los.

Lofoten Parkplatz

Bergauf zu laufen ist ganz schön anstrengend! Schon bald hängt meine Windjacke nur noch am Rucksack, die Sonne ist nämlich inzwischen auch rausgekommen und scheint ganz schön los. Es ist fast wolkenlos. Obwohl ich eigentlich ja ganz gut zu Fuß bin, strengt mich die Bergbesteigung wirklich wirklich an. Nach einer Dreiviertelstunde, was wir als die Hälfte des Weges interpretieren, kommen wir an einem Briefkasten vorbei, in dem ein Gipfelbuch liegt. Ein bisschen komisch, denn links und rechts geht es noch ordentlich hoch. Wir tragen uns dennoch ein und sind schon die zweiten für heute. Dann geht es links den Pfad hoch, immer weiter Richtung Stortinden.

Sehr anstrengende fünfundvierzig Minuten später stehen wir wieder an einem Schild. „Stortinden 1,5km“ steht da drauf. Da hatten wir schon mit was anderem und vor allem weniger gerechnet. Andererseits haben wir auf der letzten Etappe auch eher Höhenmeter geschrubbt. Nach links gäbe es in etwa fünfhundert Metern auch einen Aussichtspunkt. Aber wir haben uns etwas anderes vorgenommen und so ziehen wir nach einer ausführlichen Fotopause los.

Lofoten Stortinden Panorama

Da es jetzt nicht mehr so viel hoch geht, kommen wir gut voran. An einigen Stellen ist mir ein wenig mulmig, geht es doch recht steil links und rechts des Weges hinunter. Bald sind wir dann aber auch am Gipfel angekommen. Hier hat sich außer uns heute noch niemand eingetragen! Der Aufstieg hat sich auf jeden Fall gelohnt, die Aussicht und der Rundumblick sind großartig.

Lofoten Stortinden Panorama

Wir machen eine ausführliche Fotosession mit der Landschaft, erst als die Sonne hinter einer größeren Wolkendecke verschwindet, geht es für uns auf den Rückweg. Tatsächlich ist es jetzt erst mal auch wieder recht kühl. Abwärts geht es schneller als hoch, auch wenn es fast genau so anstrengend ist und auf jeden Fall mehr Konzentration erfordert. Umknicken will ja keiner! Hatten wir für den Aufstieg gute zwei Stunden gebraucht, schaffen wir es hinunter in einer. Es treibt uns auch ein kleines bisschen der Hunger an, unser Mittagssnack war wohl einfach nicht genug und außer ein wenig Schokolade hatten wir nichts zu essen dabei. Das passiert uns auch nicht nochmal.

Lofoten: Campervan vor Sonnenuntergang

Am Auto angekommen gibt es also erst einmal was zu essen. Dann fahren wir wieder ein Stück zurück und begeben uns auf die Suche nach einem Stellplatz für die Nacht. Nachdem wir diese schreckliche Schotterpiste an der Landspitze hinter uns haben, kommen wir bald an einigen Einbuchtungen am Straßenrand vorbei. Wir entscheiden uns für eine mit ordentlichem Seeblick. Der Ausblick ist ganz grandios, so dass ich den halben Abend einfach nur auf das Wasser starre.

Lofoten Schiff Fjord
Dieser Beitrag stammt aus der Reihe Auf den Lofoten.

Den Sommer des Jahres 2016 verbringen Fräulein Anna und ich zumindest zum Teil in einem Campingbus und machen damit die Halbinsel im Norden Norwegens unsicher. Dies ist unser kleiner Reisebericht.

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