Auf den Lofoten: Düsseldorf, Kopenhagen, Oslo, Tromsø

Los geht’s! Die Lofoten rufen! Heute fliegen wir aber erst mal nach Tromsø.

Um uns die Sache aber nicht zu leicht zu machen, wechseln wir unterwegs zwei Mal den Flieger. Das ist ein bisschen doof, war aber die bessere Alternative, nachdem unser ursprünglicher Flugplan mit einem Umstieg so weit nach hinten verschoben wurde, dass wir erst nach Mitternacht an unserem Zielort angekommen wären. Unsere erste Etappe legen wir natürlich mit dem Zug zurück. In Düsseldorf wollen wir in den ersten Flieger steigen.

Düsseldorf

In Düsseldorf treffen wir direkt am Bahnsteig erst einmal auf eine Bande musikalischer Piraten, die uns auch in der kleinen Flughafenbahn zum Terminal begleiten. Musikalische Piraten sind Menschen, die sich als Piraten verkleidet haben, ein bisschen so riechen als wären sie auf einem längeren Segeltörn gewesen und Musikinstrumente mit sich herumtragen. Auch eine Art und Weise, Aufmerksamkeit zu erregen. Kurz darauf steht die Truppe dann auch vor uns bei der SAS-Gepäckaufgabe, man scheint uns bis Kopenhagen zu begleiten. Anhand eines Aufklebers auf einem Instrumentenkoffer identifizieren wir die Piraten als „Ye Banished Privateers“ und finden heraus, dass sie am Wochenende in Dortmund gespielt haben.

Das Gepäck ist dann schnell aufgegeben. Annas Rucksack muss zum Sperrgepäck. Mein baugleiches Modell nicht. Für mein zu schweres Handgepäck interessiert sich niemand.

Bei der Sicherheitskontrolle verliere ich das Schlangen-Wettrennen, Fräulein Anna darf vor mir durch den Metalldetektor. Dafür wird an meinem Handgepäcks-Rucksack extra-gut gefilzt und an meiner Hose ein Drogentest gemacht. Ich bestehe scheinbar, denn man lässt uns ziehen.

Wir lungern an Gate A26 rum, natürlich sind wir deutlich zu früh – aber wer unsere Erlebnisse während der Anreise zu verschiedenen Flughäfen kennt, weiß auch warum.

Kopenhagen

Erster Stopp: Kopenhagen! Als wir aus dem Flieger raus sind, müssen wir eigentlich nur über den Gang ein paar Meter weiter in den nächsten Wartebereich. Umsteigen scheint hier nicht so schwierig zu sein. Hoffentlich ist es auch für unser Gepäck so einfach.

Als erstes kauft Fräulein Anna uns Cola und Chips. Es fängt an, sich ein bisschen wie Urlaub anzufühlen.

Fliegen mit SAS

Oslo

Was ein Gerenne: Aus dem Flieger, das Gepäck will abgeholt werden. „Durchchecken“ konnte man unsere Rucksäcke nämlich nicht und so müssen wir hier ein bisschen tätig werden. Nachdem wir gefühlt einmal durch den ganzen Flughafen sind, kommt Fräulein Annas Gepäck als eines der ersten Stücke auf dem Band, mein markanter schwarzer Sack ist auch unter den ersten zehn. Das ist gut, denn so besonders viel Zeit bleibt uns für die ganze Prozedur während des Umsteigens nicht.

Drauf mit den Rucksäcken auf das Wägelchen, ab durch den Zoll. Wir werden nicht weiter beachtet, ein ziemlich knuffiger Spürhund tollt herum, hat aber an uns nichts auszusetzen. Dann geht es mit dem Fahrstuhl wieder in die Abflughalle. Das Gepäck will wieder am SAS-Schalter eingecheckt werden. Dann geht es noch einmal durch die Sicherheitsschleuse. Dieses Mal müssen auch die Wanderschuhe aus, die Norweger nehmen es ganz genau.

Dann geht es noch einmal (gefühlt) durch den gesamten Flughafen. Etwa 45 Minuten nach der Landung stehen wir pünktlich zum Boarding für unseren letzten Flug wieder am Gate. Puh!

Tromsø

Angekommen! Der Flughafen von Tromsø ist wirklich klein. Zwischen Abflug und Ankunft wird hier nicht so richtig unterschieden. Das Gepäckausgabeband haben wir nach wenigen Schritten erreicht, weniger Meter weiter ist man dann auch schon aus dem Flughafen draußen. Mein Rucksack fällt als einer der ersten vom Band, dann kommt lange nichts. Fräulein Annas ist eines der letzten Gepäckstücke. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht.

Ein Taxi bringt uns zügig und vor allem hauptsächlich über eine unterirdische Straße in unser Hotel. Hier wollen wir die Nacht verbringen, bevor wir morgen gegen Mittag das Wägelchen abholen. Unser Hotelzimmer für diese Nacht ist ungefähr 10qm groß. Das ist ok. Aber halt auch voll, wenn wir und unsere Rucksäcke drin sind.

Nach flottem Check-In ziehen wir nochmal in die Stadt, so langsam bekommen wir Hunger. Tromsø empfängt uns ziemlich grau und vor allem sehr leer. Es sind nicht so besonders viele Leute auf der Straße. Um viertel vor zehn bestellen wir jeder einen Burger im urigen “Huken Pub“. Wie spät es ist, wird uns erst bewusst, als der Thekenmann ein bisschen komisch schaut, warum wir denn jetzt noch ein Abendessen wollen. Er verschwindet aber gerne noch einmal für uns in der Küche. Die Burger sind dann auch wirklich lecker, da hat Yelp uns nicht zu viel versprochen.

Der Huken Pub

Weil es ja nicht dunkel wird, drehen wir noch eine kleine Runde. SAS ruft derweil bei Fräulein Anna an. Ob wir wirklich all unser Gepäck hätten? Ja? Auch den roten Koffer? Da ist wohl was bei denen durcheinander geraten. Da es bei 8 Grad und Nieselregen nicht so viel Spaß draußen macht, landen wir dann doch im Hotel und im Bett. Das war eigentlich auch Gerenne genug heute.

Dieser Beitrag stammt aus der Reihe Auf den Lofoten.

Den Sommer des Jahres 2016 verbringen Fräulein Anna und ich zumindest zum Teil in einem Campingbus und machen damit die Halbinsel im Norden Norwegens unsicher. Dies ist unser kleiner Reisebericht.

Der nächste Beitrag ist .

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