Auf den Lofoten: Unterwegs auf der E10, Camping am Gullesfjord

Bitte nicht wundern: Dieser Urlaubsbericht sollte an dieser Stelle bereits vor knapp einem Jahr erscheinen. Faulheits-Martin hat es nur nicht früher geschafft.

Die erste Nacht in unserem neuen Heim haben wir überstanden. Ich habe gut geschlafen, nur über die Kopfkissen-Situation muss ich mir noch ein paar Gedanken machen. Es war jedenfalls eine gute Entscheidung, dass wir die guten Schlafsäcke mitgebracht haben. Es ist doch recht frisch.

Ziemlich angenehm ist die Wohnmobil-Geschichte: Aufstehen, frühstücken, waschen, ohne auch nur einmal das Fahrzeug zu verlassen.

So ein richtiges Ziel haben wir heute auch noch nicht bestimmt. Erst Mal geht es immer weiter auf der E10. Das Wetter ist zuerst wechselhaft, dann kommt die Sonne richtig raus und der Himmel wird blau. Wir halten nicht nur ein Mal an und genießen die unterschiedlichen Aussichten eine Weile. Ganz nebenbei erstehen wir unterwegs auch eine Landkarte, jetzt kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Am frühen Nachmittag kommen wir auf unserem heutigen Ziel, dem Campingplatz am Gullesfjord an. Da man dort gerade Mittag macht, gibt es für uns erst einmal Käsebrote auf dem Parkplatz. Anschließend checken wir ein. Ungefähr 25 Euro kostet die Übernachtung, Strom inklusive.

Nachdem unser Wägelchen mit Seeblick zwischen anderen Wohngefährten geparkt ist und wir ein bisschen klargekommen sind, muss noch ein bisschen Bewegung her. Wir folgen dem Tipp des Campingplatzmenschen und laufen über einen Trampelpfad den Berg hinauf. Die Sonne scheint ein bisschen, prima! Schon bald hören wir es rauschen: Hier ist auch ein Gebirgsbach unterwegs. Der Weg folgt diesem mehr oder weniger. Es geht mäßig bergauf. Nach einer Dreiviertelstunde kommen wir an einem hübschen See heraus, in dessen Hintergrund ein Wasserfall abgeht. Voll gut, dass Fräulein Anna noch ein bisschen weiter gelaufen war, nachdem ich schon ein bisschen weiter vorne zum Fotografieren angehalten hatte. Schade, dass es genau jetzt anfangen muss zu tröpfeln. Wir machen uns schon bald auf den Heimweg.

Den Abend verbringen wir zuerst einmal in der Kochhütte Campingplatzes. Ich spüle unser Geschirr einmal komplett durch während Fräulein Anna kocht. Unsere erste Bekanntschaft ist eine junge Frau aus Deutschland, die mit Hund und Kombi einmal zum Nordkap und zurück fährt. Nach dem Abendessen kommt tatsächlich die Sonne wieder heraus und ich drehe bei wunderbar blauem Himmel noch eine Runde über den Platz.

Der Plan sah eigentlich vor, dass ich dann an einem der großen Tische im Café die Karte für die nächsten Tage vorbereite. Das dort laufende Fußballspiel nervt mich allerdings so sehr, dass ich die Arbeit lieber in das Wägelchen verlege. Dort auf dem Tisch ist auch genug Platz. Allerlei Wandertouren und Sehenswürdigkeiten landen als Markierung auf der Landkarte, damit wir so unsere Strecke ein wenig besser planen können.

Dieser Beitrag stammt aus der Reihe Auf den Lofoten.

Den Sommer des Jahres 2016 verbringen Fräulein Anna und ich zumindest zum Teil in einem Campingbus und machen damit die Halbinsel im Norden Norwegens unsicher. Dies ist unser kleiner Reisebericht.

Der nächste Beitrag ist .
Der vorherige Beitrag heißt .