Conor Oberst – Live in Köln

In meinem Jahresrückblick hatte ich mir ja wieder die „Jeden Monat ein Konzert“-Challenge auferlegt. Nun ist der Januar fast vorbei und hier kommt der Bericht dazu. Conor Oberst spielte gestern Abend im Gloria zu Köln.

Ich bin, was den Sänger und Songwriter angeht, völlig unvorbelastet in das Konzert reingegangen. Fräulein Anna sagte bevor sie die Karten kaufte: „Das wird dir bestimmt gefallen!“ Ich hörte kurz bei Spotify in das aktuelle Album hinein und war dann gerne dabei.

Gestern Abend stiegen wir dann um kurz nach halb sieben in die Bahn die schon am Bahnsteig stand. Um dann zu bemerken, dass wir in die falsche Richtung fahren. Ganz kurz ärgerte ich mich über meine Dummheit, bis sich um uns herum gleich mehrere Leute outeten. Wir Opfer des Bahnsteig-Chaos am Bonner Hauptbahnhof spazierten in Bad Godesberg dann zusammen über die Brücke an das gegenüberliegende Gleis um mit dem nächsten Zug erneut in Richtung Köln aufzubrechen.

Conor Oberst und Phoebe Bridgers im Gloria

So kam es dann, dass wir erst zum Ende der Ein-Frau-Vorband Phoebe Brigders am Gloria ankamen. „Egal!“ dachte ich noch, „Dann musst du nicht so lange darauf warten, dass das eigentliche Konzert beginnt.“ Um kurz nach acht legte Herr Oberst dann auch los. Neben ihm auf der Bühne: Ein Bassist und ein Mensch, der seine Mundharmonikas in einem Goldfischglas auswäscht. Conor Oberst sitzt zuerst am Klavier, die schon erwähnte Mundharmonika in einem Gestell vor dem Mund und legt mit viel Energie los. Für mich klingt das direkt gut und ich bin vom ersten Titel an begeisterter Zuhörer. Schade eigentlich, dass ich die Titel (noch!) nicht weiter kenne. Und dann ärgere ich mich doch noch ein bisschen nicht früher da gewesen zu sein, als Phoebe Bridgers für einige Titel wieder auf die Bühne zurückkehrt. Sie singt nämlich ganz wundervoll, vor allem das Duett „Lua“ gefällt mir sehr gut.

Mit kurzer Pause spielt Oberst fast zwei Stunden und geht dann leider ohne jegliche Zugabe, obwohl das Publikum laut fordert, von der Bühne.

Das war ein guter Start ins Konzertjahr zweitausendsiebzehn. Da ist es gar nicht schlimm, dass unser Zug auf der Rückfahrt ausfiel und wir eine halbe Stunde in der Kälte am Kölner Südbahnhof rumstanden.

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