Hamburger Singewettstreit 2009

Ich mag Hamburg. Ich weiß gar nicht so genau warum, aber ich fahre sehr gerne dorthin und verbinde schon einige schöne Erlebnisse mit der Stadt. Wenn sich das mit einer bündischen Veranstaltung verknüpfen lässt: Um so besser. Deshalb setze ich mich auch am Freitag nach Feierabend in einen Eurocity und gurkte gegen Norden. Dank eines Mega-Super-Duper-Porno-Sparpreises der Bahn reiste ich dieses Mal günstiger in der ersten Klasse, als in der zweiten. Das war auch OK, aber wenn man sich zwischen all den Business-Kaspern da nicht so wohl fühlt, dann sitzt man da schon ein wenig doof. Brauche ich nicht wieder, nicht meine Klientel.

Elbtunnel

In Hamburg angekommen startete ich zuerst mal meine persönliche Odyssee durch die halbe Stadt, um meine Rucksäcke zu meinem Schlafplatz zu bringen. Nicht das ich schon genug zu tun gehabt hätte, ich hatte mir auch noch vorgenommen am Samstag bei einem Umzug zu helfen. So stand mir eine leere Wohnung als Übernachtungsplatz zur Verfügung.
Irgendwann war ich dann auch in Altona im Füllhorn angekommen und konnte mich in die wilde Feierei stürzen. Die Kneipe war gut voll, der Gesang auch gut und das Bier recht günstig. Was will man mehr.
Mein persönliches Highlight ist ja immer so ein wenig das nächtliche Singen im Elbtunnel. Ich hatte davon auch schon im vergangenen Jahr berichtet, wenn ich mich recht erinnere. So zog es uns nach 2 Uhr einmal Quer durch St. Pauli hinunter an die Elbe, wo wir dann noch einige lustige Stunden verbrachten.

Gegen 6 Uhr hatte ich es dann aber doch noch in den Schlafsack geschafft. Gut, dass ich nicht schon drei Stunden später wieder aufstehen musste. Eine genauere Ausführung, wie der Umzug einer Wohnung aus dem dritten Stock in einen Kleinbus und dann wieder in einen fünften Stock von statten geht, wenn man das zu viert macht, erspare ich mir an dieser Stelle.

Hamburger Singewettstreit 2009

Fast pünktlich zum Singewettstreit schaffte ich es dann auch zum Audimax. Wie auch sonst immer bin ich von dem, was andere so an Tönen aus ihrem Mund bekommen, schon ziemlich begeistert gewesen.
Auffällig ist, dass der Hamburger Singewettstreit immer fester in die Hand des BdP rutscht. Schon letztes Jahr war mir der hohe Anteil an blau-gelben aufgefallen, die sich dort herumtrieben. Dieses Jahr waren dann zum Beispiel alle drei Teilnehmer aus der Kategorie „Stämme“ aus meinem Bund. Vielleicht ist der doch noch nicht so heruntergekommen, wie es mir hin und wieder erscheint.

An der Horner Rennbahn, wo wir im vergangenen Jahr nur genächtigt hatten, fand dieses Mal die offizielle Nachfeier statt. Man hatte mit vielen Menschen gerechnet – und die kamen auch. Gut voll war es auf jeden Fall und die zu Übernachtungsmöglichkeiten umfunktionierten Pferdeboxen waren ziemlich ausgebucht. Ich hätte für meinen Teil gerne noch mehr erlebt an diesem Abend doch irgendwie zogen die Stunden fast wie ein Film vor meinem Auge vorbei – Schlafmangel in Kombination mit einem Umzug hatten mich dann doch etwas geschlaucht. Dank schrecklich viel Kaffee hielt ich es mich aber trotzdem noch die halbe Nacht auf den Beinen, wenn auch ein wenig neben der Spur. Ziemlich nervig fand ich es irgendwann, dass man wo immer man sich auch befand, immer im Weg stand. Eine größere Halle, wie etwa in Ottenstein, wäre hier besser gekommen. Hatte man aber wohl grade nicht da. Und schön war es ja trotzdem. So wie das ganze Wochenende überhaupt. Und anstrengend. Aber hauptsächlich schön.

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