How to schreib a Diplomarbeit

… oder vielleicht besser: „How to not schreib a Diplomarbeit“?

Eigentlich wollte ich schon vergangenen Sonntag zu diesem Thema ein paar Worte loswerden. Passend wäre das gewesen, denn da war es noch genau ein Monat zum spätest möglichen Abgabetermin. Da ich es dann doch tatsächlich geschafft habe, dieser Tage einiges an der Arbeit herum zu schreiben, fiel das flach. Manchmal kann ich eben doch Prioritäten setzen.

Wieder einmal hängt es an mir: Den Arsch hochkriegen gehört definitiv nicht zu meinen Stärken. Während ich mit dem praktischen Teil wirklich gut zu Rande komme, mir die Arbeit wirklich Spaß bereitet und das Ergebnis schon ein wenig über meinen Erwartungen liegt, ist die dröge Schreiberei nichts für mich. Auch wenn inzwischen gute 50 Seiten hinter mir liegen, wissenschaftliche Ausarbeitungen werden mir wohl nie wirklich ein guter Freund sein.

So bin Ich wirklich froh, dass ich mein Studium ohne irgendwelche Hausarbeiten herumgebracht hab. Hinsetzen und schreiben geht irgendwie überhaupt nicht. Wenn ich mir da anschaue, was mir bekannte Anglistik, Germanistik oder Pädagogik-Studentinnen und -Studenten so alles schreiben müssen… Weit hätte ich es da aus purer Faulheit schon nicht gebracht. Auch Thomas‘ Anleitung hätte mir da sicherlich nicht viel geholfen.

Diplomarbeit schreiben

Diese Woche habe ich nun Urlaub. Diesen will ich nutzen, um die Arbeit weitestgehend fertig zu stellen. Die Liste mit den „Kleinigkeiten“ die ich in der kommenden Woche in der Firma klären muss, wird auch immer länger. Allerdings könnte ich tatsächlich besser vorankommen und hier sitzt das Problem bei der Geschichte: Meine Konzentrationsspanne ist aus irgendeinem Grund etwa bei der einer Fruchtfliege angesiedelt. Aus diesem Grund habe ich mir neben meiner Tipperei einiges vorgenommen. Viele Kleinigkeiten die ich in und um meine Bude schon immer mal erledigen wollte und viele weitere Nebensächlichkeiten die schon ewig auf Halde liegen.
Abwechselnd „diplomieren“ und „Kram abhaken“ war dann tatsächlich eine gute Idee und hat mich wirklich weitergebracht.

Nun geht es in den Endspurt. Über ein paar schlaue Tipps zu meinem aktuellen Lieblingsthema freue ich mich natürlich immer. Bald geht es dann auch hier mit voller Kraft weiter. Es ist immer wieder spannend was man alles so an Ideen entwickelt, wenn man eigentlich was ganz anderes im Kopf haben sollte.

11 Reaktionen zu How to schreib a Diplomarbeit

  1. Wenn es garnicht will mit dem Schreiben arbeite ich viel mit „Mini-Belohnungen“, was schon ziemlich nah an dein System mit abwechselndem Diplomieren und Kram machen ran kommt.
    Ich schreib dann immer eine Seite oder einen Abschnitt und mach dann was anderes zur Belohnung. Das kann mal das Anschauen von ner Folge Irgendwas sein, funktioniert aber auch gut mit anderer, am besten praktischer Arbeit.
    Während ich diesen Sommer meine Hausarbeit in älterer Literaturwissenschaft geschrieben hab wurde gegen Ende der Schreiberei immer im wechsel eine Seite geschrieben und dann eine Lampe in Claudis Wohnung aufgehängt. Nach zwei Tagen hatte ich 15 Seiten zu Konrads von Würzburg Partonopier und Meliur und die Dame flächendeckend elektrisches Licht. :-)

  2. „wissenschaftliche Ausarbeitungen werden mir wohl nie wirklich ein guter Freund sein“
    Kann ich unterschreiben!

    Auch ich bin ja nicht gerade Mister Arschhochkriegen, ein Wunder dass ich trotzdem Germanistik und Pädagogik studieren kann. Und die Aufmerksamkeitsspanne einer Fruchtfliege habe ich auch, vor allem wenn ich an einem internetfähigen Computer zu tippen versuche. So wie jetzt gerade. Argh!

  3. Thomas: Ich hab Staub gesaugt, endlich saubere Fenster und vieles mehr. Der Mech macht angeblich Liegestütze und Sit-Ups in den Lernpausen. Ein Glück, dass ich nicht mehr so viel schreiben muss… :-)
    Die Folge irgendwas geht irgendwie auch immer noch zwischendrin. Aber ich schaffe es im Moment zum Glück, nicht mehr als zwei Mal am Tag Stargate zu gucken.

    Mo: Dieses Internetz ist bei sowas echt ein Arschloch! Das Studentenverzeichnis hat mich ja früher immer heftigst abgelenkt, da bin ich zum Glück ein wenig davon. Aber ich kann das Failblog, sowie Lolcats und -dogs nur wärmstens empfehlen!

  4. der mech? meinste den mechaniker? haha dann liegt das in der familie…hab ich auch ne zeitlang gemacht, aber irgendwann war ich vom sport so feddisch, das ich nix mehr schaffen konnte, sau dumm^^
    in letzter zeit bin ich ganz gut in abwechselnd lernen und zocken, mich wundert da schon ein bisschen meine selbstdisziplin, aber es klappt, ab heute abend is des auch wieder soweit, mal sehn vlt probier ich das mit dem sport wieder, aber da is dann immer mal wieder ne halbe std einrad-fahren angesagt…

  5. Genge: Übertreiben sollte man den Spaß ja auch nicht. Mir würden ein paar Liegestütze oder Sit-Ups auch nicht schlecht stehen. Die Wampe lässt grüßen :-/

    Ich muss nur immer unheimlich aufpassen, dass ich dann auch wirklich wieder an meine Arbeit zurückkehre. Das wäre beim Sport auf jeden Fall drin.

  6. Wunderbar, ich finde immer mehr Leute, denen es bei sowas ähnlich geht.
    Wobei mein Verhältnis zum Schreiben etwas schizophrener ist: wenn ich mich erstmal wirklich dazu aufgerafft habe und es einigermaßen läuft, dann mag ich es eigentlich sogar. Bei mir hatte es allerdings auch den netten Nebeneffekt, dass ich gemütlich mit Tee und zu Hause schreiben könnte, statt von früh bis spät im Labor rumzurennen (was auch schön sein kann).
    Hilfreich war auch, dass ich absichtlich bis dahin noch nicht viel Ablenkendes (eMails, bookmarks, …) auf den damals-fast-neuen Mac übertragen hatte. Also musste ich „nur“ den Computer ausschalten und mich bei Skype + Adium diziplinieren. =)

    Hier mein Sermon mit Link zu John Perrys sehr schönem Essay: http://www.dasdurcheinander.de/2008/10/06/heute-morgen-nirgendwann/

    Wünsche noch viel Erfolg!

  7. Wobei mein Verhältnis zum Schreiben etwas schizophrener ist: wenn ich mich erstmal wirklich dazu aufgerafft habe und es einigermaßen läuft, dann mag ich es eigentlich sogar.

    Stimmt, allerdings ist der Fall bei mir leider bis heute nur sehr selten eingetreten. Und die Abgabe naht! Meistens kriege ich nur so ein oder zwei Absätze vernünftig hin und muss dann was anderes machen.

  8. Das wird bestimmt noch alles gut, ganz sicher! Immerhin bist Du ja noch relaxt genug, um auf Konzerte zu gehen. ;)
    Bei mir war auch die Zeit, die ich tatsächlich was gemacht hab, invers-proportional zu der, die noch übrig war. Die Zusammenfassung hab ich in der Nacht vor der Abgabe geschrieben, die Diskussion in den zwei Tagen davor und zusammengesetzt hab ich es am Tag der Abgabe – klingt nach Wahnsinn, hat aber funktioniert. (Würde ich allerdings nicht uneingeschränkt empfehlen)

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