Neue Schriftarten braucht das Land!

Wer hier aufmerksam mitliest, dem ist es schon aufgefallen: Ich suche in der letzten Zeit verstärkt nach Möglichkeiten um von den üblichen, „websicheren“ Schriften wegzukommen. Ein wenig habe ich mich schon an den Standardschriften sattgesehen. Außerdem ist im eher „verschnörkelt-verspielten“ Bereich da relativ wenig zu machen. Wenn man nicht gerade ComicSans einsetzen möchte.

Grundsätzlich ist es ja erst einmal so, dass die Schriftart die ein Browser darstellen soll auch auf dem Computer des Seitenbesuchers vorhanden sein muss. Es bringt mir also nichts, TotalCooleSchrift.ttf auf meiner Seite zu benutzen, wenn außer mir dieses Schrift niemand besitzt. Das klingt nach einem Problem!

Natürlich bin ich nicht der einzige, der sich mit diesem Thema auseinandersetzt und so haben sich schon einige kluge Menschen ein paar Gedanken um das Thema gemacht. Nachdem ich nun auch ein wenig recherchiert habe, sind mir grundsätzlich zwei Methoden in Erinnerung geblieben.

  • sIFR: Der auszugebende Text wird mit Hilfe von Javascript dynamisch in Flash gerendert. Das nennt sich dann sIFR.
    Hier liegt der zu verwendende Schriftsatz als Flash-Datei auf dem Server und mit ein wenig Javascript-Magie werden dann vorher bestimmte HTML-Elemente durch Flash-Elemente ersetzt. Sehr cool dabei: Der Text ist auch weiterhin markierbar und lässt sich auch kopieren. Wird Flash vom Browser nicht dargestellt, etwa weil das Plugin nicht installiert ist, rendert der Browser den normalen HTML-Tag. Das klingt doch alles schon mal ganz gut.
    Ein Nachteil in meinen Augen ist aber die Benutzung von Flash. Gerade auf dem Mac ist das Plugin nicht gerade ausgereift und verursacht teilweise eine enorme Prozessorlast. Ein wenig frickelig war bei meinen ersten Versuchen das anschließende justieren von Größe und Abständen des Textes mit CSS. Hier gilt es sich gegebenenfalls mal einzuarbeiten.
  • @font-face: Auch per CSS gibt es eine Möglichkeit, eigene Schriften in eine Webseite einzubinden. Kurioserweise wurde diese Methode übrigens ursprünglich von Microsoft entwickelt, war Bestandteil von CSS 2 und flog dann wieder aus den CSS 2.1-Spezifikationen, weil die Browserentwickler sie nicht implementierten. Mit CSS 3 kommt @font-face nun wieder. Dieses Mal ziehen anscheinend auch alle mit.
    Bei dieser Methode muss die entsprechende Schriftart in verschiedenen Varianten auf dem Webserver bereitstehen. Natürlich hat man sich wieder einmal nicht auf einen 100%igen Standard einigen können. Großer Vorteil: Es werden keine weiteren Technologien verwendet, HTML und CSS setzt man so oder so ein, wie auch schon bei der sIFR-Variante lässt sich hier der Text natürlich auch kopieren.
    Bei ersten Tests hat das Einbinden der Schriftarten leider nicht immer 100%ig funktioniert. Schade.

Das Ersetzen von Schrift durch Bilder (auch dynamisch, z.B. per GDlib) kommt für mich nicht in Frage. Die Lösungen über die ich hier bisher stolperte waren alle wesentlich komplizierter und aufwändiger als die oben genannten, das Ergebnis dafür aber eher nicht so schön.

Soweit zu den beiden Möglichkeiten, die ich mir noch näher anschauen muss. Beide Varianten sehen sehr vielversprechend aus, ich glaube dass ich für meine Zwecke schon was finden werde. Spaß am Basteln hatte ich ja schon immer, in der nächsten Zeit werde ich mich mit dem Thema noch ein wenig ausführlicher auseinandersetzen und die für mich beste Methode herausfinden.

7 Reaktionen zu Neue Schriftarten braucht das Land!

  1. Also per Flash, das wäre nichts für mich. :)
    CSS ist da mE. eine deutlich bessere Lösung, so von wegen offene Standards und so, ne?

  2. Ich würde auch eine Implementierung per CSS bevorzugen. Das ist ja mehr meine Welt. Am Ende geht es dann aber drum, welche Lösung für mich besser funktioniert. Die sIFR-Lösung habe ich schon mal angefangen, das war gar nicht so schwer. Die @font-face-Geschichte muss ich noch ausführlicher testen.

  3. Wir sind mittlerweile von sIFr auf Cufón umgestiegen. Dabei werden die Schriften als Javascript-Datei gespeichert und dann als canvas-Element wieder ausgegeben.

    (ui die schriftgröße in der textarea hier ist ja verboten klein)

  4. Oh, und die Sache mit der Schriftart: Danke auch hier für den Hinweis! Ich werde „textarea-Styling checken“ mal auf meine Liste aufnehmen.
    font-family: inherit; ist bereits zur Rettung erschienen!

  5. Cufon hab‘ ich bei mir auch im Einsatz. Es hat den Vorteil, dass die Kantenglättung auf allen Systemen und allen Browsern gut aussieht. Das ist bei @font-face, Typekit und der Google Font-API nicht so.

    Nachteile hat Cufon aber auch: Text lässt sich nicht markieren und wenn es als Link verwendet wird, ändert sich die Farbe trotz Hover-Kennzeichnung im CSS nicht (kann man bei mir an den Headlines erkennen). Aber sonst ist das Ding echt genial.

  6. Ohne selbst mit Cufon gearbeitet zu haben, scheint mir @font-face bisher die komfortabelste Möglichkeit (für mich) zu sein. Wenn man so sprunghaft ist wie ich, muss einfach alles per CSS regelbar sein. ;-)

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