New York: Eine Busfahrt, Central Park, The Highline und das Empire State Building in der Nacht

Guten Morgen New York! Vor dem Frühstück übe ich mich ein wenig in Geduld, bis mich einer der überforderten Fahrstühle auf die Dachterrasse des Hotels bringt. Die Wettervorhersage stimmte mich gestern Abend vorfreudig, es soll schön sein. Draußen sieht es noch nicht so rosig aus, Downtown Manhattan liegt weiterhin im Nebel. Mal schauen, was der Tag so bringt.

Von Midtown nach Downtown Manhattan

Nach dem Frühstück steigen wir in einen „Big Bus“. Die Firma betreibt in New York vier Sightseeing-Linien mit oben offenen Doppeldeckern. Wir fahren zuerst ein paar Stationen mit der roten Linie und steigen dann in die blaue um. Die führt uns nach Norden und einmal rund um den Central Park. Dabei verlassen wir das Manhattan wie wir es bisher kennengelernt haben und drehen eine Tour durch Harlem. Die Häuser sind hier niedriger, obwohl wir gar nicht weit gefahren sind, kommt es einem gleich nicht mehr so großstädtisch vor. Unser Busbegleiter hat einiges zu erzählen, das tröstet ein bisschen darüber hinweg, dass aus dem Bus zu fotografieren echt nicht einfach ist.

Auf dem Big BusColumbus CircleDie Sonne kommt heraus

Als wir den Central Park fast umrundet haben, steigen wir an der Haltestelle MET aus. Da unterwegs endlich die Sonne herausgekommen ist, bleiben wir aber schön draußen. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung bis zum nächsten Eingang des Central Parks und den schauen wir uns nun an. Obwohl hier sehr viele Leute unterwegs sind, ist es gleich etwas entspannter. Ich freue mich richtig, dass wir uns fast ein bisschen in einem kleinen Wald verlaufen. Zwar hört man immer noch genug von der Stadt, aber das viele Grün ist nach den letzten Tagen in den Schluchten der Wolkenkratzer sehr willkommen. Wir besichtigen eine kleine Aussichtsstation, die einer Burg nachempfunden ist.

Straßenmusiker vor dem METCentral ParkCentral Park

Wir sind nicht die einzigen, die sich über die Sonne freuen. Menschen fahren in Booten auf dem Wasser. Ich bin ein bisschen überrascht, wie vielfältig der Park ist. Auch wenn ich vorher schon gelesen hatte was es alles gibt. An der Gedenkstelle „Strawberry Fields“, die John Lennon gewidmet ist, treffen die unterschiedlichsten Menschen aufeinander. Natürlich sitzt dort auch ein Mann mit Gitarre, der Beatles-Lieder spielt. Er macht das gar nicht mal schlecht. Wir sitzen auf einer Bank und machen eine späte Mittagspause.

Boot fahren im Central ParkCentral ParkImagine.Ein Eichhörnchen

Eigentlich wollen wir dann wieder auf den „Big Bus“ aufsteigen, der versetzt uns aber. Deshalb laufen wir wieder ein Stück die fünfte Straße hinunter – was so langsam echt anstrengend wird – und steigen dann in die Metro. Vorher sind wir am Rockefeller Center leider ziemlich enttäuscht worden – uns war nicht bewusst, dass man doch so viel Wartezeit mitbringen muss. Fast zwei Stunden wollen wir jetzt nicht noch hier rumhängen und warten.

Hallo Apple StoreTrump TowerEin FeuerwehrautoSonnenuntergang

Unsere nächste Station ist die Highline. Die ehemalige hochgelegte Güterstrecke im Meatpacking District ist heute ein gut zwei Kilometer langer Park. Während die Sonne langsam untergeht, ist dort schön zu spazieren. Auch hier wieder der Kontrast zwischen Natur und Stadt. Ich finde es großartig, dass dieser Teil der Bahnstrecke erhalten geblieben ist. Links und rechts gibt es allerlei zu entdecken, ich beneide die Menschen um die schönen Wohnungen in die ich hineinblicken kann. Die alten Gebäude sind in den letzten Jahren aufwendig renoviert worden. Am Ende der Highline ist mit den „Hudson Yards“ eines der größten Bauprojekte der Stadt gerade mitten im Gang.

Langsam werden wir hungrig und so stöbern wir eine Weile durch den Chelsea Market, bis jeder etwas zu Essen gefunden hat. Die Auswahl ist nicht ohne, mir fällt es schwer mich zu entscheiden – am Ende nehme ich eine sehr leckere Pasta mit nach draußen.

The HighlineBlick von The Highline in die StadtKunst.New York bei NachtNew York bei Nacht

Und weil wir noch nicht müde genug sind und auch noch nicht genug gelaufen sind, geht es dann noch einmal mitten in die Stadt. Das Empire State Building ist weithin zu sehen und so ist es nicht schlimm, dass unterwegs Herr Papa kurz verloren geht. Wir treffen uns am Eingang wieder. Hier gibt es zwar auch eine Schlange, aber kein all zu langes anstehen. Der Eintritt ist in unserem Pass inbegriffen und schon bald stehen wir am ersten Fahrstuhl an. Viele Stockwerke später dann die zweite Schlange – noch einmal geht es mit einem anderen Fahrstuhl sechs Stockwerke nach oben. Und dann: Aussicht. Ich könnte stundenlang auf die Stadt schauen, die auch am späten Abend noch unheimlich aktiv ist.

Empire StateNew York von obenTimes Square von obenDowntown von oben.
Dieser Beitrag stammt aus der Reihe New York.

Anfang Oktober 2016 machte ich mich gemeinsam mit meinen Eltern und Frau Schwester auf den Weg in die „Stadt die niemals schläft“.

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