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Im Auftrag ihrer Majestät

Meine letzte Lektüre habe ich durch Zufall im Schrank gefunden und kommt, wie ich inzwischen herausgefunden habe, aus dem Nachlass meiner im letzten Jahr verstorbenen Großtante. Es stammt aus der Feder von Ian Fleming und beinhaltet, wie könnte es anders sein, drei Geschichten rund um die Abenteuer des Geheimagenten James Bond.

Die Originalfassungen der inzwischen verfilmten Geschichten sind nicht sonderlich lang: Etwa 150 Seiten umfasst eine. So passen in mein Buch gleich drei davon hinein: „Casino Royale“, „Leben und sterben lassen“ und „Diamantenfieber“. Dies waren die drei ersten Romane, die sich mit den Erlebnissen von 007 beschäftigten.

Auffällig ist, dass sich die Geschichten doch ein wenig von den Filmen unterscheiden und auch der Hauptcharakter ein wenig anders dargestellt wird
All die vielen Gadgets, die James Bond in seinen Filmen schon verbraten hat, sucht man vergeblich. Auch die tollen und immer abwechselnden Autos wird man (zumindest in den drei ersten Romanen) nicht finden: In „Casino Royale“ und „Leben und sterben lassen“ fährt James Bond das selbe Auto – zwar schrottet er es in der Mitte des zweiten Romans, doch es wird vermerkt wie es zur Werkstatt gebracht wird.
Der Agent selbst kommt in den Büchern ein wenig menschlicher rüber: Oft wird beschrieben, wie er sich Gedanken um seine persönliche Zukunft macht – in der natürlich das aktuelle „Bond Girl“ eine entsprechende Rolle spielt. Hierbei merkt man aber auch, aus welcher Zeit die Bücher stammen. 007 ist nämlich (ganz wie im Film) ein echter Macho und nicht nur einmal denkt er darüber nach, dass Frauen doch eigentlich an den Herd gehören.

Die Romane rund um James Bond gehören sicherlich nicht zu den anspruchsvollsten Exemplaren der Literaturgeschichte, aber wer gerne einen spannenden Kriminalroman liest (und das tue ich), der ist hier gut aufgehoben. Für die nahe Zukunft habe ich mir vorgenommen auch den Rest der Bücher zu lesen, es sind ja noch ein paar übrig.