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Klassenfahrt nach Berlin

Nachdem es im letzten Jahr nach Warschau gegangen war, verschlug es meine Firma und mich in diesem Jahr für anderthalb Tage nach Berlin. Ein paar Stichworte dazu kann man durchaus verlieren.

  • Im TUIfly-Flieger habe ich mehr (gefühlt) Beinfreiheit als bei Germanwings. Auch wenn wir nicht all zu lange geflogen sind, bequemer war das schon.
  • Das Hotel „Propeller Island City Lodge“ hat die garantiert abgefahrensten Zimmer die ich je gesehen hab. Nummer 24 war übrigens meins.
  • Das Berliner Medizinhistorischen Museum hat einige wirklich eklige Ausstellungsstücke. Obwohl: Eigentlich sind mehr so fast alle Ausstellungsstücke in der Präparate-Sammlung ziemlich eklig.
  • Man kann auch mal einen ganzen Mittag im Biergarten verbringen.
  • In World of Warcraft gibt es keine Eichhörnchenarmeen, dafür aber bald einen Fleurop-Dienst.
  • Eine Rundfahrt auf der Spree ist entspannend, echt jetzt!
  • Den Nachmittag in einem Strandcafé abzuhängen noch mehr. Dabei ein wenig Sonnenbrand zu bekommen ist auch echt super. Hoffentlich wird der auch braun.
  • Wenn einer über zwei Stunden lang die gleiche kurze Melodie auf einer Trompete bläst, dann fallen einem einige Sachen ein, die man mit diesem Menschen anstellen könnte.
  • Manchmal springen Leute in die Spree, um einen Hund zu retten. Seltener schwimmen sie dann aber einmal quer durch, weil dort die nächste Leiter zum aussteigen ist.
  • Von der Sonne in den Regen zu fliegen ist schon ein wenig deprimierend.

Auf jeden Fall hatte ich eine Menge Spaß. Ich freu mich schon auf die nächste Tour.

Berliner Panoramen

Dem deutschen Volke

Bei meinem ersten Besuch in Berlin hatte ich vor dem Reichstag auch einige Bilder gemacht, die ich zu Panoramen verarbeiten wollte. Völlig unvorbereitet hatte ich einfach mal drauf los geknipst. Gestern habe ich dann mal einen Teil meiner Mittagspause damit verbracht, in Photoshop die Bilder zusammenzubauen. Ein klein wenig geholfen hat mir dabei dieser Artikel bei webmasterpro.de.

Eigentlich hat Photoshop die Arbeit ja dann mehr oder weniger alleine gemacht. Die Fotomerge-Funktion, zu finden unter „Datei -> Automatisieren -> Photomerge“, hat auf Anhieb ganze Arbeit geleistet, das Ergebnis kann sich in der Rohfassung schon echt sehen lassen:

Reichstag-Panorama roh

Noch ein wenig beschneiden und an ein paar Knöpfen drehen, schon war die Geschichte eigentlich gegessen und ein tolles Bild auf der Festplatte. Auffällig war allerdings, dass beim Erstellen des Panoramas mein an sich sehr flotter Firmen-iMac doch arg in die Knie gegangen ist. Als ich gesehen habe, dass die PSD-Datei fast 600MB hatte, war mir dann aber einiges klar. Immerhin habe ich für das große Panorama 16 Bilder verarbeitet.

Auch meine beiden anderen Testläufe, jeweils mit weniger Bildern, waren sehr zufriedenstellend. Das Ergebnis ist noch ein gutes Stück besser geworden, was vor allem daran liegt das die Bilder bei besseren Witterungsverhältnissen entstanden sind. Wie ich bei trübem Wetter noch mehr aus der Kamera (oder anschließend den Bilden) herausholen kann, muss man mir wohl mal noch erklären. Beim nächsten Mal werde ich auf jeden Fall ein paar Bilder mehr machen und dringend berücksichtigen, dass nach dem Zusammenfügen der Bilder doch einiges an Beschnitt notwendig ist.

In mehr oder weniger voller Pracht, gibt es die Bilder in meinem Flickr-Stream zu sehen. Ich brauche glaube ich dort demnächst mal einen Pro-Account dort, damit die Größenbegrenzung von 1024 Pixeln mal aufgehoben wird.

re:publica – shift happens

Das war sie nun also, meine erste „Bloggerkonferenz“, die re:publica. Nach einer Woche Berlin ist meine schmutzige Wäsche in der Maschine und ich bin auch wieder mal ein wenig ausgeschlafen.
Zeit, ein persönliches re:sumé zu versuchen. Sowohl der Spreeblick/Nerdcore-René, als auch mein Mitstreiter Andi haben schon recht ausführliche Zusammenfassungen geliefert. Da brauche ich eigentlich nur noch ein paar eigene Gedanken zu tippen.

Eins noch vorweg: Ich bin völlig unvorbereitet und dementsprechend auch mit relativ wenigen Erwartungen gestartet.

re-publica

Da war ich nun also, am Mittwoch so kurz nach halb zehn Uhr: Berlin, Friedrichstadtpalast. Recht schnell hatte ich ein Bändchen um den Arm und ein riesiges Namensschild umhängen. Schon saß ich dann auch schon neben Andreas, André, David und Frederik.
Eigentlich fing es auch schon gut an: Der erste Vortrag nach der Begrüßung war direkt nach meinem Geschmack und dementsprechend freute ich mich auf die kommenden Tage. Es war dann auch recht viel gutes dabei, doch bleibt ein kleiner fader Nachgeschmack. Am ständig ausfallenden WLAN liegt das aber nicht.

An den Vorträgen an sich liegt es auch nicht. Das Problem mit den Themen ist ein recht einfaches: Was ich schon kenne, das kenne ich gut. Und die meisten Dinge die ich nicht kenne, die interessieren mich nicht. Dementsprechend hatten es die Vortragenden schon recht schwer, konnten mich zum Teil aber dennoch wirklich begeistern. Leider habe ich wohl auch ein oder zwei gute Vorträge verpasst.

Eher unterschwellig kam mir dann der Gedanke, dass etwas nicht stimmt. Über eine wirklich gute Formulierung denke ich schon seit Tagen nach, komme aber nicht darauf. Sagen wir mal so: Ich habe mich inmitten von über tausend Nerds nicht sonderlich wohl gefühlt. Um mich herum tausend Gadgets und nahezu immer eine Internetverbindung. Ich selbst mit zwei netzwerkfähigen Geräten und einer Kamera. Trotzdem blieb kein sonderlich gutes Gefühl. Irgendwann stellte sich eher Überforderung ein.

republica

Woran das liegt, werde ich im kommenden Jahr herausfinden. Denn eigentlich ist die re:publica eine gute Sache, um sich mal ein wenig umzusehen und neue Kontakte zu knüpfen. Deshalb bin ich bestimmt im kommenden Jahr wieder mit dabei. Dann mit ein wenig mehr Planung im Vorfeld, damit ich auch bei den Themen lande die ich gut finde. Einfach mal alles mitnehmen zu wollen ist nicht so die gute Idee. Spontane Entscheidungen lassen einen oftmals in die Röhre blicken. Irgendwann ist mir einfach alles zu stressig geworden. Eigentlich sollte es ja auch ein wenig Urlaub sein und schon unausgeschlafen in eine solche Woche zu starten, kann nicht gut ausgehen.

Ein Danke an dieser Stelle auf jeden Fall an die oben schon erwähnten Herren, die diese Woche das zweifelhafte Vergnügen hatten, mich ertragen zu müssen. Nächstes Jahr schlafe ich vorher mal aus und bin dann auch umgänglicher. Versprochen.

Nachtrag: Und dann waren da noch ein paar Sachen, die ich nicht unerwähnt bleiben sollten:

  • Die taz hat einen meiner Tweets gedruckt. Ohne meinen Namen zu nennen. Somit bin ich schon wieder um meine verdienten 15 Minuten Ruhm betrogen worden.
  • Sobald ich eine Twitterwall entdecke, hält mich nichts mehr. Powertwittern!
  • Ich brauche so eine Art Anglerweste, um mein ganzes Nerd-Zubehör immer griffbereit zu haben. Bis man irgendwas aus dem Rucksack oder der Tasche rausgewurstelt hat, ist die Gelegenheit oft schon vorbei.
  • Das „Schwule Mädchen Soundsystem“, a.k.a. „Fettes Brot“, legt mit Hilfe von diversen iPhones auf. Damit die das richtig können, muss man ihnen auch mal kurzzeitig das eigene Gerät zur Verfügung stellen.

Das erste Mal Berlin

Reichstag

Zwei Tage Berlin liegen nun schon hinter mir. Ich bin tatsächlich und wirklich das erste Mal hier. Natürlich bin ich wie immer ein wenig unvorbereitet angereist, wenn ich nun also hier über Schmerzen in den Füßen heule, dann bin ich eigentlich selbst dran Schuld. Auf der anderen Seite hätte ich vermutlich sowieso nicht alles sehen können was ich wollte und so bin ich schon mal nicht enttäuscht.

Gut gefallen hat mir die Gegend rund um den Reichstag. Dort habe ich mich am Montagnachmittag herumgetrieben, während ich auf meine Mitstreiter wartete. Ein paar schöne Bilder sind hierbei auch entstanden. So langsam entwickele ich sehr viel Spaß beim Fotografieren und entdecke ein wenig ein Faible für Glasbauten. Gerade am sehr imposanten Berliner Hauptbahnhof und auch am Reichstag war ich da ja genau richtig.

Hauptbahnhof Berlin

Eine weitere, abendliche Tour durch die Stadt brachte meine Füße dann endgültig zum Schmerzen, machte aber auch eine Menge Spaß. Seit langem ist es mir doch wieder einmal gelungen, mehr als ein Tor beim Kickern zu schießen. Eigentlich schade, dass die junge Frau, die mir eine Massage anbot, sicherlich nicht an meine Füße dachte.

Halbwegs ausgeschlafen ging es auch am zweiten Tag in der Bundeshauptstadt wieder zu Fuß los. Berlin hat viele schöne Ecken und eine Menge toller Geschäfte, für die gar nicht genug Zeit blieben. Am Abend stand nämlich auch schon die pl0gbar an, nach dem Bonner Bloggertreffen meine zweite Zusammenkunft dieser Art. Tatsächlich fand ich es dort recht interessant und habe mich auch nett unterhalten. Ein guter Start in die re:publica.