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Beim Dentisten

Bereits am Freitag hatte ich mir, man erspare sich den Spott, beim Verzehr eines Rosinenwecks ein Stück Zahn abgebrochen. Schlimm war das definitiv nicht, denn es konnte sich nur um ein kleines Stück handeln und noch dazu befindet sich die Stelle an der Innenseite eines meiner unteren Schneidezähne. Schmerzen hatte ich also so direkt mal nicht.
Wirklich nervig war aber, dass ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit der Zunge daran stieß. Noch dazu bin ich masochistisch genug veranlagt um an der Stelle natürlich auch ständig mit der Zunge herumzuspielen. Wirklich angenehm war das alles jedenfalls nicht und so habe ich mich heute zeitig aus der Firma verabschiedet um einen lokalen Zahnarzt aufzusuchen.

Den von $Mitbewohner empfohlenen Doktor habe ich natürlich nicht erreicht und so blieb mir nur eine kleine Recherche bei Google. Nach einigen erfolglosen Anrufen hatte ich dann die Hoffnung fast schon aufgegeben, heute noch dran zu kommen. Schließlich versprach mir aber $Arzthelferin das man mich noch zwischenschieben könne. Nach kurzer Wartezeit saß ich dann auch in einem der Behandlungsräume und war geradezu ein wenig enttäuscht, dass der Arzt keinen Turban trug und auch keinen langen Bart hatte – der Name hätte es durchaus vermuten lassen.
Ganz schnell hatte man mir dann auch ein Stück Zahn abgeschliffen, so dass ich nun nichts mehr zum spielen habe. Anschließend kam dann der etwas ungemütlichere Teil: Eine ausführliche und professionelle Zahnreinigung würde man mir empfehlen. Gerade mittags hatte ich noch mit $Mitbewohner darüber geredet, wie unmöglich doch die Bedienung von Zahnseide an sich ist. Das musste ja kommen.
Anschließend wurde ich dann noch ein wenig zu meiner ersten und einzigen Füllung aus dem vergangenen Jahr befragt. Beton wäre drin, wann das denn fertig gemacht werden würde? Eine echte Spitzen-Frage: Ich dachte eigentlich, die Sache wäre gegessen. Nun überlege ich ernsthaft, die Empfehlung anzunehmen und bei Gelegenheit mal eine andere Füllung machen zu lassen. Die Aussicht auf eine gebrochene Zahnfüllung (die mir prophezeit wurde) stimmt mich nicht gerade glücklich.

WTF-Momente (Profi am Bau-Edition)

Vom Balkon meiner Arbeitsstätte habe ich einen schönen Ausblick – auf das Gebäude einer kleinen Baufirma, die sich aus Mitarbeitern nicht-deutscher Herkunft zusammensetzt. Diesen Balkon besuche ich mehrmal täglich, um mir eine Pausenzigarette zu genehmigen.

Dieser Tage hatte habe ich da gleich zwei schöne Dinge erlebt. Eines Morgens wurde ich Zeuge, wie zwei Mitarbeiter der Firma Beton oder ähnliches produziert haben. Dieser sollte anscheinend zu einer Baustelle transportiert werden. Und wie macht man das? Richtig: Wir nehmen den Firmensprinter und lassen den Kram einfach auf die Ladefläche laufen. Tür zu und ab damit!

Von solch professionellem Handeln war ich dann schon ein wenig perplex – doch ein paar Stunden später konnte ich dann noch weiter dazulernen. Eben jener Sprinter musste natürlich auch wieder sauber gemacht werden, zumindest grob denke ich. Und was machen wir da? Richtig: 50 Meter weiter wird ein Deckel in der Straße aufgemacht, ein Hydrant reingestellt und dann anschließend ein langer Schlauch gelegt, um den Sprinter auszuwaschen.

Mein Fazit: Auf dem Bau zu arbeiten ist total einfach und vor allem: Echt lässig! Die Lösungen für einige Probleme scheinen näher zu liegen, als man im Allgemeinen annimmt.