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Christopher Moore – Die Bibel nach Biff

Dieser Tage las ich eines der sicherlich großartigsten Bücher überhaupt. Die Bibel nach Biff von Christopher Moore. Vor vielen Jahren hatte ich das Buch schon einmal gelesen und als ich letztens bei Amazon darüber stolperte, war es schnell bestellt.

Das Buch beschreibt die wilden Jugendjahre Jesu aus der Sicht seines besten Kumpels Levi, genannt Biff. Da dieser Abschnitt bisher nicht niedergeschrieben wurde, wird Biff von Engel Raziel wiederbelebt, in ein Hotelzimmer gesperrt und darf sein eigenes Evangelium schreiben.
Biff erzählt wie er zusammen mit Jesus aufwächst und begleitet ihn auf seinen Reisen bevor er zum Messias wird. Der zukünftige Messias ist sich seiner Aufgabe schon bewusst, hat aber keine Ahnung wie er auf die Menschheit einwirken und seine Fähigkeiten einsetzen soll. Die beiden Jugendlichen reisen gemeinsam gegen Osten und gehen bei den drei Weisen in die Lehre, die Jesus schon an seiner Krippe besuchten. Dabei ergeben sich teilweise urkomische Begebenheiten, ich habe noch selten beim Lesen eines Buches so oft laut gelacht. Die beiden geraten von einer absurden und merkwürdigen Szene in die nächste. Biff ist als sexbegeisterter, sarkastischer Jugendlicher ein exzellentes Gegenstück zum jungen Jesus. Nicht umsonst wurde er wohl in den anderen Evangelien ausgelassen. Manchmal ist er allerdings auch gerade deswegen eine große Hilfe auf dem Weg zur Erleuchtung.

Gegen Ende zieht sich der Roman leider ein wenig und man merkt, dass durch die recht engen Vorgaben der Bibel die Phantasie des Autors doch stark in ihre Schranken gewiesen wurde. Moore zieht in seinem Buch dennoch das neue Testament auf sehr amüsante Art und Weise ordentlich durch den Kakao. Eine klare Leseempfehlung von mir!

Tibet, China und Olympia

Allerhand geht dieser Tage durch die Presse, nachdem es in Tibet immer unruhiger geworden ist und China wieder einmal seine „Stärke“ dort zeigt. So etwas geht mir, als altem Freidenker gründlich gegen den Strich.
Tibet ist von der Außenwelt abgeschlossen, gerade kam in den Nachrichten, dass auch das Handynetz abgeschaltet wurde.

Nun werden die Rufe nach einem Boykott der Olympischen Spiele diesen Sommer, die in China stattfinden, immer lauter.
Es darf nun mal die Hand heben wer der Meinung ist, dass es irgendjemand in der chinesischen Regierung auch nur ein wenig juckt. Ob sich hier einer weniger vors TV setzt wenn die Wettkämpfe beginnen oder ein paar Sportler weniger an den Start gehen ist für den durchschnittlichen Parteibonzen mit verprellter Weltanschauung sicherlich egal. Ein Zeichen wäre das, aber ernsthafte Auswirkungen hätte das sicherlich keine.

Menschen und Staaten muss man dort packen, wo es ihnen richtig weh tut. Verstöße gegen die Menschenrechte würde ich mit Handelsembargos ahnden. Auch in einem Land wie China hat die Industrie einen großen Einfluss auf die Regierung und die Firmenbosse werden sich schon melden, wenn es ihnen schlechter geht.
Mal abgesehen davon wäre das doch eine gute Möglichkeit, mal die ganzen verpesteten Billignachbauten aus unseren Regalen verschwinden zu lassen.

Just my two cents – und ich hab ja keine Ahnung.