Archiv für Schlagwort: deutsch

Das musst du unbedingt im englischen Original lesen!

Gerne und oft werde ich darauf hingewiesen, dass ich allerlei Filme, Serien und Bücher doch unbedingt in ihrer Originalfassung schauen oder lesen sollte. Vielen Dank für den Hinweis!

Meistens halte ich mich dann aber nicht an diesen Ratschlag – und das hat einen einfachen Grund: Mein medialer Konsum in meiner Freizeit findet hauptsächlich zur Entspannung statt. Nun ist es nicht so, dass mein Englisch furchtbar schlecht wäre. Tatsächlich lese ich täglich irgendwelchen Kram in fremden Sprachen, seien es Dokumentationen oder irgendwelche Blogposts und verstehe deren Inhalte natürlich auch prima.
Wenn ich aber nach Feierabend in meiner Lieblingsecke rumgammele, dann möchte ich möglichst einfach unterhalten werden. Dann bedarf es mir zu viel Konzentration, mir fremdsprachige Inhalte anzuschauen und es ist mir zu viel Ablenkung gegebenenfalls Wörter die ich nicht kenne nachzuschlagen. Dann bin ich nämlich faul. Vielleicht traurig, aber wahr. Nur um cool sagen zu können „Das hab ich im Original gesehen, war viel besser!“ ist mir das zu anstrengend. Da verzichte ich lieber auf das eine oder andere schlecht übersetzte Wortspiel oder verpasse eine Pointe.

Um mich dann doch dazu zu bringen, dass ich mir eine Serie im Originalton anschaue, muss sie mich schon besonders fesseln. 24, Lost oder White Collar taten das zum Beispiel. Dann ist es mir zu blöd anderthalb Jahre zu warten, bis der Kram übersetzt und im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wird. Dann kann es aber auch mal vorkommen, dass ich mich zwei Tage lang wundere, warum Jack Bauer, unter einem fahrenden Lastwagen hängend, in sein Telefon brüllt, dass Chloe irgendwas kopieren soll. „Chloe! Do you copy?“ ((Darüber machen sich Menschen heute noch lustig. Und ich auch.))

Sicherlich wäre es total gut für meine Sprachkenntnisse, wenn ich öfter medialen Konsum in ausländisch betreiben würde. Aber so lange ich Sätze wie den vorherigen formuliere, arbeite ich doch besser mal an meinem Deutsch.

West-östliches Sofa

Letztens fiel mir durch Zufall das Buch „West-östliches Sofa“ des türkischen Autors Osman Engin in die Hände. Dick ist es nicht, aber dafür um so amüsanter.

Aus der Sicht eines Einwanderers (Don Osman) erzählt er in kurzen Geschichten von der türkischen Sicht auf die Dinge, wobei er einige Details stark überzeichnet, was aber gerade den Reiz des Buches ausmacht und mich oft zum schmunzeln gebracht hat. Dazu gehören unter anderem ein linksradikaler Sohn, der sich einen „Harem“ hält, genau so wie die Diskussionen über Politik mit seinen türkischen Freunden. Natürlich darf auch der ein oder andere Nationalsozialist in den Geschichten nicht fehlen.

Don Osman hat wieder Probleme. Große sogar. Seine Ehefrau Eminanim, die zweitgrößte Nervensäge des Mittleren Orients, die drei Kinder, alle versuchen ihm den Alltag zur Hölle zu machen – obwohl er es sich doch viel lieber auf seinem Sofa gemütlich machen würde. Und als wäre eine fünfköpfige Familie nicht schon anstrengend genug, versucht Osman weiterhin die merkwürdigen Sitten der Deutschen endlich zu verstehen, und seine Erkenntnisse auf die ihm eigene Art weiterzugeben.
Quelle: amazon.de

15 Bücher mit allerlei Kurzgeschichten sind bisher erschienen und ich habe das Gefühl, nicht das letzte davon gelesen zu haben.

Mein WordPress-Update

Da kommt man Sonntagnachmittag nach Hause und denkt an nichts schlimmes, als einem als erstes ins Auge springt, dass WordPress tatsächlich Version 2.5 seines Blog-Systems veröffentlicht hat. Gleichzeitig hat man auch die WordPress-Webseite einem Facelifting unterzogen, was in meinen Augen schon gelungen ist.

„Schnell mal drüberbraten“ dachte ich mir, vor allem weil ich auf das neue Backend des Systems echt gespannt war und sowieso ein notorischer Early-Adopter bin.
Leider hat sich das alles als nicht so arg einfach herausgestellt. Heruntergeladen war die deutsche Version ja schnell. Doch leider klappte es mit dem Upload nicht so recht: Die Datei tiny_mce_gzip.php hat sich dank ihrer 0kb-Größe quergestellt. Das mag allerdings tatsächlich an dem FTP-Programm meiner Wahl, Cyberduck, gelegen haben. Um das Problem zu umgehen, habe ich schließlich alle Ordner einzeln hochgeladen und mir die passende Datei von Hand dazu gebaut.
Am Ende gab es dann noch einen weiteren Fehler: Zwar konnte ich im Backend alles bedienen, doch dieses Blog wurde mit einem PHP-Syntax-Error nicht angezeigt. Hier war die Lösung am Ende: Upload der Datei aus der englischen Version. So habe ich dann doch etwa anderthalb Stunden mit dem Update verbracht. Das hatte ich mir einfacher vorgestellt.

Alles Weitere schaue ich mir nun erst mal in Ruhe an. Zur Meinungsbildung sollte man sich Zeit lassen, auch wenn ich bisher einen guten Eindruck habe.

Deutsche Sprache, schwere Sprache

Obiges Sprichwort gilt auch für Spammer. Hatte ich mich der Spam-Mafia nicht schon einmal angeboten, gegen ein kleines Entgelt ihre Texte zu übersetzen? Folgender Text kam gestern Abend per Mail und ist anstandslos durch alle Spamfilter durchgekommen.

Guten Tag, Marie Weise.

Wir bedanken sich bei Ihnen für das eingeschickte Brief.

Die Besonderheiten unseres Shops:
– Der Preis fur eine Packung der Zigaretten vom 1 Euro
– Die kostbare Ablieferung beim Bestell von 50 Euro
– Die Orientierung auf die West-Europa-Länder.

——-
>Guten Tag! Ich möchte über Ihr Shop, das sich
>am Verkaufen der Zigaretten spezialisiert, mehr wissen.
>Marie Weise, Germany.

Noch Fragen?

Sehr persönlich

Facebook ist ja seit neuestem auch in deutscher Sprache verfügbar. Prima finde ich das und hoffe, da bald viele mir bekannte Menschen zu finden.

Gerade bin ich wieder einmal einer Freundesliste hinzugefügt worden. An sich ja nichts schlimmes. Ein wenig merkwürdig fand ich dann aber schon die Auswahlmöglichkeiten woher ich denn die Person kenne, die bietet nämlich vielfältige Möglichkeiten.

Facebook - Woher kennst du … ?

Ich weiß nicht, ob ich „Wir hatten was miteinander“ überhaupt jemals ankreuzen würde, obwohl mich das „wer-mit-wem“ hin und wieder schon interessiert. Insgesamt wäre mir das doch zu persönlich. Nett ist übrigens auch die Option „Ich kenne diese Person gar nicht.“ Vor allem die Kombination mit vorigem würde die Sache dann interessant machen.