Archiv für Schlagwort: deutschland

Das Müllermeter – Wie viel Müller steckt in Ihnen?

Im Rahmen der Terra-X-Reihe „Deutschland – Wie wir leben“ hat das ZDF eine schöne Seite online gestellt, auf der man den eigenen „Müllerfaktor“ berechnen kann. Dazu muss man fünfzehn einfache Fragen auf der Müllermeter-Seite beantworten.

Sind Sie die/der Durchschnittsdeutsche? Nahezu alles, was wir tun, besitzen oder was uns beschäftigt wird regelmäßig abgefragt, vermessen und statistisch ausgewertet. 15 solcher Statistiken bilden die Basis, auf der wir – natürlich vereinfacht – unseren Fragenkatalog entwickelt haben. Ein bisschen von den Durchschnittsdeutschen Thomas und Sabine Müller steckt in jedem von uns – nur: wie viel? Machen Sie den Test!

Martins Müllerfaktor

Ein nettes Experiment, das für mich einen Müllerfaktor von 60% ausgibt. So viel vom Durchschnittsdeutschen steckt in mir. Es ist ganz interessant zu sehen, dass ich zum Beispiel eine halbe Stunde nach dem Durchschnittsdeutschen aufstehe, aber auch über eine Stunde später erst wieder ins Bett gehe. Dafür mache ich aber tatsächlich öfter Sport als andere. Bei meinem täglichen Kaffeekonsum bin ich mit 75% der Deutschen genau im Schnitt. Ein bisschen gewundert hat mich, dass scheinbar nur rund 13% meiner Mitbürger mit dem ÖPNV zur Arbeit kommen.

Gar nicht so unspannend. Und jetzt ist meine werte Leserschaft dran. Ich bin auf eure Ergebnisse gespannt! Außerdem werde ich mir bei Gelegenheit auch mal die Sendungen online anschauen, das klingt sehr interessant.

Schultze gets the blues

Schultze gets the blues (Quelle: Webseite zum Film)

Dieser Tage sah ich Schultze gets the blues in meinem Heimkino. Ein schon etwas älterer Film. Hauptdarsteller ist Horst Krause, den der ein oder andere vielleicht als uniformierten Polizisten aus dem brandenburger Polizeiruf kennt.

„Schultze gets the blues“ handelt von Schultze.
Schultze fristet sein Leben seit Jahr und Tag in einem kleinen anhaltinischen Ort nahe der Saale. Schultzes Leben zwischen Arbeit und Kneipenbesuch, Schrebergarten, Volksmusik sowie Angeln kommt zu einem vorzeitigen Ende, als er und seine Kumpels Manfred und Jürgen in den Vorruhestand geschickt werden. Während diese sich mehr und mehr dem Nichts ergeben und das Aufrechterhalten der Routine zu einer Farce verkommt, entdeckt Schultze ein Leben hinter dem Berg.

Der erste Satz obiger Beschreibung bringt den Film ziemlich gut auf den Punkt. Es geht um Schultze und klingt ein wenig langweilig. Aber nach einigem Nachdenken: Der Film war ziemlich gut. Was mir während des Films manchmal als „zu lang“ vorkam, ist in Wirklichkeit eine unglaublich gute Darstellung dessen, was passiert wenn man von einem Tag auf den anderen nichts mehr zu tun hat. Vor allem die Tristesse des Lebens wird eindrucksvoll wiedergegeben. Der Film erzählt in schönen Bildern und anhand von teilweise absurd-komischen Situationen und mit wenig Worten, wie Schultze aus der einen Provinz (in Sachsen-Anhalt) in eine andere (nämlich in Amerika) kommt. Dort erlebt er Abenteuer auf seine ganz eigene Art und Weise. Witzig, aber auch nachdenklich machend.

Blog-Historie

„Was ist denn das für ein Referrer?“ fragte ich mich da heute beim morgendlichen Blick in die Statistiken. Das Blog History Project verlinkte auf mich. Ich glaube sogar, dass ich da mal was hingeschrieben hatte, damit ich in der Liste aufgenommen werde. Auf jeden Fall finde ich mich da in guter Gesellschaft wieder. Das inzwischen anscheinend leider nicht mehr weitergeführte Projekt wollte wohl die Geschichte der deutschen Blogosphäre abbilden. Schade, dass da nichts draus geworden ist.

Der Eintrag meines Blogs im

Auf den 12. Oktober 2004 wird im Blog History Project der erste Eintrag für mein Blog datiert, das ist ja schon eine Weile her. Die dortige URL zum ersten Eintrag zeigt dann auch brav auf mein altes Blog, dass damals noch unter der Domain www.schneyra.de lief. Die verweist inzwischen auf diesen Blog hier, mit dem ich vor etwa zwei Jahren begann. Lange Zeit hatte ich beide Blogs parallel laufen, das alte wurde nur nicht mehr befüllt. Schon damals hieß der Beitrag aber schon „Ein neuer Anlauf“. Eigentlich war ich noch viel früher an, leider gibt es aus der Zeit vor 2004 nicht mehr wirklich viele Daten.

Zurück zum alten Blog: In der letzten Zeit frage ich mich öfter: „Was tun mit den ganzen alten Einträgen?“. Einfach wegwerfen möchte ich sie nicht, dafür habe ich zu viele Erinnerungen dort abgelegt. Das ist ja eigentlich auch was schönes. Natürlich könnte ich genauso einfach die beiden Datenbanken zusammenführen, allerdings wäre mir dabei nicht sonderlich wohl. Viel zu viel „Müll“ hat sich angesammelt: Beiträge die ich selbst heute nicht mehr verstehe oder die einfach nicht mehr aktuell sind. Andererseits sind schon ein paar Perlen dabei. Ich hatte schon einmal angefangen, die Beiträge alle noch einmal zu lesen. Über das genaue Vorgehen muss ich mir noch ein paar Gedanken machen, für Ideen bin ich sehr dankbar. Vielleicht lasse ich ein paar meiner Stammleser aus der guten alten Zeit darüber entscheiden, welche Beiträge es noch einmal geben soll. Eine Retro-Serie, das wäre doch mal hip!

Friendship!

YouTube-Vorschaubild

Kurz nach der Wende: Veit (Friedrich Mücke) und Tom (Matthias Schweighöfer) machen sich auf den Weg nach Amerika. Zur Golden Gate-Bridge soll es gehen. Leider reicht das Geld nur bis nach New York und so kommt es zum unvermeidlichen Roadtrip durch die USA.
Ausgestattet mit wenig Geld, nicht ausreichenden Englisch-Kenntnissen haben die Jungs aber ein klares Ziel: Zu Veits Geburtstag muss man in San Francisco sein. Auf dem Weg dorthin geschieht dann allerlei amüsantes, von dem ich nicht zu viel vorweg nehmen will. Lachen war aber mehr als einmal angesagt, wenn die beiden Ex-Kommunisten versuchen sich in der großen kapitalistischen Welt zurecht zu finden, viele unterschiedliche Menschen kennenlernen und einiges erleben.

Friendship ist, wie letztens schon 13 Semester, wieder einmal gut gemachtes deutsches Kino mit hohem Unterhaltungswert. Eine schöne (fast wahre) Geschichte, sehr kurzweilig verfilmt.

Ich bin berühmt!

Mal wieder ist es geschafft: Ich bin berühmt und bekannt und reich und überhaupt. Nie wieder werde ich einen Finger rühren müssen. Jedenfalls so ähnlich.
Im vergangenen Jahr hatte ich bei einem Wettbewerb von CEWE-Fotobuch mitgemacht. Gesucht wurden Bilder zum Thema „Deutschland 2009 – Unser Land“. In insgesamt sechs Kategorien konnte man Bilder einschicken und so hatte ich auch mal eine CD gebrannt und zur Post gebracht. Es gab schließlich auch was zu gewinnen!

So richtig was geworden ist das dann aber nicht: Unter den Hauptgewinnern war ich nicht, aber gestern erreichte mich ein Trostpreis: Nämlich das fertige Fotobuch. Aus den Teilnahmebedingungen wusste ich noch, dass das wohl eine Veröffentlichung bedeutet. Schließlich wurde ich dann auch fündig: Auf Seite 108 hat man einen Ausschnitt meines Bildes abgedruckt!

Auf dem Bild oben rechts ist es zu sehen, mein Name steht auch dabei. Leider hat man sich für einen Ausschnitt des Bildes entschieden. Im Original fand ich das Bild, gerade auch wegen seiner Symmetrie etwas schöner. Hier noch einmal zum Vergleich:

Ansonsten ist das Buch aber sehr schön gemacht. Sowohl Papier- als auch Druckqualität können überzeugen und die ausgesuchten Bilder sind auch sehr schön. Bei einigen merkt man, dass sie wohl in kleiner Auflösung vorlagen. Sie wirken ein wenig pixelig. Falls ich also selbst einmal ein Fotobuch in Auftrag geben sollte, muss ich darauf achten.

Der Ball ist rund…

… und das Spiel hatte mehr als 90 Minuten! Gleich zweimal hat der, der da alleine in seinem gelben Hemd auf dem Platz rumlaufen musste, überzogen. Wahrscheinlich durften deshalb seine beiden Kollegen am Spielfeldrand gar nicht erst auf den Platz, sonst wäre es wohl noch länger geworden.

Jedenfalls habe ich grade Fussball geschaut. So hat man mir zumindest gesagt, würde das Spiel heißen. Ich fand ja eher, dass das was von Flipper oder vielleicht auch Tischtennis hatte, so wie dieser kleine weiße Ball da hin und her gesprungen ist. Im Wesentlichen ist mir mal nur aufgefallen, dass diese Typen in den weißen Hemden (der Aufschrift nach die deutsche Mannschaft) wohl komplett beim gleichen Frisör war und der wohl aus versehen eine Metzgerlehre gemacht hat. Außerdem scheint es heute nicht mehr so angesagt zu sein, einen vernünftigen Eindruck zu machen: Kaum einer hat es mal geschafft, das Hemd ordentlich in die Hose zu stecken. Erschwerend kommt dann auch noch hinzu, dass keiner der Spezialisten so aussah als könne er mehr, als auf der Wiese rumrennen.

So wie ich das verstanden habe, haben „wir“ dieses Spiel nicht gewonnen. Das hätte ich allerdings wieder einmal vorher sagen können: Die Männchen im Kickertisch in meiner Abteilung sind auch weiß und blau und da gewinnen auch meistens die letzteren.
Viel lustiger hätte ich es ja noch gefunden, wenn die mal alle die Hosen getauscht hätten (Aber bitte in der Kabine!). Dann wäre die deutsche Mannschaft wenigstens noch als Schlumpfenparade durchgegangen. Auch Herrn Torwarts Handschuhe hätten da gut ins Konzept gepasst.

Ein gutes hat das verlorene Spiel auf jeden Fall: In Bonn scheinen nicht so arg viele Kroaten zu wohnen, wodurch mir laut hupende, die STVO ignorierende Autokorsos erspart bleiben.