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Martin, was ist eigentlich dein neuestes Sportgerät?

Longboard

Heute habe ich meine erste Ausfahrt auf meinem neuesten (und abgesehen von meinen Laufschuhen auch einzigen) Sportgerät gewagt. Vergangenen Freitag kaufte ich mir nämlich ein Longboard.

Vermutlich versuche ich damit wohl irgend eine frühe Form der Midlife-Crisis zu unterdrücken. Tatsächlich hatte ich aber ziemlich viel Spaß dabei, mal wieder etwas komplett Neues anzufangen und zu bemerken wie ich besser auf dem Rollbrett zurecht komme. Merkwürdigerweise bin ich auch exakt kein Mal hingefallen. Damit hatte keiner gerechnet! Und den Menschen, die mich die Rheinpromenade auf- und abfahren sahen, hatten nur halb so viel Spaß wie sie hätten haben können.
Nach der ersten guten Stunde unter der Aufsicht von Frau Anna ((Nicht zu verwechseln mit Fräulein Anna.)) auf dem Brett bin ich jedenfalls noch guter Dinge und warte mal ab, wie mein Muskelkater morgen wohl im „Anschubs-Bein“ ((Bestimmt gibt es dazu, wie zu allem anderen, einen total coolen Ausdruck, den ich nur nicht kenne. Fachbegriffe, my ass!)) morgen so miaut.

Mein Einkauf bei Concrete Wave war übrigens ziemlich nett. Nachdem ich einem der Herren erzählt hatte, was ich mit dem Longboard alles machen möchte – und vor allem was alles nicht – erklärte man mir einige Grundlagen. Dann gab man mir einige Bretter in die Hand und ich rollerte erst einmal eine Weile vor dem Geschäft auf dem Bürgersteig auf und ab. Dabei kam ich auch nur einmal fast unter die Räder des Kölner Innenstadtverkehrs. Nachdem ich mich so für eine Art von Brett und „Flex“ und irgendwas anderem noch entschieden hatte, durfte ich mir dann auch Achsen und Rollen aussuchen und dann bekam ich alles ganz frisch zusammengebaut. Dabei fühlte ich mich die ganze Zeit gut beraten und es machte sich – zumindest öffentlich – niemand über den älteren Mann lustig.

Die Woche und ich – Kalenderwoche 10/2013

Es ist fast ein wenig Frühling! In dieser Woche habe ich das erste Eis außer Haus gegessen und das war großartig. Jeder sollte Eis aus dem Eislabor essen!

Nifty!CaférollerHolzfliesen

Spätestens am Montagabend war ich übrigens auch ziemlich nervös. Wir haben lange darauf hingearbeitet und am frühen Dienstagmorgen den neuen Chefkoch der Welt präsentiert. Und weil nie alles so hundertprozentig funktioniert, habe ich dann den Rest der Woche mit dem beheben von Fehlern und erfüllen von Userwünschen verbracht.

Donnerstagmorgen stehen Fräulein Anna und ich zeitig vor dem Aldi. Unser Plan: Holzfliesen aus dem Angebot für die Terrasse kaufen. Bezüglich des Volumens des Einkaufs hatten wir uns ein wenig verschätzt und fahren schließlich mit einem vollgeladenen Taxi wieder nach Hause.

Am Ende war ich dann ziemlich froh, als die Woche auch irgend wann vorbei war. Pünktlich zum Wochenende schickte mir Teymur dann die URL zu einem neuen Minecraft-Server. Damit war der Samstag dann auch weitestgehend erledigt. Außerdem kommt endlich die Speicherkarte für mein Nifty-Minidrive an. Am Abend holte ich dann auch noch mit Fräulein Anna den Polizeiruf von vergangener Woche nach.

Den Sonntag starte ich dann auch endlich mal mit ein wenig Planung für das diesjährige Bundeslager. Kommendes Wochenende ist das erste Vorbereitungstreffen dazu und ich will nicht all zu planlos auftauchen.

Der erste Tatort mit Til Schweiger ist dann schließlich nicht so schlecht wie erwartet.

Einkaufserlebnis Hollister

Dieser Tage streunte ich des Abends mit Fräulein Anna durch die Innenstadt, als mich ein Erlebnis der besonderen Art ereilte. Ich bin noch immer nicht so richtig darüber hinweg. Es begab sich nämlich, dass wir an der lokalen Hollister-Filiale vorbeikamen. Die gibt es noch nicht so sonderlich lange und liegt mitten in der Fußgängerzone in einem neu gebauten, sehr modernen Haus. Während des Umbaus war die Baustelle mit einer ziemlich Apple-Store ähnlichen schwarzen Holzwand verbaut. Das muss also schon was ganz Besonderes sein.

Jedenfalls bestehen die „Schaufenster“ des Ladens aus zwei riesigen Multi-Display-Installationen, auf denen schönes Surferwetter abgespielt wird. Strand und Wellen und so. Super. Ich gebe zu, ich war ziemlich neugierig was es mit dem Laden auf sich hat. Die Marke war mir bis vor kurzem kein Begriff. Deshalb drängte ich Fräulein Anna Richtung Eingang. Es hätte mich stutzig machen sollen, dass sie sich mit den Worten „Ich war da schon drin!“ ein wenig sträubte. Egal! Eines vorweg: Was da nun wirklich im Detail verkauft wird, weiß ich bis heute nicht.

Ich steuere also auf den schwarz umrandeten Eingang zu und komme dort an einem mit Funkgerät ausgestatteten Hipster in der nicht-ganz-so-abgefuckt Variante vorbei und stehe direkt mittendrin. Mittendrin im „Ich habe immer noch keine Ahnung was das soll“. Zuerst mal überlege ich kurz, ob es spontan eine Sonnenfinsternis gab. Das war es aber nicht. Man hat bei der Konstruktion des Ladens leider vergessen, dass Megadisplay-Installationen kein Licht durchlassen. Es ist ziemlich finster, die paar bunten Lichter rundherum sorgen für eine diskoartige Beleuchtung. Es fehlt eigentlich nur ein Stroboskop. Gleichzeitig dröhnt der neueste Trance-House-Remix irgend eines aktuellen Chart-Hits den ich nicht mag auf mich ein. Die Lautstärke ist oberhalb der „Ich kann mich noch vernünftig Unterhalten“-Grenze. Ich bin, sagen wir mal, überrascht. Nein, „desorientiert“ trifft es besser. Mir kommt der Gedanke, dass die vielleicht schon geschlossen haben und nur zum Putzen jetzt ein wenig lauter Musik aufdrehen. Fräulein Anna brüllt mir ins Ohr, dass das normal ist.

Nachdem ich mich in der neuen Umgebung ein wenig zurecht gefunden habe, schaue ich mich ein wenig um. Wer schon mal mit einem Fallschirm im Amazonasgebiet abgesprungen ist, kennt das Gefühl. Tatsächlich kann ich dann auch erkennen, dass da Klamotten ausliegen und es sich scheinbar wirklich um ein Bekleidungsgeschäft handelt. Auf Anhieb gefällt mir nichts so richtig, was aber normal ist wenn ich nicht wirklich auf einen Einkauf aus bin. Aber selbst wenn: Es würde mir ziemlich schwer fallen, denn es ist ja immer noch stockdunkel. Kurz bin ich versucht einen Mitarbeiter zu bitten doch mal die Beleuchtung anzumachen. Ich will nicht wissen, wie viele Menschen nach ihrem Einkauf zu Hause total überrascht sind, wenn sie sehen was sie da gerade unter erhöhtem psychischen Druck in dieser künstlich herbeigeführten Stresssituation kauften, ohne es richtig gesehen zu haben. Umtausch ausgeschlossen, hm?

Eigentlich scheint der Laden sogar ganz hübsch eingerichtet zu sein. Es stehen auch ein paar ziemlich coole Sessel herum, es liegen Teppiche aus und die Regale an sich gefallen mir auch gut. Im Treppenhaus gibt es wieder Surferlandschaft-Displays mit Meeresrauschen. Das gefällt mir auch. Würde man die ganzen Klamotten raus räumen, die Musik ein wenig leiser machen und vielleicht noch eine Bar einbauen, wäre die Bude vermutlich ein ziemlich cooler Feierabend-Cocktailclub.

Trotzdem halte ich es nicht sonderlich lange aus und bin froh, als ich das helle Licht am Ausgang des dunklen Labyrints entdecke. Der funkende Hipster-Verschnitt schaut ein wenig überrascht, als ich an ihm vorbei aus dem Laden stürme und draußen erst einmal tief durchatmen muss. Ich trage vermutlich mit einem etwas zu lauten „What the fuck?“ noch weiter zu seiner Verwirrung bei.

Sennheiser HD 280 pro

Sennheiser HD 280 pro

Letztens fragte ich bei Twitter nach neuen Kopfhörern. Grund dafür war die Tatsache, dass meine aktuellen leider nach einigen Stunden drücken und maximal unbequem werden. Da ich aber täglich und mehrere Stunden mit den Dingern auf den Ohren hier im Büro sitze, ist ein bequemer Sitz ziemlich wichtig.

Nachdem ich mich gegen das Hello-Kitty-Modell entschieden hatte, blieben dann noch einige Empfehlungen übrig und so lies ich am Ende mein Budget entscheiden. Wie so oft kann man nämlich auch für Kopfhörer mal gerne ein Monatsgehalt ausgeben. So sind es nun die Sennheiser HD 280 pro geworden. Ich bin zufrieden: Auch am Nachmittag sitzt da alles noch prima und der Klang ist auch gut. Ich danke Dominik für den Tipp.

Die Woche und ich – Kalenderwoche 18

Montag, 30.04.2012

Brückentag! Hurra! Natürlich will der Tag genutzt sein. Und so laufe ich nach einem ausführlichen Frühstück ein wenig mit Fräulein Anna durch die Stadt und wir schaffen es tatsächlich, mir ein paar Schuhe zu kaufen. Das ging glücklicherweise recht schnell und ich bin sehr zufrieden. Nach dem Mittagessen mit der anderen Anna lasse ich die Damen alleine los und gehe lieber mal zum Frisör. Anschließend noch eingekauft und der Tag ist schon fast wieder rum.

Dienstag, 01.05.2012

Am „Tag der Arbeit“ arbeite ich lieber mal zu Hause. Wir machen die Terrasse sehr ordentlich sauber und schaffen es endlich auch mal, den Sonnenschirm zu installieren. Da uns anschließend immer noch langweilig ist, räumen wir auch noch kurzerhand das Arbeitszimmer um. Ich berichtete bereits darüber.

Mein neuer Arbeitsplatz

Mittwoch, 02.05.2012

Mein erster Arbeitstag für diese Woche, Fräulein Annas erster Arbeitstag im neuen Job. Außerdem startet die re:publica, zu der ich wieder einmal nicht reiste und deswegen wieder einmal ein wenig traurig bin. Am Abend starte ich mit meinem neuen Fitnessprogramm und gehe noch eine gute Stunde ordentlich spazieren. Da ich meinen Spaziergang tracke, weiß ich das auch ein wenig genauer: Ich bin in einer Stunde und neun Minuten genau 5,71 Kilometer gelaufen. Da ist auch ein etwa fünfzehnminütiger Aufenthalt bei OBI mit drin, ich hoffe also mich da noch ein wenig steigern zu können.
Zu später Stunde bin ich dann noch kurzzeitig geschockt, als ich feststelle, dass ich wohl beim Einkauf am Montag mal kurz meine EC-Karte bei Edeka hab stecken lassen. Glücklicherweise geht da auch um 22.30 Uhr noch jemand ans Telefon, findet das ganz normal und kann mich beruhigen.

Donnerstag, 03.05.2012

Ich ärgere mich ausführlich über iPads und WLAN-Verbindungen und bin ständig am rumrennen. Außerdem ein bisschen was mit Musik heute. Ich lerne „Symphonic Power Metal“ kennen und überlege selbst Dubstep-Platten zu produzieren. Ich verfolge ein paar Sessions auf dieser Veranstaltung mit den Internetmenschen aus der Ferne und gehe mit einigen Umwegen (das Fitnessprogramm!) einkaufen. Bei der Gelegenheit nehme ich auch meine EC-Karte wieder mit nach Hause.

Freitag, 04.05.2012

Der Tag schlaucht mich total. Da hilft es auch nicht, dass ich mich köstlich über einen Herrn amüsiere, der günstiges Webdesign bei Youtube anbietet. Ich bin deswegen auch ein wenig traurig, weil das Menschen vermutlich auch ernst nehmen. Schade. Jedenfalls bin ich sehr zeitig im Bett.

YouTube-Vorschaubild

Samstag, 05.05.2012

Schon wieder früh aufstehen! Aber wenigstens aus gutem Grund: Der Thomas bekommt heute nämlich einen Junggesellenabschied kredenzt und dazu fahren wir zeitig los und treffen uns am Panoramapark im Sauerland. Wir haben den ganzen Tag lang einen riesigen Spaß mit Sommerrodelbahn, frisch kastrierten Waschbären und allerlei Streicheltieren, Spielplätzen und was es sonst noch so gibt. Da kann auch das sehr nebelig/regnerische Wetter nichts dagegen ausrichten. Schließlich wandern wir dann noch ein paar Kilometer zur Rucksackherberge, wo wir den Abend entspannt bei Grillfleisch und Sauna ausklingen lassen.

Ein Babytier

Sonntag, 06.05.2012

Zwar bin ich zeitig wieder zu Hause, bekomme aber dennoch den ganzen Tag nichts mehr auf die Reihe. So vergammele ich den ganzen Tag auf dem Sofa mit einem Buch und kann mich auch am Abend nicht zur Tatort-Runde aufraffen. So schaue ich den letzten Tatort rund um Mehmet Kurtulus alleine zu Hause. Ein guter Tatort übrigens, der mich sehr gut unterhalten hat. Da tritt Herr Schweiger in große Fußstapfen, mal schauen ob er das hinbekommt.

Morgens beim Bäcker

Kurz nach neun Uhr bei HIT. Ich komme durch die Tür und laufe zielstrebig auf die integrierte Bäckerei aus der Kette von Gülcans Schwiegerpapa zu. Die ist dort genau gegenüber der Kasse. An eben dieser hat gerade eine Mutti ihre wirklich imposante Wagenladung Lebensmittel bezahlt. Wir sehen uns über zehn Meter Entfernung kurz in die Augen, ich kann erkennen wie ihre Pupillen schmaler werden. Mutti beschleunigt aus dem Stand, um vor mir an der Bäckerei-Theke zu sein. Das ist auch total notwendig, denn schließlich hat sie nur drei Meter zu überbrücken. Sie ist mir jedenfalls direkt unsympathisch.

Nun ist es so, dass ich immer noch ein wenig angeschlagen und außerdem am Morgen noch weniger Menschenfreund bin, als das sonst der Fall ist. Man sollte mir besser nicht auf die Nerven gehen. Ich denke mir „Mutti, kauf‘ dir ein ungeschnittenes Brot und zisch ab.“ Aber Madame hat andere Pläne. Zwei der drei beim Bäcker arbeitenden Menschen sind gerade schrecklich beschäftigt, aber eine Verkäuferin ist sogleich zur Stelle. „Hallo, ich hätte gerne 10 Brötchen und zwar… Ach, die haben sie ja gar nicht da.“ Ich ahne schlimmstes.

Frau Verkäuferin zwängt sich nun hinter der Theke hin und her, sucht hier ein Vollkorn-Brötchen, dort eine Semmel zusammen. Es ist ziemlich eng dort. Sogar dann, wenn nicht die gerade eingetroffene Brot-Lieferung auf einem Rollwagen rumsteht und zwei Mann mit dem Belegen von Brötchen beschäftigt sind. Da ich nicht auf mein Frühstück verzichten will, übe ich mich in Geduld. Und Zeit zum üben habe ich. Man lasse es mich so formulieren: Den Ausdruck „Bäckerei-Blitz“ verwende ich eher selten als Lob für besonders schnelle Bäckereifachverkäuferinnen.

„Und dann noch zwei von den belegten Käsebrötchen!“. Ich überlege Muttis Einkaufswagen umzuwerfen. Frau Verkäuferin bahnt sich derweil gutgelaunt quatschend den Weg von einem Ende der Theke zum anderen. Und wieder zurück. Und wieder hin. Denn natürlich muss man schön alles einzeln in die Kasse eintippen. Eventuell möchte ich auch ihr den Einkaufswagen an den Kopf werfen. Mutti wirft mir währenddessen einen herausfordernden Blick zu. Vielleicht habe ich ein wenig zu laut ausgeatmet. Aber ich darf das, schließlich ist meine Nase gerade wieder komplett zu. Außerdem ist mir in der dicken Winterjacke ein bisschen warm.

„Darf’s sonst noch was sein?“
Ich überlege, spontan Christ zu werden und um ein „Nein.“ zu beten.
„Nein…“
Ich atme auf, danke dem lieben Gott und zähle schon mal das Geld für meine beiden Schoko-Croissants ab.
„Vielleicht doch noch eins oder zwei von den Erdbeerteilchen.“
„Sie dürfen natürlich so lange einkaufen wie sie möchten!“ sagt der Bäckerei-Blitz mit viel aufmunternder Freundlichkeit in der Stimme. An dieser Stelle würden andere Menschen damit rechnen, dass sie gerade ein Opfer der „Versteckten Kamera“ werden. Ich nicht. Um meine Gewaltphantasien nicht ausleben zu müssen, zücke ich das Telefon. Twitter bewahrt Mutti vor körperlichem Schaden und mich vor einer Anzeige wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Die Verkäuferin quietscht „Möchten sie noch einen Kaffee dazu?“. Au ja, bitte! Den kippe ich den beiden dann schön über den Kopf. Mutti möchte mir aber heute scheinbar keinen Gefallen tun und ist nun fertig mit dem Einkauf. Dummerweise fällt ihr aber erst nachdem sie umständlichst das Kleingeld zusammengesucht hat (und der Bäckerei-Blitz ihr das Wechselgeld in Zeitlupe vorrechnete) ein, dass sie ja den Kassenzettel braucht. Während ich noch google, ob ich die Zutaten für eine kleine Splitterbombe auch bei HIT kaufen kann, erlöst mich dann einer der Brötchenschmierer glücklicherweise. Endlich.

Mutti steht immer noch da, als ich den Supermarkt schon wieder verlasse. Hoffentlich hat sich aus der Schlange hinter ihr ein schöner Lynchmob gebildet.

Odyssee im Einzelhandel – Wie ich versuchte in Bonn einen Polfilter zu kaufen.

Nachdem wir gestern in den Kommentaren zu den Bildern aus Bonn über Filteraufsätze für Objektive sprachen, machte ich mich nach Feierabend noch eine Runde in die Stadt. Der Kauf eines Polfilters stand auf dem Plan und nach einem verstellbaren Graufilter wollte ich mal fragen. Beides hab ich schon lange auf meiner Anschaffungsliste, ein guter Zeitpunkt mal zuzuschlagen.

Natürlich hatte ich mich vorher bereits bei Amazon wegen der Preise ein wenig umgesehen und auch den ein oder anderen Vergleichsbericht gelesen. Gut gelaunt und einigermaßen informiert zog ich also los. In Bonn kenne ich in der Innenstadt derer drei Fotoläden. Ich bin auch gerne (darüber schrieb ich irgendwann schon einmal) bereit ein paar Euro mehr hinzulegen, wenn ich dafür beraten werde und dann auch den gewünschten Artikel direkt nach Hause tragen kann.

Machen wir es kurz: Ich habe eben bei Amazon bestellt. Einen Polfilter und einen verstellbaren Graufilter, am Ende standen rund 150 Euro auf der Rechnung.
Sicherlich ein Betrag, den der ein oder andere Händler auch gerne in seiner Kasse gehabt hätte. Dummerweise konnte man mich allerdings nicht zufrieden stellen. Eher enttäuscht bin ich gestern Abend nach Hause gekommen. Bei allen drei Händlern (und im Verzweiflungsfall auch bei Kaufhof) hätte ich zwar Polfilter erstehen können, aber alle hatten nur die günstigen Modelle im Laden. Das spezielle Graufilter-Modell gab es nirgends. Damit hatte ich aber auch nicht wirklich gerechnet, der ist ja auch ein wenig speziell.

Leider ich hatte durch die Bank auch nicht so den Eindruck, als würde man sich wirklich für mich als Kunden interessieren. Bei Händler Nummer 1 war der Panasonic-Ausstellungsmann noch am Kommunikativsten und wusste sogar am besten bescheid. Allerdings war er nur für sein kleines Tischchen zuständig und gar nicht angestellt. In Laden Nummer 2 bekam ich auf meine Frage hin nur das Regal gezeigt, den Preis für den einzigen Filter in meiner Größe durfte ich mir dann bei wem anderem erfragen. Im dritten Laden gab man sich noch die größte Mühe: Der Angestellte suchte auch die angebotenen gebrauchten Modelle noch nach einem „besseren“ Filter durch.

Am Ende war ich dann fast eine Stunde durch die Innenstadt gerannt und ziemlich unzufrieden. Für meine Kaufabsichten hat man sich nicht sonderlich interessiert und Umsatz scheint man auch nicht machen zu wollen. Spätestens als ich die Händler auf die von mir gewünschten Marken ansprach, hätte ich doch irgendwas in Richtung „Den haben wir nicht da, aber ich schaue mal ob ich ihn bestellen kann!“ erwartet. Oder bin ich da zu anspruchsvoll? Ob ich mir das nächste Mal die Mühe mache, wieder eine Tour durch die Stadt zu drehen, weiß ich noch nicht. Hätte ich gestern bei Amazon bestellt, würde der Kram jetzt in meiner Packstation liegen.

Ikea Nordby – Der mysteriöse Tisch

Schon bei meinem letzten Ikea-Besuch war mir dort ein Tisch aufgefallen: „Nordby“ stand dran und er hat mir auf Anhieb gefallen. Ich könnte ihn mir gut als meinen neuen Schreibtisch vorstellen. Ein wenig verwundert war ich deshalb, dass die Ikea-Suche dazu nichts ausspuckte und der Tisch auch in der Übersicht unauffindbar war.

Heute, etwa anderthalb Monate später war ich wieder im schwedischen Möbelhaus meines Vertrauens. Eigentlich stand nur eine Schreibtischlampe auf meinem Einkaufszettel, aber nach dem Tisch habe ich dann doch nochmals geschaut. Obwohl ich beim letzten Mal zu meiner eigenen Erinnerung ein Foto des anhängen Zettels gemacht hatte ((Mein Siebhirn vergisst alle Informationen die es sich merken soll, nach etwa dreißig Sekunden.)), war ich mir meiner Sache nicht mehr so ganz sicher.

Ikea-Tisch Nordby

Ich hatte mich also nicht geirrt. Anscheinend ist der Tisch bisher online einfach noch nicht verfügbar. Aber es wird wohl eine ganze Serie mit Nordby-Möbeln geben: Irgendwo stolperte ich (im wahrsten Sinne des Wortes) gegen einen Couchtisch mit dem gleichen Namen. Eine passende Bank zum Tisch gibt es übrigens auch.
Demnächst werde ich wohl die Möglichkeit haben, mal wieder mit einem Auto nach Ikea zu fahren. Bis dahin muss ich mir überlegen, ob mir mein aktueller Schreibtisch wirklich zu groß ist, wie es mit der tatsächlichen Platzersparnis aussieht und ob mir diese das Geld wert ist. Eine gute Möbel-Aufmöbel-Idee zu dem neuen Tisch habe ich auch schon. Aber ich möchte nicht zu viel verraten.

Nachtrag: Um es noch ein wenig mysteriöser zu machen, hat Ikea jetzt in seiner eigenen Aktionswerbung auch Nordby-Artikel. Die Suche auf der Webseite findet aber immer noch nichts dazu.

ikea-nordby-topf

Kapitalistenschweine!

Ich bin ja schon so ein kleiner Apple-Fanboy, zugegeben. Dennoch bleibt es nicht aus, dass ich mich über den Laden mal aufrege. Bedingt durch das anstehende Kolloquium meiner Diplomarbeit klicke ich gerade eine Präsentation in Keynote zusammen. Die aktuelle ’09er-Version ist auch echt schön geworden und ich denke dass ich da auch nach Ablauf der Trial zugreifen werde.

Aber eigentlich regt mich was anderes auf: So eine Präsentation will ja auch gebeamt werden. Dazu muss man den Computer bekanntlich irgendwie an ein projektorähnliches Gerät anschließen. Dumm nur, dass Apple seit neuestem Mini Displayport-Ausgänge in ihre Computer einbaut. Am Powerbook gab es noch einen vollwertigen DVI-Anschluss. Displayport mag nun der Oberchecker-Anschluss schlechthin sein, aber warum legt Apple einem Notebook, für das man fast 2000 Euro auf den Tisch legt, nicht mal ein paar Adapter bei? Ich denke nicht, dass die sonderlich teuer in der Produktion sind.

Mini Displayport -> DIV-Adapter

So bin ich gestern mal zu Gravis geschlappt und hab mir dort für 28-nochwas einen Adapter gekauft: „Mini Displayport auf DVI“. Dass Gravis anscheinend sein gesamtes Kassenpersonal entlassen hat und ich da fast eine Viertelstunde vor einem unbesetzten Tresen stand bis sich jemand erbarmt hat mein Geld anzunehmen, hat mich dann schon gar nicht mehr genervt. Wenigstens hab ich dann noch einen Gutschein für ein Audible-Hörbuch abgestaubt.

Wieder was erlebt…

  • Spontaneität führt oftmals zu den besten Partys.
  • Krefelder Jungbullen können ganz schön unentspannt sein – vor allem bei Veranstaltungsauflösungen.
  • Krefeld ist hässlich – der Bahnhof aber dafür um so schöner.
  • Es gibt auch anderswo Läden, die unserem Juz verdammt ähnlich sind.
  • Auch wenn man noch nicht geschlafen hat, geht morgens die Sonne auf.
  • Dicke Menschen können auch mitten in der Küche schnarchend schlafen, wenn sechs Leute drumrum sitzen.
  • Die Gipsy Kings regeln irgendwie immer noch.
  • Mittags um drei Uhr machen zwei von drei Läden, in die man eigentlich wollte, zu.
  • Verkäuferinnen vertrösten auch mal, mit Hinweis auf die 20%-Rabattaktion, auf die nächste Woche – Echt nett!
  • Aus: „Mal schnell Mittagessen…“ kann auch eine tagesfüllende Veranstaltung werden.
  • Die Rheinauen sehen tagsüber anders aus als in der Nacht.
  • Das Programm des Rheinkultur-Festivals ist besser als gedacht.

Und so wurde aus „Ich mach das Wochenende mal locker!“ doch wieder eine echt anstrengende Veranstaltung.