Archiv für Schlagwort: email

Spam-Versuch [Nachtrag]

Dieser Tage erhielt ich einen Kommentar auf meinen Eintrag mit dem mysteriösen Ikea-Tisch:

Spamkommentar

Das liest sich doch ganz nett und erst freute ich mich auch, dass wohl ein Fremder auf diese Seite gefunden hat und sich anscheinend für mein Geschreibsel interessiert. Dann sah ich, dass der Kommentar von jemandem namens „Flüge“ abgegeben wurde. Seine Webseite ist dann auch passender Weise eine, auf der man Billigflüge aller Art buchen kann. Ein klarer Fall von manuellem Spam.

Irgend ein Mensch hat sich also die Mühe gemacht, erst mein Blog zu finden, dann den Beitrag zu lesen und dann auch noch einen passenden Kommentar dazu zu schreiben. Das klingt nach Arbeit! Und weil mich das interessiert, schrub ich gerade mal eine Email an die zum Kommentar abgegebene Email-Adresse. Mal schauen ob man mir ein paar Fragen zum Geschäft beantworten mag. Ich befürchte aber fast, da wird keine Antwort kommen.

Übrigens: Nordby ist ein Küchentisch.

Nachtrag: Wie es fast zu erwarten war, kam die Email mit dem Hinweis „Empfänger unbekannt“ zurück. Sehr schade! Mich hätte es wirklich interessiert, wer da hinter dem Computer sitzt, wie viel Arbeit dahinter steckt und wie es mit dem Verdienst aussieht. Ich tippe ein wenig auf einen Studenten, der eine Liste mit Blogs vor sich hat die nicht das „nofollow“-Attribut in den Kommentaren setzen. Unseriöse Suchmaschinenoptimierer (SEOs) versuchen damit, die Gewichtung ihrer Webseiten bei Suchmaschinen zu verbessern.

Wie geht das eigentlich mit den Gravataren?

Neben jedem Kommentar in diesem (und vielen anderen Blogs) wird ein kleines Bildchen angezeigt. In den meisten Fällen ist da ein Gesicht zu sehen, manchmal aber auch nur eine graue Silhuette.

Jenes Bild nennt sich „Gravatar“, war für „globally recognized avatar“ steht. Den Dienst gibt es schon eine ganze Weile, inzwischen wurde er von der Firma Automattic übernommen, die unter anderem auch hinter WordPress steht.

„Und wie geht das?“ mag sich nun der ein oder andere fragen. Ganz einfach:

Auf der Gravatar-Seite klickt man auf „Signup“ und gibt anschließend seine Email-Adresse ein. Dorthin bekommt man dann einen Link geschickt, der einen dann zu einer Seite führt auf der man den Dienst für sich konfigurieren kann.
Dazu muss man auf der einen Seite seine Email-Adresse(n) eingeben und dann natürlich ein passendes Bildchen hochladen und dieses den Adressen zuordnen. Anschließend muss der Gravatar freigeschaltet werden und er bekommt auch eine Jugendschutz-Freigabe verpasst. Gibt man dann in Blogs und anderen Seiten die Gravatare unterstützen seine Email-Adresse an, so wird das passende Bild dazu angezeigt.

Ich finde den Dienst wirklich prima weil er das oft doch recht anonyme Internet ein wenig personalisiert und man so dem ganzen ein wenig seine eigene Note verpassen kann. Natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn in Zukunft alle meine Leser neben ihren Kommentaren ein kleines persönliches Bild stehen hätten.