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Verdammnis

Gestern im Kino: Der zweite Teil der Verfilmung von Stieg Larssons „Millenium“-Trilogie. Verdammnis.

Vorweg: Ich habe bisher keines der Bücher gelesen. Das ist vielleicht auch gut so, denn Frau Anna konnte anschließend einen sehr ausführlichen Vortrag darüber halten, was alles fehlte und falsch war. Wie üblich bei Buchverfilmungen wurde an einigen Stellen wohl gespart und auch umgeschrieben. Mir machte das nichts aus.

Kurz zur Geschichte: Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist ermitteln im Film parallel am gleichen Fall. Allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Es dreht sich um den Handel mit osteuropäischen Mädchen, was allerdings nie richtig in den Vordergrund tritt. Lisbeth geht es aber eigentlich gar nicht darum, sie wird mehr oder weniger per Zufall verwickelt. Im Laufe der Geschichte wird Lisbeth dann des dreifachen Mordes verdächtigt. Es stehen einige Überraschungen auf dem Plan, bis es dann doch noch zu einer Art Showdown in der wunderbaren schwedischen Landschaft kommt.

Sieben von zehn Punkten würde ich vergeben, schlecht gemacht ist der Film nämlich nicht. Schon sehr spannend. Irgendwie zog es sich aber dann gegen Ende doch ein wenig. Der Schluss war dann ein ziemlicher Cliffhanger, wie man ihn sonst eigentlich nur von Serienfolgen kennt. Im Juni kommt dann aber auch schon der dritte Teil.

Sherlock Holmes

Dieser Tage war ich mal wieder im Kino: Die Abenteuer von Sherlock Holmes standen auf dem Spielplan. Ich war gespannt was mich erwartet. Verfilmungen von älteren Geschichten können manchmal ja wirklich gut sein. Das kann aber auch in die Hose gehen.

Bei einem meiner letzten Kinobesuche hatte ich schon einen Trailer zum Film gesehen, der mir ein wenig Lust auf den Film gemacht hatte. So etwas soll ja Sinn und Zweck eines Trailers sein ((Das viele Trailer bei mir ein „Sowas will ich niemals im Leben sehen!“ auslösen, ist sicher nicht die Schuld der Filmindustrie. Eher die meines merkwürdigen Filmgeschmacks. Oder meiner Schreckhaftigkeit. Oder beides)). In meiner Jugend habe ich die Bücher von Herrn Conan Doyle gelesen, auch hier war ich also ein wenig vorbelastet. Glaube ich zumindest.

Der Film hat mir jedenfalls gefallen. Gut gemachte Unterhaltung: Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) und Doktor Watson (Jude Law) nehmen sich gegenseitig fleißigst auf die Schippe und ergänzen sich dabei und beim Lösen des Falles wirklich gut. Das hatte ich auch so in Erinnerung. Die Schlußfolgerungen Holmes‘ sind immer schlüssig, wenn auch oft überraschend.
Was die Action-Lastigkeit des Film angeht, bin ich mir nicht so sicher. In meinem Kopf ging es in den Büchern weniger um Prügeleien und Explosionen, ich hätte Herrn Holmes eher weniger schlagkräftig eingeschätzt. Da mag ich mich aber auch täuschen. Dennoch: Die Actionszenen und die Spezialeffekte haben mir ebenfalls gefallen.

Das Ende war dann offen genug, um den Herren Downey und Law noch mindestens einmal die Gage für eine Fortsetzung auf das Konto zu überweisen. Stoff gäbe es genug, Sir Conan Doyle war seinerzeit schon recht fleißig. Neben vier Romanen gibt es auch zahlreiche Kurzgeschichten über die Abenteuer des Detektivs.