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„App – der Film“

Die Verknüpfung von Fernsehen und dem sogenannten „Second Screen“, also zum Beispiel einem Smartphone oder einem Tablet, ist ja so eine Sache. Normalerweise findet das nur soweit statt, dass Menschen in sozialen Netzwerken über das meckern, was auf dem Bildschirm passiert. Was darüber hinausgeht, geht gerne auch mal schief. Klappt das mit diesem Quizduell inzwischen eigentlich?

Beim ZDF probierte man dieser Tage dann mal etwas anderes aus. Dort sendete man am Montag-Abend „App – der Film“. Fräulein Anna und ich waren gespannt, wie das Second-Screen-Experiment wohl klappt.
Nicht nur, dass es in dem Film um eine App namens „Iris“ geht, die ein recht mieses Eigenleben entwickelt und fleißig Menschen umbringt. Gleichzeitig gab es auch eine reale App zur Sendung.

Über in den Film eingebettete Ton-Wasserzeichen erkannte diese, wo man sich gerade in der Handlung befand und spielte zusätzliche Inhalte ein. Das war mal eine zusätzliche Perspektive, mal eine Unterhaltung per Kurznachricht oder auch mal einfach der Inhalt des Telefons der Darstellerin. Das funktionierte bei uns auch recht gut. Ziemlich cool, eigentlich.

Eigentlich? Eigentlich ja. Leider war der Film an sich aber eher so mittelmäßig. Schon irgendwie spannend, aber dann auch einfach vorbei. Eine zugegebenermaßen recht ordentliche Tech-Demo, aber irgendwie auch nicht mehr. Ich bin mal gespannt, ob uns Formate in dieser Art in Zukunft öfter begegnen.

Mein Stamm im Fernsehen

Schade, dass ich dieses Mal nicht dabei war. Stellt sich mir noch die Frage, wer der YouTube-UserScoutingGirl ist. Ich hab da ja schon einen Verdacht.

Mediensucht?

Das Sat1-Magazin hat einer berliner Familie über ein Wochenende alle Mediengeräte weggenommen. Fünf (!) Fernseher, diverse Radios, Computer und die Playstation. „Da geht’s denen bestimmt nicht so gut mit.“ dachte ich mir und sollte recht behalten. Erschreckend, wie die Familie grade auf die Fernseher fixiert ist. Anscheinend schien dies die einzige Freizeitbeschäftigung der Menschen zu sein. „Traurig, wenn man sonst nichts mit sich anfangen kann.“ dachte ich mir dann, schließlich lebe ich schon ein gutes halbes Jahr ohne Fernseher, und wirklich schlecht geht es mir damit nicht.

Der Versuch der Familie, es mal mit einem Gesellschaftsspiel zu versuchen, ist auch in die Hose gegangen. Erschreckend, wie schlecht die Leute miteinander umgehen können. Auf die Idee ein Buch in die Hand zu nehmen kam keiner, die einzige Lektüre im Haushalt scheint wirklich die Fernsehzeitung zu sein. Lieber wurde dann mal einen halben Tag geschlafen und vor allem der Vater schien mir mit der Situation völlig überfordert. Schlimm, wenn man so wenig mit sich und seiner Familie anfangen kann.

Am Ende des Beitrags sah man dann das Ehepaar wieder vor dem Fernseher liegen und Herr Papa freute sich über die Ruhe die nun herrscht. Kein Wunder, schließlich hockte nach aufreibenden 48 Stunden wieder jeder vor seiner Kiste.

Während ich mir ja zuerst dachte das ich nicht drauf bin, kamen mir nach kurzer Zeit doch einige Bedenken. Ohne Fernseher klappt in meinem Fall wirklich gut, den vermisse ich wirklich nicht. Ganz ohne mediale Berieselung in Form von Musik und auch dem Internet kann ich es mir allerdings in meinem Alltag auch nicht vorstellen. Ich würde sicherlich nicht innerhalb von 48 Stunden völlig verzweifelt sein, schließlich schaffe ich es im Sommer auch regelmäßig mehrere Wochen ohne Fernseher, Computer und Radio. Auf Fahrt habe (zumindest ich) sowas nicht dabei – und das ganz bewusst eigentlich.
Mein Alltag ist durch Medien bestimmt: Ich sitze rein beruflich etwa 8 Stunden am Tag keinen halben Meter vor einem 24″-Display in das ein Computer eingebaut ist, der wiederum per Standleitung am weltweiten Datennetz hängt. Ich trage meistens meinen iPod mit mir herum und bin dank Mobiltelefon immer zu erreichen. Auch wenn ich keine Entzugserscheinungen habe, auch über Wochen, verzichten möchte ich auf Dauer darauf nicht. Und so ganz ohne „Fernsehen“ lebe ich dann ja auch nicht, an „meine Serien“ komme ich ja auch anders. Dennoch werde ich mir glaube ich zu dem Thema noch ein paar Gedanken machen und mir überlegen wie ich meine Freizeit noch ein wenig „unmedialer“ gestalten kann.

Den ganzen Beitrag kann man sich bei Sat1 online anschauen.

Kein Fernseher
Papa hat kein TV – und deswegen Puls

Via Stefan Niggemeier.

Eureka – Die geheime Stadt

In den vergangenen Wochen habe ich mir die erste Staffel der US-Serie Eureka angeschaut. Aktuell wird bei ProSieben die zweite Staffel ausgestrahlt.

Ohne lange drumherum zu reden: Die Serie gefällt mir. Der US-Marshall Jack Carter landet durch Zufall gemeinsam mit seiner Tochter in einer geheimen Stadt, in der Wissenschaftler an hochmodernen Gerätschaften forschen. Am Ende der Pilotfolge wird Carter zum Sheriff der Stadt ernannt und erlebt in den kommenden Episoden zahlreiche Abenteuer, in denen meistens fehlgeschlagene Experimente eine Rolle spielen. Da Carter selbst kein Wissenschaftler ist, ist seine Herangehensweise an die Probleme eher unkonventionell.
Durch ein geheimes Artefakt wird zusätzlich eine gute Prise Mystery in die Serie eingebracht, die sich aber trotzdem selbst nicht all zu ernst nimmt. Besonders gefallen hat mir zum Beispiel das Verbotsschild „No Hoverboarding“ in der Fußgängerzone der Stadt.

Alles in allem eine sehr sehenswerte Serie, die man sich allerdings (wie so oft) ganz von Beginn an anschauen sollte.

Televisionslos glücklich

Von manchen Dingen ist man gar nicht so abhängig wie man eigentlich denkt: Seit Anfang Februar wohne ich nun in Bonn und seit dem habe ich nicht viel fern gesehen. Während ich im Moment mangels Fernseher oder DVB-T-Stick nicht mal die Möglichkeit hätte, hatte ich in meiner letzten WG sogar einen Fernseher zur Verfügung – diesen habe ich allerdings nicht ein Mal eingeschaltet.
Zur allgemeinen Information kann man das Internet prima heranziehen und dort die einschlägigen Nachrichtenseiten absurfen. So bleibt dem TV dann eigentlich nur noch die Aufgabe des „Alleinunterhalters“.

Wirklich was verpasst habe ich allerdings in der letzten Zeit nicht und vermisst habe ich „die Kiste“ auch nicht. An den Wochenenden in der alten Heimat habe ich schon hin und wieder einen Blick ins TV geworfen, dabei war das Programm allerdings nicht sonderlich überzeugend. Anscheinend habe ich mich vorher die meiste Zeit doch nur berieseln lassen, was mir in keinster Weise fehlt.
Statt dessen habe ich die Zeit genutzt, um das ein oder andere Buch zu lesen und so vermutlich wesentlich effektiver ausgespannt.

Natürlich habe ich mich dem Medium Fernsehen nicht völlig abgewandt. Vor allem die neuesten Folgen meiner aktuellen Lieblingsserie „Lost“ habe ich mir fleißig aus den USA importiert und den ein oder anderen Film habe ich mir auch angeschaut. Da es inzwischen nicht nur eine Internetseite gibt auf der man sich allerneuste Filme im Youtube-Stil anschauen kann, werde ich das sicherlich auch noch öfter machen.

Ich glaube, am Ende liegt die Lösung darin „gezielt“ fern zu sehen und sich vorher gut über das Programm zu informieren. Oft habe ich erst nach der Ausstrahlung einer interessanten Sendung von ihr erfahren, was mich hin und wieder echt geärgert hat.