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Projekte

Dieser Tage mache ich mir Gedanken über den Sinn und Unsinn von privaten und nebenberuflichen Projekten. Warum mache ich mir die Mühe, in meiner begrenzten Freizeit Dinge anzugehen und mir zusätzliche Arbeit aufzuhalsen? Wäre es nicht sinnvoller die freie Zeit mit einem Buch zu verbringen?

In jedem einigermaßen kreativen Kopf entwickeln sich ständig irgendwelche Ideen – meistens Dinge, die im weitesten Sinn mit der eigenen Profession und den damit verbundenen Interessen zusammenhängen. Selbstverwirklichung spielt hier eine große Rolle und das Lernen von neuen Dingen. Das ist gut so. Doch seien wir mal ehrlich: Braucht es das 35. soziale Netzwerk mit regionalem Bezug und den 57. Internet-Marktplatz oder das (ohne zu übertreiben) 400. iPhone/iPad/Mac-Blog? Um es kurz zu machen: Nein. Man macht sich höchstens lächerlich – je nachdem wie weit man das Maul vorher aufgerissen hat sogar richtig übel.

Ich denke lange nach, bevor ich mich ernsthaft mit etwas auseinandersetze. Frustration macht sich schnell breit, wenn das neue Projekt sich dann irgendwie als langweilig, nicht umsetzbar oder schon vorhanden herausstellt. Meistens kann man nämlich die Frage „Gibt es das schon?“ direkt mit „Ja!“ beantworten. Dann muss ich mir überlegen, ob sich meinen Mitmenschen oder zumindest mir ein entscheidender Mehrwert aus einer Neuentwicklung bietet. Auch sollte man bedenken, dass die Motivation zu Beginn meistens unermesslich groß ist, aber schnell abflacht. Will ich mich gegebenenfalls mehrere Wochen und Monate mit einem Projekt beschäftigen? Erst wenn ich hier nach ein paar durchgrübelten Nächten mit ganzem Herzen „Ja!“ sagen kann, gehe ich es an. Im Folgenden ein paar weitere Gedanken dazu.

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Grundkurs 2010 – Unterwegs in Bananien

Nun ist er vorbei, der Grundkurs 2010. Die vergangene Woche weilte ich, wie berichtet, in Banania. So hatten wir gemäß unserem Motto das BdP Bundeszentrum umbenannt. Sieben Tage lang sollten dort Gruppenleitungen des BdP weitergebildet werden.

Runde im großen Saal in Immenhausen

Mein Fazit: Total super! Sowohl was die Teilnehmenden angeht, als auch das Team: Besser kann es glaube ich gar nicht laufen. Ich hatte eine Menge Spaß und habe vermutlich auch eine Menge vermitteln können. Besonders außerhalb der normalen Einheiten konnte man ganz gut auf die Probleme eingehen, die sich so in der täglichen Stammesarbeit ergeben. Dabei fühlte ich mich weniger als Lehrer, nur Erfahrung habe ich den Teilnehmenden voraus. Es ist toll zu sehen, dass es so viele Jugendliche gibt, die die Idee der Pfadfinderei vorantreiben und so viel Arbeit investieren. Da war ich teilweise wirklich sprachlos.

Eine Einheit des Stammesführungs-Grundkurses

Auch im Team war die Stimmung gut. Ich bin immer wieder davon begeistert, wenn teilweise völlig fremde Menschen an einem Ort zusammenkommen und mit der Arbeit loslegen. Jeder packt mit an und gemeinsam wird etwas realisiert. Jeder unterstützt den anderen. Dafür bin ich sehr dankbar, denn vor allem aus Schlafmangel war ich sicherlich das ein oder andere Mal nicht so sonderlich gut zu ertragen.

Im Vorfeld des Grundkurses war ich ein wenig skeptisch, ob ich dort überhaupt etwas verloren habe. Zwar zweifelte ich nicht an meiner fachlichen Kompetenz, war mir aber nicht so sicher ob ich auch inhaltlich alles drauf habe. So ganz falsch lag ich da nicht und so konnte ich auch noch eine Menge für mich mitnehmen. Dennoch habe ich mich glaube ich ganz gut geschlagen und eine kleine Liste mit möglichen Verbesserungen für die kommenden Jahre zusammengetragen.
Am Ende stellte sich dann das übliche Kursfeeling ein: Eigentlich total im Eimer und endgültig urlaubreif und dennoch gewillt, das Ganze noch eine Woche zu verlängern. So soll das sein. Mal schauen ob ich im kommenden Jahr wieder mit an Bord bin. Lust hätte ich auf jeden Fall!