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Will Adams – Wächter des Labyrinths

Ein Schatz aus der Antike. Verborgen im Labyrinth. Wer ihn besitzt, hat auch die Macht. Zwanzig Jahre war der französische Archäologe Roland Petitier verschollen, da taucht er kurz vor einer Konferenz in Athen wieder auf und verkündet eine Sensation: Er will das sagenhafte goldene Vlies gefunden haben. Doch zu seinem Vortrag kommt es nicht: Kurz darauf findet Daniel Knox den Forscher tot im Hotelzimmer seines besten Freundes Augustin. Während man Augustin des Mordes verdächtigt, setzen Daniel und seine Freundin Gaille alles daran, dessen Unschuld zu beweisen. Sie ahnen nicht, in welcher Gefahr sie schweben. Denn ein georgischer Milliadär vermutet das Vlies in Daniels Besitz. Ilja Nergadse will Präsident werden, und um das uralte Symbol seiner Nation in die Hände zu bekommen, ist er zu allem bereit …
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Rund 480 Seiten, die flüssig zu lesen sind. Eigentlich ein Roman aus dem Stoff den ich gerne mag: Geschichte verpackt in eine spannende Handlung. Leider sind die Figuren ein wenig leicht zu durchschauen, Gut und Böse sind schnell auseinander zu halten. Dennoch gute Unterhaltung.

Fronkraisch, Fronkraisch

Freitagmorgen, ein Auto, zwei Menschen, etwa 1800 Kilometer Autobahn. So sah das nämlich aus. Gemeinsam mit Frau Anna war ich da unterwegs, wo andere nur auf Ketten hinfahren wollen. Blöd von denen, eigentlich. Denn in Frankreich ist es auch auch dem Auto heraus und somit auf Rädern sehr schön.

Aire de Boutroux

So sonderlich viel von Land gesehen haben wir dabei nicht einmal. Ein Besuch bei den Großeltern stand an. Und da muss man erst einmal hinkommen. Ein Roadtrip ist was feines wenn man gut verpflegt ist, die Sonne ein wenig scheint und die Autobahn frei ist. Dazu eine knapp 2500 Lieder umfassende Musikbibliothek im Shuffle-Modus und fleißiges Liederraten. Langweilig wurde das nicht.

Martin ist jetzt ein Fan von französischen Autobahnen. – Könnte man so sagen. Zwar kosten die was und sind nicht so ganz billig und die Mautstationen in ihrer Bedienung beim ersten Mal sicherlich eine Herausforderung. Aber dafür sind die Straßen nicht sonderlich voll und vor allem gut in Schuss. Da kann man sich nicht beschweren.
Auch nicht über die Geschwindigkeitsbegrenzung. 130 km/h sind erlaubt. Und das finde ich ziemlich prima. Es wurde kaum gedrängelt, alle waren locker unterwegs, keiner raste unglaublich flott an einem vorbei. Wirklich sehr entspanntes Fahren war das. Und eigentlich fahre ich nicht mal mehr gerne Auto.

Am Samstag dann eine Verlobungsfeier: Ganz großes Kino! Ich lernte eine Menge netter Menschen kennen, von denen die meisten französischer Herkunft waren. Man hatte in der Einladung um Verkleidung gebeten und so spackten wir, als Franzosen Bekleidungsmäßig getarnt ((Ohne Baguette und Rotwein, aber mit Bier.)) zusammen mit Batman und Robin, Micky Maus und Minnie und allerlei anderer merkwürdiger Gestalten ab. Und gerade als das Lied mit den bösen Römern kam, musste ich dann auch gehen. Sehr züchtig! Aber das ist eine andere Geschichte ((Ich habe gerade keine Lust auf Katholiken-Bashing.)).

Sonntag zurück. Einmal schlafen musste zwischendrin sein. Sonst wäre das nicht gut ausgegangen. Dafür dann aber keinen Stress rund um Paris. Alles „fluide“, wie uns die Stau-Anzeige mitteilte. Dafür dann ein fieser Unfall in Belgien, inklusive auf dem Kopf liegendem Wohnwagen.

Irgendwie habe ich es dann geschafft, auf der gesamten Tour irgendwie nur drei Bilder zu machen. Komische Sache, aber während man ein Lenkrad in der Hand hat, knipst es sich so schlecht.

Friendship!

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Kurz nach der Wende: Veit (Friedrich Mücke) und Tom (Matthias Schweighöfer) machen sich auf den Weg nach Amerika. Zur Golden Gate-Bridge soll es gehen. Leider reicht das Geld nur bis nach New York und so kommt es zum unvermeidlichen Roadtrip durch die USA.
Ausgestattet mit wenig Geld, nicht ausreichenden Englisch-Kenntnissen haben die Jungs aber ein klares Ziel: Zu Veits Geburtstag muss man in San Francisco sein. Auf dem Weg dorthin geschieht dann allerlei amüsantes, von dem ich nicht zu viel vorweg nehmen will. Lachen war aber mehr als einmal angesagt, wenn die beiden Ex-Kommunisten versuchen sich in der großen kapitalistischen Welt zurecht zu finden, viele unterschiedliche Menschen kennenlernen und einiges erleben.

Friendship ist, wie letztens schon 13 Semester, wieder einmal gut gemachtes deutsches Kino mit hohem Unterhaltungswert. Eine schöne (fast wahre) Geschichte, sehr kurzweilig verfilmt.

Nelson DeMille – Nachtflug mit Flug 800

Dieser Tage hat mich ein Buch wieder besonders gefesselt: Nachtflug von Nelson DeMille.

Als großer Freund von Geheimdienstgeschichten und Verschwörungstheorien war ich hier wirklich gut bedient. Die Geschichte dreht sich um die Explosion und den anschließenden Absturz von TWA Flug 800. Dies ist tatsächlich im Juli 1996 geschehen und der Autor baut darum die fiktive Geschichte eines Polizisten auf. Sie spielt 2001, fünf Jahre nach dem Unglück und erzählt aus seiner Perspektive von den Ermittlungen die er nebenbei anstellt. Natürlich wird das an höherer Stelle nicht gern gesehen und so wird die ganze Geschichte ganz schnell kompliziert. CIA, FBI und die Polizei haben ihre Finger im Spiel, ein Video taucht auf und verschwindet wieder. Zum Schluss nimmt die Geschichte dann auch ein sehr beeindruckendes Ende – aber ich will gar nicht zu viel verraten.

Besonders gut gefallen hat mir die Art und Weise in der das Buch geschrieben ist. Der Polizist John Corey hat seinen ganz eigenen Humor und eine Menge Gedanken, die er zum Glück nicht ausspricht. Aufgeschrieben werden sie trotzdem, was den Mann zu einem sehr sympathischen Hauptdarsteller werden lässt.

Philip Kerr – Der Pakt

Mit Philosophie hab ich es ja nicht so. Für meinen Geschmack ist das alles zu intellektuell. Macht aber nix.

Wenn ein Philosoph aber für einen amerikanischen Geheimdienst arbeitet und gemeinsam mit dem amerikanischen Präsidenten nach Teheran fährt um dort bei der Teheran-Konferenz „der großen drei“ zu dolmetschen, dann lese ich das Buch das darüber geschrieben wird schon mal.

Natürlich haben wir es hier mit Fiktion zu tun, auch wenn der Roman von Philip Kerr auf einer wahren Begebenheit basiert, hat er sich doch eine Menge dazu ausgedacht. Es wird die wirklich spannende Geschichte rund um Williard Mayer erzählt, der erst einen Vorfall in Polen während des zweiten Weltkrieges untersuchen soll, um dann anschließend immer tiefer in eine abenteuerliche Geschichte gezogen zu werden.

Da jeder etwas gegen jeden hat, Geheimdienste und Institutionen aus den USA, Deutschland, Russland und Großbritannien nicht nur gegen jeweiligen die Gegner kämpfen, sondern sich auch untereinander nicht viel zu sagen haben, ist das Ende nie wirklich vorhersehbar und die Geschichte nimmt die ein oder andere spannende Wendung.

Ein gut geschriebenes, spannendes Buch. Ich mag Geschichten die am Rande der Realität angesiedelt sind. Sie machen Lust, sich mit der tatsächlichen geschehenen Geschichte zu beschäftigen. Lesenswert!

Robert Graysmith – Zodiac

Mein letztes Buch handelte von einem Massenmörder und hatte den Titel „Zodiac“. Der Zodiac-Killer trieb Ende der 60er und in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts sein Unwesen in San Francisco und Umgebung sein Unwesen. Er ermordete fünf Menschen und verletzte mehrere. Während dieser Zeit kommunizierte der Täter regelmäßig mit der lokalen Presse: Er schrieb bizarre, teilweise codierte Briefe an Lokalzeitungen.

Das Buch beschreibt aus der Sicht des Autors, eines Reporters namens Robert Graysmith, die Jagt auf den Verbrecher. Er ist einer der Spezialisten für diese Mordserie, da er schon früh mit den Mordfällen Bekanntschaft machte. Man kann also von einer realistischen Schilderung des Falles ausgehen. Spannend geschrieben war das Buch, keine Frage. Erschreckend war vor allem die Tatsache, dass man den Killer nie gefasst hat, was dank der ausführlichen Beschreibungen in dem Buch durchaus ein wenig gruselig war. Leider hat das Buch aber ein sehr offenes Ende, was man dem Autor aufgrund der wahren Geschichte aber nicht zum Vorwurf machen kann. Meiner Ansicht nach hätte aber ein Abschluss aus dramaturgischer Sicht schon Sinn gemacht. Aber man kann ja nicht alles haben.

Die Geschichte wurde inzwischen mehrmals verfilmt und auch in einigen Filmen wurde an der Geschichte angelehnt. So war der Zodiac-Mörder zum Beispiel das Vorbild für den Bösewicht im ersten Dirty Harry-Film. Client Eastwood verbrachte vor den Dreharbeiten laut dem Buch auch einige Tage mit dem damaligen Chef-Ermittler der Polizei von San Francisco.