Archiv für Schlagwort: grundkurs

„Besser als Gold“ – Der Grundkurs Mitte 2012

Wow, das war eine Woche! Es ist ja fast schon normal, dass ich mich rund um Ostern einige Tage im BdP Bundeszentrum in Immenhausen aufhalte. Dieses Mal unter dem Motto „Piraten“. Eine Woche lang wehte der Jolly Roger einträchtig neben der Bundesfahne. Der Grundkurs der Region Mitte hat sein Lager aufgeschlagen.

In vielerlei Hinsicht bin ich sehr positiv überrascht. Die Kombination aus großartigem Team, grandiosen Teilnehmenden und prima Programm habe ich so noch nicht erlebt. Irgendwie hat dieses Mal alles Spaß gemacht, da konnte auch das ein oder andere Zipperlein unter der Woche meine Stimmung nicht vermiesen. Ich habe neben den ganzen lieb gewonnen alten Bekannten auch viele spannende neue Menschen kennen gelernt. Besonders beeindruckend fand ich, dass da junge Erwachsene mit mir zusammen saßen, die schon vor neun oder zehn Jahren „meine“ Teilnehmenden auf dem SFT waren. Die Kinder sind groß geworden.

Piratenfahne

Ich war gespannt wie es dieses Jahr in meiner „Stufe“, den Stammesführungen, so verlaufen würde. Nachdem wir in den vergangenen Jahren immer auf halber Strecke das Programm anpassen mussten, hatten wir den weiteren Verlauf dieses Mal offen gehalten. Zum einen wollten wir so auf die Wünsche und Anregungen unserer Teilnehmenden eingehen, zum anderen konnten wir so das Niveau der Gruppe ein wenig im Auge behalten und die Einheiten in der zweiten Hälfte des Kurses entsprechend angleichen. Das Konzept ist aufgegangen. Ich denke wir konnten die für unsere Teilnehmenden passenden Inhalte vermitteln und es ist dabei niemand auf der Strecke geblieben.

Es ist mir immer wieder eine unglaubliche Freude, eine große Menge junger Menschen zu sehen, die die Arbeit und der Spaß an der gleichen Sache verbindet. Die sich innerhalb einer Woche kennenlernen müssen, sich austauschen und am Ende Freunde werden und für einander da sind. Ich habe in der vergangenen Woche Pfadfinderei genau so erlebt, wie sie sein soll.

Und am Ende ist dies vielleicht der beste Zeitpunkt, um einen Schlussstrich unter meine Grundkurs-Aktivitäten zu ziehen. In den kommenden Wochen werde ich noch ein wenig Zeit in die Dokumentation investieren und dann ist es an der Zeit, dass jüngere Menschen das Ruder übernehmen. Denn mal ehrlich: Besser als dieses Mal kann es nicht mehr werden.

Die Woche und ich – Kalenderwoche 13

Montag, 26. März 2012

In der Packstation wartet ein Apple TV auf mich. Ich freue mich sehr. Allerdings stelle ich auch relativ schnell fest, dass das Gerät nicht meinen Ansprüchen gerecht wird. Es macht zwar wirklich prima genau das was es soll, allerdings möchte ich noch ein bisschen mehr und muss deshalb wohl beim guten alten Kabel bleiben. Schade!
Außerdem kaufen Fräulein Anna und ich einen Sonnenschirm für die Terrasse. Eine gute Sache.

Dienstag, 27. März 2012

Ich schaffe es, trotz Einschränkungen im Schienenverkehr, schon das zweite Mal diese Woche zeitig zur Arbeit. So langsam pendele ich mich ein. Den Abend verbringe ich damit, meinen Computer wieder her zu richten. Irgend ein fieses Stück Software macht, dass Dinge die ich anklicke an meinem Mauszeiger hängen bleiben. Ich googele mir die Finger wund, um dann am Ende eine Kernel-Extension des Programmes Air Parrot dafür verantwortlich zu machen. Ich atme ziemlich auf.

Mittwoch, 28. März 2012

Im Innenhof meiner Firma steht nun eine Biertisch-Garnitur. Keiner weiß wer die da hinstellte, aber alle finden diesen Menschen gut. Ich verpacke Apple TV zwei Mal, nachdem mir erst nach dem Zukleben des Päckchens einfiel, dass ich vielleicht auch besser meine Daten wieder runterlösche.

Donnerstag, 29. März 2012

Wir besuchen den Tournee-Auftakt der Heckenkapelle. Die Wandervogelmädchen liefern ein schönes Konzert ab. Anschließend landen wir in einer nahegelegenen Kneipe und ich habe einen schönen Abend mit der Bonner Gang.

Freitag, 30. März 2012

Letzter Arbeitstag vor meinem Urlaub! Ich bin leider nicht mehr so sonderlich bei der Sache und ärgere mich ausdauernd über mich selbst. Außerdem bin ich relativ Müde und schlafe, nachdem ich zu Hause angekommen bin, erst einmal zwei Stunden auf dem Sofa. Dass dich dann natürlich die halbe Nacht wach sein werde, ist wohl klar. Ich nutze die Zeit um meinen Kram für die kommende Woche zu packen und noch ein bisschen zu lesen.

Samstag, 01. April 2012

Ich stehe früh auf und bin recht zeitig startklar. Allerdings verschiebt sich unsere Abfahrt dann doch immer wieder ein wenig und so hätte ich am Ende locker eine Stunde länger im Bett bleiben können. Dennoch gut gelaunt lasse ich mich nach Immenhausen kutschieren, wo ich zum dritten Mal einen Grundkurs teamen werde. Wir werden von echt fiesem Wetter begrüßt und ich muss mich ein wenig wundern, dass ich dennoch so etwas wie Vorfreude verspüre. Den Rest des Tages verbringe ich mit dem Rest des Teams und dem Einrichten einer gescheiten Arbeitsatmosphäre.

Sonntag, 02. April 2012

Es geht los! Am frühen Nachmittag kommen unserer Teilnehmenden an, die wir natürlich gebührend am Bahnhof in Empfang nehmen. Vorher hatte ich schon meine Fähigkeiten als Bootsbauer unter Beweis gestellt und aus einigem Seil und ein paar Pfählen ein prima Schiff für 30 Leute gebaut. Fragt nicht.

Die Woche und ich – Kalenderwoche 11

Montag, 12. März 2012

Die Woche startet direkt super: Meine Bahn zur Arbeit kann nicht bereit gestellt werden weil sie kaputt ist. Die nächste wird im gleichen Atemzug ebenfalls als „fällt aus“ angekündigt und so stehe ich relativ dumm am Bahnhof in Bonn rum. Die nächste mögliche Verbindung führt mich dann mit dem Regionalexpress nach Oberwinter und von dort aus zurück nach Mehlem. Unterwegs springe ich gerade so vor dem Schaffner aus dem Zug (an dem passenden Bahnhof natürlich). Glück gehabt! Ansonsten passierte nicht so viel.

Bahnhof Oberwinter

Dienstag, 13. März 2012

Ich gehe arbeiten. Ich bin zu Hause. Zwischendrin sehe ich ein Plakat für ein Thees-Uhlmann-Konzert in Bonn und kaufe etwa zwanzig Minuten später direkt Karten.
Spotify startet in Deutschland und ich finde den Dienst ziemlich klasse, weiß aber noch nicht ob ich deswegen darauf verzichten will, Musik auch zu kaufen. Die Werbung geht mir auf die Nerven.

Mittwoch, 14. März 2012

Ich arbeite und bin den ganzen Tag über nicht sonderlich gut drauf. Deshalb passieren mir auch so Dinge wie „Ich schicke eine Email für einen Menschen einfach mal über den Firmenverteiler“. Wie peinlich!
Am Abend schleppe ich mich trotz Bauchschmerzen in die Sneak. Ich bekomme Einer wie Bruno zu sehen und mag den Film.

Donnerstag, 15. März 2012

Erste Heuschnupfen-Symptome. Juhu! Mein erster Weg nach der Arbeit führt mich in die Apotheke. Nun kann die fiese Zeit kommen.
Ich werde bequatscht einen Podcast aufzunehmen. Ich bin unsicher und schüchtern und möchte das eigentlich nicht, obwohl es sogar schon einen prima Titel dafür gibt.

Freitag, 16. März 2012

Das Internet in der Firma muckt und ich lasse mir während eines Ausfalls ein paar Xbox-Flausen in meinem Kopf setzen. Mit dem schönen Wetter wird das mit dem Heuschnupfen auch eher fies. Ich bekomme Kopfschmerzen, was nicht gerade Begeisterung auslöst und mich ein wenig früher Feierabend machen lässt. Am Abend nehme ich einen Zug nach Dortmund, es gilt einen Grundkurs vorzubereiten. Die Anreise ist alleine schon super, denn den ungefähr nicht beleuchteten Bahnhof nehme ich nicht wahr und fahre erst Mal eine Station weiter.

Ping

Samstag, 17. März 2012

Ich habe gut geschlafen und starte mit dem Rest des Teams in die Vorbereitung. Wir sind ein ziemlich gutes Team, ich bin begeistert und motiviert und mit jeder Minute steigt meine Vorfreude auf den Kurs. Das kann eigentlich nur schief gehen. Den Abend lassen wir singend ausklingen und ich bin noch mehr begeistert und habe Spaß.

Sonntag, 18. März 2012

Dieses Mal ist mir das mit dem Aufstehen etwas zu früh und ich komme nicht so sonderlich gut raus. Der Vormittag ist dann dennoch relativ schnell vorbei, das Haus sauber gemacht und ich sitze im Zug nach Bonn. Dort komme ich zeitgleich mit dem aus Rom zurückkehrenden Fräulein Anna an. Ich bin zu müde um am Abend noch die Tatort-Runde zu beglücken und wir bleiben zu Hause.

Grundkurs

Grundkurs

Gelehrt, gelernt, ausgetauscht, Spaß gehabt. Das war der diesjährige Grundkurs. Meinen Empfindungen aus dem letzten Jahr habe ich nichts wirklich hinzuzufügen, außer vielleicht das ich das Gefühl hatte sicherer geworden zu sein. Ich würde glaub ich gern wieder mitmachen, so im nächsten Jahr. Unter ein wenig anderen Vorraussetzungen vielleicht, denn ich bin kein wirklicher Vorbereitungsmensch.
Außerdem möchte ich wirklich wissen wie es den Menschen und ihren Gruppen und ihren Problemen so in einem Jahr geht. Ich habe mich gefreut mit motivierten jungen Menschen zu arbeiten.

Grundkurs 2010 – Unterwegs in Bananien

Nun ist er vorbei, der Grundkurs 2010. Die vergangene Woche weilte ich, wie berichtet, in Banania. So hatten wir gemäß unserem Motto das BdP Bundeszentrum umbenannt. Sieben Tage lang sollten dort Gruppenleitungen des BdP weitergebildet werden.

Runde im großen Saal in Immenhausen

Mein Fazit: Total super! Sowohl was die Teilnehmenden angeht, als auch das Team: Besser kann es glaube ich gar nicht laufen. Ich hatte eine Menge Spaß und habe vermutlich auch eine Menge vermitteln können. Besonders außerhalb der normalen Einheiten konnte man ganz gut auf die Probleme eingehen, die sich so in der täglichen Stammesarbeit ergeben. Dabei fühlte ich mich weniger als Lehrer, nur Erfahrung habe ich den Teilnehmenden voraus. Es ist toll zu sehen, dass es so viele Jugendliche gibt, die die Idee der Pfadfinderei vorantreiben und so viel Arbeit investieren. Da war ich teilweise wirklich sprachlos.

Eine Einheit des Stammesführungs-Grundkurses

Auch im Team war die Stimmung gut. Ich bin immer wieder davon begeistert, wenn teilweise völlig fremde Menschen an einem Ort zusammenkommen und mit der Arbeit loslegen. Jeder packt mit an und gemeinsam wird etwas realisiert. Jeder unterstützt den anderen. Dafür bin ich sehr dankbar, denn vor allem aus Schlafmangel war ich sicherlich das ein oder andere Mal nicht so sonderlich gut zu ertragen.

Im Vorfeld des Grundkurses war ich ein wenig skeptisch, ob ich dort überhaupt etwas verloren habe. Zwar zweifelte ich nicht an meiner fachlichen Kompetenz, war mir aber nicht so sicher ob ich auch inhaltlich alles drauf habe. So ganz falsch lag ich da nicht und so konnte ich auch noch eine Menge für mich mitnehmen. Dennoch habe ich mich glaube ich ganz gut geschlagen und eine kleine Liste mit möglichen Verbesserungen für die kommenden Jahre zusammengetragen.
Am Ende stellte sich dann das übliche Kursfeeling ein: Eigentlich total im Eimer und endgültig urlaubreif und dennoch gewillt, das Ganze noch eine Woche zu verlängern. So soll das sein. Mal schauen ob ich im kommenden Jahr wieder mit an Bord bin. Lust hätte ich auf jeden Fall!

Willkommen in Banania

Derzeit weile ich in Immenhausen, auch bekannt als „hessisch Sibirien“, wo zufälligerweise das Bundeszentrum meines Pfadfinderverbandes rumsteht. Bis nächsten Samstag findet hier der Grundkurs Mitte des BdP statt, ein Fortbildungslehrgang für Gruppenleiter.

Schon heute Abend werden wir nach dem Kennenlernen mit den ersten Einheiten einsteigen. Zuerst mussten wir aber gerade unsere Teilnehmenden am Bahnhof abholen. Stilecht als Einwohner der Bananenrepublik Banania verkleidet zogen wir los und bevor wir wieder am Bundeszentrum angekommen waren, gab es schon den ersten Putsch in der Republik. Da wird auf unsere Teilnehmenden sicherlich noch der ein oder andere zurückkommen.

Ich bin auf die kommende Woche sehr gespannt, da dies mein erster Grundkurs als Teil des Teams ist. Zwar war ich selbst 1999 und 2000 als Teilnehmer hier, als Mitglied des Kursteams ist das aber wieder eine ganz andere Sache. Gewöhnungsbedürftig ist es auf jeden Fall, dass ich hier auf einem weniger praktischen Kurs bin. Unsere Teilnehmenden haben alle schon Erfahrung als Gruppenleiter und sollen ihre Kenntnisse vertiefen. Bisher arbeitete ich immer am anderen Ende und vermittelte Grundlagen.

Ich bin sehr gespannt auf die kommenden sieben Tage.