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Urlaub in Bonn

Sommerzeit, Urlaubszeit. Ich bin ja bekennender Aktiv-Urlauber. Jeder Tag will genutzt sein, um möglichst viel zu erleben. Sei es, dass ich Segeln oder Wandern gehe, mal nach Argentinien düse oder mit den Pfadfindern unterwegs bin. Das ist gut so, denn ich habe Spaß und erlebe eine Menge.

Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Warum nicht mal in Bonn Urlaub machen? Ich habe mich zwar schon viel in der Stadt rumgetrieben, aber viele Sehenswürdigkeiten und Museen blieben dabei Links liegen. Irgendwie findet sich doch nie die Zeit und Motivation mal was abzuklappern. Ich wohne nun gute dreieinhalb Jahre hier und könnte mir noch echt vieles anschauen.

Warum also nicht mal Urlaub in Bonn: Übernachtungstechnisch könnte man das eigene zu Hause ein Wochenende lang als „Bed and Breakfast“ ansehen oder vielleicht ganz krass drauf sein und im Kameha Grand eine Nacht buchen. Morgens geht es dann los, ein Bummel durch die Innenstadt, einmal die Museumsmeile runter, den ehemaligen Bundestag besichtigen und und und. Langweilig würde einem sicherlich nicht werden.

Abends noch nett im Restaurant essen und dann mal gucken was der Abend noch so bringt. In meinem Kopf macht das Sinn.
Bleibt die Frage: Wer macht mit? Wer von den Einheimischen hat gute Tipps für Besucher?

Urlaub in Bensersiel

Am Meer

Ein wenig still war es über Karneval um mich. Nicht etwa, dass ich seit „dickem Donnerstag“ betrunken in einer Ecke gelegen hätte, eher das Gegenteil war der Fall. In den Urlaub hat es mich gemeinsam mit Frau Anna gezogen, genauer gesagt an die Nordsee. Von Donnerstag bis Montag hatten wir uns in das schöne Hotel „Benser Hof“ einquartiert.

Bank am Hafen

„Dort liegt der Hund begraben!“ warnte man vorher – und das nicht wirklich zu unrecht. Man merkte schon ein wenig, dass der Ort auf den Sommertourismus eingestellt ist und dann wohl eher besucht wird. Dennoch empfing man uns freundlich und versorgte uns gut, vielleicht auch weil wir den Altersschnitt im Hotel und dem Rest des Ortes ein wenig senkten.

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Klassenfahrt nach Berlin

Nachdem es im letzten Jahr nach Warschau gegangen war, verschlug es meine Firma und mich in diesem Jahr für anderthalb Tage nach Berlin. Ein paar Stichworte dazu kann man durchaus verlieren.

  • Im TUIfly-Flieger habe ich mehr (gefühlt) Beinfreiheit als bei Germanwings. Auch wenn wir nicht all zu lange geflogen sind, bequemer war das schon.
  • Das Hotel „Propeller Island City Lodge“ hat die garantiert abgefahrensten Zimmer die ich je gesehen hab. Nummer 24 war übrigens meins.
  • Das Berliner Medizinhistorischen Museum hat einige wirklich eklige Ausstellungsstücke. Obwohl: Eigentlich sind mehr so fast alle Ausstellungsstücke in der Präparate-Sammlung ziemlich eklig.
  • Man kann auch mal einen ganzen Mittag im Biergarten verbringen.
  • In World of Warcraft gibt es keine Eichhörnchenarmeen, dafür aber bald einen Fleurop-Dienst.
  • Eine Rundfahrt auf der Spree ist entspannend, echt jetzt!
  • Den Nachmittag in einem Strandcafé abzuhängen noch mehr. Dabei ein wenig Sonnenbrand zu bekommen ist auch echt super. Hoffentlich wird der auch braun.
  • Wenn einer über zwei Stunden lang die gleiche kurze Melodie auf einer Trompete bläst, dann fallen einem einige Sachen ein, die man mit diesem Menschen anstellen könnte.
  • Manchmal springen Leute in die Spree, um einen Hund zu retten. Seltener schwimmen sie dann aber einmal quer durch, weil dort die nächste Leiter zum aussteigen ist.
  • Von der Sonne in den Regen zu fliegen ist schon ein wenig deprimierend.

Auf jeden Fall hatte ich eine Menge Spaß. Ich freu mich schon auf die nächste Tour.

Warschau

Kulturpalast Warschau

Warschau ist eine schöne Stadt. Knappe anderthalb Tage habe ich dort am vergangenen Wochenende verbracht und alles in allem habe ich eine sehr schöne Tour hinter mir. Die „Klassenfahrt“, wie $Arbeitskollege immer sagte, war sehr angenehm. Mit den Kollegen komme ich durch die Bank gut aus und ich hoffe diese auch mit mir.

Das Programm unserer Tour bestand am Freitagabend im Wesentlichen aus einem sehr ausführlichen Essen in einem netten Restaurant und einem anschließenden Bummel durch die nächtliche Altstadt mit einem ausgedehnten Kneipenbesuch. Während große Teile der Stadt doch immer noch recht sozialistisch rüberkommen und im typischen grauen Plattenbau-Stil gehalten sind, wird die Altstadt gerade sehr aufwendig renoviert und ist echt schön. Viele alte Häuser, kleine Kneipen und Läden, sowie viele Restaurants ergeben ein rundes Bild. Gut gefallen hat mir auch die altertümliche Atmosphäre in den teils nicht so gut beleuchteten Gassen.

Am Samstag war dann nach einem ausgiebigen Hotelfrühstück noch die Besteigung des Kulturpalastes (siehe Bild oben) auf dem Plan. Das Gebäude imponiert nicht nur durch seine riesigen Ausmaße (wir sind einmal außen rum gelaufen), sondern auch durch seine Architektur und vor allem die tolle Aussicht von seinem Balkon aus. Interessanter Weise hatte ich nicht einmal Höhenangst, als ich von oben aus einige Bilder nach unten gemacht hab. Das mag allerdings auch an der sehr massiven Bauweise liegen. Anschließend zogen wir in Kleingruppen durch die Stadt und ich lernte die Altstadt auch noch einmal bei Tageslicht kennen.

Ein Novum war für mich die Übernachtung in einem richtigen Hotel – unsereins ist ja eher darauf getrimmt, am Abend irgendwen nach einem Stellplatz für die Kohte zu fragen. Das Hotel Hetman hat mir jedenfalls gut gefallen und irgendwie habe ich auch an Hotelübernachtungen so ein wenig gefallen gefunden. Ob das eine Alterserscheinung ist?

Auf jeden Fall ist diese Stadt für einen erneuten Besuch vorgemerkt. Beim nächsten Mal möchte ich allerdings zum einem etwas mehr Zeit und eine richtig gute Kamera mit Stativ mitbringen. Zum anderen dann auf jeden Fall bessere Gesundheit. Diese hat mir nämlich am Wochenende doch einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Annähernd durchgehend lief meine Nase und mit der Zeit wurde eben jene leider auch immer roter und tat entsprechend weh. Dank mangelhafter Belüftung meiner Nasennebenhöhlen war der Flug und vor allem die Landung kein so großer Spaß für mich. Der Druck war mehr als unangenehm und hat auch noch lange angehalten.
Nachdem ich nun den gestrigen Tag im Bett verbracht habe, geht es mir heute aber schon wieder wesentlich besser und ich blicke dem Ende meiner Erkältung entgegen.