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Weitwinkel

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Bundeslager! Alle vier Jahre kommt der BdP zusammen. Seit zwanzig Jahren bin ich dabei – „Weitwinkel“ war mein sechstes Bundeslager. Wie schon das letzte Mal habe ich mich mit einigen Leuten im Unterlagerzentrum des Landesverbands eingenistet. Eine recht eindrucksvolle Konstruktion haben wir an drei heißen Tagen hochgezogen, dekoriert und mit einer großen Theke ausgestattet. Zehn Tage sollte das Zentrum stehen bleiben.

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„Zur vollen Kanne“ hieß unser Laden. Während eine lustige Runde aus Bonner Menschen sich um das Nachmittagsprogramm kümmerte und die Kundschaft mit großartigen selbst gebackenen Kuchen und allerlei Kaffeespezialitäten verwöhnten, lag der Abendbetrieb in den Händen meiner Mitstreiter und mir.

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Wenn die Sonne langsam versank, wurde es Zeit die schwarzen Schürzen umzubinden, den Wein kalt zu stellen und die Dosenwurst für die Schlachtplatten zurecht zu stellen. Die Lampen des Kronleuchters wollte gefüllt werden, Kerzen mussten verteilt werden. Ich glaube, ich bin gerne Wirt. Ich glaube aber auch, dass ich nur so viel Spaß daran hatte weil ich mit tollen Leuten zusammengearbeitet habe.

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Schöne Abende liegen hinter mir. Die Stimmung in unserem Laden war durch die Bank gut. Bei Wein und Schlachtplatte feierte sich ausgesprochen gut. Anstrengend war das aber auch. Feierabend des Nachts um vier – und den ganzen Tag über zu heiß um auch nur eine Stunde extra Schlaf zu bekommen. Und trotzdem hat das Bundeslager Spaß gemacht, ziemlich viel sogar. Ich bin immer wieder von den Menschenmassen überrascht, von der Vielfältigkeit des Bundes. Und natürlich ist das Bundeslager die Chance, auf viele Menschen zu treffen, die man sonst nicht so oft zu sehen bekommt.

zurvollenkanne

„Besser als Gold“ – Der Grundkurs Mitte 2012

Wow, das war eine Woche! Es ist ja fast schon normal, dass ich mich rund um Ostern einige Tage im BdP Bundeszentrum in Immenhausen aufhalte. Dieses Mal unter dem Motto „Piraten“. Eine Woche lang wehte der Jolly Roger einträchtig neben der Bundesfahne. Der Grundkurs der Region Mitte hat sein Lager aufgeschlagen.

In vielerlei Hinsicht bin ich sehr positiv überrascht. Die Kombination aus großartigem Team, grandiosen Teilnehmenden und prima Programm habe ich so noch nicht erlebt. Irgendwie hat dieses Mal alles Spaß gemacht, da konnte auch das ein oder andere Zipperlein unter der Woche meine Stimmung nicht vermiesen. Ich habe neben den ganzen lieb gewonnen alten Bekannten auch viele spannende neue Menschen kennen gelernt. Besonders beeindruckend fand ich, dass da junge Erwachsene mit mir zusammen saßen, die schon vor neun oder zehn Jahren „meine“ Teilnehmenden auf dem SFT waren. Die Kinder sind groß geworden.

Piratenfahne

Ich war gespannt wie es dieses Jahr in meiner „Stufe“, den Stammesführungen, so verlaufen würde. Nachdem wir in den vergangenen Jahren immer auf halber Strecke das Programm anpassen mussten, hatten wir den weiteren Verlauf dieses Mal offen gehalten. Zum einen wollten wir so auf die Wünsche und Anregungen unserer Teilnehmenden eingehen, zum anderen konnten wir so das Niveau der Gruppe ein wenig im Auge behalten und die Einheiten in der zweiten Hälfte des Kurses entsprechend angleichen. Das Konzept ist aufgegangen. Ich denke wir konnten die für unsere Teilnehmenden passenden Inhalte vermitteln und es ist dabei niemand auf der Strecke geblieben.

Es ist mir immer wieder eine unglaubliche Freude, eine große Menge junger Menschen zu sehen, die die Arbeit und der Spaß an der gleichen Sache verbindet. Die sich innerhalb einer Woche kennenlernen müssen, sich austauschen und am Ende Freunde werden und für einander da sind. Ich habe in der vergangenen Woche Pfadfinderei genau so erlebt, wie sie sein soll.

Und am Ende ist dies vielleicht der beste Zeitpunkt, um einen Schlussstrich unter meine Grundkurs-Aktivitäten zu ziehen. In den kommenden Wochen werde ich noch ein wenig Zeit in die Dokumentation investieren und dann ist es an der Zeit, dass jüngere Menschen das Ruder übernehmen. Denn mal ehrlich: Besser als dieses Mal kann es nicht mehr werden.

Die Woche und ich – Kalenderwoche 13

Montag, 26. März 2012

In der Packstation wartet ein Apple TV auf mich. Ich freue mich sehr. Allerdings stelle ich auch relativ schnell fest, dass das Gerät nicht meinen Ansprüchen gerecht wird. Es macht zwar wirklich prima genau das was es soll, allerdings möchte ich noch ein bisschen mehr und muss deshalb wohl beim guten alten Kabel bleiben. Schade!
Außerdem kaufen Fräulein Anna und ich einen Sonnenschirm für die Terrasse. Eine gute Sache.

Dienstag, 27. März 2012

Ich schaffe es, trotz Einschränkungen im Schienenverkehr, schon das zweite Mal diese Woche zeitig zur Arbeit. So langsam pendele ich mich ein. Den Abend verbringe ich damit, meinen Computer wieder her zu richten. Irgend ein fieses Stück Software macht, dass Dinge die ich anklicke an meinem Mauszeiger hängen bleiben. Ich googele mir die Finger wund, um dann am Ende eine Kernel-Extension des Programmes Air Parrot dafür verantwortlich zu machen. Ich atme ziemlich auf.

Mittwoch, 28. März 2012

Im Innenhof meiner Firma steht nun eine Biertisch-Garnitur. Keiner weiß wer die da hinstellte, aber alle finden diesen Menschen gut. Ich verpacke Apple TV zwei Mal, nachdem mir erst nach dem Zukleben des Päckchens einfiel, dass ich vielleicht auch besser meine Daten wieder runterlösche.

Donnerstag, 29. März 2012

Wir besuchen den Tournee-Auftakt der Heckenkapelle. Die Wandervogelmädchen liefern ein schönes Konzert ab. Anschließend landen wir in einer nahegelegenen Kneipe und ich habe einen schönen Abend mit der Bonner Gang.

Freitag, 30. März 2012

Letzter Arbeitstag vor meinem Urlaub! Ich bin leider nicht mehr so sonderlich bei der Sache und ärgere mich ausdauernd über mich selbst. Außerdem bin ich relativ Müde und schlafe, nachdem ich zu Hause angekommen bin, erst einmal zwei Stunden auf dem Sofa. Dass dich dann natürlich die halbe Nacht wach sein werde, ist wohl klar. Ich nutze die Zeit um meinen Kram für die kommende Woche zu packen und noch ein bisschen zu lesen.

Samstag, 01. April 2012

Ich stehe früh auf und bin recht zeitig startklar. Allerdings verschiebt sich unsere Abfahrt dann doch immer wieder ein wenig und so hätte ich am Ende locker eine Stunde länger im Bett bleiben können. Dennoch gut gelaunt lasse ich mich nach Immenhausen kutschieren, wo ich zum dritten Mal einen Grundkurs teamen werde. Wir werden von echt fiesem Wetter begrüßt und ich muss mich ein wenig wundern, dass ich dennoch so etwas wie Vorfreude verspüre. Den Rest des Tages verbringe ich mit dem Rest des Teams und dem Einrichten einer gescheiten Arbeitsatmosphäre.

Sonntag, 02. April 2012

Es geht los! Am frühen Nachmittag kommen unserer Teilnehmenden an, die wir natürlich gebührend am Bahnhof in Empfang nehmen. Vorher hatte ich schon meine Fähigkeiten als Bootsbauer unter Beweis gestellt und aus einigem Seil und ein paar Pfählen ein prima Schiff für 30 Leute gebaut. Fragt nicht.

Grundkurs

Grundkurs

Gelehrt, gelernt, ausgetauscht, Spaß gehabt. Das war der diesjährige Grundkurs. Meinen Empfindungen aus dem letzten Jahr habe ich nichts wirklich hinzuzufügen, außer vielleicht das ich das Gefühl hatte sicherer geworden zu sein. Ich würde glaub ich gern wieder mitmachen, so im nächsten Jahr. Unter ein wenig anderen Vorraussetzungen vielleicht, denn ich bin kein wirklicher Vorbereitungsmensch.
Außerdem möchte ich wirklich wissen wie es den Menschen und ihren Gruppen und ihren Problemen so in einem Jahr geht. Ich habe mich gefreut mit motivierten jungen Menschen zu arbeiten.

Grundkurs 2010 – Unterwegs in Bananien

Nun ist er vorbei, der Grundkurs 2010. Die vergangene Woche weilte ich, wie berichtet, in Banania. So hatten wir gemäß unserem Motto das BdP Bundeszentrum umbenannt. Sieben Tage lang sollten dort Gruppenleitungen des BdP weitergebildet werden.

Runde im großen Saal in Immenhausen

Mein Fazit: Total super! Sowohl was die Teilnehmenden angeht, als auch das Team: Besser kann es glaube ich gar nicht laufen. Ich hatte eine Menge Spaß und habe vermutlich auch eine Menge vermitteln können. Besonders außerhalb der normalen Einheiten konnte man ganz gut auf die Probleme eingehen, die sich so in der täglichen Stammesarbeit ergeben. Dabei fühlte ich mich weniger als Lehrer, nur Erfahrung habe ich den Teilnehmenden voraus. Es ist toll zu sehen, dass es so viele Jugendliche gibt, die die Idee der Pfadfinderei vorantreiben und so viel Arbeit investieren. Da war ich teilweise wirklich sprachlos.

Eine Einheit des Stammesführungs-Grundkurses

Auch im Team war die Stimmung gut. Ich bin immer wieder davon begeistert, wenn teilweise völlig fremde Menschen an einem Ort zusammenkommen und mit der Arbeit loslegen. Jeder packt mit an und gemeinsam wird etwas realisiert. Jeder unterstützt den anderen. Dafür bin ich sehr dankbar, denn vor allem aus Schlafmangel war ich sicherlich das ein oder andere Mal nicht so sonderlich gut zu ertragen.

Im Vorfeld des Grundkurses war ich ein wenig skeptisch, ob ich dort überhaupt etwas verloren habe. Zwar zweifelte ich nicht an meiner fachlichen Kompetenz, war mir aber nicht so sicher ob ich auch inhaltlich alles drauf habe. So ganz falsch lag ich da nicht und so konnte ich auch noch eine Menge für mich mitnehmen. Dennoch habe ich mich glaube ich ganz gut geschlagen und eine kleine Liste mit möglichen Verbesserungen für die kommenden Jahre zusammengetragen.
Am Ende stellte sich dann das übliche Kursfeeling ein: Eigentlich total im Eimer und endgültig urlaubreif und dennoch gewillt, das Ganze noch eine Woche zu verlängern. So soll das sein. Mal schauen ob ich im kommenden Jahr wieder mit an Bord bin. Lust hätte ich auf jeden Fall!

Willkommen in Banania

Derzeit weile ich in Immenhausen, auch bekannt als „hessisch Sibirien“, wo zufälligerweise das Bundeszentrum meines Pfadfinderverbandes rumsteht. Bis nächsten Samstag findet hier der Grundkurs Mitte des BdP statt, ein Fortbildungslehrgang für Gruppenleiter.

Schon heute Abend werden wir nach dem Kennenlernen mit den ersten Einheiten einsteigen. Zuerst mussten wir aber gerade unsere Teilnehmenden am Bahnhof abholen. Stilecht als Einwohner der Bananenrepublik Banania verkleidet zogen wir los und bevor wir wieder am Bundeszentrum angekommen waren, gab es schon den ersten Putsch in der Republik. Da wird auf unsere Teilnehmenden sicherlich noch der ein oder andere zurückkommen.

Ich bin auf die kommende Woche sehr gespannt, da dies mein erster Grundkurs als Teil des Teams ist. Zwar war ich selbst 1999 und 2000 als Teilnehmer hier, als Mitglied des Kursteams ist das aber wieder eine ganz andere Sache. Gewöhnungsbedürftig ist es auf jeden Fall, dass ich hier auf einem weniger praktischen Kurs bin. Unsere Teilnehmenden haben alle schon Erfahrung als Gruppenleiter und sollen ihre Kenntnisse vertiefen. Bisher arbeitete ich immer am anderen Ende und vermittelte Grundlagen.

Ich bin sehr gespannt auf die kommenden sieben Tage.

Eine Bundesversammlung

An diesem Wochenende habe ich als Gast der Bundesversammlung des BdPs beigewohnt. Wie gewohnt nach einem Wochenende eine Zusammenfassung in Stichpunkten.

  • Nach einem Sprint zum Bonner Bahnhof ist der Zug natürlich verspätet.
  • Wenn auf der Fahrt durch das Rheintal selbiges von einem Gewitter heimgesucht wird, kann das nahezu apokalyptische Zustände annehmen.
  • Unwetter verzögern die Anreise: Manchmal kommt man dann erst zu dem Zeitpunkt los, den man als Ankunftszeit eingeplant hat.
  • Ein Roadtrip ist natürlich immer ein Spaß!
  • Inkontinenz kann auch bei Jugendlichen auftreten.
  • Nur weil man erst nachts um drei Uhr ankommt, muss man noch lange nicht Gas geben beim Aufbau.
  • Beim Stangensuchen trifft man hin und wieder einen Hessen samt Bembel mitten im Wald.
  • Eine BV ist eigentlich eine echt langweilige Sache.
  • Trotzdem kann man sich aus der letzten Reihe raus total gut aufregen.
  • Die freie Zeit kann man super zum Aufräumen der Festplatte nutzen und Fotos sortieren.
  • Irgendwie rutscht der Bund immer mehr in die Hirse-Müsli-Fraktion ab. Anscheinend ist Öko nun angesagt.
  • T-Shirts gibt es tatsächlich auch in „fairer Qualität“.
  • Im Bund ist singen nicht mehr so angesagt. „Wir“ diskutieren lieber.
  • Die vorhandene Nahrungsmenge muss nicht unbedingt auf die anwesenden Teilnehmeranzahl abgestimmt sein. Zu viel war es auf jeden Fall nicht.
  • In Immenhausen ist es nicht nur ein wenig kälter in Restdeutschland, es gibt auch mehr Mücken.
  • Auf Bundesebene gibt es viel zu viele „Politiker“ und Selbstverwirklicher. Basisnähe wird hier leider nicht in der Job-Description erwähnt.
  • Zu viele Leute hören sich selbst gern reden.

Am Ende bleibt mein Fazit:

Es ist alles gesagt, nur noch nicht von jedem.

Im nächsten Jahr werden wir die Veranstaltung wohl ausrichten. Mich dafür zu engagieren kann ich mir gut vorstellen – einer Versammlung möchte ich glaube ich nicht mehr beiwohnen.