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Die Woche und ich – Kalenderwoche 24

Montag, 11. Juni 2012

Ein Video von der Norvegian Developer Conference macht meinen Tag. Ich bin außerdem ein wenig betrübt, dass es scheinbar Menschen gibt die so etwas gut finden. Oder denken das es andere gut finden könnten.

YouTube-Vorschaubild

Am Abend eröffnet Apple die WWDC in San Francisco und nutzt die Gelegenheit, um seine überarbeitete Produktpalette vorzustellen. Das erste Mal seit längerem verfolge ich wieder den Liveticker einer solchen Veranstaltung. Ich stelle fest, dass für mich irgendwie nichts dabei ist und überdenke meine Anforderungen.

Dienstag, 12. Juni 2012

Mein Arbeitstag geht eher unspektakulär vorbei. Dafür ist der Abend um so aufregender: Ich bin Gast bei der Aufnahme zur neuesten Folge der Knutsens und unterhalte mich über allerlei Dinge. Das hat mir großen Spaß gemacht und ich möchte vielleicht professioneller Podgast werden.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Ich starte optimistisch in den Tag und werde – natürlich weil es sich um ein paar „Kleinigkeiten im Internet Explorer“ handelt – herb enttäuscht. Das zieht sich natürlich alles wieder endlos.
Am Abend schaue ich natürlich kein Fussball, dafür ist aber am Ende mein Profilbild im Fernsehen zu sehen, weil ich das dumme Gebrabbel eines ehemaligen Tennisprofis im Internet verteile. Das ist natürlich auch eine Methode, um seine fünfzehn Minuten Ruhm zu erlangen.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Ich entschloss mich schon gestern zum Kauf eines neuen mobilen Computers. Dummerweise habe ich nicht ausreichend Geld auf der Kreditkarte geparkt und muss so sehr umständlich Geld durch die Gegend transferieren. Das dauert ewig und strapaziert meine Geduld. Ich bekämpfe meinen Frust, in dem ich meinen aktuellen Computer ordentlich ausmiste, Kram wegwerfe und Daten auslagere. Manchmal wäre ich auch in meinem analogen Leben gerne so ordentlich. Natürlich geht dabei auch nicht alles glatt und ich bin froh, dass Timemaschine meinem Bilderordner immer fleißig gesichert hat.

Freitag, 15. Juni 2012

Endlich ist mein Geld angekommen und meine erste Handlung besteht darin, einen Computer zu bestellen. Ich bin ein zufriedener Mensch. Fleißig bringe ich meinen Arbeitstag zu Ende. Leider stellt sich gegen Nachmittag heraus, dass mein Körper sich – wie schon in den letzten Tagen angedeutet – gerne schlecht fühlen möchte. Deshalb breche ich am Abend nicht nach Hannover auf, um dort ein Grundkurs-Nachtreffen abzuhalten, sondern bleibe mit meinem Hintern zu Hause. Das macht mich auch ein wenig traurig.

Samstag, 16. Juni 2012

Ich werde mit leckerem Pfannkuchen-Frühstück geweckt und starte so ziemlich gut in den Tag. Wie schon in der vergangenen Woche bastele ich mir anschließend eine Liste mit Dingen, die ich gerne am Wochenende machen möchte. So bringe ich den Tag relativ locker hinter mich, nachdem ich seit Mittag auch noch sturmfrei habe und bin am Abend wirklich zufrieden mit dem was ich getan habe. Zur Belohnung schaue ich Mission Impossible 3, der gar nicht so schlecht ist, wie die Hauptrolle von Tom Cruise vielleicht suggerieren möchte.

Sonntag, 17. Juni 2012

Wie angekündigt ist das Wetter richtig gut, als ich irgendwann aufstehe. Deshalb steht zuerst ein wenig Gartenarbeit an: Die in der vergangenen Woche gekauften Töpfe wollen bepflanzt werden. Ich bin gespannt, was meine Allergien zu der nun bald blühenden Blumen- und Pflanzenpracht auf der Terrasse sagen. Ansonsten verbringe ich den Tag im Wesentlichen mit lesen und schlafen und spaziere am Abend gemeinsam mit Fräulein Anna durch die Gegend. Das haben wir auch in den vergangenen Tagen schon ein paar Mal gemacht und ist eine gute Sache. Schließlich schauen wir uns dann noch einen aufgezeichneten Tatort aus dem vergangenen Jahr an, bevor die Woche schließlich auch zu Ende ist.

Webmontag Bonn 4/2012

Nachdem ich es leider zwei mal nicht geschafft hatte, lief ich gestern Abend mal wieder die paar Schritte rüber zum InnovationPoint/Waschsalon um am Webmontag teilzunehmen. Das ein oder andere bekannte Gesicht entdeckte ich gleich und auch schon bald ging es mit dem ersten und leider einzigen Vortrag los.

„PhoneGap & GWT oder warum mobile Apps sterben müssen“ von Daniel Kurka

Daniel, der nach eigener Aussage sozusagen hauptberuflich über das Thema spricht, ging in den ersten Rund zwanzig Minuten ein wenig auf die Entwicklung des Internets und des mobilen Webs ein und zeigte auf, warum man nicht für jede Seite auch eine passende App braucht. Anschließend erläuterte er ein paar Grundlagen rund um mgwt und Phonegap. Wäre der Vortrag an dieser Stelle zu Ende gewesen, hätte mich das vermutlich sehr enttäuscht. Ausgehend von einer kleinen Fragerunde erläuterte Daniel dann allerdings noch eine weitere Stunde lang die Funktionsweise von PhoneGap detaillierter, erklärte einiges zu GWT und zeigte vor allem auch einige Beispiele anhand einer Demo-Applikation auf dem iPhone. Das machte die Veranstaltung dann zu einer runden Sache, bei der ich wieder einiges an gefährlichem Halbwissen mitnehmen konnte. Ich fand das Thema sehr interessant und entsprechend schnell ging dann die Zeit auch für mich um.

Am Ende wurde dann noch ein wenig gequatscht und schon war ich auch wieder zu Hause. Top.

Multimediatreff #29

Samstags früher aufstehen als unter der Woche. So fing das an. Grund dafür war mein Besuch beim 29. Multimediatreff, den ich mit dem Kollegen besuchte. Allerlei Vorträge standen auf dem Programm und das konnte eigentlich nur interessant werden. Pünktlich angekommen sammelten wir unsere Namensschilder ein und warteten bei Brötchen und Kaffee auf den Beginn der Veranstaltung. Nachdem dann auch der letzte Adapter irgendwie gefunden war, ging es dann mit leichter Verzögerung los.

HTML5 Polyfills – Den Kampf gegen veraltete Browser aufnehmen und gewinnen

Peter Kröner ist der einzige Mensch, der es schaffte ein Fachbuch zu schreiben, dass ich wirklich gelesen habe. Der „HTML5-Erklärbär“ hat einen sehr angenehmen Schreibstil und dementsprechend war ich auf seinen Vortrag sehr gespannt.
Ich wurde nicht enttäuscht. Der Vortrag rund um HTML5-Polyfills war sehr interessant und eine gesunde Mischung aus Vertiefung meines Wissens und neuen Dingen. Imposant fand ich, dass er einen großen Teil seiner Folien dann tatsächlich aus dem Internet Explorer 6 abspielte. Der Vortrag selbst war also das beste Beispiel.

Peter Kröner im Vortrag

Interaktionsdesign und animierter Webcontent mit Adobe Edge

Die Vorstellung der Beta-Version von Adobe Edge durch Jay Meissner hatte mich im Vorfeld nicht so sehr gereizt. Allerdings gefiel mir die Funktionalität die Meissner vorführte dann doch recht gut. Falls ich mal aufwändigere Animationen zu erstellen habe, werde ich mir das auf jeden Fall nochmals anschauen. Am Ende folgte dann noch eine kurze Demo von Adobe Shadow.

CSS3: Sass und Compass – Awesome Stylesheets!

Der Titel des Vortrages klang für mich relativ interessant, allerdings konnte André Laugks mir dann leider nicht mehr viel Neues erzählen. Die Funktionsweise und die Möglichkeiten von CSS-Preprozessoren hatte man mir vor einiger Zeit auf dem Webmontag ja schon detailliert erklärt. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass das vorgestellte SCSS mir weniger liegen würde als das beim Webmontag vorgestellte LESS.

Single-Page Web Apps – Möglichkeiten und Fallstricke

Eine Kombination aus „Nicht so mein Thema“, einem vollen Bauch, stickiger Luft und unglaublich unbequemen Stühlen machte es möglich, dass ich aus dem Vortrag von Jörn Zaefferer nicht so viel mitnehmen konnte. Einige Details habe ich mir aber dennoch im Hinterkopf behalten.

„Hab Dich!“ – Wie Angreifer ganz ohne JavaScript an Deine wertvollen Daten kommen

Mario Heiderich weckte mich dann wieder ein wenig auf. Der wirklich gute Vortrag schaffte es, dass mir mehr als einmal der Mund vor Überraschung offen stehen blieb. Heiderich zeigte anhand einiger Beispiele, wie man ganz ohne Scripte dennoch an die Daten von Nutzern kommen kann. Wie er auf all die Ideen kommt und wie er sich die Kombinationen aus verschiedenen HTML- und CSS-Features ausdenkt, ist mir immer noch unerklärlich.

HTML5 in freier Wildbahn

Schließlich zeigte Carlo Blatz dann noch, neben relativ viel Eigenwerbung für sein Unternehmen, einige aktuelle Beispiele für die Möglichkeiten von HTML5 und CSS3. Das war auch ganz unterhaltsam, die meisten Beispiele kannte ich aber auch schon.

Mein Fazit

Ein interessanter Tag der sich durchaus gelohnt hat, auch wenn er etwas lange war und mein Hinterteil vermutlich immer noch Wund ist von den unglaublich unbequemen Stühlen im Komed Veranstaltungszentrum. Ich kann mir durchaus vorstellen, bei Gelegenheit mal wieder einen Multimediatreff zu besuchen.

Webmontag Bonn 1/2012

Webmontag BonnGestern Abend war ich, nachdem ich die Veranstaltung schon länger auf dem Radar hatte, das erste Mal auf einem Webmontag in Bonn. Die Veranstaltung war das erste Mal im Innovationpoint Waschsalon, was sich als geeigneter Austragungsort herausstellte.

Der Webmontag ist eine Veranstaltungsreihe, die es in dieser Form in vielen deutschen Städten gibt. Neben dem Austausch mit anderen Internet-Menschen stehen auch immer kurze Vorträge zu den verschiedensten Themen auf dem Plan. Gestern Abend waren es derer zwei.

„Online-Magazine“ von Lina Dillmann

Lina Dillmann berichtete von ihren Recherchen zum Thema Online-Magazine, die sie im Rahmen ihrer Diplomarbeit durchführte und ging dabei speziell auf Formate ein, die für Tablets gestaltet werden.
Der Vortrag war für mich weniger interessant und brachte auch nichts wirklich Neues zu Tage. Das mag in meinem Fall vor allem daran liegen, dass ich mich für das Thema nicht sonderlich interessiere, da ich zum einen eher selten Magazine lese und zudem kein Tablet besitze. Eine okaye Zusammenfassung des Ist-Zustandes in der deutschen Medienwelt war es aber schon.

„LESS – The dynamic stylesheet language“ von Michael Rolfsen

Michael Rolfsen berichtete im zweiten Vortrag von seinen Erfahrungen mit dem CSS-Preprozessor LESS. Das Thema war für mich sehr viel interessanter, da auch technischer. LESS erweitert das allgemein bekannte CSS um einige Funktionen, wie etwa Variablen, verschachtelte Regeln und Funktionen. So lassen sich CSS-Spezifikationen leicht innerhalb eines Stylesheets wiederverwenden, was mir schon recht praktisch vorkommt. Nachteil: Man muss eine LESS-Datei zuerst in ein „richtiges“ Stylesheet kompilieren, bevor es benutzt werden kann. Ein Thema, mit dem ich mich durchaus mal auseinander setzen möchte.

Fazit

Mein erster Webmontag in Bonn war eine interessante Veranstaltung, auch wenn ich mir am Anfang etwas einsam vorkam, da ich niemanden kannte (und der feine Herr Alexander mich versetzte). Im Anschluss an die Vorträge unterhielt ich mich aber noch eine Weile nett. Leider löste sich die Veranstaltung nach dem zweiten Vortrag doch relativ schnell auf.
Das nicht alle Vorträge für mich interessant sind ist klar, bei einem doch sehr durchmischten Publikum ist das auch nicht anders zu erwarten. Von den knapp über zwanzig Anwesenden hatte schätzungsweise etwa die Hälfte Entwicklungserfahrung.

Ich werde bestimmt auch das nächste Mal hingehen. Wann es wieder so weit ist, kann man bei Twitter, Facebook oder auf der zugehörigen Webseite sehen.

Dropbox

Irgendwann letztes Jahr konnte ich nicht so recht an mich halten und musste mir unbedingt einen MobileMe-Account zulegen. Nun stellte sich so ein wenig heraus, dass ich den eigentlich überhaupt nicht brauche. Der einzigen Dienst den ich wirklich benutze ist die iDisk, der virtuelle Speicherplatz den man von Apple zur Verfügung gestellt bekommt. Leider ist der Dienst unglaublich langsam, so dass mir das nicht so recht Spaß macht.

Eine Alternative zur iDisk ist Dropbox ((Affiliate-Link. Ihr registriert euch und ich bekomme ein wenig mehr Speicherplatz. Das wäre nett.)). Den Dienst hatte ich vorher immer benutzt und nun bin ich gerade wieder zurückgewechselt und meine Daten aus der iDisk in den Dropbox-Ordner kopiert. Nun bin ich gerade ein wenig begeistert, wie schnell das doch alles gehen kann.

Standardmäßig bietet einem Dropbox zwei Gigabyte Online-Speicher, man kann allerdings bis zu 100GB kaufen. Den Client für Dropbox gibt es für Windows, MacOS X und Linux und es lassen sich alle beliebigen Arten von Dateien auf verschiedenen Rechnern synchron halten. Ich habe so zum Beispiel seinerzeit meine Diplomarbeit noch einmal zusätzlich gesichert.
Interessant ist auch die Möglichkeit, Ordner freizugeben – entweder explizit an andere Dropbox-Nutzer oder völlig frei. So lassen sich per Weboberfläche schnell Dateien tauschen.
Außerdem finde ich es ziemlich gut, dass man auch eine Dateiwiederherstellung eingebaut hat. Beim kostenlosen Account kann man bis zu 30 Tage lang alle gelöschten Dateien wiederbekommen. Im bezahlten Account ist das dann unbegrenzt möglich.

Dann gibt es da auch noch eine Menge mehr, unter anderem natürlich eine iPhone-App um die Dateien auch mobil aufzurufen.
Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte sich die komplette Feature-Liste auf der Dropbox-Webseite ((Affiliate-Link. Ihr registriert euch und ich bekomme ein wenig mehr Speicherplatz. Das wäre nett.)) mal anschauen. Ich würde mich freuen wenn sich ein paar Menschen über meine Links in diesem Eintrag registrieren würden, dann bekomme ich ein klein wenig mehr Speicher für den Dienst. Davon abgesehen hat man auch als Nutzer des Referral-Links was davon: Man bekommt nämlich ebenfalls 250MB Speicher extra!

Blog-Historie

„Was ist denn das für ein Referrer?“ fragte ich mich da heute beim morgendlichen Blick in die Statistiken. Das Blog History Project verlinkte auf mich. Ich glaube sogar, dass ich da mal was hingeschrieben hatte, damit ich in der Liste aufgenommen werde. Auf jeden Fall finde ich mich da in guter Gesellschaft wieder. Das inzwischen anscheinend leider nicht mehr weitergeführte Projekt wollte wohl die Geschichte der deutschen Blogosphäre abbilden. Schade, dass da nichts draus geworden ist.

Der Eintrag meines Blogs im

Auf den 12. Oktober 2004 wird im Blog History Project der erste Eintrag für mein Blog datiert, das ist ja schon eine Weile her. Die dortige URL zum ersten Eintrag zeigt dann auch brav auf mein altes Blog, dass damals noch unter der Domain www.schneyra.de lief. Die verweist inzwischen auf diesen Blog hier, mit dem ich vor etwa zwei Jahren begann. Lange Zeit hatte ich beide Blogs parallel laufen, das alte wurde nur nicht mehr befüllt. Schon damals hieß der Beitrag aber schon „Ein neuer Anlauf“. Eigentlich war ich noch viel früher an, leider gibt es aus der Zeit vor 2004 nicht mehr wirklich viele Daten.

Zurück zum alten Blog: In der letzten Zeit frage ich mich öfter: „Was tun mit den ganzen alten Einträgen?“. Einfach wegwerfen möchte ich sie nicht, dafür habe ich zu viele Erinnerungen dort abgelegt. Das ist ja eigentlich auch was schönes. Natürlich könnte ich genauso einfach die beiden Datenbanken zusammenführen, allerdings wäre mir dabei nicht sonderlich wohl. Viel zu viel „Müll“ hat sich angesammelt: Beiträge die ich selbst heute nicht mehr verstehe oder die einfach nicht mehr aktuell sind. Andererseits sind schon ein paar Perlen dabei. Ich hatte schon einmal angefangen, die Beiträge alle noch einmal zu lesen. Über das genaue Vorgehen muss ich mir noch ein paar Gedanken machen, für Ideen bin ich sehr dankbar. Vielleicht lasse ich ein paar meiner Stammleser aus der guten alten Zeit darüber entscheiden, welche Beiträge es noch einmal geben soll. Eine Retro-Serie, das wäre doch mal hip!

Datenschutz und Kram

Vater Staat macht es einem nicht einfach: Eigentlich möchte ich hier nur ein paar Sachen ins Internetz stellen. Ich möchte mich darüber freuen wenn andere Dinge die ich mache oder gut finde auch gut finden. Das kostet mich ein paar Euros im Monat, macht aber hauptsächlich eine Menge Spaß, gerade wenn ich solche Diskussionen lese.

Denn natürlich bin ich dabei nicht nur ein wenig neugierig und möchte wissen, woher die Besucher denn so kommen, was sie hierher verschlägt und ob es ihnen hier gefällt. Damit sind wir dann auch beim Thema, denn dazu gibt es allerlei Tools. Eines der beliebtesten ist sicherlich Google Analytics, dass ich bis vor gerade hier einsetzte. Bei Google hat man ganze Arbeit geleistet, ein tolles Tool auf die Beine gestellt und es war mir immer möglich eine schöne Übersicht über meine Besucher zu erhalten.
Den großen Rahmen des Ganzen zu verstehen fällt mir schwer, aber es ist wohl so, dass es aus irgend einem Grund böse ist die IP-Adresse seiner Benutzer zu speichern. Als könnte ich mit der was anfangen. Ich habe das Gefühl, das hier wieder einmal Menschen Entscheidungen getroffen haben, die das Netz nicht verstanden haben. Darüber möchte ich mich eigentlich schon gar nicht mehr aufregen. Es nervt einfach nur.

Jedenfalls habe ich für diese Seite nun Google Analytics mal deaktiviert. Die Geschichte hier soll Spaß machen und nicht damit enden, dass ich die Rechnung irgend eines Anwaltes bezahlen darf. Das mag vielleicht ein wenig voreilig sein, denn wie es denn nun genau ist weiß auch keiner. Allen voran der Gesetzgeber.
Ich bin da lieber vorsichtig. Im Hintergrund zählt jetzt noch Semmelstatz mit. Das speichert IP-Adressen anonymisiert und sollte damit keine „Gefahr“ für Recht und Ordnung bedeuten. Außerdem noch die WordPress-Stats. Mal schauen ob ich die auch abschalten muss/kann/sollte. Piwik soll wohl eine gute Alternative zu Google Analytics sein, da muss ich mich mal schlau machen.

Was bleibt: Ein wenig fader Beigeschmack. Datenschutz schön und gut, aber wird hier der Krieg nicht übertrieben?

Netznostalgie

Heute Mittag wurde ich in die Anfänge meiner Internetzeit katapultiert. Dass Lycos, die Firma mit dem schwarzen Hund, am Ende ist, ging im vergangenen Jahr ja durch die Presse. Eigentlich könnte mir so etwas egal sein, wäre da nicht die Sache das zu diesem Konzern auch Tripod, ein Gratis-Webhoster, gehört.
Dort habe ich Mitte 2000 meinen ersten Webspace registriert. Dieser soll nun, so sagte mir die Mail, abgeschaltet werden. Ich möchte doch bitte gegebenenfalls ein Backup der Seite machen.

Da war ich sehr gespannt: Was mag wohl auf dem Webspace noch liegen? Eigentlich war ich davon ausgegangen, nicht mehr viel zu finden, wurde dann aber positiv überrascht. Einige nie fertig ausgearbeitete Layouts und tatsächlich (laut Ordnernamen) die Versionen 9 und 10 meiner damaligen „Homepage“ aus dem Jahr 2001. Schon damals habe ich fleißig prokrastiniert: Dem Datum nach hätte ich in der Zeit wohl besser mal für mein anstehendes Abitur gelernt. Über den Fund habe ich mich allerdings sehr gefreut. Gerade aus meiner Anfangszeit ist mir leider nichts mehr an Daten erhalten geblieben.

„Funpics“ und „Funtexte“ gab es damals auf meiner Seite. Jedes Urheberrecht missachtend wurde damals zusammenkopiert was das Zeug hält. „Schneyra’s Mailorder“ hatte ich mir damals aber schon selbst ausgedacht. Ich glaube dieser Sektion der Seite muss ich mal einen eigenen Eintrag widmen. Besonders interessant fand ich dann aber die Seite „Vorgängerseiten“. Dort hatte ich neben einigen Screenhots auch immer ein paar Worte zu den vergangenen Layouts der Seite verloren.

Da mit natürlich (fast) nichts zu peinlich ist, gibt es nun hier einen Screenshot der ersten Version meiner „Homepage“ aus dem Jahr 2000 zu sehen:

Meine erste Homepage

Erstaunlicherweise erinnere ich mich an diese Zeit noch sehr gut. Ein Freund hatte sich mit dem Baukasten von Tripod eine Seite angelegt. Das musste ich natürlich auch direkt haben, war aber schnell mit den Funktionen unzufrieden. Als ich herausfand, dass man auch eigene Dokumente auf den Server laden kann, hielt mich nichts mehr. Ich fing an, HTML zu lernen. Ein kleines Frameset habe ich mir im Notepad mit Hilfe von SelfHTML zusammengeschraubt, die eigentlichen Inhalte dann aber mit dem Netscape Composer gemacht. Dieser WYSIWYG-Editor war damals Teil des Netscape Navigators. Das, liebe Kinder, war damals™ ein Browser. Wir hatten ja nichts. Und Tabellenlayouts hat man auch erst viel später gebaut. Ein FTP-Programm, heute mein tägliches Werkzeug, kannte ich damals auch noch nicht. Seiten und Bilder mussten im Backend bei Tripod per Formular hochgeladen werden.

Erstaunlich ist, wie steil damals meine Lernkurve war. Die Layouts wechselten zum Teil zwei mal im Monat und wurden von Mal zu mal besser. Ich erinnere mich noch, dass ich recht schnell anfing meinen HTML-Code wirklich von Hand in einem Editor zu schreiben. Seinerzeit war es noch eine hohe Kunst, den Ladeaufwand einer Seite zu minimieren, da lohnte ich auch noch ein schlanker HTML-Code. In den Zeiten von 56k-Modems dankten einem die Nutzer das. Dennoch finde ich die Seiten heute noch ziemlich schön, auf jeden Fall sind sie immer noch Welten besser als vieles was so im weltweiten Datennetz, insbesondere bei Anbietern wie MySpace oder Piczo, online gestellt wird.
Das grässliche Türkis und Comic Sans aus dem obigen Bild waren recht schnell Geschichte. Das ich damals auch gerne animierte Banner und Wordart-ähnliche Effekte gerne benutzt habe, mag man mir verzeihen.

Natürlich konnte damals keiner ahnen, dass ich nicht ganz zehn Jahre später mit eben diesem Kram mal meine Brötchen verdienen würde. Heute spreche ich HTML und CSS fließend, beherrsche einiges in PHP und auch ein wenig JavaScript. Ich nenne ich mich Webentwickler statt „Webmaster“ und schreibe den HTML-Code für Webanwendungen, anstatt „Homepages“ zu basteln. Schön zu sehen, dass daraus was geworden ist.

Im Internet surfen

Warum „surfen“ wir eigentlich im Internet? Da wusste Frau Mutter heute beim Mittagstisch doch tatsächlich mehr als ich… und die Wikipedia hat es bestätigt:

„Bekannt gemacht wurde der Begriff „Surfing the Internet“ durch den gleichnamigen Artikel der US-amerikanischen Bibliothekarin Jean Armour Polly, der im Juni 1992 im Wilson Library Bulletin erschienen ist. Sie kam auf den Namen, als sie ihr Mauspad ansah, auf dem ein Surfer abgebildet war.“
Quelle: Wikipedia

Da sag noch einer, man könnte beim Heimatbesuch nichts mehr von seinen Eltern lernen! Ich stöbere jetzt mal nach einem Mauspad mit einem Surfer drauf. Oder vielleicht eher ner Surferin…

MTV ist tot!

Einem Link bei twitter folgte ich zu einem Beitrag in der ARD Mediathek: „Entlassungswelle bei MTV und Viva“ hieß es da in der Überschrift, was mich natürlich neugierig machte.

„Beim Musiksender MTV ist seit letztem Mittwoch die Hölle los. Als der Europachef mit den Mitarbeitern sprechen wollte, war allen klar, dass einschneidende Maßnahmen drohen. Mitarbeiter wurden gekündigt, Sendungen eingestellt, laufende Produktionen gestoppt. Übrig bleibt ein Rumpfprogramm. […] Aber was da im Verborgenen geschieht, ist nicht weniger als das stille Ende einer Ära.“Quelle: ARD Mediathek

MTV sendet also nur noch ein Rumpfprogramm… Wayne? Inzwischen habe ich mir den kurzen Beitrag aus der Sendung zwei Mal angesehen, denn seine Aussage trifft die Meinung die ich zu dem Thema habe ziemlich genau. Musikfernsehen ist tot, vor allem das Musikfernsehen wie es uns von MTV oder VIVA in den vergangenen Jahren gezeigt wurde.

„Kennen sie jemanden der MTV schaut?“

Diese Frage stellt der Journalist in oben verlinktem Beitrag. Ganz ehrlich? Nein. Gerade dieser Tage berichtet ich in der Raucherpause, dass ich letztens mal MTV geschaut habe. Am Sonntagmorgen kamen da wirklich eine halbe Stunde lang Musikvideos mit Gitarrenmusik, was mich schon schwer wunderte. Wäre der Sender vom vorigen Abend als ich ein „Masters“ über Metallica geschaut hatte nicht noch eingestellt gewesen, es wäre mir nicht aufgefallen. Das hatte ich bewusst angeschaltet, ansonsten sind MTV und VIVA in den letzten Jahren immer mehr von meinem Schirm verschwunden und im Programmplan immer weiter hinten gelandet. All die importierten Sendungen mit College-Studenten, die sich auf möglichst dümmliche Art und Weise zum Affen machen, haben mich nicht interessiert und an „Pimp My Ride“ hatte ich mich irgend wann auch satt gesehen. Ob ich mit Mitte 20 nicht mehr zur Zielgruppe des Senders gehöre, weiß ich nicht… Aber Gangster-Rap finde ich nun mal bescheuert und da ich annähernd täglich einen der komplexgetriebenen Wannabe-Ghettoheinis auf dem Schirm wiederfand, starb so auch mein letztes Interesse.

MTV ist tot. Und genau wie der Mensch vom Intro-Magazin im Polylux-Beitrag frage ich mich „… und ist das nicht vielleicht besser so?“ Eigentlich bin ich mir sogar sicher. Es ist es.
Ich kann mir vorstellen, wie das Herz von Ray Cokes (von dem ich eigentlich nie ein Fan war) blutete, wenn er sich die Entwicklung von MTV in den letzten Jahren anschaute. Die „Revolution MTV“ ist vorbei, heutzutage schaut man sich Musikvideos bei YouTube an. Nicht umsonst haben große wie kleine Musiklabels dort inzwischen eigene Accounts, in denen sie ihre Künstler (nicht nur mit deren Musikvideos) präsentieren.

Genug geschimpft. Dieser Tage gab es auch etwas positives aus eben jener Ecke: Mit MTV MUSIC ging ein neues Internetangebot online, auf dem man (Ein Wunder!) Musikvideos aus dem Repertoire von MTV und VH1 per Stream schauen kann. Zwar wird die Auswahl wohl im Moment noch ausgebaut, aber für den Suchbegriff „metallica“ hatte ich zum Beispiel schon mehr als 40 Treffer. Eine gute Sache die ich sicherlich noch oft in Anspruch nehmen werde wenn meine iTunes-Bibliothek wieder mal langweilig wird.

Und einen Fernseher habe ich ja sowieso nicht mehr…