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Mein musikalisches Jahr 2010

In alter Tradition habe ich mir von meinem Last.fm-Account mal ein wenig Statistik vermitteln lassen. Nachdem ich letztes Jahr eine Liste mit den 25 am häufigsten gehörten Alben veröffentlicht hatte, stellte ich in diesem Jahr fest das eine Auflistung der Künstler-Top-10 aussagekräftiger sein würde. Viele Bands wären in der Top 25 doppelt oder dreifach vorgekommen. In Klammern sieht man die Anzahl der gespielten Titel. Wie repräsentativ diese Auswertung ist, kann ich gar nicht genau sagen – August und September wurden irgendwie nicht richtig gescrobbelt.

Das Ergebnis wundert mich dann eigentlich gar nicht. Auch das sich im Vergleich zum Vorjahr nichts wesentlich geändert hat, ist sicherlich ein Zeichen von konstant gutem Musikgeschmack. Auffällig ist aber, dass vor allem ruhigere Musik das Jahr bestimmt hat, das mag auch an meine eher mittelmäßigen körperlichen Verfassung das Jahr über gelegen haben. Metallica zum Beispiel würde erst auf Platz 20 kommen.

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Mein musikalisches Jahr

Musikcollage

Es scheint gerade angesagt zu sein, eine Liste der meistgehörten Alben dieses Jahres zu bloggen. Warum also auch nicht ich? Und weil es ein wenig länger wird, geht es weiter nach dem Klick.
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Kettcar in Bonn

Wenn eine meiner Lieblingsbands nur 20 Gehminuten von meiner Wohnung entfernt spielt, dann darf ich dabei natürlich nicht fehlen. So hatte ich mir schon vor zwei Monaten eine Karte gesichert und machte ich mich heute Abend auf den Weg ins Brückenforum. Dort sollte Kettcar spielen.

Pünktlich zur Vorband, die auf den Namen Computer hört, schlug ich dort auf. Die Kapelle war dann auch recht OK, wenn auch für meinen Geschmack ein wenig zu ruhig – trotz dem MacBook Pro auf der Bühne. Die Zeit bis zum Konzert hatte ich dann auch direkt nettes Gespräch: Mit so einigem hätte ich ja gerechnet, aber als dann ein Tiefensteiner in Form von Frank vor mir stand, war ich schon ein wenig baff. Bewundernswert wie schnell ich doch wieder ins übelste obersteiner Platt umschalten kann, nachdem ich mir sonst doch Mühe gebe einigermaßen Hochdeutsch zu reden. Wie gut mir das gelingt ist dann wieder eine andere Frage.

Kurz nach neun Uhr hieß es dann „Hallo Bonn, alte Lady. Wir sind Kettcar aus Hamburg.“ – gefolgt von „Ein Volk steht wieder auf – na toll…“.
Wie erwartet startete die Band mit „Deiche“. Es folgten dann gute anderthalb Stunden spitzen Livemusik, bei der ich bis auf ein Lied alles mitsingen konnte. Nachdem ich ja vom Auftritt auf dem Rocco-del-Schlacko nicht so begeistert war, hat dieses Konzert wieder alles rausgehauen. Gleich zwei mal musste die Band wieder vor die nicht ganz ausverkaufte Halle, bis es dann nach „Balu“ endgültig zu Ende war. Meinetwegen hätten sie noch eine ganze Weile weiterspielen können…

Rocco-del-Schlacko 2008

Das vergangene Wochenende habe ich auf dem Rocco-del-Schlacko im schönen Saarland verbracht. Bereits das dritte Mal war ich nach 2003 und 2006 dort, dieses Mal allerdings als Helfer. Dank einiger pfadfinderischen Connections habe ich mir den Eintritt gespart und im Gegenzug dazu ein wenig Bier gezapft.

Wie immer wenn es eigentlich etwas ausführlicher werden würde, die wichtigsten Punkte in Form einer Liste.

  • Die Anzahl der kompetenten Menschen auf dem Festivalgelände lag Freitag gegen Mittag etwa bei 0. Erst der Geschäftsführer der Veranstaltungsfirma konnte uns dann den Weg zum Helferzelt erklären.
  • Bierstände müssen nicht zwanghaft überdacht sein, auch nicht wenn es regnet. Gut, dass man bei Zapfanlagen dann doch eine Ausnahme macht.
  • Dem Standleiter seinen Job zu erklären ist ein Spaß. Bringt einen selbst aber nicht weiter.
  • Helferausweise öffnen einem Tür und Tor und lassen einen echt wichtig erscheinen.
  • Am schlimmsten regnet es immer dann, wenn man gerade kein Dach zur Hand hat.
  • Der Sänger von Turbonegro ist noch hässlicher als der von Children of Bodom, wenn auch auf eine andere Art und Weise.
  • Ich war Zeuge einer kleinen Gasexplosion. Das die Sanis anschließend eine halbe Stunde gebraucht haben um überhaupt mal aufzuschlagen fand ich krass.
  • Zehn Meter Luftlinie von der Musikanlage zu zelten die die ganze Nacht läuft und betrunkene Menschen amüsieren soll ist nicht so die gute Idee. Es entsteht dadurch der Zwang bis zum Morgengrauen aufzubleiben.
  • Ein Schlammloch das sich immer wieder selbst tarnt kann einen ganzen Mittag für Erheiterung sorgen. Für die beste Performance gab es ein Freibier.
  • Eine Kapelle namens K.I.Z. lässt einen Typen mitreisen, der das Bier für den Rest kaufen muss. Viel mehr kann der auch nicht.
  • Als Thekenmann ist man sowohl Getränkelieferant, als auch Psychologe.
  • Die Cola von Red Bull ist eher so geht so.
  • Man kann so schlimmen Muskelkater in den Oberschenkeln haben, dass das Treppengehen nahezu unmöglich ist und alles andere auch.
  • Kaum sitzt man wo, schon hat man stundenlang Gespräch.
  • Kettcar war gut, konnte aber das Deichkind-erwartende Publikum leider nicht so arg mitreißen.
  • Die Deichkinder fahren mindestens einen 40-Tonner voller Mist rum, den sie bei Auftritten auf die Bühne schleppen. Den Mist, nicht den LKW.
  • Das ich das ganze Wochenende über keinen Schluck Alkohol getrunken habe, ist mir erst am Sonntag beim Frühstück aufgefallen. Da war es dann auch zu spät.

Aktualisierung: Am Ende schreibe ich ja doch normalerweise noch ein kleines Fazit, welches an dieser Stelle mal recht positiv ausfallen soll. Eine Menge Spaß hatte ich auf jeden Fall, auch wenn der Auftritt von Kettcar nicht so gerockt hat wie ich mir das erhofft hatte. Da dies hauptsächlich am Publikum lag, freue ich mich nun schon auf Anfang Dezember wenn die Kapelle etwa 10 Minuten Fußweg von meiner Bonner Wohnung spielt.