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Spazieren gehen

Halt!

Da stellte ich doch letztens fest: Ich habe zu wenig Bewegung. Da ich mir einen Job als Schreibtischtäter rausgesucht hab, sitze ich nun tagtäglich hauptsächlich an eben einem solchen herum. In der letzten Zeit ist mir aufgefallen, dass ich Abends immer recht unruhig bin. Was tun? Meine Karriere als „Running Man“ im letzten Jahr war nun ja irgendwie nicht so der Renner. Wortwitz olé! Dennoch sollte ein wenig Bewegung her. Gut, dass ich den Rhein ja immer noch direkt um die Ecke hab. So habe ich mich in den letzten Wochen unregelmäßig, aber dennoch recht oft, abends noch eine Runde an das Rheinufer begeben und bin dort ein wenig spaziert. Da bin ich auch nicht der einzige, es gibt also immer etwas zu sehen.

Gesicht

Aus diesem Grund trage ich dann auch hin und wieder meine Kamera mit mir herum. So schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe. Nicht nur, dass ich so zwischen fünf und zehn Kilometern rumspaziere und ich wirklich merke wie gut mir das tut, auch das ein oder andere schöne Bild habe ich dabei schon gemacht. Eine Auswahl dieser kann man sich natürlich auch wieder bei flickr anschauen.

Interessant ist, dass man hin und wieder auch einfach mal angesprochen wird während man an der Kamera rumdingelt und mit den Einstellungen spielt. Viele scheinen sich für Fotografie zu interessieren. Die ein oder andere Empfehlung habe ich auch schon bekommen, es gibt noch einiges zu entdecken. Es soll mal keiner denken, dass fünf Kilometer Rheinufer einfach nur langweilig sind.

Running Man (3)

„Läufst du eigentlich noch?“ wurde ich dieser Tage mehrmals gefragt. Meine Antwort war: „Ja, hin und wieder.“

Tatsächlich ist es so, dass ich an einigen Tagen echt Lust verspüre mich ein wenig sportlich zu betätigen und dann meine kleine Rheinstrecke abrenne. Am Montag war ich das letzte Mal und für heute Abend ist mal wieder eine Tour angesagt. An sich gibt es nicht viel interessantes zu berichten: Nachdem ich einige Male mehr gegangen als gelaufen bin, habe ich am Montag wieder die ganze Strecke laufend zurückgelegt. Dieses Mal habe ich mich mehr oder weniger gezwungen, durchgehend ein moderates Tempo anzuschlagen, was durchaus eine gute Entscheidung war. Wirklich aus der Puste kam ich nämlich dabei nicht und so machte mir die Rennerei auch wesentlich mehr Spaß als die letzten paar Male.
Interessante Statistiken habe ich leider keine zu bieten. Ich bin leider nicht Besitzer einer schicken Pulsuhr oder ähnlichem. Langfristig denke ich über den Kauf eines Nike+-Kits nach. Aber vorerst muss das mal nicht sein.

Das ich garnicht so unfit bin zeigte mir mein letzter Besuch in meinem Elternhaus: Gemeinsam mit Herrn Papa und meiner Schwester habe ich Sonntagsmorgens eine Runde gedreht und konnte dabei komplett mithalten, obwohl beide sicherlich besser im Training sind als ich.

Nun muss ich mir so langsam etwas für den Winter überlegen. Natürlich würde ich gerne weiterlaufen, weiß aber noch nicht was ich da an Equipment eventuell brauche. Ich befürchte ja, dass ich mich jedesmal zu dick einpacke.

Klatschnass

Vergangenen Freitag habe ich wieder mal alles gegeben – beziehungsweise eigentlich das Wetter. Pünktlich zu meinem Feierabend meinte Petrus es nicht so gut mit mir und ließ es mal ordentlich regnen. Da ich keine Lust hatte noch eine Bahn abzuwarten, bin ich so also zum Bahnhof gesprintet und kam dort natürlich auch der Überschrift entsprechend an. So richtig komplett und richtig nass geworden bin ich ja schon lange nicht mehr. Irgendwie schaffe ich es sonst immer, mit einem BW-Poncho oder wenigstens einer regenfesten Jacke ausgestattet zu sein. In letzterer lässt sich auch gut eine Palme transportieren, aber das hatten wir ja gerade erst.

Eigentlich muss ich ja garnicht dazuschreiben, dass es natürlich auch prompt aufhörte zu regnen, als ich dann unter dem schützenden Dach des Godorfer Bahnhofs stand. Bis Bonn war ich dann allerdings auch schon wieder weitestgehend trocken und der Wind auf dem Heimweg hat dann auch schon den Rest erledigt. Nur Jeans trocknen irgendwie schrecklich langsam. Dass ich mir nicht einmal eine allerkleinste Erkältung zugezogen hab, wundert mich schon ein wenig.

Wirklich überrascht war ich am Ende übrigens als mir bewusst wurde, dass mich der kleine Sprint an den Bahnhof in keiner Form aus der Puste gebracht hat. Ob das schon Folgewirkungen meiner sportlichen Aktivitäten sind? Auch wenn ich nicht regelmäßig darüber schreibe: Ich laufe weiter!

Running Man (2)

Nach meinem ersten Versuch letzte Woche und der darauf folgenden Krankheitsphase (Ein Schelm, wer dabei Böses denkt!) bin ich gestern Abend wieder losgelaufen. Schon während der Feierabend-Zigarette hatte ich richtig Lust, zumal das Wetter auch entsprechend war.

Am Wochenende hatte ich mir in der alten Heimat ein paar Laufschuhe von meinem Herrn Vater ausgeliehen, der glücklicherweise die gleiche Schuhgröße hat wie ich. Diese galt es nun auszutesten.
Im Vergleich zu meinen ausgelatschten Schlappen war das schon eine wesentlich bessere Sache, als nächstes steht nun also auch für mich der Kauf von ein paar gescheiten Laufschuhen auf dem Plan. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich heute nicht mit Muskelkater oder ähnlichem kämpfen muss.

Meine persönliche Fitness war gestern Abend nicht so berauschend, vielleicht steckt mir die vergangene Woche noch ein wenig in den Knochen. Mehrmals habe ich eine Geh-Pause eingelegt. Die Strecke war wieder die gleiche wie beim letzten Mal, aber für die nahe Zukunft habe ich mir dann die „Zwei-Brücken-Tour“ vorgenommen.
Gut war auf jeden Fall auch, dass ich dieses Mal eine Flasche Wasser dabei hatte. In der halben Stunde die ich unterwegs war habe ich etwa einen halben Liter Wasser getrunken. Wenn ich jetzt den Trink-Aufsatz von letztens auch nochmal finde, ist das denke ich eine gute Sache.

Gleich werde ich jedenfalls mal den Versicherungsmenschen anrufen und das für heute Abend angesetzte Telefongespräch eine halbe Stunde nach hinten verlegen. So direkt nach der Arbeit loszuziehen hat schon was, denn den Rest des Abends kann man dann auch noch prima nutzen.

Running Man (1)

Bekanntlich befinde ich mich ja in einem ständigen Kampf mit meinem inneren Schweinehund, der wiederum von meiner Eitelkeit ständig Gassi geführt wird. Nachdem ich in den letzten Wochen mal wieder gut am rumheulen war, dass ich einen Bauchansatz bekomme und auch schon entsprechende Kommentare hören musste, war es nun gestern soweit: Ich werde jetzt sportlich!

Zu diesem Zweck habe ich mir ein paar Turnschuhe unter die Füße geschnallt und bin einfach mal aus der Haustür raus. Ein kurzer Blick bei Google Maps hatte mir vorher verraten, wie ich am gescheitesten Richtung Rhein komme. Von mir aus sind es auch tatsächlich nur etwa fünf Minuten, die ich natürlich schon laufend zurücklegte. Am Rhein angekommen hielt ich mich auf der Uferpromenade, wo ich natürlich nicht der einzige Sportler war, in nördlicher Richtung auf die Autobahn-Brücke der A565 zu. Diese mir bisher unbekannte Ecke Bonns ist echt schön, nicht nur zum Laufen. Man kann sich glaube ich auch prima auf der Wiese neben der Promenade niederlassen oder auf dem Steinstrand am Rhein entlangturnen. Das ist auf jeden Fall mal vorgemerkt.

Ich war wieder einmal überrascht, wie gut ich doch voran kam. Ich hatte ja ernsthaft damit gerechnet, innerhalb kürzester Zeit völlig aus der Puste zu sein. Nicht nur, weil ich mich lange nicht mehr sportlich betätigt habe, sondern auch weil ich wohl seit zehn Jahren recht aktiver Raucher bin. Nach einer kurzen Verschnaufpause unter der Brücke ging es dann den gleichen Weg wieder zurück, etwas genervt von einigen kleinen Mücken.
Nach einer guten halben Stunde war ich so wieder in meiner Wohnung angelangt. Wie weit ich gelaufen bin kann ich nicht genau sagen, befürchte aber das es nicht mal ganz fünf Kilometer waren. Für den Anfang finde ich das aber schon mal nicht schlecht.
Zugegebenermaßen stellte sich zu Hause auch eine gewisse Erschöpfung ein und heute morgen spüre ich auch meine Waden ziemlich. Merkwürdigerweise schmerzen aber auch meine Oberarme ein wenig.

Mein Fazit: Für den Anfang war das schon mal nicht schlecht. Nun gilt es, den inneren Schweinehund noch ein paar Mal zu überlisten. Mein Ziel ist es, zumindest alle zwei Tage eine kleine Tour zu drehen. Beim nächsten Mal muss ich auf jeden Fall daran denken was zu trinken mitzunehmen und über kurz oder lang müssen dann auch ein paar gescheite Laufschuhe an den Start gebracht werden.