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Montagmorgen.

Montag, 8.30 Uhr. Vor gut 53 Stunden saß ich das letzte Mal vor diesem Computer. „Eigentlich ganz schön viel Zeit“ denkt man sich so. Das Wochenende war ereignisreich: Ein Vollrausch, zwei Mal ausgeschlafen, mehrmals überfressen, Mitbewohnersuche, mit der Kamera unterwegs gewesen, am Blog geschraubt, geputzt, Kram erledigt. Und doch irgendwie nicht alles geschafft.

Die Wochenenden sind zu kurz. Jedes Mal bleibt eine Menge Kram über, der eigentlich erledigt sein sollte. Mit meinem Weihnachtsgeschenke-Einkauf bin ich nicht wirklich weiter gekommen, die Wäsche blieb ungewaschen und eine Menge Kram der eigentlich ausprobiert und ins Internet gepackt werden sollte, schlummert weiterhin auf meiner Festplatte.
Nun ist es Montag, inzwischen 8.45 Uhr. Ich werde jeden Tag gute neun Stunden in der Firma rumhängen, ein paar nette und auch ein paar nervige Dinge machen müssen – dafür werde ich bezahlt. Abends dann wenig Lust und Elan noch was gescheites zu tun. Mitbewohner-Casting steht an, so richtig zu was kommen werde ich also so oder so nicht. Bis dann das nächste Wochenende ansteht.

Das klingt nun nach einem fiesen Wochenend-Fazit. Ist aber gar nicht so. Ich bin zufrieden, ich hatte Spaß. Die Wochenenden müssten eben ein wenig länger sein.

Und ihr so?

Mitbewohnerin gesucht

Meine WG sucht eine neue Mitbewohnerin. $mitbewohner wird zum 1. September ausziehen und sein Studium in der französischen Hauptstadt beenden. „Schade eigentlich“ denke ich mir da, denn so langsam habe ich mich an den jungen Mann gewöhnt, der sich da den Balkon mit mir teilt. Gestern Abend haben wir dann mal oben verlinkte Anzeige geschaltet. Auf Wunsch von $mitbewohnerin suchen wir uns nun eine junge Frau, die es gern mit uns aufnehmen möchte.

Die Bude von $mitbewohner ist runde 20qm groß, hat einen direkten Zugang zum Balkon und ist auch schon recht nett ausgestattet. Eigentlich könnte sofort jemand einziehen. Auch der Rest der Wohnung ist ziemlich prima, auch wenn an der ein oder anderen Stelle schon noch etwas zu tun wäre.

Ich bin sehr gespannt, was da in den der kommenden Woche so auf uns zukommt. Schon kurz nachdem die Anzeige online war hatten wir den ersten Anruf einer jungen Frau die zumindest schon mal eine sehr angenehme Telefonstimme hatte. Ab Dienstag werden wir uns dann mal ein paar Leute anschauen. Ich bin schon sehr gespannt, wer da alles vorstellig wird. So richtig froh bin ich aber, dass ich dieses Mal nicht selbst suchen muss. Der langjährige Leser erinnert sich an den Krampf den ich diesbezüglich im Frühjahr hatte.

Sehr schön fände ich es, wenn wir jemanden finden würden, der ein wenig mit mir auf gleicher Wellenlänge liegt und das Prinzip „WG“ verstanden hat. Auch wenn ich an $mitbewohnerin außer diesem Punkt an sich nichts auszusetzen habe, wirklich viel zu tun haben wir nicht miteinander. Das mag vielleicht auch dran liegen, dass die Gute morgens im Normalfall vor mir aus dem Haus geht und Abends auch wesentlich später wieder aufschlägt. So ein Jura-Studium scheint nicht ganz ohne zu sein.

Um auf das Thema „Verständnis des WG-Prinzips“ noch einmal zurück zu kommen, ein kleines Beispiel: Als ich letztens (mal wieder) eine Menge Geschirr angesammelt hatte und nun fluchend über der zu niedrigen Spüle stand, habe ich das Thema „Spülmaschine“ mal angesprochen. $mitbewohnerin meinte:

„Ja, das ist eigentlich eine gute Idee. Aber wenn jeder so lange sein Geschirr sammelt, bis er eine Maschine laufen lassen kann, haben die anderen ja keins mehr zum benutzen.“

Ein kleines WTF?!? später habe ich das Thema dann mal versanden lassen.

Wohnungs-Frust

WG-Suche frustet. Jedenfalls tut es das mich in den letzten Tagen, denn irgendwie sind meine bisherigen Suchergebnisse recht mau. „Google-WG“ gibt es noch nicht, oder? Ich überlege ernsthaft, meine Anforderungen zurückzuschrauben und habe auch schon in Betracht gezogen selbst als WG-Gründer an den Start zu gehen oder mir gar eine ganze eigene Wohnung zu mieten.

Für den morgigen Nachmittag darf man mir aber noch einmal die Daumen drücken, dann werde ich mir nämlich eine Wohnung anschauen, die zumindest der Beschreibung nach schwer nach meinem Geschmack ist. Beziehungsweise war: Das entsprechende Inserat ist in der letzten Nacht aus dem Verzeichnis von wg-gesucht.de verschwunden. Deshalb hoffe ich nun inständig, morgen nicht direkt wieder heimgeschickt zu werden.

Ansonsten suchen aktuell anscheinend nur junge Mütter nach Mitbewohnerinnen und in anderen Annoncen wird gleich vorausgesetzt, dass man Trinkfest ist und allzeit Partybereit. Gerade heute tönte es im Hintergrund „Cool! Schnaps!“ als ich einen Termin zur Wohnungsbesichtigung machen wollte. Am Ende war ich dann fast froh, dass das Zimmer schon vergeben war.

Auf Wohnungssuche

Bis zum ersten Mai bin ich noch hier in meiner Wohnung unter. Nun sind die ersten vier Wochen meines Aufenthaltes in Bonn rum und ich habe mich mehr oder weniger motiviert wieder an die Wohnungssuche gemacht. Auf den Plan kam das Thema die Tage schon öfter, da mir eine meiner Mitbewohnerinnen ihr Zimmer für weitere sechs Wochen angeboten hat, in denen sie woanders ein Praktikum macht.

Gestern Abend habe ich mich dann bei wg-gesucht.de wieder auf die Suche gemacht. Meine groben Suchkriterien waren: Zimmer frei zwischen 15.4. und 1.5., mindestens 20qm und unbefristete Miete. Im Moment ist da das Angebot noch nicht sonderlich reichhaltig und einige WGs konnte ich aufgrund meiner genaueren Kriterien dann auch direkt wieder ausschließen.

Meine Wunsch-WG sieht eigentlich folgendermaßen aus:

  • Nette Leute, etwa in meinem Alter, gerne Berufstätig und nicht mehr so die „Unter der Woche Megaparty“-Erstis.
  • Ein Zimmer von mindestens 20qm, besser ein wenig mehr.
  • Altbau, ich mag hohe Decken!
  • Einigermaßen modernes Wohnen sollte möglich sein, also keine totale Bruchbude.
  • Bahnhofsnah, weiter als im Moment (knappe 20 Minuten zu Fuß) muss echt nicht sein.

Nun bin ich mal gespannt, wo ich am ehesten Abstriche machen muss. Am wichtigsten sind mir eigentlich die Mitbewohner. Wenn da das Bauchgefühl stimmt, dann verzichte ich gern auf den ein oder anderen Quadratmeter.

Apropos Bauchgefühl: Gerade habe ich mir auch schon die erste Wohnung angeschaut. Irgendwie sagt mein Bauch dazu gerade: Nein! So genau kann ich es nicht festmachen, denn die Wohnung und das Zimmer waren schön, recht frisch renoviert und auch preislich ganz angenehm. Allerdings bezweifle ich ein wenig, dass ich mich in eine halbe Familie integrieren möchte und die Mutter der Familie war auch glaub ich nicht so begeistert, als ich von meinen Koch-Ideen erzählt hab. Nun habe ich gerade bei der nächsten Wohnung angerufen und warte da mal den Besichtigungstermin nächste Woche ab.