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Mordshunger

Zuletzt las ich das Buch „Mordshunger“ aus der Feder von Frank Schätzing.

Natürlich habe ich in der letzten Zeit mehr gelesen als nur das eine Buch, aber irgendwie hatte ich das Gefühl nicht die ganze „Massenware“ verbloggen zu müssen. „Mordshunger“ stach nun aber deutlich aus der Menge heraus. Eigentlich bin ich es ja schon von Herrn Schätzing gewohnt: Sowohl „Der Schwarm“ als auch „Lautlos“ haben mich bereits richtig gefesselt.

Mit seinem Erstlingswerk, das als zweites Buch von ihm veröffentlicht wurde, ist es ihm wieder gelungen. Die Geschichte rund um Kommissar Cüpper, die im (für mich) benachbarten Köln spielt, war spannend, witzig und bis zu Ende hin sehr abwechslungsreich – und ums Essen ging es auch.

Ein wenig überrascht war ich dann nach der Auflösung schon. So hätte ich mir das Ende nicht vorgestellt, beziehungsweise einen anderen Mörder vermutet. Bei manchen Büchern finde ich es wirklich schade, wenn ich es aus der Hand einpacken muss, weil die Bahn an meiner Haltestelle ist. Bei „Mordshunger“ war das so, deshalb ein eindeutiger Lesetipp!

Robert Graysmith – Zodiac

Mein letztes Buch handelte von einem Massenmörder und hatte den Titel „Zodiac“. Der Zodiac-Killer trieb Ende der 60er und in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts sein Unwesen in San Francisco und Umgebung sein Unwesen. Er ermordete fünf Menschen und verletzte mehrere. Während dieser Zeit kommunizierte der Täter regelmäßig mit der lokalen Presse: Er schrieb bizarre, teilweise codierte Briefe an Lokalzeitungen.

Das Buch beschreibt aus der Sicht des Autors, eines Reporters namens Robert Graysmith, die Jagt auf den Verbrecher. Er ist einer der Spezialisten für diese Mordserie, da er schon früh mit den Mordfällen Bekanntschaft machte. Man kann also von einer realistischen Schilderung des Falles ausgehen. Spannend geschrieben war das Buch, keine Frage. Erschreckend war vor allem die Tatsache, dass man den Killer nie gefasst hat, was dank der ausführlichen Beschreibungen in dem Buch durchaus ein wenig gruselig war. Leider hat das Buch aber ein sehr offenes Ende, was man dem Autor aufgrund der wahren Geschichte aber nicht zum Vorwurf machen kann. Meiner Ansicht nach hätte aber ein Abschluss aus dramaturgischer Sicht schon Sinn gemacht. Aber man kann ja nicht alles haben.

Die Geschichte wurde inzwischen mehrmals verfilmt und auch in einigen Filmen wurde an der Geschichte angelehnt. So war der Zodiac-Mörder zum Beispiel das Vorbild für den Bösewicht im ersten Dirty Harry-Film. Client Eastwood verbrachte vor den Dreharbeiten laut dem Buch auch einige Tage mit dem damaligen Chef-Ermittler der Polizei von San Francisco.