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Ich bin krank.

Ganz großes Kino: Am Montag merke ich, wie sich langsam aber sicher mein Kopf selbst in Watte packt. Vermutlich war es schon gar keine gute Idee, überhaupt aufzustehen.

Deshalb bin ich jetzt mal zwei Tage zu Hause geblieben. Das ist schrecklich. Und zwar nicht mal, weil meine Nasennebenhöhlen dauernd zu sind, sondern weil ich nicht sonderlich viel mit mir anfangen kann, wenn lesen, fernsehen und allerlei Computerkram nach etwa zwanzig Minuten unglaublich anstrengend werden. Mal abgesehen davon kommt sowieso nur Mist und selbst dieses Internet wird auf Dauer wirklich richtig langweilig.

Als ich am Wochenende ungefähr jedem erzählte, wie dicke ich mit meinem Sofa bin, dachte ich noch nicht daran dort dauerhaft und die halbe Woche rumzuhängen. Gestern brauchte ich einen halben Tag, um mich zum einkaufen zu bewegen. Verhungern will ich ja auch nicht, denn nachdem ich vergangene Woche unterwegs war, herrscht massive Ebbe im Kühlschrank. Eine halbe Stunde unterwegs und schon fühle ich mich, als wäre ich gerade einen Halbmarathon gelaufen. Mindestens.

„Zwei Tage zu Hause“ – das hört sich zuerst mal großartig an, man könnte so viele Kleinigkeiten machen. Am Ende wird meine großartigste Tat gewesen sein, dass ich eine Maschine Wäsche gemacht habe. Neben der Tatsache, dass die Sitzkuhle im Sofa wieder ein Stück tiefer geworden ist.
Die Wohnung ist ganz nebenbei irgendwie leicht ins Chaos abgedriftet. Die Nachbereitung von zwei Tagen Krankheit wird etwa genau so lange dauern. Falls es irgendwann einen guten Zeitpunkt gab, eine Reinemach-Frau einzustellen, dann ist der jetzt.

Ich habe gerade beschlossen, dass ich morgen wieder arbeiten gehe. Das macht mehr Spaß.

Krank

Um sieben Uhr klingelt morgens der Wecker, die Antibiotika wollen eingenommen werden. Ich wälze mich noch ein oder zwei Stunden im Bett herum. Aufstehen, lustlos den ersten Pfefferminztee trinken. Dazu mit wenig Appetit etwas essen und die nebenhöhlenbefreienden Tabletten nehmen. Den Newsreader leer lesen, duschen. Der Kopf ist langsam ein wenig freier.

Tausend Dinge im Kopf, die man mit seiner „freien“ Zeit anfangen könnte, die gemacht werden müssten. Aber keine Lust irgend etwas zu tun. Lesen, zum fünfzigsten Mal in vierundzwanzig Stunden in Facebook reinschauen. StudiVZ und WKW sind schon vor Tagen langweilig geworden. Hin und wieder raffe ich mich auf und erledige eine Kleinigkeit. Spülen. Den Schreibtisch ein wenig aufräumen. Irgendwie im Computer herumklicken. Um irgend etwas ordentlich zu machen fehlt mir dann auch wieder die Motivation. Auch so geht die Zeit irgendwie rum.

Dann wieder Tee, Sofa, Buch. Oder einen Film. Zwischendurch wieder Facebook, wieder der Newsreader, die Mac-Seite mit den ganzen iPhone-Kiddies im Forum. Irgendwann was kleines kochen, wirklichen Hunger habe ich sowieso nicht. Wenn es dann 23 Uhr ist, bin ich auch froh. Die letzte Antibiotika-Tablette für heute und ab ins Bett.

Ich bin krank(-geschrieben) und habe dabei keinen Spaß.