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New York, I love you

Gestern Abend im Kino: New York, I love you. Ein Film bestehend aus verschiedenen Kurzfilmen. Skeptisch war ich vorher ja schon, normalerweise gehe ich ja eher in Kino, wenn es mal ordentlich krachen und rumsen soll.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es hat sich schon gelohnt. Hätte ich mich vorher mal ein wenig informiert, wäre das auch vorauszusehen gewesen. Wenn sich gleich mehrere tolle Regisseure (zum Beispiel Fatih Akin) zusammentun und dann auch noch unter anderem Shia LaBeouf (u.a. Transformers), Natalie Portman, Orlando Bloom, Christina Ricci, Hayden Christiansen, Andy Garcia und Ethan Hawke verpflichten, kann eigentlich nichts all zu schlechtes dabei herauskommen.

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Die einzelnen Geschichten sind alle schön gemacht. Zum Teil witzig, zum Teil nachdenklich. Obwohl die einzelnen Handlungen unabhängig voneinander laufen, findet sich am Ende doch alles zusammen. Das Aufgebot an Darstellern ist schon ein wenig beeindruckend. Wie immer wenn es kein großes Effektspektakel gibt, muss man den Film nicht unbedingt im Kino gesehen haben. Für einen DVD-Abend oder einen Sonntagnachmittag ist er aber sehr zu empfehlen.

Flashmob!

Auf der Rückfahrt von einer Party waren meine Mitstreiter und ich mal von einem kleinen punkigen Mädel angesprochen worden, dass einen Flashmob organisieren wollte. Total kreativ war auch ihre Idee:

„Wir kaufen den MacDonalds leer!“

Gerade ein paar Tage vorher war im Fernsehen ein Bericht über eine solche Aktion in Berlin gelaufen, bei der sich mehrere hundert Menschen beteiligt haben. Das war für den Anfang ganz spaßig, es hat sich dann aber irgendwie auch ewig lange hingezogen. Kein Spaß!

Beim Alo bin ich dann gerade über eine etwas kreativere und witzigere Idee gestolpert, bei der ich mich sicherlich auch beteiligt hätte: Knapp über 200 Leute „frieren“ für fünf Minuten ein – und zwar mitten in der Grand Central Station.

Aber seht selbst:

Eine Legende?

Heftig beworben wurde der neue Film mit Will Smith: I Am Legend. Am Wochenende kam ich nun auch dazu, ihn mir anzuschauen. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch des Autors Richard Matheson, dass dieser bereits 1954 geschrieben hat. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass es auch schon vor I Am Legend verfilmt wurde – insgesamt dreimal.

Um nicht zu viel zu verraten: Grundsätzlich handeln das Buch und auch die Filme vom anscheinend letzten Menschen auf dem Planeten Erde, während der Rest der Menschheit entweder von einem gemeinen Virus dahingerafft wurde oder nun ein klägliches Dasein als Vampir fristet. Robert Neville (der letzte Mensch) muss sich nun auf sein Überleben konzentrieren und versucht ein Gegenmittel gegen des Virus zu finden.

Der Film mit Will Smith gefällt alleine schon durch die vielen tollen Bilder aus dem nahezu ausgestorbenen New York, in dem der Hauptdarsteller mit seinem Hund auf Antilopenjagt geht und vom Deck eines Flugzeugträgers aus Golf spielt. In einigen Rückblenden bekommt man die Vorgeschichte erzählt.
Eigentlich hätten meiner Ansicht nach die Vampire können zu Hause bleiben. Nicht nur, weil ich keine hässlichen Zombie-Vampire mag und nicht so sehr auf Horror stehe: Alleine die Geschichte eines einzelnen Mannes in einer ausgestorbenen Stadt hat für mich schon einen großen Reiz und regt zum Nachdenken an. Wie würden wir uns verhalten, wenn einer von uns der vermeintlich „letzte Mensch“ wäre?

Insgesamt ein gut gemachter Film, der leider ein wenig berechenbar ist und das Ende entspricht auch nicht so ganz meinem Happy-End begeisterten Herz. Dennoch, vor allem wegen der apokalyptischen Szenen aus New York, sehenswert und zum berieseln durchaus geeignet. Eine „Legende“ wird der Film aber nicht.