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Palmenzucht

In bin unter die Botaniker gegangen und züchte nun Palmen. Oder so ähnlich. Wie man sich vielleicht erinnert, bin ich seit etwa zwei Jahren Besitzer einer Palme. Aufgrund meiner epischen Fähigkeiten, was das Pflegen von Pflanzen angeht, ist diese aber irgendwie überwässert worden und war nicht mehr so richtig fit.

Auf Frau Schwesters Tipp hin warf ich dann dieser Tage mal Google an und wurde auch fündig: Im Gärtner-Blog fand ich eine Anleitung wie man eine Palme vermehrt. Nun habe ich vermutlich keine Yucca-Palme, aber das macht ja nichts.

Als erstes schnitt ich also mal meine Palme entzwei. Dabei blieb dann eine Stange ohne Blätter übrig und zwei Enden mit Blattwuchs. Diese Ableger werde ich nun zur Aufzucht meiner neuen Mitbewohner nutzen.

Dazu muss man die, wenn ich das richtig verstanden habe, eigentlich nur in Wasser setzen und einige Zeit darin lassen. Dann sollten sich mehr oder weniger automatisch neue Wurzeln bilden, die man dann auch wieder setzen kann. Momentan sieht es dann so aus:

Seit etwa einer Woche stehen die Ableger nun am Fenster und im Wasser und es bilden sich schon erste Mini-Wurzeln. Da ich nächste Woche auf dem Grundkurs in Immenhausen weile, werden sie da auch noch ein wenig stehen bleiben. Danach sollten sie dann auch wieder eintopfbar sein. Ich bin gespannt.

Der Mann mit der Palme

Auch wenn mein „schwarzer Daumen“ schon fast sprichwörtlich ist: Ein wenig Grünzeug wollte ich in meiner neuen Bude ja schon haben. Genauer gesagt habe ich mir eine Palme gewünscht. Nun sind die Dinger nicht gerade billig und außerdem Stand die Anschaffung auch relativ weit hinten auf meiner Prioritäten-Liste. Hätte eine Palme ein Display und Knöpfe, wäre das sicherlich anders.

Letztens habe ich in bunter Runde im Biergarten am alten Zoll von meinem Pflanzenwunsch erzählt. Mir gegenüber saß dabei eine Mitarbeiterin des Verbands der Restauratoren, die bei dem Stichwort „Palme“ aufhorchte. In ihrem Büro würde noch eine rumstehen, die aus Platzgründen demnächst weggeworfen würde. Eigentlich müsste ich das Ding nur abholen kommen.

Die Wochen strichen ein wenig in das Land und gestern habe ich mich dann nach Feierabend mal auf den Weg in die Bonner Südstadt gemacht. Natürlich regnete es in Strömen und so recht hatte ich auch noch nicht den Transport-Plan. Zu meinem Glück konnte ich die Pflanze zumindest schon mal alleine tragen und so fand ich mich schnell auf dem Weg zur nächsten Straßenbahn-Haltestelle wieder. Glücklicherweise fährt nämlich Linie 61 von der Südstadt aus bis direkt vor meine Haustür.
Lange dauerte die Fahrt nicht und zum Glück wurde ich auch nicht kontrolliert: Zumindest die Palme fuhr nämlich schwarz.

Sehr bemerkenswert fand ich, wie man mit einer Pflanze auf dem Arm so angeschaut wird: Mir scheint es fast so, als hätte der durchnittliche Bonner noch nie einen völlig durchnässten Typen mit Baum gesehen. Nun gilt es noch einen gescheiten Platz in meiner Bude zu finden, im Moment steht das Ding noch ein wenig verloren da rum. Wie lange die Palme bei mir überlebt ist dann wieder eine ganz andere Frage.