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Spam-Versuch [Nachtrag]

Dieser Tage erhielt ich einen Kommentar auf meinen Eintrag mit dem mysteriösen Ikea-Tisch:

Spamkommentar

Das liest sich doch ganz nett und erst freute ich mich auch, dass wohl ein Fremder auf diese Seite gefunden hat und sich anscheinend für mein Geschreibsel interessiert. Dann sah ich, dass der Kommentar von jemandem namens „Flüge“ abgegeben wurde. Seine Webseite ist dann auch passender Weise eine, auf der man Billigflüge aller Art buchen kann. Ein klarer Fall von manuellem Spam.

Irgend ein Mensch hat sich also die Mühe gemacht, erst mein Blog zu finden, dann den Beitrag zu lesen und dann auch noch einen passenden Kommentar dazu zu schreiben. Das klingt nach Arbeit! Und weil mich das interessiert, schrub ich gerade mal eine Email an die zum Kommentar abgegebene Email-Adresse. Mal schauen ob man mir ein paar Fragen zum Geschäft beantworten mag. Ich befürchte aber fast, da wird keine Antwort kommen.

Übrigens: Nordby ist ein Küchentisch.

Nachtrag: Wie es fast zu erwarten war, kam die Email mit dem Hinweis „Empfänger unbekannt“ zurück. Sehr schade! Mich hätte es wirklich interessiert, wer da hinter dem Computer sitzt, wie viel Arbeit dahinter steckt und wie es mit dem Verdienst aussieht. Ich tippe ein wenig auf einen Studenten, der eine Liste mit Blogs vor sich hat die nicht das „nofollow“-Attribut in den Kommentaren setzen. Unseriöse Suchmaschinenoptimierer (SEOs) versuchen damit, die Gewichtung ihrer Webseiten bei Suchmaschinen zu verbessern.

SEO braucht kein Mensch

Search Engine Optimization is not a legitimate form of marketing. It should not be undertaken by people with brains or souls. If someone charges you for SEO, you have been conned.

Derek Powazek schreibt mir in seinem sehr lesenswerten Beitrag mit dem Titel Spammers, Evildoers, and Opportunists die Worte von den Lippen: SEO braucht kein Mensch. Das Geld, was man für die „Optimierung“ und das „Ranking“ seiner Seiten ausgibt, ist anderswo viel besser aufgehoben. Zum Beispiel bei einem Entwickler, der vernünftigen HTML-Code schreibt. Danach dann bei einem Menschen, der gute und interessante Inhalte für die Seite schreibt. Wirklich schlecht aufgehoben ist das Geld bei einem Menschen der Kommentarformulare und Foren voll schreibt.

Webseiten die in einem vernünftigen Code vorliegen, können von Suchmaschinen gelesen, verstanden und ordentlich gelistet werden. Gute Inhalte machen Menschen auf die Seite aufmerksam und sorgen für Verlinkungen und damit neue Besucher. So einfach ist das. Eigentlich.

Deutsche Sprache, schwere Sprache

Obiges Sprichwort gilt auch für Spammer. Hatte ich mich der Spam-Mafia nicht schon einmal angeboten, gegen ein kleines Entgelt ihre Texte zu übersetzen? Folgender Text kam gestern Abend per Mail und ist anstandslos durch alle Spamfilter durchgekommen.

Guten Tag, Marie Weise.

Wir bedanken sich bei Ihnen für das eingeschickte Brief.

Die Besonderheiten unseres Shops:
– Der Preis fur eine Packung der Zigaretten vom 1 Euro
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– Die Orientierung auf die West-Europa-Länder.

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>Guten Tag! Ich möchte über Ihr Shop, das sich
>am Verkaufen der Zigaretten spezialisiert, mehr wissen.
>Marie Weise, Germany.

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