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Twilight: Biss zum Morgengrauen

Hier mein Outing: Am Wochenende sah ich Twilight: Biss zum Morgengrauen, den ersten Teil aus der „Twilight“-Saga. Was soll’s, „Know your enemy!“ war ja schon immer eines meiner Mottos.
Mit einiger Skepsis startete ich in den Film. Ich halte nicht viel davon, wenn Dinge ((Also Filme, Bands und all der Kram.)) maßlos bejubelt werden und Teenies in Horden kreischen. Am Ende verstand ich dann aber schon, warum das so ist.

Die Story ist schnell erzählt: Ein junges Mädel kommt neu in die Stadt und verliebt sich natürlich spontan in den den heißesten Typen überhaupt, der normalerweise natürlich keine ranlässt. Sie dann aber natürlich schon. Irgendwie. Noch natürlicher hat der Typ natürlich ein schreckliches Geheimnis und eigentlich sollte man sich von ihm fern halten. Sagt er. Macht die Alte aber natürlich nicht, schließlich ist sie ja (Warum eigentlich überhaupt? Eigentlich schauen sich die beiden nur durchgehend irgendwie in die Augen oder der Typ erzählt warum was bei ihm anders ist als bei anderen Leuten.) unsterblich verliebt. Irgendwo zwischen drin taucht natürlich auch noch ein anderer Typ auf, der die Alte vor dem vegetarischen und eigentlich ganz netten Vampirtypen warnt. Der andere Typ ist ((Davon ist fest auszugehen!)) natürlich auch in sie verknallt. Hilft aber alles natürlich nichts.
So kommt es wie es kommen muss: Der Typ ist ein natürlich „vegetarischer“ Vampir, hat ein paar Superkräfte und schimmert, wenn er in der Sonne steht. ((OMG!!11!!elf!! und all der Kram.)) Natürlich gibt es dann auch noch ein paar fiese Vampire und einer will dann die Alte beißen und natürlich bekämpfen die netten „vegetarischen“ Vampire die fiesen Vampir-Typen dann.

Natürlich. Natürlich? Natürlich! Genau: Twilight könnte eine ganz normale, an den Haaren herbeigezogene Teenie-Liebesgeschichte mit ein paar Spannungselementen und Actionszenen sowie vorhersehbarer Story sein. Leider merkt man ihm viel zu oft an, wie der Personenkult (gerade rund um den Vampirtypen) aufgebaut wird, damit später auch die Merchandise-Kasse klingelt und die Zielgruppe ((Die ich gerne als „Unbefriedigte Teenies“ bezeichnen würde.)) auch heiß auf die weiteren Teile der „Saga“ macht.
„Edward“ ((Ich nannte ihn bisher „Vampirtyp“.)) verkörpert exakt den Typen, den die durchschnittliche „Bravo Girl“-Leserin ((Erstaunlich, dass es mir gelungen ist diesen Text zu schreiben ohne dauernd „kleine dicke Mädchen“ zu schreiben.)) gerne zum angeben als „Boyfriend“ hätte, aber niemals bekommen wird und ihn so als ihren „Schwarm“ bezeichnen muss. Der Film lädt zum prämenstrualen Schmachten und Träumen geradezu ein. Da haben die Macher absolut nichts falsch gemacht, der Plan geht auf.

Ernst nehmen kann ich das natürlich nicht.

Ken Follet – Eisfieber

Da habe ich doch wieder was gelesen: „Eisfieber“ heißt der Roman, er stammt aus der Feder von Ken Follet. Auf dem Cover prangt dann sehr groß das allgemein bekannte Zeichen für biologische Gefährdung.

Darum geht es dann auch: In Schottland wird in einem Pharmaunternehmen ein Virus erforscht, das noch wesentlich gefährlicher als das bekannte und allseits beliebte Ebola ist. Natürlich geht einiges schief, ein wenig Virus landet in der freien Wildbahn und der Rest wird auch prompt noch geklaut. Das die Geschichte an Weihnachten spielt, wundert dann wohl keinen mehr.

Die nachfolgenden etwa 460 Seiten erlebt man dann, wie die Sicherheitschefin der Firma diese Situation meistert. Dabei kommt ihre Vergangenheit dann ins Spiel und eine gescheite Zukunft versucht sie sich auch aufzubauen.
Wen das nun verwirrt haben sollte, oder vielleicht neugierig, dem sei die Lektüre des Buches empfohlen. Wer so wie ich auf gut geschriebene, spannende Unterhaltungsliteratur steht, ist mit diesem Buch gut bedient.

Philip Kerr – Der Pakt

Mit Philosophie hab ich es ja nicht so. Für meinen Geschmack ist das alles zu intellektuell. Macht aber nix.

Wenn ein Philosoph aber für einen amerikanischen Geheimdienst arbeitet und gemeinsam mit dem amerikanischen Präsidenten nach Teheran fährt um dort bei der Teheran-Konferenz „der großen drei“ zu dolmetschen, dann lese ich das Buch das darüber geschrieben wird schon mal.

Natürlich haben wir es hier mit Fiktion zu tun, auch wenn der Roman von Philip Kerr auf einer wahren Begebenheit basiert, hat er sich doch eine Menge dazu ausgedacht. Es wird die wirklich spannende Geschichte rund um Williard Mayer erzählt, der erst einen Vorfall in Polen während des zweiten Weltkrieges untersuchen soll, um dann anschließend immer tiefer in eine abenteuerliche Geschichte gezogen zu werden.

Da jeder etwas gegen jeden hat, Geheimdienste und Institutionen aus den USA, Deutschland, Russland und Großbritannien nicht nur gegen jeweiligen die Gegner kämpfen, sondern sich auch untereinander nicht viel zu sagen haben, ist das Ende nie wirklich vorhersehbar und die Geschichte nimmt die ein oder andere spannende Wendung.

Ein gut geschriebenes, spannendes Buch. Ich mag Geschichten die am Rande der Realität angesiedelt sind. Sie machen Lust, sich mit der tatsächlichen geschehenen Geschichte zu beschäftigen. Lesenswert!

The Sentinel

Nicht, dass ich in den letzten Tagen hier irgendwie dem medialen Overkill erlegen wäre… Aber am Sonntag habe ich mir, kränkelnd im Bett liegend, „The Sentinel“ (Affiliate-Link) angeschaut.

Neben Michael Douglas spielen auch Eva Longoria (Desperate Housewives) und Kiefer „Jack Bauer“ Sutherland mit. Von eben letzterem bin ich ja bekanntlich kein kleiner Fan und habe mit diesem Film auch keinen schlechten Griff gemacht. Die Rolle des Bundesagenten liegt dem Mann einfach gut, auch wenn er dieses Mal für den Secret Service arbeitet, statt für die Terrorbekämpfung. Der Film hat so ein wenig Lust gemacht, gleich mal wieder mit der ersten Staffel 24 anzufangen.

Auch inhaltlich hat mir der Film gefallen: Eine recht spannende Story rund um ein Mordkomplott gegen den Präsidenten der USA (was ja immer wieder gern genommen wird), Schießereien und Verfolgungsjagden. Natürlich überleben die Helden auch alle. Was will man mehr, wenn man sich von ein wenig Action berieseln lassen möchte?

Michael Douglas passt einfach zu gut in die Rolle des alternden Beamten, ich frage mich grade ein wenig, ob er jemals etwas anderes gespielt hat. Frau Longoria läuft irgendwie so nebenher, einen weiblichen Part muss es in jedem Film anscheinend geben. Witzig fand ich, dass sie von Kiefer (ihrem Film-Vorgesetzten) direkt dazu aufgefordert wird, ihre Jacke zuzuknöpfen.

Mein Fazit: Kurzweilige Unterhaltung. Prima!