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Die Woche und ich – Kalenderwoche 26

Montag, 25. Juni 2012

Die Nächte Sonntag auf Montag werden immer schlimmer. Viel geräderter kann mal glaube ich gar nicht mehr sein. Trotzdem stehe ich den Tag einigermaßen produktiv durch und am Abend assistiere ich Fräulein Anna auch noch fleißig beim bepflanzen der letzten Blumentöpfe auf der Terrasse.

Dienstag, 26. Juni 2012

Ich entwickele eine etwas merkwürdige Theorie: Scheinbar ist die Ampel vor meinem Bürofenster irgendwie akustisch gesteuert und schaltet nur auf Rot, wenn jemand mit möglichst dämlicher und lauter Musik auf sie zufährt. So werde ich regelmäßig mit einer Mischung aus schlechter Pop-Musik und Kindertechno belästigt.

Wurst-Statue

Mittwoch, 27. Juni 2012

Nachdem ich den Tag recht unspektakulär hinter mich gebracht habe, erwartet mich zu Hause ein Anruf meines Vermieters: „Ob denn mit der Gas- und Stromversorgung alles in Ordnung wäre?“ Ich weiß bis heute nicht, wie er darauf kam, aber scheinbar verwirrten ihn die Informationen die er von den Bonner Stadtwerken bekommen hatte, da ich dort kein Kunde mehr bin. Ich rufe daraufhin bei der Hotline an, die mir bestätigt dass alles in bester Ordnung ist. Mein Rückruf mit dieser Information stellt ihn aber nicht zufrieden und so verspreche ich nach einigem hin und her, am nächsten Tag persönlich bei den Stadtwerken vorzusprechen und mir das schriftlich geben zu lassen. Was macht man nicht alles.
Zur Entspannung spaziere ich im Anschluss ein wenig mit Fräulein Anna durch die Stadt und wir schauen im Eislabor vorbei, wo es auch zu etwas späterer Stunde noch ein leckeres Eis gibt.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Statt zur Arbeit zu fahren, laufe ich am Morgen erst einmal zu den Stadtwerken. Die Mitarbeiterin dort ist voller Verständnis für mein (eigentlich ja nicht existentes) Problem, denn mein Vermieter hatte auch dort am vorigen Tag mehrmals angerufen. Ich bekomme einen Nachweis der ordnungsgemäßen Eintragung der Fremdversorgung, den ich zusammen mit einer Kopie meiner Mainova-Verträge an den Vermieter schicke. Ich hoffe, dieses Thema ist damit erledigt. Der anschließende Arbeitstag geht zügig vorbei, ich komme einigermaßen mit meinem Kram voran.
Am Abend erkunden wir dann den frisch eröffneten Alnatura-Supermarkt direkt gegenüber unserer Wohnung. Ich stelle dabei fest, dass ich keinerlei Ahnung habe was das ein oder andere Lebensmittel mich so kostet und beschließe, einfach mal eine kleine Preisvergleichs-Liste aufzustellen. Bestimmt kann ich mir in Zukunft den ein oder anderen Spaziergang zu Edeka ersparen.

Freitag, 29. Juni 2012

Schon ist die Woche unheimlich schnell vorbei gegangen. Und das letzte halbe Jahr auch. Deshalb bekomme ich ein wenig Feedback auf meine bisherige Arbeit in der Firma und darf auch in der kommenden Woche wieder arbeiten kommen. Ich freue mich.
Am Abend helfe ich Frau Eva bei ihrem Umzug und trage (zum Glück nicht alleine) eine Küche in ihre neue Wohnung. Dabei schwitze ich das vermutlich dritte Mal an diesem doch recht schwülen Tag komplett durch und springe noch schnell unter die Dusche, bevor ich mich zwecks Zubereitung von Grillgut auf eine Gartenparty aufmache. Ich unterhalte mich gut und habe Spaß. Leider müssen Fräulein Anna und ich viel zu früh gehen, da wir beide am kommenden Tag arbeiten sollen.

Grillgut

Samstag, 30. Juni 2012

Einigermaßen ausgeschlafen mache ich mich auf den Weg zu Arbeit. Das ist für einen Samstag eher ungewöhnlich, aber heute ist Moderatorentreffen und ich lerne einige der Menschen kennen, die sich um unsere Community kümmern. Das ist ziemlich interessant und ich bekomme noch dazu leckeres Essen vorgesetzt. So verquatsche ich den Tag sehr nett, bis ich gegen Nachmittag ziemlich platt bin und mich, auch wenn Alice mich eine Heule nennt, auf den Heimweg mache. Zu Hause schlafe ich dann auch erst einmal spontan ein, um erst zweieinhalb Stunden später wieder wach zu werden. Der Tag ist gelaufen und so entschließe ich mich, gar nicht mehr vom Sofa aufzustehen und lieber noch einen Film zu schauen. Daraus werden dann irgendwie zwei Stück, doch dank meines ausgeprägten Nachmittagsschlafs ist auch anschließend nicht an Bettruhe zu denken. Ich liege bis Sonnenaufgang wach im Bett herum.

Sonntag, 01. Juli 2012

Zum Glück muss ich heute nicht früh raus. Nach einem ausführlichen Frühstück gammele ich weiter fleißig herum, um dann am Nachmittag Richtung Hürth aufzubrechen. Dort war das Hörergrillen der Knutsens angesagt. Nach einem kleinen Spaziergang zwischen allerlei Filmstudios kam ich dann irgenwann auch bei Teymurs Studio an. Bei Grillgut und der Hintergrundunterhaltung durch „RPM Miami“, was eine Lowbudget-„Fast and the Furious meets Desperate Housewifes ((Ich hätte den Satz so gerne aufgenommen, lieber Dominik!))“-Produktion ist, unterhalte ich mich nett. Pünktlich zur Fussballübertragung mache ich mich dann aber aus dem Staub und verbringe den Rest des Abends damit, mich mit Fräulein Anna über unsere Wochenend-Erlebnisse auszutauschen.

Wohnungs-Update

Ich habe schon lange nicht mehr vom aktuellen Zustand meiner neuen Bude berichtet. Das mag im Wesentlichen daran liegen, dass es nicht viel zu berichten gab. Dieser Tage ging es dann aber Schlag auf Schlag:

Am Montag habe ich mir gute sechs Meter Stoff gekauft, um den schon mehrmals erwähnten Verschlag an der Wand abzudecken.

Dienstag habe ich den Stoff dann an die Wand gebracht und auch direkt meinen Andenken aufbewahrenden Holzrahmen darauf befestigt und mit Inhalt versehen.

Gestern ging es dann nach Feierabend eine Tour zu Ikea und nun bin ich stolzer Besitzer eines Tisches und einer passenden Bank. Der Aufbau ging wunderbar einfach von statten und hat nicht ganz zwei Stunden gedauert. Da kann man sich nicht beschweren. Auffällig ist, dass mir das Fehlen des Tisches erst so richtig bewusst wurde, als ich endlich einen hatte.

Beschwert haben sich aber wohl zahlreiche Ikea-Kunden gestern Abend. Mein Timing war geradezu grandios: Grade hatte ich bezahlt und mich an der Warenausgabe angestellt, als es *klack* machte und in dem ganzen Laden der Strom ausfiel. Wer Ikea kennt weiß, dass es da nicht gerade viele Fenster gibt. In den Ausstellungsräumen standen die Leute also wohl schön im Dunkeln. Nach etwa fünf Minuten schienen einige Kassen dann zumindest schon mal wieder zu laufen, von zunehmender Beleuchtung war allerdings nichts zu bemerken. Als wir dann gefahren sind, strömten die Menschenmassen gerade aus den Notausgängen.

Zu meinem Glück fehlt mir nun nur noch eine gescheite Couch. Aber da ist auch erst mal sparen angesagt.