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Running Man (2)

Nach meinem ersten Versuch letzte Woche und der darauf folgenden Krankheitsphase (Ein Schelm, wer dabei Böses denkt!) bin ich gestern Abend wieder losgelaufen. Schon während der Feierabend-Zigarette hatte ich richtig Lust, zumal das Wetter auch entsprechend war.

Am Wochenende hatte ich mir in der alten Heimat ein paar Laufschuhe von meinem Herrn Vater ausgeliehen, der glücklicherweise die gleiche Schuhgröße hat wie ich. Diese galt es nun auszutesten.
Im Vergleich zu meinen ausgelatschten Schlappen war das schon eine wesentlich bessere Sache, als nächstes steht nun also auch für mich der Kauf von ein paar gescheiten Laufschuhen auf dem Plan. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich heute nicht mit Muskelkater oder ähnlichem kämpfen muss.

Meine persönliche Fitness war gestern Abend nicht so berauschend, vielleicht steckt mir die vergangene Woche noch ein wenig in den Knochen. Mehrmals habe ich eine Geh-Pause eingelegt. Die Strecke war wieder die gleiche wie beim letzten Mal, aber für die nahe Zukunft habe ich mir dann die „Zwei-Brücken-Tour“ vorgenommen.
Gut war auf jeden Fall auch, dass ich dieses Mal eine Flasche Wasser dabei hatte. In der halben Stunde die ich unterwegs war habe ich etwa einen halben Liter Wasser getrunken. Wenn ich jetzt den Trink-Aufsatz von letztens auch nochmal finde, ist das denke ich eine gute Sache.

Gleich werde ich jedenfalls mal den Versicherungsmenschen anrufen und das für heute Abend angesetzte Telefongespräch eine halbe Stunde nach hinten verlegen. So direkt nach der Arbeit loszuziehen hat schon was, denn den Rest des Abends kann man dann auch noch prima nutzen.

Hamburger Singewettstreit 2008

Singerunde im Elbtunnel

Nachdem ich mir ja schon vor langem Zugtickets gekauft hatte, dabei von einem Automaten verarscht wurde und schließlich auch meine Eintrittskarte angekommen war, ging es nun am Wochenende nach Hamburg zum Singewettstreit. Ein sehr ereignisreiches Wochenende lag da vor mir. Wie immer, wenn es mehr zu erzählen gibt, geschieht das nun auch hier anhand einiger harter Fakten. Diese werden eventuell nach einer ausgiebigen Nachtruhe erweitert.

  • Dass mein Mitfahrer mit dem selben Zug fahren würde wie ich, wusste ich schon am vergangenen Montag. Er selbst hat sich erst Donnerstagabend dazu entschlossen.
  • Ich durfte tatsächlich im Zug sitzen bleiben. Der Schaffnerin war mein Kartenproblem schon mehrmals untergekommen.
  • Ohne Korkenzieher, nur einer Spax und keiner Zange bekommt man eine Weinflasche leider nicht auf.
  • Trampende Mitstreiter schreiben Kurznachrichten, dass sie an der „Bahn“ ankommen. Wenn die Horde am Bahnhof wartet, kommt der Mitstreiter an der Rennbahn an. Man trifft sich dann auf der Reeperbahn.
  • Eine Kiezkneipe voller bündischer Gesellen kann es ganz schön krachen lassen. „Auf der Reeperbahn nachts um halb 1“-singen macht dann gleich noch eine Runde mehr Spaß.
  • Die genialste Örtlichkeit für eine Singerunde ist der alte Elbtunnel. Siehe dazu auch das Bild oben. Der gute Mann ganz rechts im Bild hat wirklich so geschlafen – und geschnarcht.
  • Wenn man erst im Morgengrauen am Übernachtungsplatz auf der Horner Rennbahn ankommt, muss man auch mal in einer Pferdebox (zum Glück ohne Pferde) schlafen.
  • Auch Jungenschaftler haben Mobiltelefone. Diese klingeln gern in aller Frühe und in den wirresten Tönen.
  • Man kann auch direkt nach dem Frühstück Bier trinken – wenn dieses erst um 12 beendet ist.
  • Eine Kiste Astra hat nur noch 27 Flaschen.
  • Zwei bekannte Brüder haben die unglaubliche Gabe es einzurichten, dass immer einer fehlt.
  • Es gibt Leute, die können manche Leute kann man nicht leiden… weil man sie hasst.
  • Die gefühlte Länge eines Singewettstreits übertrifft dessen wirkliche Länge oft um ein vielfaches.
  • Kampf-Emanzen sind doof. Über Abtreibung muss man nicht singen.
  • Nicht immer sind die anderen die Dummen die gerade falsch abbiegen und sich verlaufen.
  • Backfisch vom Fischmarkt zum Frühstück ist lecker. Räucherfisch zum Mittagessen auch. Zivile Mitreisende im Zug sehen das eventuell anders.

Warschau

Kulturpalast Warschau

Warschau ist eine schöne Stadt. Knappe anderthalb Tage habe ich dort am vergangenen Wochenende verbracht und alles in allem habe ich eine sehr schöne Tour hinter mir. Die „Klassenfahrt“, wie $Arbeitskollege immer sagte, war sehr angenehm. Mit den Kollegen komme ich durch die Bank gut aus und ich hoffe diese auch mit mir.

Das Programm unserer Tour bestand am Freitagabend im Wesentlichen aus einem sehr ausführlichen Essen in einem netten Restaurant und einem anschließenden Bummel durch die nächtliche Altstadt mit einem ausgedehnten Kneipenbesuch. Während große Teile der Stadt doch immer noch recht sozialistisch rüberkommen und im typischen grauen Plattenbau-Stil gehalten sind, wird die Altstadt gerade sehr aufwendig renoviert und ist echt schön. Viele alte Häuser, kleine Kneipen und Läden, sowie viele Restaurants ergeben ein rundes Bild. Gut gefallen hat mir auch die altertümliche Atmosphäre in den teils nicht so gut beleuchteten Gassen.

Am Samstag war dann nach einem ausgiebigen Hotelfrühstück noch die Besteigung des Kulturpalastes (siehe Bild oben) auf dem Plan. Das Gebäude imponiert nicht nur durch seine riesigen Ausmaße (wir sind einmal außen rum gelaufen), sondern auch durch seine Architektur und vor allem die tolle Aussicht von seinem Balkon aus. Interessanter Weise hatte ich nicht einmal Höhenangst, als ich von oben aus einige Bilder nach unten gemacht hab. Das mag allerdings auch an der sehr massiven Bauweise liegen. Anschließend zogen wir in Kleingruppen durch die Stadt und ich lernte die Altstadt auch noch einmal bei Tageslicht kennen.

Ein Novum war für mich die Übernachtung in einem richtigen Hotel – unsereins ist ja eher darauf getrimmt, am Abend irgendwen nach einem Stellplatz für die Kohte zu fragen. Das Hotel Hetman hat mir jedenfalls gut gefallen und irgendwie habe ich auch an Hotelübernachtungen so ein wenig gefallen gefunden. Ob das eine Alterserscheinung ist?

Auf jeden Fall ist diese Stadt für einen erneuten Besuch vorgemerkt. Beim nächsten Mal möchte ich allerdings zum einem etwas mehr Zeit und eine richtig gute Kamera mit Stativ mitbringen. Zum anderen dann auf jeden Fall bessere Gesundheit. Diese hat mir nämlich am Wochenende doch einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Annähernd durchgehend lief meine Nase und mit der Zeit wurde eben jene leider auch immer roter und tat entsprechend weh. Dank mangelhafter Belüftung meiner Nasennebenhöhlen war der Flug und vor allem die Landung kein so großer Spaß für mich. Der Druck war mehr als unangenehm und hat auch noch lange angehalten.
Nachdem ich nun den gestrigen Tag im Bett verbracht habe, geht es mir heute aber schon wieder wesentlich besser und ich blicke dem Ende meiner Erkältung entgegen.