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Ein letztes Zeugnis

Mein Vortrag mit Hindernissen ist ja schon eine Weile her. Eine Sache stand dann noch offen: Es musste noch die Diplomurkunde und das dazugehörige Zeugnis her. Ausgestellt hatte man mir das auch relativ flott, nur mit dem persönlichen Abholen war das so eine Sache.

Nachdem ich, da ich mich nicht mehr zurückgemeldet hatte, eigentlich schon Zwangsexmatrikuliert war, hatte ich dann auch brav um Zusendung des ganzen Krams gebeten. Aber Essig war’s: Eine ausgefüllte Exmatrikulationsbescheinigung sollte ich da mal an den Start bringen. Also hab ich mir dann doch mal noch einen Tag Urlaub genommen und bin ein letztes Mal zu meiner FH gegurkt, Unterschriften sammeln.

Diplomurkunde

Dort lief eigentlich auch dann soweit alles glatt. Nach einem Kaffee mit einem ehemaligen Arbeitskollegen konnte der mir auch gleich die erste Unterschrift verpassen. Beim Rechenzentrum war nun schon mal nichts mehr offen. Auch Bibliothek, Hausmeister und Bafög-Amt waren überhaupt kein Stress. Dass es dann beim Fachbereichssekretariat zu Komplikationen kommen würde, hatte ich schon fast befürchtet. Da hing sowas wie „Komme später… Kommen sie dann doch auch nochmal.“. Danke. Bald hatte ich dann aber auch Gesellschaft von einem alten Bekannten, der ebendort bis zwölf Uhr seine Diplomarbeit abgegeben haben sollte. Als nach einer guten Stunde immer noch niemand da war, haben wir dann unser Geschäft schließlich beim Prüfungsamt erledigen dürfen. Gut, dass auch die Bürokraten manchmal flexibel sind.

Nun ist also nach dreizehn Semestern und sechseinhalb Jahren meine Zeit am Campus vorbei. Traurig bin ich deswegen irgendwie nicht. Kennen würde ich sowieso nicht mehr so wirklich viele Menschen und wenn man hört was so geht – geht irgendwie immer noch das Gleiche wie früher. Kein weiterer Kommentar.

Nun kann’s weiter gehen. Ab morgen muss wieder gearbeitet werden. Und klüger bin ich ja irgendwie auch nicht durch die Urkunde geworden. Hängt man so ein Ding eigentlich auf?

Sammelsurium

Und dann waren da noch ein paar Dinge:

  • Mein Wochenende zu Hause war langweilig – aber auf eine sehr positive Art und Weise. Es hat mal wieder richtig gut getan, nichts zu tun.
  • Seit Montag morgen bin ich nun offiziell Diplomant. Der von mir erwartete höchstbürokratische Aufwand war nahezu verschwindend gering. Nur eine Formularseite war auszufüllen und sehr schnell unterschrieben beim Prüfungsamt einzureichen. Bis zum 23. Dezember muss nun die schriftliche Fassung der Arbeit dort eingereicht sein.
  • An meiner FH hat sich nicht so recht was getan. Eines der Wohnheime wurde mit einem großen Gemälde „verschönert“. Ich verpasse also schlichtweg nichts.
  • Auf meiner Fahrt von Idar-Oberstein nach Bonn bin ich tatsächlich kontrolliert worden. Gut, dass ich mich doch wieder für ein Ticket entschieden hatte.
  • Natürlich habe ich mir am Wochenende auch recht ausführlich Radio Idar-Oberstein angehört und finde es auch grundsätzlich nicht schlecht. Zur allgemeinen Hintergrundberieselung ist es auf jeden Fall zu gebrauchen. Allerdings hat mich die ein und selbe Bruce-Willis-Stimmenansage schon beim etwa dritten Mal genervt.

Vermutlich: To be continued…

Nichts für mich: Homeoffice

Dieses Wochenende habe ich mir ein wenig Arbeit mit nach Hause genommen. Am Montag präsentiere ich ein paar Themen meiner Diplomarbeit und deshalb hab ich mir vorgenommen, am Wochenende die Präsentation zu bauen. Struktur und Inhalte hatte ich unter der Woche schon vorbereitet und zum Teil auf Papier, zum Teil aber auch im Kopf abgespeichert.

In Anlehnung an meine Tage am Campus ist dann aber der (eigentlich zu erwartende) Fall eingetreten: Mein Zimmer ist aufgeräumt, mehrere Maschinen Wäsche sind gemacht und auch sonst habe ich so ziemlich alles erledigt. Meine Konzentrationsspanne bei der Heimarbeit ist gewohnt gering, mit der eigentlich wichtigen Arbeit komme ich nur schleppend voran.

Natürlich stehe ich nicht da und habe noch gar nichts gemacht. Die Präsentation ist weitestgehend fertig und wird auch heute im Laufe des Tages zur Perfektion gebracht werden. Doch muss ich mich immer wieder wundern, wie umständlich ich an die Dinge rangehe und was man alles so nebenbei erledigen kann.

WTF-Momente (Notenaushang-Edition)

Bekanntlich habe ich vor gut einer Woche die letzte Klausur meines Studiums geschrieben und bin sogar mit einem guten Gefühl aus dem Raum gegangen. Zwar wurde meine Laune nach dem Vergleich von einer Aufgabenlösung direkt ein wenig gedämpft, doch hatte ich weiterhin ein gutes Gefühl.

Eben erreichte mich dann der Anruf vom Kollegen J.: „Telematik hängt aus, geh mal gucken!“ Zwei Minuten verblieben mir noch zu meinem Termin mit meinem Chef und so spurtete ich los. Am Aushang des betreffenden Professors hing dann auch nur ein Zettel mit Noten, auf dem ich mich direkt fand. Meine Matrikelnummer war auch leicht zu finden und dann war ich einen kleinen Moment perplex:

„$MaddinsMatrikelnummer – 1,0“

stand da. Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet.

Gerade wollte ich schon frohlockend davonspazieren, als mir die nächste Zeile der Notenliste ins Auge sprang. Das war der berühmt-berüchtigte WTF?!?!-Moment: Da steht nämlich

„$MaddinsMatrikelnummer – 3,0“

Nun gilt es, $Professor aufzutreiben und mal zu klären was ich wirklich hab. Ob ich in meinen Verhandlungen nun eher auf eine 1,3 oder doch lieber den Durchschnitt von 2,0 pochen soll, werde ich mir bis dahin überlegen.

Dennoch bin ich nun zumindest mal Klausurenfrei! Zum zelebrieren dieses Umstandes habe ich dann auch gerade die angesammelten Telematik-Unterlagen auf die externe Platte verschoben und dann endgültig den Ordner mit dem einprägsamen Namen „Zu Bestehen“ gelöscht.

Aktualisierung: Die Antwort auf meine Frage per Mail (Die ich aus irgend einem Grund mit „Martin Schneyra“ unterschrieben hab, was mag $Professor nur von mir denken?) kam gerade: Es ist leider nur die 3,0 geworden…