Archiv für Schlagwort: vorträge

Die 17. Socialbar in Bonn

Endlich habe ich es – nachdem ich es schon rund zwei Jahre lang vor hatte – nun doch noch zur 17. Bonner Socialbar geschafft.

Die Socialbar ist ein Treffen von Weltverbesserern. Web-Aktivisten, Social Entrepreneurs, NGOs, ehrenamtliche Helfer, Politiker und Unternehmen mit sozialer Verantwortung kommen bei der Socialbar zusammen, um sich kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und Kooperationen einzugehen. Die dezentral organisierten Socialbar-Treffen setzen u.a. thematisch den Fokus auf die Potentiale des Internets.

Gestern hatten sich etwa 25 Leute in die Räume von Engagement Global im Bonner Tulpenfeld eingefunden. Gleich drei in meinen Augen sehr spannende Vorträge standen auf dem Programm.

Openmuseum und die Erfahrungen mit TweetUps in Kultureinrichtungen

Helge David berichtete vom ersten TweetUp im Bonner Kunstmuseum, das unter dem Namen #HEIMsuchung lief. Er ging dabei darauf ein, wie er die Idee an das Museum herantrug, die Veranstaltung plante, insbesondere bei Twitter-Menschen bewarb und gemeinsam mit den Kuratoren der Ausstellung durchführte. Am Ende zog er ein positives Resumé und stellte auch Teile der Auswertung vor. Mehr dazu auf openmuseum.de. Ich hatte von der Veranstaltung leider erst im Nachhinein erfahren und möchte beim nächsten Mal gerne dabei sein.

foodsharing.de

Stefan Kreutzberger stellte das Projekt foodsharing.de vor. Auf der Plattform sollen die Benutzer Lebensmittel die sie nicht mehr brauchen zur Verfügung stellen. Ziel ist es, die unfassbare Menge an Lebensmitteln, die jedes Jahr in Deutschland weggeworfen werden, zu reduzieren. Etwa 20000 Nutzer hat die Plattform im ersten halben Jahr bereits gewonnen, was ich recht beachtlich finde. In naher Zukunft soll es dazu auch Apps für Mobiltelefone geben.

Ironblogger Bonn

Zu guter letzt stellte Johannes Mirus dann noch die Ironblogger Bonn vor. Das fand ich dann nochmals besonders spannend, denn dort mische ich auch ein wenig mit. Johannes stellte das Konzept und unsere Abmachung den anwesenden Menschen und Nicht-Ironbloggern vor. So konnten wir schließlich am gleichen Abend noch eine weitere Bloggerin für uns gewinnen. Ungefähr 30 Leute aus Bonn machen inzwischen mit.

Im Anschluß an die Vorträge unterhielt ich mich noch eine ganze Weile sehr nett mit allerlei Menschen. Ich werde gerne wieder zur Bonner Socialbar gehen – und das nicht nur, weil es leckere Bretzeln gibt.

Nachtrag: Gunnar hat auch über die Socialbar geschrieben und in seinem Beitrag auch Videos der Vorträge veröffentlicht.

Play! beyond tellerrand

Die vergangenen beiden Tage verbrachte ich auf der Play! beyond tellerrand in Köln. Allerlei Sessions zu den unterschiedlichsten Themen standen auf dem Programm.

Conference Pass

So sah ich Vorträge von Tim Ahrens, Tom Beddard, Andreas Dantz, Eric Eggert, Sebastian Golasch, Frank Reitberger, Luca Sale, Grant Skinner, Saban Ünlü und Nico Zimmerman. Ohne auf die Sessions im Detail eingehen zu wollen: Ich habe unheimlich viel mit nach Hause genommen, zum Teil vielleicht nur Hintergrundwissen, zum Teil aber auch Dinge die ich mir in den nächsten Wochen und Monaten nochmals anschauen will oder mein schon vorhandenes Wissen vertiefen muss. Besonders beeindruckt hat mich Marcin Wichary, der ein wenig von seiner Arbeit an den Google-Doodles erzählte und auf den technischen Hintergrund einiger Doodles näher einging. Es war sehr spannend zu sehen, wie viel Aufwand für die nur 24 Stunden sichtbaren Logo-Anpassungen getrieben wird.

Animationen und Musik

Mich hat das unglaubliche Fachwissen der Vortragenden sehr beeindruckt und mich stark motiviert, selbst wieder mehr zu „spielen“ und einfach Dinge auszuprobieren. Vielleicht wieder ein wenig „kreativer“ sein. Ein paar Gedanken dazu habe ich mir schon gemacht und niedergeschrieben, mal schauen wie ich daraus vielleicht auch das ein oder andere mehr oder weniger sinnvolle Projekt zusammengestückelt bekomme. Wie passend, dass nun direkt ein langes Wochenende folgt.

Multimediatreff #29

Samstags früher aufstehen als unter der Woche. So fing das an. Grund dafür war mein Besuch beim 29. Multimediatreff, den ich mit dem Kollegen besuchte. Allerlei Vorträge standen auf dem Programm und das konnte eigentlich nur interessant werden. Pünktlich angekommen sammelten wir unsere Namensschilder ein und warteten bei Brötchen und Kaffee auf den Beginn der Veranstaltung. Nachdem dann auch der letzte Adapter irgendwie gefunden war, ging es dann mit leichter Verzögerung los.

HTML5 Polyfills – Den Kampf gegen veraltete Browser aufnehmen und gewinnen

Peter Kröner ist der einzige Mensch, der es schaffte ein Fachbuch zu schreiben, dass ich wirklich gelesen habe. Der „HTML5-Erklärbär“ hat einen sehr angenehmen Schreibstil und dementsprechend war ich auf seinen Vortrag sehr gespannt.
Ich wurde nicht enttäuscht. Der Vortrag rund um HTML5-Polyfills war sehr interessant und eine gesunde Mischung aus Vertiefung meines Wissens und neuen Dingen. Imposant fand ich, dass er einen großen Teil seiner Folien dann tatsächlich aus dem Internet Explorer 6 abspielte. Der Vortrag selbst war also das beste Beispiel.

Peter Kröner im Vortrag

Interaktionsdesign und animierter Webcontent mit Adobe Edge

Die Vorstellung der Beta-Version von Adobe Edge durch Jay Meissner hatte mich im Vorfeld nicht so sehr gereizt. Allerdings gefiel mir die Funktionalität die Meissner vorführte dann doch recht gut. Falls ich mal aufwändigere Animationen zu erstellen habe, werde ich mir das auf jeden Fall nochmals anschauen. Am Ende folgte dann noch eine kurze Demo von Adobe Shadow.

CSS3: Sass und Compass – Awesome Stylesheets!

Der Titel des Vortrages klang für mich relativ interessant, allerdings konnte André Laugks mir dann leider nicht mehr viel Neues erzählen. Die Funktionsweise und die Möglichkeiten von CSS-Preprozessoren hatte man mir vor einiger Zeit auf dem Webmontag ja schon detailliert erklärt. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass das vorgestellte SCSS mir weniger liegen würde als das beim Webmontag vorgestellte LESS.

Single-Page Web Apps – Möglichkeiten und Fallstricke

Eine Kombination aus „Nicht so mein Thema“, einem vollen Bauch, stickiger Luft und unglaublich unbequemen Stühlen machte es möglich, dass ich aus dem Vortrag von Jörn Zaefferer nicht so viel mitnehmen konnte. Einige Details habe ich mir aber dennoch im Hinterkopf behalten.

„Hab Dich!“ – Wie Angreifer ganz ohne JavaScript an Deine wertvollen Daten kommen

Mario Heiderich weckte mich dann wieder ein wenig auf. Der wirklich gute Vortrag schaffte es, dass mir mehr als einmal der Mund vor Überraschung offen stehen blieb. Heiderich zeigte anhand einiger Beispiele, wie man ganz ohne Scripte dennoch an die Daten von Nutzern kommen kann. Wie er auf all die Ideen kommt und wie er sich die Kombinationen aus verschiedenen HTML- und CSS-Features ausdenkt, ist mir immer noch unerklärlich.

HTML5 in freier Wildbahn

Schließlich zeigte Carlo Blatz dann noch, neben relativ viel Eigenwerbung für sein Unternehmen, einige aktuelle Beispiele für die Möglichkeiten von HTML5 und CSS3. Das war auch ganz unterhaltsam, die meisten Beispiele kannte ich aber auch schon.

Mein Fazit

Ein interessanter Tag der sich durchaus gelohnt hat, auch wenn er etwas lange war und mein Hinterteil vermutlich immer noch Wund ist von den unglaublich unbequemen Stühlen im Komed Veranstaltungszentrum. Ich kann mir durchaus vorstellen, bei Gelegenheit mal wieder einen Multimediatreff zu besuchen.

Webmontag Bonn 1/2012

Webmontag BonnGestern Abend war ich, nachdem ich die Veranstaltung schon länger auf dem Radar hatte, das erste Mal auf einem Webmontag in Bonn. Die Veranstaltung war das erste Mal im Innovationpoint Waschsalon, was sich als geeigneter Austragungsort herausstellte.

Der Webmontag ist eine Veranstaltungsreihe, die es in dieser Form in vielen deutschen Städten gibt. Neben dem Austausch mit anderen Internet-Menschen stehen auch immer kurze Vorträge zu den verschiedensten Themen auf dem Plan. Gestern Abend waren es derer zwei.

„Online-Magazine“ von Lina Dillmann

Lina Dillmann berichtete von ihren Recherchen zum Thema Online-Magazine, die sie im Rahmen ihrer Diplomarbeit durchführte und ging dabei speziell auf Formate ein, die für Tablets gestaltet werden.
Der Vortrag war für mich weniger interessant und brachte auch nichts wirklich Neues zu Tage. Das mag in meinem Fall vor allem daran liegen, dass ich mich für das Thema nicht sonderlich interessiere, da ich zum einen eher selten Magazine lese und zudem kein Tablet besitze. Eine okaye Zusammenfassung des Ist-Zustandes in der deutschen Medienwelt war es aber schon.

„LESS – The dynamic stylesheet language“ von Michael Rolfsen

Michael Rolfsen berichtete im zweiten Vortrag von seinen Erfahrungen mit dem CSS-Preprozessor LESS. Das Thema war für mich sehr viel interessanter, da auch technischer. LESS erweitert das allgemein bekannte CSS um einige Funktionen, wie etwa Variablen, verschachtelte Regeln und Funktionen. So lassen sich CSS-Spezifikationen leicht innerhalb eines Stylesheets wiederverwenden, was mir schon recht praktisch vorkommt. Nachteil: Man muss eine LESS-Datei zuerst in ein „richtiges“ Stylesheet kompilieren, bevor es benutzt werden kann. Ein Thema, mit dem ich mich durchaus mal auseinander setzen möchte.

Fazit

Mein erster Webmontag in Bonn war eine interessante Veranstaltung, auch wenn ich mir am Anfang etwas einsam vorkam, da ich niemanden kannte (und der feine Herr Alexander mich versetzte). Im Anschluss an die Vorträge unterhielt ich mich aber noch eine Weile nett. Leider löste sich die Veranstaltung nach dem zweiten Vortrag doch relativ schnell auf.
Das nicht alle Vorträge für mich interessant sind ist klar, bei einem doch sehr durchmischten Publikum ist das auch nicht anders zu erwarten. Von den knapp über zwanzig Anwesenden hatte schätzungsweise etwa die Hälfte Entwicklungserfahrung.

Ich werde bestimmt auch das nächste Mal hingehen. Wann es wieder so weit ist, kann man bei Twitter, Facebook oder auf der zugehörigen Webseite sehen.