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Warschau

Kulturpalast Warschau

Warschau ist eine schöne Stadt. Knappe anderthalb Tage habe ich dort am vergangenen Wochenende verbracht und alles in allem habe ich eine sehr schöne Tour hinter mir. Die „Klassenfahrt“, wie $Arbeitskollege immer sagte, war sehr angenehm. Mit den Kollegen komme ich durch die Bank gut aus und ich hoffe diese auch mit mir.

Das Programm unserer Tour bestand am Freitagabend im Wesentlichen aus einem sehr ausführlichen Essen in einem netten Restaurant und einem anschließenden Bummel durch die nächtliche Altstadt mit einem ausgedehnten Kneipenbesuch. Während große Teile der Stadt doch immer noch recht sozialistisch rüberkommen und im typischen grauen Plattenbau-Stil gehalten sind, wird die Altstadt gerade sehr aufwendig renoviert und ist echt schön. Viele alte Häuser, kleine Kneipen und Läden, sowie viele Restaurants ergeben ein rundes Bild. Gut gefallen hat mir auch die altertümliche Atmosphäre in den teils nicht so gut beleuchteten Gassen.

Am Samstag war dann nach einem ausgiebigen Hotelfrühstück noch die Besteigung des Kulturpalastes (siehe Bild oben) auf dem Plan. Das Gebäude imponiert nicht nur durch seine riesigen Ausmaße (wir sind einmal außen rum gelaufen), sondern auch durch seine Architektur und vor allem die tolle Aussicht von seinem Balkon aus. Interessanter Weise hatte ich nicht einmal Höhenangst, als ich von oben aus einige Bilder nach unten gemacht hab. Das mag allerdings auch an der sehr massiven Bauweise liegen. Anschließend zogen wir in Kleingruppen durch die Stadt und ich lernte die Altstadt auch noch einmal bei Tageslicht kennen.

Ein Novum war für mich die Übernachtung in einem richtigen Hotel – unsereins ist ja eher darauf getrimmt, am Abend irgendwen nach einem Stellplatz für die Kohte zu fragen. Das Hotel Hetman hat mir jedenfalls gut gefallen und irgendwie habe ich auch an Hotelübernachtungen so ein wenig gefallen gefunden. Ob das eine Alterserscheinung ist?

Auf jeden Fall ist diese Stadt für einen erneuten Besuch vorgemerkt. Beim nächsten Mal möchte ich allerdings zum einem etwas mehr Zeit und eine richtig gute Kamera mit Stativ mitbringen. Zum anderen dann auf jeden Fall bessere Gesundheit. Diese hat mir nämlich am Wochenende doch einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Annähernd durchgehend lief meine Nase und mit der Zeit wurde eben jene leider auch immer roter und tat entsprechend weh. Dank mangelhafter Belüftung meiner Nasennebenhöhlen war der Flug und vor allem die Landung kein so großer Spaß für mich. Der Druck war mehr als unangenehm und hat auch noch lange angehalten.
Nachdem ich nun den gestrigen Tag im Bett verbracht habe, geht es mir heute aber schon wieder wesentlich besser und ich blicke dem Ende meiner Erkältung entgegen.

Wenn einer eine Reise tut…

… dann muss er Terrorist sein! Mindestens!

Morgen geht es mit der Firma auf Betriebsausflug. Nach Warschau, einmal übernachten und dann wieder zurück. Natürlich braucht es da nicht viel Kram und so wird mein kleiner Rucksack als Handgepäck durchgehen. Bei meiner Planung habe ich nicht bedacht das es ja einige Bestimmungen gibt, was die Mitnahme von bestimmten Gegenständen im Handgepäck angeht.
Das ist mein Fahrtenmesser nicht unbedingt mit in die Flugzeugkabine nehme, mag mir ja noch einleuchten. Das ist schon groß und sieht gefährlich aus und scharf ist es auch. Wenn ich mir allerdings vorstelle wie ich eine Stewardess mit meinem Nagelknipser bedrohe, dann schüttelt es mich schon ein wenig – vor Lachen.

Auf jeden Fall bin ich nun seit eben Besitzer einer kleinen Flasche Duschzeug, einer Mini-Zahnpasta-Tube, weiteren Mini-Utensilien und einiger Zip-Beutel (durchsichtig) in die ich alles verpacken kann. Ich überlege gerade, wie lustig es die Sicherheitsbediensteten wohl finden, wenn ich einfach mal alles was ich mitnehme einzeln in Beutel packe, inklusive Socken und Unterwäsche.
Am Ende bleibt dann noch zu überlegen ob die Menge an Sprengstoff die ich aus meinen Mini-Päckchen herstellen könnte, nicht doch reichen würde um ein Loch in dieses Flugzeug zu sprengen. Vielleicht hätte ich doch mal ein Diplom in Sprengstoffkunde machen sollen.

Apropos: Hätte ich mir besser noch eine kleine Zahnbürste kaufen sollen? Die ist sicherlich ähnlich bedrohlich wie eben schon erwähnter Nagelknipser. Und wieder schüttelt es mich.

Nun gut, der Rucksack will gepackt werden…