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Internet Explorer zum Webseitentest unter Mac OS und Linux installieren

Webseiten wollen bekanntlich umfangreich getestet werden. Bekanntlich unterscheiden sich alle Browser ein kleines oder größeres bisschen und machen dem HTML- und CSS-Schreibenden die Arbeit nicht gerade leichter, indem sie den Code von Software zu Software und Version zu Version ein klein wenig unterschiedlich interpretieren. Wenn man wie ich unter Mac OS arbeitet, kommt dann noch das Problem dazu, dass man gar nicht so einfach an einen Internet Explorer herankommt. Denn den gibt es bekanntlich nur noch unter Windows-Systemen und wird noch dazu gerne in den unterschiedlichsten Versionen gerne genutzt.

Ich bin zum Glück nicht alleine mit diesem Problem. Microsoft selbst gibt sich in der letzten Zeit verstärkt Mühe, seinen nicht ganz so guten Ruf unter Webentwicklern wieder ein wenig aufzupolieren. Und so hat man dann unter anderem auch unter dem Titel „Cross-browser testing simplified“ die Seite modern.ie mal aufgehübscht und einiges dazugepackt. Neben einem kostenlosen Testzugang für den Browsertest-Service BrowserStack stehen hier auch wieder die virtuellen Maschinen mit den Internet Explorern 6-10 zur Verfügung.

Microsoft hat ausgebaut: Standen die VMs bisher offiziell nur für VMware zur Verfügung, kann man jetzt zwischen Downloads für das kostenlose VirtualBox unter Windows, Mac OS und Linux, VMware unter Mac OS und Windows und noch einige andere Windows-Lösungen auswählen. Das ist ziemlich komfortabel.

Zur Verfügung stehen aktuell:

  • Internet Explorer 6 unter Windows XP
  • Internet Explorer 7 unter Windows Vista
  • Internet Explorer 8 unter Windows 7
  • Internet Explorer 9 unter Windows 7
  • Internet Explorer 10 unter Windows 8

Also eigentlich alles was man braucht. Die Downloads sind gezippt zwischen 700MB und 5,2GB groß, entpackt und starklar werden die VMs erfahrungsgemäß etwa 60 Gigabyte auf der Platte belegen. Ein kleiner Tipp am Rande: Das Entpacken unter Mac OS wollte bei einigen Dateien nicht so wie ich, im Terminal ging es mit unzip aber ohne Probleme.

Wenn man dann noch ein bisschen Zeit hat, sollte man sich auch noch die anderen Unterseiten dort mal anschauen. Microsoft gibt sich wirklich Mühe!

Die besten Browsererweiterungen für die Webentwicklung

Die besten Browsererweiterungen für die Webentwicklung

Das seit kurzem wieder aktive dr.web-Magazin stellt einige Browsererweiterungen für den ambitionierten Webentwickler vor. Einige davon kenne ich noch gar nicht und muss ich mir auch mal genauer anschauen. Etwas traurig stimmt mich, dass es nach wie vor scheinbar keine gescheite Lösung für den Internet Explorer gibt. Da könnte ich sowas ja am ehesten gebrauchen. Andere Browser machen meistens ziemlich genau das, was ich von ihnen will.

Adobe Shadow

Nachdem ich letztens schon darüber schrieb, wie man responsive Layouts einfach testen kann, kommt nun heute Adobe mit einer weiteren Lösung daher.

Adobe ShadowAdobe Shadow ist eine Softwarelösung, die auf dem Zero Conf-Protokoll Bonjour basiert. Um sie einsetzen zu können, muss man auf seinem Arbeitsplatzrechner und seinen mobilen Android- oder Apple-Endgeräten ein kleines Stück Software installieren, unter Windows kommt noch die Installation des Bonjour-Dienstes dazu. Außerdem braucht es Google Chrome und eine Extension. Alles was man braucht ist auf der entsprechenden Seite bei Adobe verlinkt.

Nun muss man die zu testende Webseite in Chrome aufrufen und auf das Icon der Shadow-Erweiterung klicken. Wenn alles richtig installiert ist und alle Geräte im gleichen Netzwerk laufen, sollte dort nun eine Liste mit Endgeräten erscheinen. Der Inhalt des aktuellen Browser-Tabs wird nun live auf die ausgewählten mobilen Geräte übertragen und man kann sich direkt anschauen wie es läuft und was Änderungen bewirken.

Das ist soweit noch nicht so sonderlich überragend, wirklich überzeugt hat mich dann nämlich ein anderes Feature: Remote Inspektion. Es wird aus dem Menü der Erweiterung aufgerufen und entspricht im Wesentlichen dem bekannten Webinspektor. Allerdings werden hier die Elemente auf dem mobilen Gerät inspiziert und die Funktionalität, die man aus dem Browser kennt, auf das mobile Gerät übertragen.

Ich bin gerade wirklich begeistert, vor allem weil man so auf mehreren Geräten parallel und genau so effektiv wie am Desktop seine Arbeit inspizieren kann. Bei Adobe TV gibt es ein kurzes Video, dass die Einrichtung und Funktionalität schön beschreibt.