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Dark Shadows

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Das Gute vorweg: An Johnny Depp und Eva Green habe ich nichts auszusetzen. Der Rest von Dark Shadows überzeugt leider nicht. Das unvermeidliche Happy End ist von Anfang an abzusehen und der Trailer zeigt schon mehr oder weniger die besten Szenen. Die Handlung wirkt irgendwie zusammengestückelt: Da wird mal eine Fischfabrik neu aufgebaut und wieder abgebrannt, den Bossfight entscheidet die Geistermutti, die plötzlich und nur für diesen Moment einmal auftaucht. Warum die Tochter der Hausherrin auf einmal ein Werwolf ist, hat sich mir auch nicht so richtig erschlossen. Insgesamt wirkt das Ganze ein wenig wie eine Aneinanderreihung von teilweise ziemlich schlechten Szenen, ich konnte (zum Glück) wenig Horror und (leider) wenig Komödie ausmachen.

Mein Fazit: Dark Shadows kann man sich mal anschauen, wenn er im Fernsehen kommt. Das Eintrittsgeld für’s Kino kann (und sollte) man sich sparen.

Sneak-Preview: Einer wie Bruno

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Mir gefällt es ziemlich gut, dass in der Sneak-Preview im Woki hin und wieder auch mal Filme laufen, die ich mir normalerweise auch eher nicht anschauen würde. Aber wenn man mir etwas unbekanntes vorsetzt, gebe ich der Sache auch mal eine Chance. Und das ist gut so.

Gestern Abend also Einer wie Bruno, mit Christian Ulmen in der Hauptrolle als behinderter, alleinerziehender Vater einer pupertären, 13-jährigen Tochter Radost (Lola Dockhorn). Das birgt natürlich eine Menge Konfliktpotential, vor allem wenn dann auch noch ein fieser Arbeitskollege und die erste Liebe der Tochter und das Jugendamt ins Spiel kommen.

So wird eine Geschichte erzählt, die an vielen Stellen lustig ist, aber auch irgendwie unangenehme Gefühle hervorruft. Das Vater-Tochter-Verhältnis wird im Laufe der Zeit nicht einfacher und droht zu eskalieren. Mich zog der Film vor allen Dingen in seinen Bann, weil ich sowohl verstehen konnte, wie schwierig der Umgang mit einer pupertären Tochter, als auch das Leben mit einem Behinderten sein muss.

Bei der abschließenden Benotung des Filmes gab ich eine Zwei.

Sneak Preview: Drive

Drive (Quelle: Drive-Webseite)

Gestern Abend in der Sneak Preview des Woki: Drive, der im Vorfeld (auch wenn man den Namen natürlich nicht nannte) ganz groß angekündigt wurde. Gezeigt wurde die englische Fassung mit deutschen Untertiteln. Für mich auch eine neue und okaye Erfahrung.

Der Film an sich lies mich dann sehr zwiespältig zurück. Ich fand die „Entschleunigung“ der Szenen unheimlich imposant und wartete richtig gespannt darauf, dass es schlagartig umschlägt und dann die Post richtig abgeht. Noch kurz vor dem Film hatte man auch den Trailer gezeigt und ich war guter Dinge. Leider entwickelte sich das dann doch nicht ganz so wie ich es mir vorgestellt hatte. Zwar gab es noch den einen oder anderen Action- und Splatter-Moment, doch sprang bei mir der Funke nicht so recht über. Nach dem fast schon aufregend langsamen ersten Teil hätte ich mir eher einen zweiten Teil im Stil von The Fast and the Furious, Transporter oder Shoot Em Up erwartet.

Ich vergab bei der anschließenden Bewertung des Films die Schulnote 3.

Sherlock Holmes

Dieser Tage war ich mal wieder im Kino: Die Abenteuer von Sherlock Holmes standen auf dem Spielplan. Ich war gespannt was mich erwartet. Verfilmungen von älteren Geschichten können manchmal ja wirklich gut sein. Das kann aber auch in die Hose gehen.

Bei einem meiner letzten Kinobesuche hatte ich schon einen Trailer zum Film gesehen, der mir ein wenig Lust auf den Film gemacht hatte. So etwas soll ja Sinn und Zweck eines Trailers sein ((Das viele Trailer bei mir ein „Sowas will ich niemals im Leben sehen!“ auslösen, ist sicher nicht die Schuld der Filmindustrie. Eher die meines merkwürdigen Filmgeschmacks. Oder meiner Schreckhaftigkeit. Oder beides)). In meiner Jugend habe ich die Bücher von Herrn Conan Doyle gelesen, auch hier war ich also ein wenig vorbelastet. Glaube ich zumindest.

Der Film hat mir jedenfalls gefallen. Gut gemachte Unterhaltung: Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) und Doktor Watson (Jude Law) nehmen sich gegenseitig fleißigst auf die Schippe und ergänzen sich dabei und beim Lösen des Falles wirklich gut. Das hatte ich auch so in Erinnerung. Die Schlußfolgerungen Holmes‘ sind immer schlüssig, wenn auch oft überraschend.
Was die Action-Lastigkeit des Film angeht, bin ich mir nicht so sicher. In meinem Kopf ging es in den Büchern weniger um Prügeleien und Explosionen, ich hätte Herrn Holmes eher weniger schlagkräftig eingeschätzt. Da mag ich mich aber auch täuschen. Dennoch: Die Actionszenen und die Spezialeffekte haben mir ebenfalls gefallen.

Das Ende war dann offen genug, um den Herren Downey und Law noch mindestens einmal die Gage für eine Fortsetzung auf das Konto zu überweisen. Stoff gäbe es genug, Sir Conan Doyle war seinerzeit schon recht fleißig. Neben vier Romanen gibt es auch zahlreiche Kurzgeschichten über die Abenteuer des Detektivs.